Landgericht Berlin – vom 18.05.2011
Intraoperative abdominelle Gefässverletzung bei Bandscheibenoperation, LG Berlin, Az. 36 O 191/10

Chronologie:
Die zwischenzeitlich verstorbene Patientin befand sich im Februar 2007 in stationärer Behandlung in der Klinik der Beklagten zu einer Bandscheibenoperation. Im Aufwachraum entwickelte sich eine Hypotonie und Tachykardie, in deren Folge die Patientin verstarb.

Der Beklagten wird vorgeworfen, intraoperativ eine abdominelle Gefässverletzung verursacht zu haben, die mitursächlich für den eingetretenen Tod der Patientin war.

Verfahren:
Nach Klageeinreichung war die Beklagtenseite bereit, eine Regulierung der Schadenpositionen im deutlich fünfstelligen Eurobereich vorzunehmen, so das die Kläger, eine Erbengemeinschaft der verstorbenen Patientin, die Klage zurücknehmen konnten.

Anmerkungen:
Nur selten werden Arzthaftpflichtprozesse in einer derart kurzen Verfahrensdauer abgeschlossen. Der Beklagtenseite war weder daran gelegen, eine umfassende Aufarbeitung der Angelegenheit durch das streitbefasste Gericht vornehmen zu lassen, noch die Sache über Jahre hinweig unnötig hinauszuziehen.

Mit der verglichenen Abfindungssumme sind die Kläger zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gelangt.

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