Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 23.04.2011
Verspätete Tumordiagnose und unterlassene Radiochemotherapie, OLG Düsseldorf, Az. I 8 U 74/10

Chronologie:
Die zwischenzeitlich verstorbene Klägering befand sich im Januar/Februar 2005 in stationärer Behandlung in einer Düsseldorfer Klinik. Hier wurde eine Hysterektomie vorgenommen, anlässlich derer ein Karzinom fehlerhaft übersehen und nicht entfernt wurde. Eine Zweitoperation war erforderlich.

Verfahren:
Nachdem das Landgericht Düsseldorf die Klage abgewiesen hatte (Az. 3 O 81/08), kam der Arzthaftungssenat des OLG Düsseldorf zum Ergebnis, dass die Parteien sich vergleichsweise einigen sollten. Diesem Vergleichsvorschlag traten die Parteien näher. Die Gesamtschadenposition lieg im deutlich 5stelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Verspätete Tumordiagnosen bilden einen der Hauptthemenschwerpunkte im Bereich der Arzthaftung. Diese Fehler haben oft erheblichen Einfluss auf die weitere gesundheitliche Entwicklung des Geschädigten und führen nicht selten zum Tode, da die Tumoren bereits metastasiert haben.

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