Landgericht Würzburg – vom 29.03.2011
Fehldiagnose einer fieberhaften Pyelonephritis unter Beteiligung des oberen Harntraktes – LG Würzburg, Az. 14 O 2828/10

Chronologie:

Der Kläger wurde aufgrund des Verdachtes auf eine Harnstauungsniere links an die urologische Gemeinschaftspraxis der Beklagten überwiesen. Hier erfolgte die Diagnose Prostatitis, die mit Antibiotikum und Alphablocker behandelt wurde. Nach Verschlechterung des Allgemeinzustandes begab sich der Kläger in internistische Behandlung, wo ein akutes Nierenversagen festgestellt wurde.

Der Kläger ist heute dialysepflichtig und leidet an einer chronischen Niereninsuffizienz. Er befindet sich in regelmässiger ärztlicher Behandlung.

Verfahren:

Das Landgericht hat die Beklagte zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 55.000,- Euro verurteilt. Darüberhinaus wird festgestellt, dass dem Kläger sämtliche weiteren materiellen Schäden für Vergangenheit und Zukunft, sowie die nicht vorhersehbaren immateriellen Zukunftsschäden zu ersetzen.

Anmerkungen:

Das Gericht hat den Streitwert des Verfahrens auf 170.000,- Euro festgesetzt. Aus den zugesprochenen Feststungsansprüchen kann der Kläger nun nochmals aussergerichtlich an die Schädigerseite herantreten. Es ist mit einer Regulierung im Bereich von 200.000,- Euro bis 300.000,- Euro zu rechnen.

Leave A Reply

Scroll Up