Landgericht Wiesbaden – vom 03.07.2011
Fehlerhafte Schraubenfixierung mit Titanschrauben nach Schulterluxation, LG Wiesbaden, Az. 1 O 279/10

Der Kläger begab sich nach einem Sturzunfall im Oktober 2008 in stationäre Behandlung in das Krankenhaus der Beklagten. Hier wurde eine Schulterluxation diagnostiziert und mittels drei Titanschrauben operativ behandelt, wobei es versehentlich zu einer Schädigung des Gelenkkopfes kam. Es war eine weiter Revisionsoperation erforderlich. Seit dem Vorfall ist der Geschädigte zu 50 % arbeitsunfähig.

Verfahren:
Das Landgericht Wiesbaden hat die Parteien zu einem Gütetermin geladen, in dem die Sach- und Rechtslage erörtert wurde. Im Rahmen dieses Gütetermines schlug das Gericht sodann den Parteien eine vergleichsweise Einigung an, auf die sie sich einliessen. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Nur sehr selten beträgt die Verfahrensdauer in einem Arzthaftungsprozess nur wenige Monate. Sind die Fakten eindeutig und beide Parteien kompromissbereit, lässt sich durch einen angemessenen Vergleichsabschluss ein oftmals langwieriger und mühsamer Prozess abwenden, in dem in der Regel eine umfangreiche Beweisaufnahme vorgenommen wird.

Leave A Reply

Scroll Up