Landgericht Essen – vom 27.07.2011
Grossflächige Verbrennungen des Rückens anlässlich Coxarthrose-Operation, LG Essen, Az. 1 O 46/11

Chronologie:
Die Klägerin befand sich im Dezember 2009 in stationärer Behandlung im Krankenhaus der Beklagten. Aufgrund einer Coxarthrose wurde sie operiert, wobei es zu einer grossflächigen Verbrennung zweiten Grades aufgrund einer Feuchtkontaminierung kam. Vorgeworfen wurde, dass für die Spinalanästhesie das OP-Gebiet nicht fachgerecht abgetrocknet wurde, bzw. die bei der Hüft_OP vorgenommene Desinfektion nicht fachtgerecht war.

Verfahren:
Nachdem der Versicherer der Klinik die Ansprüche zunächst aussergerichtlich kategorisch abgewiesen hatte, schlossen die Parteien nach Klageeinreichung vor dem Landgericht Essen sodann einen Vergleich auf Vorschlag des Gerichtes. Die Gesamtschadenposition liegt im fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Ist in eindeutigen Fällen, wie dem vorstehenden, eine Haftpflichtversicherung nicht bereit, außergerichtlich zu regulieren, bleibt dem Geschädigten nur der Weg zum Gericht. In manchen Fällen ändert sich die ursprüngliche Verweigerungshaltung des Versicherers allein durch die Zustellung einer Klageschrift, so wie in dem vorliegenden Fall.

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