Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 06.05.2011
Fehlerhaft unterlassene Osteosynthese nach Ellenbogenfraktur, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 90/10

Chronologie:
Der zum Zeitpunkt der Schädigung 12 Jahre alte Kläger stürzte im März 2006 beim Skateboardfahren auf seinen linken Ellenbogen. Er wurde mittels Krankenwagen ins Krankenhaus der Beklagten transportiert, wo eine Ellenbogenluxation diagnostiziert wurde. Die vorgenommene Operation wird als verspätet vorgeworfen.

Verfahren:
Das Landgericht Duisburg (Az. 1 O 132/08) hat nach vorgenommener Beweisaufnahme die Klage abgewiesen. Auf die Berufung des Klägers hin regte das Oberlandesgericht Düsseldorf eine vergleichsweise Klärung an, wonach dem Kläger eine pauschale Schadensumme zu zahlen sei, worauf sich die Parteien einliessen. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Untergerichte machen es sich oftmals zu leicht mit ihren Entscheidungen. Erst in der Berufungsinstanz werden dann umfangreiche und qualifizierte fachmedizinische Aufarbeitungen der komplexen arzthaftungsrechtlichen Probleme vorgenommen. Dadurch verlängern sich natürlich die Verfahrensdauern deutlich.

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