Oberlandesgericht Koeln – vom 10.08.2011
Fehlgeschlagene transvaginale Hysterektomie mit Teilrektumresektion, OLG Koeln, Az. 5 U 130/10

Chronologie:
Die Geschaedigte litt nach einer Sterilisation im Jahre 2003 unter dauerhaften Beschwerden. Im Jahre 2006 wurde die Indikation zu einer Hysterektomie gestellt. Der Eingriff erfolgte sodann im Hause der Beklagten. Dabei kam es zu einer Perforation des Darmes, die eine Teilresektion und einen kuenstlichen Darmausgang erforderlich machte. Die Patientin leidet auch heute noch erheblich unter den Folgen der fehlgeschlagenen OP.

Verfahren:
Gegen das klagezusprechende Urteil des Landgerichtes Bonn (Az. 9 O 187/08) ging die Beklagtenseite in Berufung vor das OLG Koeln. Diese hatte jedoch keinen Erfolg. Im Ergebnis schlossen die Parteien einen Vergleich, wonach sich die Beklagtenseite verpflichtete, eine pauschale Gesamtregulierung von 25.000,- Euro vorzunehmen.

Anmerkungen:
In rund einem Drittel der Arzthaftungsprozesse kommt es nach inoffiziellen Statistiken zu einem positiven Ergebnis fuer den Patienten. Gegen eine Entscheidung der ersten Instanz geht die Beklagtenseite nur selten in die Berufung. In der Regel halten die erstinstanzlichen Entscheidungen zugunsten der Geschaedigten einer Rechtsmittelinstanz stand.

Leave A Reply

Scroll Up