Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 18.06.2011
Fehlerhaft vorgenommene Teilresektion des Darmes nach Verdacht auf akute Appendizitis, OLG Düsseldorf, Az. I 8 U 120/10

Chronologie:
Die zum Zeitpunkt der Schädigung 10jährige Klägerin kam mit dem Verdacht auf eine Appendizitis in das Krankenhaus der Beklagten. Hier wurde ohne Rücksprache mit den Eltern der Klägerin ein Darmteil resektiert. Die Klägerin behielt eine 8cm lange Narbe zurück und leidet unter den Folgen und den Verwachsungsproblemen.

Verfahren:
Nachdem das Landgericht Wuppertal in der Vorinstanz (Az. 5 O 164/08) die Klage abgewiesen hatte, hielt das OLG Düsseldorf die Klage für dem Grunde nach erfolgreich und riet den Parteien zu einer vergleichsweisen Einigung an, worauf sie sich einliessen. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Gerade bei Verletzungen im Unterbauchbereich besteht für die Betroffenen ein nicht unerhebliches Risiko von Spätschäden. So können sich im Laufe der Zeit Verwachsungen einstellen, die bis hin zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen können.

Es ist aus rechtlicher Hinsicht daher immer darauf zu achten, dass sich dieses mögliche Risiko auch in der Höhe des Vergleichsabschlusses entsprechend niederschlägt.

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