Landgericht Kiel – vom 01.06.2011
Milz- und Pankreasverletzung einer 15jährigen Schülerin nach Pferdetritt, LG Kiel, Az. 6 O 24/07

Chronologie:
Die 15jährige Klägerin wurde im Oktober 2007 durch einen Pferdetritt in den Bauchbereich verletzt. Es war eine Operation und Teilresektion der Bauchspeichdrüse erforderlich. Seit dem Unfall leidet das Kind unter anderem an einem erhöhten Diabetesrisiko sowie einer erhöhten Infektionsanfälligkeit. Die Beklagten hatte vorgerichtlich lediglich 10.000,- Euro Schmerzensgeld reguliert.

Verfahren:
Das Landgerich Kiel kam nach umfangreicher Beweisaufnahme zum Tathergang zum Ergebnis, dass das gezahlte Schmerzensgeld deutlich untersetzt sei. Darüberhinaus stellte es fest, dass der Klägerin sämtliche weiteren aus dem Unfall resultierenden Schäden zu ersetzen seien. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Gerne versuchen Haftpflichtversicherer, im Vorfeld einer gerichtlichen Inanspruchnahme durch Zahlung einer pauschalen Entschädigungssumme, die keineswegs angemessen ist, den Geschädigten von einem weiteren Vorgehen abzuhalten. Hier sind die Anwälte der Geschädigten gefordert, mit der nötigen Konsequenz, notwendigerweise mittels gerichtlicher Hilfe, die tatsächlich angemessene Entschädigung durchzusetzen.

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