Landgericht Berlin – vom 25.08.2011
Nicht adäquate Behandlung nach Schlaganfallsymptomatik mit bekannter neurologischer Vorerkrankung, LG Berlin, Az. 36 O 310/08

Die Klägerin begab sich im März 2005 in stationäre Behandlung bei der Beklagten aufgrund von Schlaganfallsymptomen. Die Klinik verlegte die Patientin nicht in eine Spezialklinik. Erst am Folgetag wurden in einer weiteren Klinik die erforderlichen Massnahmen getroffen. Seither leidet die Patientin unter den Folgen der nicht adäquaten Behandlung.

Verfahren:
Das Landgericht Berlin hat die Angelegenheit mittels eines Fachmediziners für Neurochirurgie überprüfen lassen. Dieser kam zu einer Fehlleistung, woraufhin die Parteien auf Anraten des Gerichtes einen Vergleich abschlossen. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Auf Schlaganfallsymptome muss unverzüglich angemessen reagiert werden, um keinen unnötigen Zeitverlust herbeizuführen. Dieser kann anderenfalls zu irreversiblen Gesundheitsschädigungen führen. Oftmals ist eine sogenannte Lyse-Therapie die erste Wahl.

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