Landgericht Aurich – vom 13.07.2011
Osteomyelitis nach fehlerhafter Nekrosenbehandlung, LG Aurich, Az. 5 O 843/08

Chronologie:
Der Kläger wurde nach einem Unfall mit tiefer Risswunde in das Krankenhaus der Beklagten eingeliefert. Primär nahmen die Ärzte eine Wundversorgung mit Gefässrekonstruktion vor. In der Folge entwickelten sich Nekrosen und eine Fehlstellung des rechten Fusses. Die verspätete adäquate Behandlung führte zu einer Osteomyelitits. Seither kann der Kläger seinen rechten Fuss nicht mehr belasten.

Verfahren:
Das Landgericht Aurich hat die Angelegenheit durch einen Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie gutachterlich prüfen lassen. Dieser kommt im Ergebnis zu der Wertung, dass nicht nachvollziehbar sei, warum ein Gipsverband angelegt wurde und stellte weitere Fehlleistungen fest.

Das Landgericht verurteilte die Beklagte sodann auf Zahlung eines Schmerzensgeldes und stellte fest, dass auch sämtliche materiellen Schäden zu ersetzen seien. Insgesamt regulierte der Versicherer rund 65.000,-Euro.

Anmerkungen:
Trotz der Erheblichkeit der Schädigung kann die Regulierungssumme als ein erfreuliches Ergebnis in dieser Sache angesehen werden. Hätte der Versicherer vorgerichtlich eine Regulierung angeboten, wäre eine gerichtliche Involvierung sicher hinfällig gewesen. Diese hat den Versicherer nunmehr erhebliche weitere Zusatzkosten verursacht.

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