Ciper & Coll. - Fachanwalt für Medizinrecht
Presse-Bulletins
Die Meldungen beziehen sich grundsätzlich auf aktuelle von Ciper & Coll. bearbeitete Mandate, es sei denn, sie sind anders gekennzeichnet!
04. Februar 2012 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Durchtrennung des nervus facialis
Das Landgericht Hamburg (Az. 303 O 273/11) muss sich mit einer fehlgeschlagenen Operation in einer Klinik befassen, in der es zur Schädigung des nervus facialis bei einem Patienten gekommen ist. Seither ist die rechte Gesichtshälfte des Patienten vollständig gelähmt. Das Gericht wird die Angelegenheit mittels eines fachmedizinischen Sachverständigen hinterfragen lassen.
03. Februar 2012 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verunfallter Schornsteinfeger erhält Entschädigung
Der vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf (Az. I 23 U 197/10) geschlossene Vergleich zwischen einem Schornsteinfeger und einer Hausverwaltung ist nun rechtskräftig. Danach erhalt der Kläger einen Betrag im deutlich fünfstelligen Eurobereich. Wie berichtet, fiel der Geschädigte von einer defekten Sicherheitsleiter vom Dach eines Gebäudes 6 Meter tief auf ein Garagendach und zog sich dabei erheblichen Gesundheitsschäden zu. Der OLG-Senat war der Auffassung, dass die Hausverwaltung die Leiter nicht unfallsicher zugänglich gemacht hatte.
02. Februar 2012 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verweisungspraktiken der Rechtsschutzversicherer
Rechtsanwälte für Patienten e.V. mit Sitz in Düsseldorf weisen darauf hin, dass einige Rechtsschutzversicherer versuchen, ihre medizingeschädigten Versicherungsnehmer, an ihre eigenen Vertrags-/Vertrauensanwälte zu verweisen. So veweist zum Beispiel die Rechtsschutz Union Schaden GmbH auf ihrer Homepage zu: Anwaltssuche, Stichwort: Arzthaftungsrecht, Standort: Düsseldorf, auf fachfremde Anwälte.
Diese Vermittlungspraxis wird als bedenklich und unseriös angesehen.
01. Februar 2012 Dormagen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: DPSB mit neuem Internetauftritt
Der Deutsche Patientenschutzbund mit Sitz in Dormagen präsentiert sich ab Anfang diesen Jahres in neuem Antlitz. Die Internet-Präsenz des Betroffenen-Verbandes ist völlig erneuert und modernisiert worden.

Medizingeschädigte Patienten können an den Opfer-Verband herantreten und über ihre Nöte und Sorgen berichten. Sie erhalten wertvolle Hinweise zu Verhaltensregeln. Der Verband stellt damit eine erste Anlaufstelle für die Geschädigten dar.
31. Januar 2012 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Nachbehandlung nach HWS-Operation
Eine Patientin, die nach einer HWS-Operation in einer Klinik in Berlin gesundheitliche Probleme bekommen hat, hat sich nunmehr mit dem Schädiger vor dem Landgericht Berlin vergleichsweise geeinigt. Vorausgegangen war ein etwa zwei Jahre andauernder Rechtsstreit, in dem die Beklagtenseite die Fehlerhaftigkeit vehemt bestritt. Das sahen der vom Gericht bestellte Gutachter, sowie das Gericht selber aber anders.
30. Januar 2012 Essen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Koronarangiographie
In einem Prozess vor dem Landgericht Essen (Az. 1 O 116/10) wird der vom Gericht bestellte Fachgutachter bei der Bewertung der Verdienstausfallschäden des Klägers nicht umhin kommen, sich an dem von Ciper & Coll. vorgelegten Zahlenmaterial zu orientieren. Der Gutachter hat zu eruieren, wieviel ein Fachurologe jährlich verdient. Der Praxisnachfolger des Geschädigten erzielt nach dem vorgelegten Zahlenmaterials eines Unternehmensberaters, sowie eines Steuerberaters etwa 200.000,- Euro pro Jahr. Von diesem Betrag wird der Gutachter kaum abweichen können. Für den geschädigten Fachurologen geht es um drei bis vier Millionen Euro. Die Arzthaftungskammer des Landgerichtes Essen ist bisher der Meinung, dass ein Fachurologe lediglich rund 85.000,- Euro pro Jahr verdient.
28. Januar 2012 Stuttgart: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Frontalhirnsymptomatik nach OP
Vor dem Oberlandesgericht Stuttgart (Az. 1 U 171/10) haben sich die Parteien aus einem Arzthaftungsprozess verglichen. Das Landgericht Ulm hatte die Klage zunächst als unbegründet abgewiesen (Az. 6 O 361/08). Der OLG-Senat vertrat die Auffassung, dass die geschädigte Patientin nicht über Frontalhirnsymptomatiken aufgeklärt wurde. Die Vergleichssumme liegt im fünfstelligen Eurobereich.
27. Januar 2012 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: PIP-Brustimplantate
Die Anzahl der durch Billig-Implantate der Firma PIP geschädigten Patientinnen soll weltweit bei etwa 500.000 liegen. Betroffene sollten sich rasch anwaltlicher Hilfe bedienen, um mögliche Schadenersatzansprüche eruieren zu lassen. Neben der Herstellerfirma kommen als Schädiger die behandelnden Operateure, die Vermittler sowie der TÜV Rheinland als Prüfungsbehörde in Betracht.
26. Januar 2012 Bremen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Spondylodeseoperation
Das Landgericht Bremen (Az. 3 O 2265/11) muss sich mit einer fehlgeschlagenen Spondylodese-Operation in einer Bremer Klinik befassen. Der geschädigte Patient kann seit der Operation nur noch kurze Strecken mit einem Rollator bewältigen. Der Streitwert der Klage beträgt 100.000,- Euro.
25. Januar 2012 Köln: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schadenersatz für fehlbehandelte Unterarmfraktur
Der Haftpflichtversicherer einer Klinik aus Köln muss nun einem medizingeschädigten Patienten sämtliche materiellen Schäden, insbesondere Verdienstausfallschäden zahlen, um einen weiteren Prozess zu vermeiden. Der Patient hatte zunächst das Landgericht Köln (Az. 25 O 510/05) erfolglos involviert und in der Berufungsinstanz vor dem Oberlandesgericht Köln (Az. 5 U 174/08) gewonnen. Das OLG hatte festgestellt, dass er sämtliche materiellen Kosten ersetzt bekäme. Sollten die Vergleichsverhandlungen in den nächsten Tagen scheitern, wird sich erneut zunächst das Landgericht Köln wieder mit der Angelegenheit befassen müssen.
24. Januar 2012 Berlin: Produkthaftungsrecht - Medizinprodukterecht: PIP-Brustimplantate nach wie vor im Fokus
Bei Ciper & Coll. häufen sich in den vergangenen Wochen die Anfragen verunsicherter Patientinnen, die ein PIP-Brustimplantat tragen. Die Prothesen bestehen bekanntlich aus Billig-Silikon und können gesundheitsgefährend sein. Die französische Herstellerfirma ist bereits seit längerem insolvent. Betroffene sollten in jedem Falle mittels qualifizierter anwaltlicher Hilfe prüfen und klären lassen, ob und gegen wen erfolgsversprechend Ansprüche angemeldet werden können. Die ersten Klagen sind bereits gerichtlich anhängig, ein Prozess vor dem Tribunal von Avignon war für eine Patientin bereits erfolgreich. Tausende weiterer Klagen stehen zu befürchten.
22. Januar 2012 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 80.000,- Euro für nervus-peroneus-Lähmung
Vor dem Landgericht Düsseldorf (Az. 3 O 200/08) haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess nunmehr gütlich geeinigt. Danach muss der Haftpflichtversicherer einer Klinik rund 80.000,- Euro für eine verursachte nervus peroneus-Parese bei einer Patientin aufkommen. Vorgerichtlich war die Versicherung nicht zur Regulierung bereit, daher hat Ciper & Coll. der Patientin eine gerichtliche Klärung anraten müssen.
21. Januar 2012 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Operation nach Palomo
Das Landgericht Düsseldorf (Az. 3 O 248/11) muss sich mit einer fehlgeschlagenen Operation nach Palomo zur Behebung einer Varikozele befassen. Wegen der Anomalie hatten die Ärzte das Behandlungskonzept geändert. Es kam zur Schädigung des nervus femoralis. Der Streitwert liegt bei 140.000,- Euro.
20. Januar 2012 Lübs: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Diagnose einer Infektion
Ein Patient aus Lübs geht gegen einen Arzt aus Zerbst aufgrund einer vorgeworfenen Fehlbehandlung vor. Nach Riss einer Achillessehen war der Geschädigte in der Notaufnahme einer Klinik vorstellig geworden. Die Nachbehandlung erfolgte beim betreffenden Arzt, dem eine Fehldiagnose vorgeworfen wird. Es kam zu einer erheblichen Gesundheitsschädigung, eine plastische Operation war notwendig.
19. Januar 2012 Bonn: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Warnhinweis des BfArM zu PIP-Implantaten
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat auf seiner Internetseite wiederholt Hinweise zu dem in den Medien grosse Kreise ziehenden Medizinskandal mit Billigbrustimplantaten gegeben. Betroffene sollten sich die Seite der Behörde ansehen und entsprechende Konsequenzen ziehen. Der Hersteller der Silikonprothesen ist bereits seit geraumer Zeit aus dem Verkehr gezogen. Die Staatsanwaltschaften ermitteln.
18. Januar 2012 Karlsruhe: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verfahren beim BGH gegen querschnittsgelähmten Patienten
Vierzehn Jahre nach dem Eintritt einer Querschnittslähmung bei einem Patienten aufgrund fehlerhafter Behandlung muss sich nun der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen. Nachdem das Oberlandesgericht Koblenz (Az. 5 U 95/10) zwei der vier Beklagten verurteilt hatte, sämtliche Schäden auszugleichen, sind diese gegen das Urteil mit einer Nichtzulassungsbeschwerde zum höchsten deutschen Gericht gegangen. Fünf fachmedizinische Gutachter hatten in dem lang andauerenden Verfahren bereits die Fehlerhaftigkeit konstatiert. Die Erfolgswahrscheinlichkeit für die hinter den Schädigern stehenden Versicherungen dürfte daher lediglich im Promillebereich angesiedelt sein.
17. Januar 2012 Dresden: Medizinrecht - Medizinprodukterecht: Grober Diagnosefehler
Die Angehörigen einer verstorbenen Patientin gehen gegen einen Neurologen aufgrund grober Fehldiagnose eines Herzinfarktes vor (BA/107/12). Er hatte Ende des vergangenen Jahres einen Herzinfarkt verkannt und die Beschwerden als Kolik diagnostiziert. Ein EKG hat er nicht veranlasst. Die Patientin verstarb kurze Zeit später an den Folgen.
16. Januar 2012 Berlin: Medizinrecht - Medizinprodukterecht: Patientenrechte-Gesetz
Die Opposition im Bundestag hat das von der Bundesregierung geplante Patientenrechte-Gesetz scharf kritisiert. Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD, hält es für eine reine Mogelpackung, weil sich nicht viel ändere. Seit Jahren bemüht sich die Politik, die Position der Patientin zu stärken, was ihr aber nach wie vor nicht gelingt.
15. Januar 2012 Bonn: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Prostatakrebsdiagnose
In einem Arzthaftungsprozess vor dem Landgericht Bonn (Az. 9 O 296/10) hat die Beklagtenseite sich nun doch dazu bereiterklärt, einen Prozessvergleich zu schliessen. Danach erhält der geschädigte Patient eine Entschädigung von 135.000,- Euro für eine verspätete Karzinomdiagnose. Durch die Verspätung sind Heilungschancen nicht mehr gegeben. Die Gericht rügte ausdrücklich die vehemente Haftungsablehnung des Versicherers des Schädigers trotz der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage.
14. Januar 2012 Essen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelte Oberarmfraktur
Das Landgericht Essen hat den Parteien eines anhängigen Arzthaftungsprozesses (Az. 1 O 2/11) zu einem Vergleich angeraten. Danach soll die geschädigte Patientin für eine fehlbehandelte Oberarmfraktur in einem Krankenhaus, die zu erheblichen Gesundheitsschäden führte mit rund 50.000,- Euro entschädigt werden. Der grösste Anteil hieraus fällt auf die Ansprüche für fiktive Haushaltshilfekosten.
13. Januar 2012 Berlin: Medizinrecht - Medizinprodukterecht: Übersehene Fraktur WWK 11
Eine Patientin geht gegen einen Klinik aus Oranienburg aufgrund einer übersehenen Brustwirbelfraktur vor. Sie hatte sich nach einem Sturz in die Notfallaufnahme der Klinik begeben, die Unfallfolgen sind erst deutlich verspätet richtig diagnostiziert worden. Die Ansprüche der Geschädigten liegen derzeit bei rund 50.000,- Euro.
12. Januar 2012 Düsseldorf: Medizinrecht - Versicherungsrecht: Querschnittsgelähmter Patient gewinnt gegen Rechtsschutzversicherung
Das Oberlandesgericht Düsseldorf (z. I 4 U 53/08) hat eine Rechtsschutzversicherung verurteilt, einem Versicherungsnehmer den begehrten Deckungsschutz für ein Vorgehen gegen eine Klinik zu erteilen. Der seit einer Operation querschnittsgelähmte Patient wollte gegen eine Klinik aufgrund seiner Schädigung vorgehen. Die Versicherung war unverständlich der Ansicht, der Fehler sei nicht schlüssig dargetan. Das sah das Oberlandesgericht anders. Der Streitwert der zugrundeliegenden Angelegenheit liegt bei rund 700.000,-Euro.
11. Januar 2012 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schadenersatz nach Appendektomie
Vor dem Landgericht Hamburg (Az. 323 O 83/10) haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess auf die Zahlung einer pauschalen Entschädigungssumme im fünfstelligen Eurobereich geeinigt. Vorausgegangen war eine fehlgeschlagene Appendektomie bei einem Kläger, bei der es zu einer Perforation kam. Seit dem Vorfall leidet dieser u.a. an Ejakulationsstörungen.
10. Januar 2012 Berlin: Medizinrecht - Medizinprodukterecht: Fehlerhafte Brustimplantate
Bei Ciper & Coll., einer der führenden Kanzleien bundesweit auf dem Gebiet des Medizinrechtes auf Patientenseite, häufen sich Anfragen von Patientinnen, denen Implantate der französischen Firma PIP eingesetzt wurden. Diese sollen nach Medienberichten für tödliche Erkrankungen verantwortlich sein. Inzwischen liegen den Staatsanwaltschaften tausende Strafanzeigen Betroffener vor. Die Firma selbst musste bereits Insolvenz anmelden.
22. Dezember 2011 Dresden: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Striae distensae durch Fehlmedikation
Ein Patient aus Dresden geht gegen einen Dermatologen aufgrund fehlerhafter Behandlung vor. Aufgrund dieser Fehlbehandlung kam es bei ihm u.a. zu Ekzemen und striae distensae. Die Sächsische Landesärztekammer (Az. HS-379-10) hatte dem Versicherer des Mediziners bereits angeraten, den Anspruch des Patienten anzuerkennen. Dieses ist noch nicht erfolgt, so dass der Patient nunmehr wohl eine gerichtliche Klärung anstreben wird.
21. Dezember 2011 München: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verletzung der arteria iliaca cummunus
Vor dem Landgericht München II haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess auf die Zahlung einer pauschalen Entschädigung im deutlich fünfstelligen Eurobereich geeinigt (s. auch Erfolgsmeldungen auf der Eingangsseite). Damit endet ein rund zweijähriges Verfahren, in dem zu klären war, wie zu zu einer Harnleiterdurchtrennung und Verletzung der arteria iliaca cummunis bei einer Patientin kommen konnte.
20. Dezember 2011 Brandenburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Sectio
Vor dem Brandenburgischen Oberlandesgericht haben sich die Parteien in einem Geburtsschadenfall auf einen Vergleich verständigt (s. auch Erfolgsmeldungen, Eingangsseite). Danach erhält die Klägerin eine pauschale Entschädigung für eine verspätet bei ihr vorgenommene Sectio. Das Kind kam aufgrund des Versäumnisses tot zur Welt.
19. Dezember 2011 München: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Nichtzulassungsbeschwerde zum BGH
Die Rechtsschutz-Union-Schaden GmbH hat in einem Arzthaftungsfall nun Deckungsschutzzusage für eine Nichtzulassungsbeschwerde zum BGH erteilt. Vorausgegangen war ein wochenlanger Schriftwechsel zwischen Prozessvertretern des geschädigten Mandanten und dem Rechtsschutzversicherer, der mit unverständlicher Begründung den Deckungsschutz negierte. Erst eine Eingabe an den Aufsichtsratvorsitzenden des Versicherers, sowie eine Eingabe an die Aufsichtsbehörde der Versicherungswirtschaft, die Bafin, führte jetzt zum Deckungsschutz. Die am BGH zugelassene Prozessanwältin hat eine schriftsätzliche Begründung von rund 50 Seiten verfasst. Der Streitwert liegt nahezu im Millionen-Euro-Bereich.
15. Dezember 2011 Bonn: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Axa Colonia wideruft Vergleichsvorschlag über 150.000,- Euro
In einem Arzthaftungsprozess vor dem Landgericht Bonn (Az. 9 O 296/10) hat die Versicherung des Beklagten, die Axa Colonia, den gerichtlichen Vergleichsvorschlag, wonach der Beklagte 150.000,- Euro zu zahlen habe, widerrufen und bietet nunmehr 120.000,- Euro an. Zugrunde liegt eine verspätete Karzinomdiagnose des Arztes, die dazu führen wird, dass der Kläger die nächsten fünf Jahre höchstwahrscheinlich nicht überleben wird. Das Gericht hatte sich bereits über die unverständliche Nichtregulierung des Versicherers vorgerichtlich mockiert. Es ist zweifelhaft, ob der Patient dem Begehren der Versicherung nachgehen wird.
14. Dezember 2011 München: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Geburtsschaden
Das Oberlandesgericht München hat in einer Geburtsschadensache terminiert, nachdem das Landgericht München die Klage in der ersten Instanz zunächst als unbegründet abgewiesen hatte. Zu klären sein wird, ob die schwerwiegende Gesundheitsbeeinträchtigung des Kindes auf ein Fehlverhalten während des Geburtsvorganges zurückzuführen ist.
13. Dezember 2011 Hannover: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Implantation von Wave-Cages
Ein Patient aus Hannover geht gegen einen Neurochirurgen vor. Nach mehreren Operationen kam es zu einer Dislokation des rechten Wave-Cages mit Kompression neuraler Strukturen. Seit dem Vorfall ist der Patient erheblich in seiner Gesundheit geschädigt. Die Versicherung des Mediziners hat noch bis Ende des Jahres Zeit, sich der Haftung dem Grunde nach zu erklären.
12. Dezember 2011 Aachen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Halbseitenlähmung nach nichterkanntem Schlaganfall
Das Landgericht Aachen (Az. 11 O 247/11) muss sich mit dem Vorwurf eines Patienten gegen seinen Hausarzt befassen, einen erlittenen Schlaganfall nicht rechtzeitig diagnostiziert zu haben. Seit dem Vorfall ist der Patient erheblich in seiner Gesundheit geschädigt und leidet u.a. unter einer Halbseitenlähmung. Der Streitwert liegt bei rund 300.000,- Euro. Das Landgericht will die Sache gutachterlich klären lassen.
11. Dezember 2011 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Vergleich nach fehlgeschlagener Liposuktion
Ein vor dem Landgericht Hamburg geschlossener Vergleich zwischen einer Patientin und dem Versicherer einer Klinik ist nun rechtskräftig (Az. 303 O 436/08). Die Patientin musste sich nach einem Mammakarzinom einer Liposuktion unterziehen. Diese schlug fehl. Die Parteien einigten sich vor Gericht auf eine pauschale Entschädigungssumme im deutlich fünfstelligen Eurobereich.
08. Dezember 2011 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Lagerungsschaden nach Oberschenkelbruch
Das Landgericht Hamburg wird in einem anhängigen Arzthaftungsprozess (Az. 303 O 461/09) noch in diesem Jahr zu einer Entscheidung kommen. Der Kläger hatte sich nach einem Oberschenkelbruch beim Fussballspiel in die Klinik der Beklagten begeben. Die dort vorgenommene Operation führte zu Komplikationen. In der Folge kam es zu einem Lagerungsschaden. Der Patient ist in seiner Gesundheit stark beeinträchtigt.
07. Dezember 2011 Arnsberg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Sturz im Krankenhaus
Eine Renterin geht gegen eine Klinik aus Arnsberg wegen eines erlittenen Sturzes in der Einrichtung vor (Az. A/636/11). Sie war zuvor wegen eines Oberschenkelschaftbruches operiert worden. Seit dem zweiten Sturz nach der OP ist sie gehunfähig. Auch die Staatsanwaltschaft Arnsberg ist mit dem Vorfall involviert (Az. 272 Js 204/11).
06. Dezember 2011 München: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Versicherungsrecht: Regulierungsprobleme bei der Rechtsschutz-Union
Es häufen sich derzeit Beschwerden von Versicherungsnehmern über den in München ansässigen Rechtsschutzversicherer Rechtsschutz-Union Schaden GmbH. Deckungszusagen werden kaum noch erteilt, bzw. verzögert, übermittelte Unterlagen werden als nicht erhalten bezeichnet, auch bei der Zahlung angemahnter Gerichtskosten bei anhängigen Verfahren treten Unregelmässigkeiten auf. Die Aufsichtsbehörde des Versicherers, die Bafin, ist bereits informiert. Es ist zu überprüfen, ob das Unternehmen mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen hat.
04. Dezember 2011 Koblenz: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Millionenentschädigung für Querschnittsgelähmten
Das Oberlandesgericht Koblenz hat in einem Berufungsverfahren (Az. 5 U 95/10) nun das Urteil der Ersten Instanz durch das Landgericht Koblenz aufgehoben und zwei der vier Beklagten zur Zahlung von Schmerzensgeld und sämtlicher materieller Schäden für Vergangenheit und Zukunft verurteilt. Entgegen der Meinung des Landgerichtes stellte der Senat in seinen jetzt vorliegenden Entscheidungsgründen klare grobe Behandlungsfehler der Beklagtenseite heraus, die zur Querschnittslähmung des Patienten geführt hatten. Die Ansprüche des Geschädigten liegen bei rund zwei Millionen Euro.
01. Dezember 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehldiagnose eines singulär tubulären Adenoms
Ein Patient geht gegen eine Düsseldorfer Klinik aufgrund verspäteter Karzinomdiagnose vor (A/128/11). Durch die vorgeworfene Fehlbehandlung sei es bei ihm zu starken Darmverwachsungen gekommen. Der Haftpflichtversicherer der Klinik hat die Ansprüche bislang zurückgewiesen.
30. November 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Kein Vergleich ohne materielle Ansprüche
Der als gemeinnützig anerkannte Verein "Rechtsanwälte für Patienten" e.V. weist darauf hin, dass Unfallopfer, bzw. Medizingeschädigte sich bei einer außergerichtlichen Einigung mit dem Versicherer des Schädigers nicht allein auf ein Schmerzensgeld einlassen sollen. Immer wieder ist festzustellen, dass materielle Schadenersatzansprüche nicht thematisiert werden, wie etwa die sogenannten "fiktiven Haushaltshilfekosten". Diese Ansprüche können das gezahlte Schmerzensgeld um ein vielfaches übersteigen. Auch unter der Anwaltschaft ist das nicht immer bekannt und es wird unnötigerweise auf berechtigte Ansprüche zu Gunsten der Versicherungen verzichtet.
29. November 2011 Stuttgart: Versicherungsrecht - Arzthaftungsrecht: Deckungsklage gegen WGV-Rechtsschutzversicherung
In einem Grundsatzverfahren prüft das Landgericht Stuttgart (Az. 13 C 5364/10), ob die WGV-Rechtsschutzversicherung der Anwaltschaft in arzthaftungrechtlichen Angelegenheiten lediglich eine 1,3 RVG-Geschäftsgebühr zu zahlen braucht. Der Versicherer ist grundsätzlich der Meinung, dass die Gebühr in dieser Höhe (der Gebührenrahmen geht bis 2,5, also rund das doppelte) angemessen sei und kürzt die Gebühren willkürlich ab. Damit stellt der Versicherer diese Mandate auf die gleiche Stufe wie Bagatellunfälle im Verkehrsrecht mit reinem Stossstangenschaden. Das Gericht hat bereits avisiert, sich der Auffassung des Rechtsschutzversicherers nicht anschliessen zu wollen.
28. November 2011 Aachen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Bypassoperation
Eine Patientin geht gegen eine renommierte Klinik aus Aachen vor, aufgrund einer nicht ordnungsgemässen aortenkaronaren Bypassoperation (Az. 363/11). Seit dem Vorfall leidet sie unter erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigungen. Eine Revisionsoperation war erforderlich. Die Versicherung der Klinik hat noch einige Wochen Zeit, sich der Haftung dem Grunde nach zu erklären.
26. November 2011 Leipzig: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 'Kind als Schaden'
Der Vergleich von zwei Parteien in einem Arzthaftungsprozess vor dem Landgericht Leipzig (Az. 06 O 1619/11) ist nun rechtskräftig. Die Versicherung einer Gynäkologin muss kräftig in die Tasche greifen, nachdem diese eine bestehende Schwangerschaft bei einer Patientin nicht diagnostiziert hatte. Sie muss nun die Unterhaltsschäden des geborenen Kindes zahlen.
25. November 2011 Kiel: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Hysterektomie
Das Landgerich Kiel muss sich mit dem Vorgang einer fehlgeschlagenen Gebärmutterentfernung einer Patientin befassen (Az. 8 O 131/11). Anlässlich der Operation kam es zu einer Gefässverletzung der Patientin mit starker Blutung und einem hämorrhagischen Schock. In der Folge war eine notfallmässige Längslaparotomie mit Umstechung der epigastrischen Gefässe und Hämatomausräumung und OP-Revision erforderlich. Die Patientin wurde erheblich gesundheitlich geschädigt.
24. November 2011 Bonn: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 200.000,- Euro für verspätete Tumordiagnose
Vor dem Landgericht Bonn (Az. 9 O 296/10) haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsverfahren auf Widerruf auf einen Vergleich geeinigt.

Der geschädigte Patient soll mit einer pauschalen Entschädigung von rund 200.000,- Euro abgefunden werden, nachdem sein Internist ein Prostatakarzinom nicht rechtzeitig diagnostiziert hatte. Dadurch war es zu einer Wirbelfraktur durch Knochenmetastasen gekommen.
23. November 2011 Hildesheim: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Prostatacarzinomdiagnose
Das Landgericht Hildesheim muss sich mit dem Vorwurf eines Patienten gegen seinen Arzt befassen, ein Prostatacarzinom nicht zeitgerecht diagnostiziert zu haben (Az. 707/10). Da der Versicherer des Arztes ein völlig untersetztes Regulierungsangebot unterbreitete, muss der Patient nun gerichtlich Vorgehen.
22. November 2011 Trier: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelter Schlaganfall
Eine Patientin geht gegen eine Klinik aus Trier vor. (Az. 252/11) Ihr erlittener Schlaganfall war nicht adäquat behandelt worden. Die Versicherung hat noch einige Tage Zeit, die Haftung anzuerkennen.
21. November 2011 Bonn: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 70.000,- Euro für verspätete Tumordiagnose
Vor dem Landgericht Bonn haben sich die Parteien eines Arzthaftungsprozesses (Az. 9 O 353/08) auf die Zahlung einer pauschalen Entschädigung von 70.000,- Euro geeinigt.

Die Klägerin war gegen ihre Frauenärztin wegen der verspäteten Diagnose eines Mammakarzinoms vorgegangen. Ein gerichtlicher Gutachter hatte einen groben Behandlungsfehler konstatiert.
20. November 2011 Saarbrücken: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Hallux-Valgus-Operation
Das Landgericht Saarbrücken (Az. 16 O 123/11) hat den Parteien in einem laufenden Arzthaftungsprozess einen Vergleich angeraten. Nach einer Hallux-Valgus-Operation bei der Klägerin war es zu verstärkten Schmerzen und einer Deformation des rechten Fusses der Klägerin gekommen. Sie ist seither in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Die Ansprüche liegen im deutlich fünfstelligen Eurobereich.
19. November 2011 München: Versicherungsrecht - Deckungspflicht
Der als gemeinnützig anerkannte Verein "Rechtsanwälte für Patienten" e.V. weist darauf hin, dass es einige Rechtsschutzversicherer gibt, die ihren Versicherungsnehmern oft erhebliche Probleme mit dem Deckungsschutz machen. Besonders negativ fallen dabei die in München ansässigen D.A.S. und RS-Union auf. Im Zweifel muss der Versicherungsnehmer mittels einer Deckungsklage vorgehen. Bei derartigen Fällen ist die Sozietät Ciper & Coll., die in nahezu allen Deckungsklagen erfolgreich ist, gerne behilflich.
18. November 2011 Kiel: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schadenersatz nach Scheidenvorfall
Das Landgericht Kiel (Az. 8 O 54/10) hat einer Patientin Schadenersatz und Schmerzensgeld in deutlich fünfstelliger Höhe für eine fehlerhafte Behandlung in einer Privatklinik zugesprochen. Anlässlich der erforderlichen Operation kam es zu Komplikationen. Seither leidet sie unter dauerhaften Senkungsproblemen.
16. November 2011 München: Versicherungsrecht - Prozessschlappe für die Rechtsschutz Union Schaden GmbH
Die Rechtsschutz Union hat eine Prozessschlappe vor dem Landgericht München erlitten (Az. 23 O 15697/11). Der bundesweit agierende Rechtsschutzversicherer hatte einem Versicherungsnehmer den Deckungsschutz für ein Vorgehen gegen eine Klinik mit dem Vorwurf eines Behandlungsfehlers vorsätzlich verweigert. Das Gericht vertrat indes ausdrücklich die Auffassung, dass sie Deckungsschutz zu erteilen habe.

Immer wieder versucht dieser Versicherer, seinen Versicherungsnehmern Probleme mit dem Deckungsschutz zu machen. Weitere Deckungsklagen sind daher bereits avisiert.
16. November 2011 Celle: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schmerztherapie in Wirbelsäulenregion
Das Oberlandesgericht Celle (Az. 11 U 163/11) hat sich mit einer Schmerztherapie bei einem Patienten zu befassen, die nicht kunstgerecht erfolgt sein soll. Das zuvor befasste Landgericht Stade (Az. 4 O 383/09) hatte die Klage abgewiesen, die Prozessvertreter des Klägers sehen für das Berufungsverfahren aber durchaus Erfolgsaussichten.
15. November 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Nervus-radialis-Schädigung
Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf (Az. I-8 U 14/08) haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess auf einen Vergleich geeinigt. Danach stehen der Geschädigten Ansprüche im deutlich fünfstelligen Eurobereich zu. Vorausgegangen war eine Fehloperation eines eingestauchten Oberarmbruches der Klägerin, wobei es zur Schädigung des nervus-radialis kam.
14. November 2011 Karlsruhe: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: LWS-Schäden und Fussheberparese nach Sturzverletzung
Das Oberlandesgericht Karlsruhe (Az. 7 U 152/11) muss sich mit einem komplexen Behandlungsgeschehen eines Patienten nach einer Sturzverletzung befassen. In der Vorinstanz hatte das Landgericht Mannheim (Az 11 O 195/09) die Klage noch abgewiesen. Zu klären sein wird, ob die erheblichen Gesundheitsschäden des Patienten an Lendenwirbelsäule und Fuss auf einen Kunstfehler zurückzuführen sind. Die Gesamtschäden liegen im deutlich sechsstelligen Eurobereich.
13. November 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafter Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks
Vor dem Landgericht Berlin (Az. 6 O 407/06) haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess auf einen Vergleich geeinigt. Die Klägerin hatte sich wegen Schmerzen im Hüftbereich ein künstliches Hüftgelenk implantieren lassen, wobei es zu Komplikationen kam. Die Ansprüche liegen im deutlich fünfstelligen Eurobereich.
12. November 2011 Much/Eifel: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Kapselfibrose nach Mammografie
Eine Patientin geht gegen ihre Frauenärztin aufgrund einer fehlgeschlagenen Mammografie vor (Az. 120/11). Da die Geschädigte Brustprothesen trägt, hätte die Ärztin sie über entsprechende Risiken aufklären müssen. Der Versicherer der Ärztin hat noch einige Wochen Zeit, sich der Haftungsanerkennung dem Grunde nach zu erklären.
10. November 2011 Karlsruhe: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Querschnittslähmung nach Bandscheibenvorfall
Der Bundesgerichtshof (Az. VI ZR 234/11) muss sich mit dem operativen Eingriff bei einem Patienten befassen, der seither querschnittsgelähmt ist. In einer 40 Seite langen Begründung wird aufgezeigt, dass die in der Vorinstanz erfolgte Abweisung durch das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az. I - 8 U 132/09) nicht rechtens gewesen ist. Die Ansprüche des Geschädigten liegen im deutlichen Millionen-Euro-Bereich.
09. November 2011 Berlin: Postgraduierten-Studium zum Master of Laws
Herrn Rechtsanwalt Daniel Christian Mahr ist soeben der Titel "Master of Laws" nach erfolgreichem Abschluss seines Postgraduierten-Studiums an der Heinrich-Heine-Universität verliehen worden. Er darf damit ab sofort die Zusatzbezeichnung "LL.M." führen. Dieses ist nur wenigen Anwälten in Deutschland vorbehalten.
07. November 2011 Schleswig: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Toxisches Megakolon und Darmresektion
Einer Patientin, die durch eine fehlerhafte Operation einen toxischen Schaden erlitt und der operativ ein Teil des Darmes entfernt werden musste, erhält nun einen sechsstelligen Eurobereich. Das Oberlandesgericht Schleswig (Az. 13 U 13/10) schlug den Parteien diesen Betrag nach Überprüfung der Sach- und Rechtslage vor. Insbesondere wurde der Behandlungsfehler als grob fehlerhaft eingestuft.
06. November 2011 Dortmund: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelte Basisfraktur
Rund vier Jahre nach einer ärztlichen Fehlbehandlung haben sich Schädiger und Geschädigte nun vor dem Landgericht Dortmund (Az. 4 O 334/09) auf eine pauschale Gesamtentschädigung im fünfstelligen Eurobereich geeinigt.
Vorgeworfen wurde den Medizinern, eine Basisfraktur nicht lege artis behandelt zu haben. Dadurch war es zu erheblichen Gesundheitsschäden der Betroffenen gekommen.
05. November 2011 Nürnberg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Unterlassene Befunderhebung
Das Oberlandesgericht Nürnberg (Az. 5 U 1490/11) hat in einem Arzthaftungsprozess nun terminiert, nachdem das Landgericht Nürnberg die Klage zunächst als unbegründet abgewiesen hatte (Az. 4 O 08031/09).

Durch eine verzögerte Tumordiagnose bei einer Patientin konnte sich bei dieser ein Sarkom ausdehnen und den nervus ischiadicus schädigen. Der Streitwert liegt bei fast 300.000,- Euro.
04. November 2011 Ellwangen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Intraoperative Ureterverletzung
Das Landgericht Ellwangen hat nun in einem Arzthaftungsprozess auf den 16. November 2011 terminiert. Zu dem Termin ist auch der vom Gericht bestellte gerichtliche Sachverständige geladen. Dieser hatte im Rahmen seines Gutachtens zu der Angelegenheit bereits ärztliche Kunstfehler konstatiert. Inhaltlich geht es um eine intraoperative Ureterverletzung anlässlich einer Hysterektomie bei einer Patientin.
03. November 2011 Heide: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 140.000,- Euro für Hüftkopfnekrose
Eine Patientin und eine Haftpflichtversicherung einer Klinik haben sich auf die Zahlung einer pauschalen Gesamtsumme von rund 140.000,- Euro für eine Hüftnekrose geeinigt.

Den beteiligten Ärzten wurde vorgeworfen, die diagnostischen und therapeutischen Massnahmen nicht fachgerecht vorgenommen zu haben. Diesen Vorwurf hatte die Schlichtungsstelle der norddeutschen Ärztekammern (Az. 93/10) im Vorfeld bereits bestätigt. Der Versicherer wollte zunächst lediglich 1.000,- Euro, im weiteren lediglich 40.000,- Euro regulieren, worauf sich die Geschädigte nicht einliess.
02. November 2011 Heilbronn: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Kreislaufschock bei Uterusruptur mit Notsectio
Vor dem Landgericht Heilbronn (Az. 1 O 76/10) haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess auf einen Vergleich geeinigt. Danach erhält eine Patienten eine pauschale Gesamtsumme von rund 30.000,- Euro für eine verspätet vorgenommene Sectio in einer Entbindungsklinik. Hierdurch war es zu einer Uterusruptur und einem Kreislaufschock gekommen. Die Patientin musste sich in der Folge mehrerer Revisionsoperationen unterziehen.
01. November 2011 Bonn: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelter Ellenbruch
Das Landgericht Bonn (Az. 9 O 218/10) hat eine Bonner Klinik zur Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld verurteilt. Der Kläger hatte sich bei einem Arbeitsunfall einen Ellenbruch zugezogen, der nicht kunstgerecht behandelt wurde. Seit dem Vorfall kann er seinen Arm nicht mehr richtig bewegen. Die Gesamtansprüche liegen im deutlich fünfstelligen Eurobereich.
31. Oktober 2011 Leipzig: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 50.000,- Euro für "Kind als Schaden"
Vor dem Landgericht Leipzig haben sich die Parteien in einem Arzthaftpflichtprozess (Az. 06 O 1619/11) auf eine pauschale Entschädigung von rund 50.000,- Euro geeinigt.

Inhaltlich ging es um den Fall eines sogenannten "Kind als Schaden", also eine Fehlbehandlung, die zur Geburt eines Kindes geführt hat. Wäre die ärztliche Behandlung der beklagten Frauenärztin lege artis erfolgt, hätte die Klägerin das Kind noch legal abtreiben können, was ihr sodann verwehrt war.
28. Oktober 2011 Koblenz: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Millionenentschädigung für Querschnittsgelähmten
Fast 14 Jahre nach mehreren verhängnisvollen ärztlichen Fehlern, kann ein seit 1998 querschnittsgelähmter Patient nun auf eine Millionenentschädigung hoffen: Das Oberlandesgericht Koblenz (Az. 5 U 95/10) hat den mit dem Vorgang befassten erstgerichtlichen Sachverständigen in einem laufenden Prozess als einen "Gefälligkeitsgutachter" enttarnt, der sogar in dem Krankenhaus eines der Beklagten lange Zeit gearbeitet hatte.

Dessen unqualifizierte fachmedizinische Konstatierung hatte das zunächst befasste Landgericht Koblenz noch dazu veranlasst, die Klage abzuweisen. Der im Berufungsprozess involvierte Sachverständige, sowie das Gericht konnten über die Ansichten des betagten Erstgutachters nur "den Kopf schütteln". Nun muss dieser mit erheblichen Konsequenzen rechnen, zumal sich der Rechtsstreit unnötigerweise über weitere zwei Jahre hinziehen musste.

Die Gesamtentschädigung des Geschädigten wird sich, wie bereits berichtet, auf zwei bis drei Millionen Euro belaufen.
26. Oktober 2011 Neuruppin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 140.000,- Euro für Armplexuslähmung
In einer Arzthaftungssache haben sich die Parteien vor dem Landgericht Neuruppin (Az. 3 O 210/08) auf eine Vergleich geeinigt, wonach dem Geschädigten eine Pauschalsumme von 140.000,- Euro zu zahlen ist.

Vorausgegangen war eine Armplexus- und Zwerchfelllähmung anlässlich der Geburt eines Kindes im Jahre 2006. Die Komplikationen waren nach Auffassung von Gutachtern auf grobe Fehlleistungen im Geburtsmanagment zurückzuführen.
25. Oktober 2011 Koblenz: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Querschnittslähmung durch Krankenhauskeim
Das Oberlandesgericht Koblenz (Az. 5 U 95/10) wird nun mehrere fachmedizinische Sachverständige in einem lang andauernden Rechtsstreit anhören. Inhaltlich geht es darum, dass sich ein Patient im Jahre 1997 einen Krankenhauskeim zuzog, der in der Folge zur Querschnittslähmung führte.

Insgesamt vier Gutachter haben bereits Fehler mehrerer Ärzte, bzw. Krankenhausbediensteter konstatiert, der vom OLG bestellte Sachverstände sieht sogar grobe Fehler einer nachbehandelnden Klinik, so dass mit einer positiven Entscheidung des Gerichtes zu rechnen ist. Die Gesamtansprüche des Geschädigten dürften sich auf zwei bis drei Millionen Euro belaufen.
23. Oktober 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schadenersatz nach Peritonitis mit Todesfolge
Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf (Az. I - 8 U 151/10) haben sich die Parteien in einem Arzthaftpflichtprozess auf einen Vergleich geeinigt. Der verstorbene Ehemann der Klägerin hatte sich im Krankenhaus der Beklagten nach einer Harnblasenveletzung eine Peritonitis zugezogen und war in der Folge an einem Multiorganversagen verstorben. Das Landgericht Düsseldorf hatte die Klage zuvor wegen mangelnder Begründetheit abgewiesen.
22. Oktober 2011 Hof: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Medikamentenabhängigkeit
Das Landgericht Hof (Az. 15 O 5/10) muss sich mit der Frage befassen, ob die bei einer Patientin vorliegende Medikamentenabhängigkeit auf eine fehlerhafte ärztliche Verordnung zurückzuführen sei. Die Patientin leidet erheblich unter Gesundheitsbeeinträchtigungen. Eine außergerichtliche Klärung war nicht zu erzielen, so dass eine gerichtliche Inanspruchnahme erforderlich wurde.
21. Oktober 2011 Rostock: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Unterbauchstraffung
Eine Patientin geht vor dem Landgericht Rostock (Az. 10 O 142/11) gegen einen Arzt aufgrund einer fehlgeschlagenen Bauchdeckenstraffung vor. Seit dem Vorfall leidet sie erheblich unter ästhetischen und psychischen Beeinträchtigungen. Das Landgericht will die Angelegenheit fachmedizinisch hinterfragen lassen.
20. Oktober 2011 Mönchengladbach: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafter Einsatz Vakuumdrainage
In einem laufenden Arzthaftungsprozess hat das Landgericht Mönchengladbach (Az. 6 O 237/2010) nun auf Ende November 2011 terminiert. Inhaltlich geht es um den Vorwurf einer fehlerhaften Operation eines Handchirurgen. Seit dem Vorfall leidet der Patient unter erheblichen Funktionsbeeinträchtigungen. Ein gerichtlich bestellter Gutachter hat bereits mehrere Behandlungsfehler konstatiert.
18. Oktober 2011 Nürnberg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schädigung der Harnröhre
Eine Klinik aus Nürnberg muss sich vor dem Landgericht Nürnberg wegen eines Kunstfehlers verantworten (Az. 4 O 1935/11). Ein Patient geht gegen das Krankenhaus nach einer fehlgeschlagenen Urodynamik vor. Dabei war es zur Perforation der Harnröhre gekommen.
17. Oktober 2011 Koblenz: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Carzinomdiagnose
Das Landgericht Koblenz muss sich demnächst mit dem Vorwurf einer verspäteten Brustkrebsdiagnose bei einer Patientin befassen. Trotz eindeutiger Warnsignale hatten zwei Mediziner die Erkrankung einer Patientin über zwei Jahre lang nicht diagnostiziert. Der Streitwert wurde mit 150.000,- Euro berrechnet (Az. AA/1205/10).
16. Oktober 2011 Hagen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Critical-Illness-Polyneuropathie
Ein Patient aus Scherte geht gegen einen Mediziner aufgrund nichterkannter H1N1-Infektion vor. Durch das Versäumnis kam es zu schwerwiedenden Gesundheitsschäden. Der Patient musste u.a. in ein künstliches Koma versetzt werden und erlitt eine Polyneuropathie. Der Streitwert liegt bei 150.000,- Euro.
14. Oktober 2011 München: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Stuhlentleerungs- und Ejakulationsstörungen nach OP
Das Landgericht München (Az. 9 O 20420/10) befasst sich mit dem Vorwurf einer ärztlichen Fehlbehandlung bei einem Patienten. Zu klären ist, ob anlässlich einer Operation die Nerven im Becken des Mannes geschädigt wurden. Als Schäden sind Stuhlentleerungs- und Ejakulationsstörungen, sowie psychische Folgeschäden eingetreten.
Das Gericht hat den Streitwert für die Klage auf rund 200.000,- Euro festgelegt.
13. Oktober 2011 Düsseldorf: Unfallsache - Verkehrssicherungspflichten: Sturz vom Hausdach
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat in einer Unfallsache auf die kommende Woche terminiert (Az. I - 23 U 197/10). Inhaltlich geht es um den Vorwurf der Verletzung von Verkehrssicherungspflichten einer Hausverwaltung. Ein Schornsteinfeger war über eine morsche Leiter auf das Dach eines Hauses geklettert, wobei eine Stufe abbrach und er 6 Meter in die Tiefe stürzte. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu und kann seiner Berufstätigkeit nicht mehr nachkommen.

Das Landgericht Düsseldorf hatte die Klage abgewiesen (Az., 14d O 161/07). Das Oberlandesgericht sieht das jedoch anders.
12. Oktober 2011 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Vergessene Wunddrainage
Das Landgericht Hamburg (Az. 323 O 206/11) befasst sich mit einer vergessenen Wunddrainage nach der Operation eines Mamma-Carzinoms. Durch das Versäumnis war zu bei der Patientin zu schweren Gesundheitsschäden gekommen. Das Gericht wird ein fachmedizinisches Gutachten zu dem Vorfall einholen.
11. Oktober 2011 Naumburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Harnblasenlähmung nach Hysterektomie
In einem laufenden Arzthaftpflichtprozess will das Oberlandesgericht Naumburg (Az. 1 U 131/09) nun eine Entscheidung treffen.

Inhaltlich geht es um eine komplette dauerhafte Harnblasenlähmung nach vorgenommener Hysterektomie. Der Streitwert wurde auf 140.000,- Euro festgesetzt.
10. Oktober 2011 Mönchengladbach: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Nervus-radialis-Schädigung bei Operation
Vor dem Landgericht Mönchengladbach (Az. 6 O 27/11) muss sich eine Klinik wegen des Vorwurfes einer nicht lege artis Behandlung einer Patientin verantworten.

Eine vorgenommene Operation nach distaler Radiusfraktur soll falsch erfolgt sein. Seit dem Vorfall leidet die Geschädigte unter erheblichen Bewegungseinschränkungen.
09. Oktober 2011 Magdeburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Oberarmfraktur nach Sturz aus Krankenhausbett
Vor dem Landgericht Magdeburg muss sich eine Klinik aufgrund des Vorwurfs einer Fehldiagnose verantworten (Az. 9 O 828/11). Eine Patientin, die sich in der Klinik befand, fiel aus dem Bett, wobei sie sich Frakturen an beiden Armen zuzog. Eine dieser wurde nicht diagnostiziert. Der Streitwert liegt bei 110.000, Euro.
08. Oktober 2011 Mainz: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Peroneus-Läsion durch Falschlagerung
Ein Patient aus Mainz geht gegen eine Klinik wegen eines Lagerungsschadens vor. Nach der Behandlung aufgrund eines Bandscheibenvorfalles kam es zu Komplikationen. Das Landgericht Mainz (Az. 2 O 46/11) will den Vorfall fachmedizinisch würdigen lassen.
06. Oktober 2011 Oberhausen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 30.000,- Euro für Darmperforation
Eine Patientin aus Oberhausen hat sich mit der Versicherung eines Krankenhauses auf eine pauschale Regulierung von 30.000,- Euro geeinigt.

Die Geschädigte suchte die Klinik zwecks Entfernung einer Zyste auf. Dabei kam es versehentlich zu einer Darmschädigung. Die Regulierungssumme stellt einen angemmessenen Ausgleich für den Gesundheitsschaden dar.
05. Oktober 2011 Bayreuth: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlmedikation
In einer Arzthaftungsangelegenheit, in der das Landgericht Bayreuth (Az. 34 O 347/08) der Geschädigten bereits Schmerzensgeld zugesprochen hatte, geht es jetzt nur noch um die ebenfalls zu erstattenden materiellen Kosten.

Inhaltlich geht es um den fehlerhaften Verzicht einer Antikoagulation bei einer Patientin. Der Versicherung des Schädigers ist eine letzte Frist zur Regulierung gesetzt worden.
04. Oktober 2011 Kiel: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schädigung der Neo-Blase nach Oberschenkelhalsbruch
Eine Klinik aus Kiel muss sich demnächst vor Gericht aufgrund einer fehlgeschlagenen Operation eines Patienten verantworten.

Anlässlich der Operation nach einem Darmverschluss kam es zur Schädigung der Neo-Blase, die dem Patienten drei Jahre zuvor implantiert worden war. Es ist ein Dauerschaden entstanden. Die Klinik will aussergerichtlich eine Haftung nicht anerkennen.
02. Oktober 2011 Bremen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Symphosensprengung
Ein Patient aus Bremen geht nun gerichtlich gegen zwei Kliniken aufgrund vorwerfbarer Behandlungsfehler vor. Seit den Behandlungen leidet er unter erheblichen Bewegungseinschränkungen, Leber und Galle sind ebenfalls geschädigt. Der vorläufige Gegenstandswert beträgt 80.000,- Euro.
30. September 2011 Dortmund: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Subdurales Hämatom nach Schlaganfall
Das Landgericht Dortmund (Az. 4 O 315/10) hat sich mit dem Vorwurf eines nicht erkannten Schlaganfalles eines Patienten zu befassen. Nach einem Kollaps in einem Dortmunder Kaufhaus wurde die Patientin in eine nahegelegene Klinik eingewiesen. Das Landgericht hat nun zu klären, welche Folgeschäden die Fehldiagnose verursacht hat.
29. September 2011 Lübeck/Schwerin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Sepsis und Organausfall
Zwei Kliniken aus Lübeck und Schwerin müssen sich demnächst vor Gericht verantworten. Ein Patient, der anlässlich seiner Behandlungen in den Krankenhäusern eine schwere Sepsis mit schwerwiegenden Folgeschäden erlitt, will nun gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Der bereits angefertigte Klageentwurf weist einen Gesamtgegenstandswert von 210.000,- Euro aus.
28. September 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Tumordiagnose
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat in einem anhängigen Berufungsverfahren ein zytologisches Zusatzgutachten in Auftrag gegeben (Az. I 8 U 13/10).

Vorgeworfen wird einem Frauenarzt aus Viersen, einen Gebärmutterhalskrebs einer Patientin nicht erkannt zu haben. Diese war in der Folge verstorben. Der Streitwert des Verfahrens wurde auf 330.000,- Euro festgelegt.
27. September 2011 Frankfurt/M.: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Plattenosteosynthese
In einem Prozess um eine fehlgeschlagene Operation der distalen Tibia und Fibula bei einem Patienten wird demnächst das Urteil des Landgerichtes Frankfurt/M. erwartet (Az. 2/18 O 58/09).

Bei dem Patienten liegt seit dem Vorfall eine Invalidität von über 50 % vor. Der Streitwert liegt bei 150.000,- Euro.
26. September 2011 Krefeld: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelte Unfallverletzung
Das Landgericht Krefeld (Az. 3 O 28/09) befasst sich mit den Folgen einer fehlgeschlagenen Osteosynthese.

Nachdem ein orthopädisch-unfallchirurgisches Gutachten zwischenzeitlich vorliegt, ist mit einer Entscheidung in den kommenden Wochen zu rechnen.

Es geht um Ansprüche von etwa 140.000,- Euro.
25. September 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schlaganfall nach Dünndarmverschluss
Das Landgericht Düsseldorf hat in einem anhängigen Arzthaftungsprozess nun auf Dezember 2011 terminiert.

Anlässlich der Anlage einer Magensonde war es im Jahre 2006 bei einem Patienten in einem Krankenhaus zu Komplikationen gekommen, in deren Folge er einen akuten Hirnstamminfarkt mit Tetraparese erlitt. Die Ansprüche liegen bei etwa 900.000,- Euro.
24. September 2011 Saarbrücken: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspäteter Kaiserschnitt
Das Landgericht Saarbrücken wird sich demnächst mit dem Vorwurf einer verspäteten Sectio zu befassen haben.

Die Geschädigte hat durch den vorgeworfenen Behandlungsfehler erhebliche Gesundheitsschäden davongetragen. Der Versicherer war aussergerichtlich bislang noch nicht zur Regulierung bereit. Der vorläufige Streitwert wird bei 150.000,- Euro liegen.
23. September 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Staphylokokken-Infektion
Ein Patient aus Berlin geht gerichtlich gegen eine Klinik aufgrund der Nichteinhaltung von Hygienemassnahmen vor (LG Berlin, Az. 36 O 71/11). Er hatte sich anlässlich seines Krankenhausaufenthaltes mit Staphylokokken infiziert. Das Gericht hat nun zu klären, ob die Vorwürfe berechtigt sind.
22. September 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Tod nach Herzklappenoperation
Einer Klinik aus Berlin wird vorgeworfen, für den Tod eines Patienten verantwortlich zu sein. Die Angehörigen vermuten, dass eine Lungenembolie zu dem Kreislaufkollaps des Verstorbenen geführt hat.

Die Klinik hatte dem Patienten keine Thrombosestrümpfe angelegt. Auch die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt bereits.
21. September 2011 Frankfurt/M.: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Beinlähmung und Nervenschädigungen
Ein gerichtlich bestellter Sachverständiger hat in einem Arzthafpflichtprozess vor dem Landgericht Frankfurt/M. (Az. 2 - 18 O 453/09) nun grobe ärztliche Fehlleistungen konstatiert.

Der Facharzt für Innere Medizin und Pharmakologie geht davon aus, dass Verzögerungen in der Diagnostik zu den erheblichen Gesundheitsschäden der Klägerin geführt hatten. Die Ansprüche liegen bei rund 300.000,- Euro.
20. September 2011 Darmstadt: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Blasenspiegelung
Das Landgericht Darmstadt befasst sich mit dem Vorwurf einer fehlgeschlagenen Blasenspiegelung bei einem Patienten (Az. 10 O 175/11).

Als Folge musste ein invasiver Eingriff mit Antibiose und Prostatausschabung vorgenommen werden. Der Patient leidet erheblich an den Folgen. Das Gericht hat auf November 2011 terminiert.
19. September 2011 Essen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Millionenentschädigung für Querschnittsgelähmten
Das Landgericht Essen hat einem seit 2005 querschnittsgelähmten Patienten Schadenersatz und Schmerzensgeld zugesprochen (Az. 1 O 2/09).

Neben einem Schmerzensgeld von 125.000,- Euro soll der Geschädigte sämtliche weiteren materiellen Ansprüche für Vergangenheit und Zukunft erhalten. Die Gesamtansprüche liegen daher im deutlichen Millionen-Euro-Bereich.

In dem Verfahren wurde festgestellt, dass Ärzte einer Klinik Fehler begangen hatten, die für die Schädigung ursächlich waren. Gegen das Urteil kann die Beklagte noch in Berufung gehen.
17. September 2011 Gera: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Teilresektion Bauchspeicheldrüse
Das Landgericht Gera (Az. 4 O 687/11) hat sich mit dem Vorwurf einer ärztlichen Fehlbehandlung zu befassen.

Die Ärzte einer Klinik aus Saalfeld sollen bei der Teilentfernung einer Bauchspeicheldrüse sowie des Zwölffingerdarms bei einem Patienten Fehler begangen haben. Diese seien für den Tod des Geschädigten ursächlich gewesen. Es klagt die Erbengemeinschaft. Die Ansprüche liegen bei 200.000,- Euro.
16. September 2011 Dortmund: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Prostataoperation
In einem aktuellen Arzthaftungsprozess hat das Landgericht Dortmund nun einen urologischen Fachgutachter mit der Überprüfung einer fehlgeschlagenen Prostata-OP eines Patienten beauftragt (Az. 4 O 245/09).

Zu klären ist, ob die beim Geschädigten im Januar 2008 vorgenommene OP lege artis erfolgte. Der Streitwert wurde auf 109.000,- Euro festgelegt.
15. September 2011 Koblenz: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fußversteifung nach Knochentransplantation
Das Landgericht Koblenz wir sich mit dem Vorwurf einer ärztlichen Fehlbehandlung eines Patienten befassen müssen.

Der Geschädigte hatte sich zwecks Arthroskopie in eine Klinik begeben, wobei es zu Komplikationen kam. Seinen Beruf als Fliesenleger kann er seither nicht mehr ausüben. Seine Ansprüche liegen im sechsstelligen Eurobereich.
14. September 2011 Karlsruhe: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Kniegelenks-Implantation
In einem Berufungsverfahren hat das Oberlandesgericht Karlsruhe nun auf Januar 2012 terminiert (Az. 7 U 209/09).

Inhaltlich geht es um eine Implantation eines Kniegelenks bei einem Patienten, bei dem es nachfolgend zu Komplikationen kam. Der Landgericht Heidelberg hatte die Klage des Geschädigten, eines Zahnarztes, zunächst als unbegründet abgewiesen (Az. 4 O 42/06). Die Ansprüche liegen bei etwa 200.000,- Euro.
13. September 2011 Naumburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Gebärmutterentfernung
In einem anhängigen Arzthaftpflichtprozess hat das Oberlandesgericht Naumburg nunmehr auf Oktober 2011 terminiert (Az. 1 U 131/09).

Inhaltlich geht es um eine vorgeworfene unsachgemäss vorgenommene Hysterektomie. Für die geschädigte Patientin geht es um Ansprüche im Bereich von 150.000,- Euro.
12. September 2011 Darmstadt: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Durchtrennung Gallengang bei Operation
Vor dem Landgericht Darmstadt (Az. 19 O 28/11) muss sich eine Klinik wegen des Vorwurfes einer fehlerhaften Gallenblasenentfernung bei einer Patientin verantworten.

Bei der OP kam es zu Komplikationen, der Hauptgallengang wurde durchtrennt. Die Ansprüche der Klägerin betragen rund 100.000,- Euro.
09. September 2011 Stendal: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Knieinfektion nach Punktion
In einem Prozess vor dem Landgericht Stendal (Az. 21 O 216/10) wird nun mittels eines Gutachters für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie geprüft, ob die ärztliche Behandlung eines Patienten lege artis erfolgte.

Es war nach der Behandlung zu einer Knieinfektion mit schwerwiegenden Gesundheitsfolgen gekommen, die nach wie vor andauern. Der Streitwert liegt bei 130.000,- Euro.
08. September 2011 Köln: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verkannter Schlaganfall
Das Oberlandesgericht Köln (Az 5 U 92/10) hat einen Arzt für Kardiologie, Pneumologie und Intensivmedizin mit einer Begutachtung in einem Arzthaftpflichtprozess beauftragt.

Zu klären sein wird, ob eine Ärztin einen schwerwiegenden Schlaganfall eines Patienten verkannt hat. Seither ist der Patient zu 100 Prozent schwerbehindert. Der Streitwert liegt bei 300.000,- Euro.
07. September 2011 Leipzig: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Kind als Schaden
Das Landgericht Leipzig hat sich mit einer ungewollten Schwangerschaft zu befassen (Az. 06 O 1619/11). Einer Gynäkologin wird vorgeworfen, die Schwangerschaft einer Patientin nicht erkannt zu haben.

Mit dem Vorgang war auch bereits die Gutachterkommission der Sächsischen Landesärztekammer befasst gewesen (HS-169-09), die im Endbescheid der Versicherung der Beklagten empfahl, die Ansprüche anzuerkennen, was diese aber unterliess.
05. September 2011 Aurich: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandlung eines Ellenbruchs
In einem Verfahren vor dem Landgericht Aurich (Az. 5 O 1038/06) hat das Gericht nun einen radiologischen Gutachter beauftragt. Der Kläger wirft der behandelnden Klinik vor, eine Ellenbogenfraktur nicht adäquat behandelt zu haben.

Der Streitwert des Verfahrens liegt bei rund 200.000,- Euro.
03. September 2011 Giessen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Gonarthrose im Kniegelenk
Vor dem Landgericht Giessen (Az. 3 O 111/11) muss sich ein Arzt für Orthopädie verantworten.

Der Mediziner hatte vor etwa zwei Jahren bei einer Patientin eine Kniegelenkendoprothese implantiert, wonach sich eine massive Bewegungseinschränkung einstellte.

Die Klägerin ist seit dem Vorfall in ihrer gesamten Lebensführung erheblich beeinträchtigt. Die Gesamtschäden liegen bei fast 100.000,- Euro.
01. September 2011 Essen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schlaganfall anlässlich einer Fettabsaugung
Das Landgericht Essen hat in einem aktuellen Arzthaftungsprozess (Az. 1 O 266/10) einen Gutachter für Plastische Chirurgie, sowie einen Neurologen bestellt.

Diese sollen nun prüfen, ob der Schlaganfall, den ein Patient anlässlich einer Fettabsaugung in einer Essener Klinik erlitten hatte, auf Behandlungsfehler zurückzuführen sind. Der Geschädigte leidet an einem angeborenen Herzfehler. Fraglich ist, ob die OP zu riskant war.

Der Streitwert liegt bei 150.000,- Euro.
31. August 2011 Aachen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Diagnose- und Befunderhebungsmängel
In einem aktuellen Arzthaftungsprozess vor dem Landgericht Aachen (Az. 11 O 88/11) hat das Gericht nunmehr einen Beweisbeschluss erlassen.

Es soll u.a. geprüft werden, ob den Medizinern anlässlich einer Knieoperation bei einer Patientin Fehler passiert sind und ob Diagnose- und Befunderhebungsmängel vorliegen. Die Ansprüche der Klägerin liegen im hohen fünfstelligen Eurobereich.
30. August 2011 Darmstadt: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: LWS-Schädigung nach Injektion
Ein Patient aus Darmstadt geht gegen eine Klinik aufgrund einer vorgeworfenen Fehlbehandlung vor.

Nach einer Injektion sei es zu einer LWS-Schädigung gekommen, so der Betroffene. Die Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer Hessen hat den Vorfall nun zu klären (Az. III/2/16010-pae).
29. August 2011 Kiel: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Hämorrhagischer Schock bei Operation
Vor dem Landgericht Kiel muss sich der Belegarzt einer renommierten Klinik verantworten (Az. 8 O 131/11).

Anlässlich der Entfernung der Gebärmutter bei einer Patientin war es zu einer Gefässverletzung mit starker Blutung gekommen, sowie einem hämorrhagischen Schock. Da die Versicherung des Arztes nicht bereit war, die Sache aussergerichtlich zu regulieren, war gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Der Gesamtschaden liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.
26. August 2011 Fulda: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Frühgeburt mit schwersten Schäden
Vor dem Landgericht Fulda haben sich die Parteien in einem Geburtsschadenprozess gütlich geeinigt (Az. 2 O 643/08).

Vorgeworfen wurde eine verspätet vorgenommene Sectio. Das Kind leidet nun unter einer spastischen Diplegie.

Für die Vergangenheit hat der Versicherer der Ärzte bereits eine pauschale Abfindung von 175.000,- Euro gezahlt, über die Zukunftsschäden wird noch verhandelt.
25. August 2011 Laudenbach: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Sterilisation
Ein Patient, der sich in eine urologische Fachpraxis zwecks Sterilisation begeben hatte, nimmt diese nunmehr auf Schadenersatz und Schmerzensgeld in Anspruch.

Anlässlich der Operation war zu zu erheblichen Komplikationen gekommen. Unter anderem wurden Arterien verletzt und blutleitende Gefässe geschädigt. Der Gesamtschaden liegt im fünfstelligen Eurobereich.
24. August 2011 Rostock: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Kreuzband-OP
Eine junge Patientin aus Rostock geht gegen eine renommierte Klinik in Hamburg vor, nachdem der Einsatz einer Kreuzband-Plastik danebengegangen ist.

Seit dem Vorfall leidet sie unter einem starken Streckdefizit und Dauerschmerzen. Da die Versicherung der Klinik noch keine Regulierung avisiert hat, wird die junge Frau nun gerichtliche Hilfe beanspruchen werden.
21. August 2011 Essen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Querschnittslähmung durch Fehldiagnose
Das Landgericht Essen will in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (Az. 1 O 2/09) nunmehr entscheiden.

Vorgeworfen werden mehreren Medizinern grobe Fehler, die zur Querschnittslähmung des Patienten führten. So sind u.a. in einer Fachklinik zwei Eiterabzesse im Rückenmark übersehen worden. Der Patient ist seit dem Vorfall querschnittsgelähmt, ein Pflegefall und arbeitsunfähig.

Der Gesamtschaden liegt bei deutlich über eine Million Euro.
20. August 2011 Duisburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Unterlassene Osteosynthese
Vor dem Landgericht Duisburg haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess auf eine Vergleichssumme geeinigt (Az. 10 O 358/09).

Die Klägerin hatte sich einen Knöchelbruch zugezogen und war nach Konstatierung des gerichtlich bestellten Sachverständigen nicht richtig vom Beklagten behandelt worden. Der Gesamtschaden liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.
19. August 2011 Heide: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 40.000,- Euro Akkontozahlung für falsche Befunderhebung
Die Versicherung eines Facharztes für Orthopädie will eine Fehlbehandlung des Mediziners mit 40.000,- Euro regulieren.

Vorausgegangen war eine nicht erkannte akute Hüftkopfepiphysenlösung die zu einer Hüftkopfnekrose führte. Die Schlichtungsstelle der norddeutschen Ärztekammern hatte sich mit dem Vorgang bereits befasst und eindeutige Fehlleistungen konstatiert (Az. 93/10)

Der geschädigte Patient begehrt eine Regulierung, die deutlich über der avisierten Abfindungssumme liegt.
16. August 2011 Potsdam: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 30.000,- Euro für Harnleiterdurchtrennung
Vor dem Landgericht Potsdam haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess auf eine pauschale Regulierung von rund 30.000,- Euro verständigt (Az. 11 O 13/09).

Vorausgegangen war eine versehentliche Harnleiterdurchtrennung bei einer Patientin anlässlich einer Hysterektomie. Seit dem Vorfall ist die Geschädigte erheblich in ihrer Gesundheit eingeschränkt. Vor der gerichtlichen Inanspruchnahme war der Versicherer der Beklagten nicht zu einer Regulierung bereit gewesen.
15. August 2011 München: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Geburtsschaden vor dem OLG
Das Oberlandesgericht München will in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (Az. 1 U 1811/11) die Hintergründe zu einem Geburtsvorgang in einer Klinik aufklären, die zu einem Schwerstschaden beim Geborenen geführt hatten.

Nachdem das Landgericht München I die Klage der Mutter des Kindes zunächst abgewiesen hat, wird das Oberlandesgericht nunmehr prüfen, ob diese Abweisung zu recht erfolgte. Das Gericht hat bereits auf November 2011 terminiert.

Das Kind ist sowohl geistig, als auch körperlich schwerst geschädigt und auf dauerhafte Pflege angewiesen. Die Ansprüche gehen in den Millionen-Eurobereich.
14. August 2011 Saarbrücken: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Teilversteifung Handgelenk durch Fehldiagnose
Das Landgericht Saarbrücken muss sich mit der Klage eines Kfz-Mechanikers befassen, der einem Arzt für Orthopädie einen groben Behandlungsfehler vorwirft.

Der Patient begab sich nach einem Anpralltrauma des rechten Handgelenkes in die Praxis des Mediziners. Dieser erkannte nicht eine Fehlstellung des rechten Handwurzelknochens. Es musste eine Teilversteifung des Handgelenks vorgenommen werden. Der Geschädigte ist seither in seiner Lebensqualität deutlich eingeschränkt.
11. August 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 120.000,- Euro fuer verspaetete Tumordiagnose
Eine Krankenschwester hat sich mit dem Haftpflichtversicherer einer renommierten Berliner Klinik auf Zahlung einer Entschaedigung von 120.000,-Euro geeinigt.

Vorausgegangen war eine nicht erkannte Krebserkrankung der Geschaedigten. Seit dem Vorfall aus dem Jahre 2009 ist sie nicht mehr arbeitsfaehig und leidet unter psychischen Problemen.
10. August 2011 Cottbus: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelter Oberschenkelhalsbruch
In einem Arzthaftungsprozess vor dem Landgericht Cottbus (Az. 3 O 271/11) hat das Gericht nun das schriftliche Vorverfahren angeordnet.

Die Klaegerin hatte sich nach einem Sturz einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, der in der Klinik der Beklagten wohl nicht lege artis behandelt wurde. Seither kann sie sich kaum noch fortbewegen. Der Streitwert betraegt 120.000,- Euro.
09. August 2011 Naumburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Gebaermutterentfernung
Das Oberlandesgericht Naumburg hat in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (Az. 1 U 131/09) nunmehr auf Oktober 2011 terminiert.

Inhaltlich befasst sich das Gericht mit einer fehlgeschlagenen Operation nach Blasenfunktionsstoerung einer Patientin. Geprueft werden muss noch, ob ein erhoehtes Risiko fuer eine Gesundheitsverschlechterung besteht, nachdem die Gebaermutter entfernt worden war.
08. August 2011 Duesseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Uebersehene Uterusruptur
Einer Klinik aus Duesseldorf wird vorgeworfen, die Uterusruptur einer Patientin uebersehen zu haben. Dadurch sei ein psychisches Geburtstrauma eingetreten und das Neugeborene mit neonataler Asphyxie geboren worden. Das Kind musste reanimiert werden und wird ist erheblich in seiner Gesundheit beeintraechtigt.
07. August 2011 Waldalgesheim: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fraktur Brustwirbel
Eine Patientin aus Bingen wirft einem Arzt vor, den erlittenen Brustwirbelbruch nicht lege artis behandelt zu haben. Seit dem Vorfall leidet sie an erheblich eingeschraenkter Mobilitaet. Da der Versicherer des Mediziners nicht regulieren will, muss die Geschaedigte nun gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen.
06. August 2011 Bad Honnef: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Durchtrennung Harnroehre nach Dekubitus
Einem Krankenhaus aus Troisdorf wird der Vorwurf gemacht, bei einem 12jaehrigen Patienten aufgrund eines lagerungsbedingten Dekubitus eine Harnroehrendurchtrennung verursacht zu haben. Der Vorfall ereignete sich im Februar diesen Jahres. Ein eingeholtes fachchirurgisches Gutachten hat mehrere Behandlungsfehler bereits konstatiert. Der Versicherer wurde zur Regulierung aufgefordert.
04. August 2011 Dortmund: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Dislozierte Kallotenfraktur
Vor dem Landgericht Dortmund (Az. 4 O 315/10) muss sich eine Klinik wegen des Vorwurfs einer nicht erkannten Kalottenfraktur bei einer Patientin verantworten. Diese war nach einem Sturz kollabiert und per Notarzt in das Krankenhaus transportiert worden. Seit dem Vorfall leidet die Patientin erheblich unter den Gesundheitsbeeintraechtigungen sowie vollstaendigem Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes.
02. August 2011 Rostock: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Brust-OP
Eine Patientin aus Rostock geht gegen Ärzte einer Gemeinschaftspraxis vor, nachdem die bei ihr vorgenommene Implantat-Einsetzung nicht lege artis erfolgte.

So hat ein Gutachter in einem Schlichtungsverfahren vor der Schlichtungsstelle Hannover bereits Fehler festgestellt (Az.1182/10). Bislang ist der Versicherer der Praxis noch nicht regulierungsbereit.
01. August 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Varizenoperation
Vor dem Landgericht Berlin (Az. 6 O 331/08) haben sich die Parteien in einem Arzthaftpflichtprozess auf eine gütliche Einigung verständigt.

Die Geschädigte hatte sich zur Vornahme einer Varizenoperation in ein Berliner Krankenhaus begeben. Hier wurde vereinbarungswidrig nicht nur das rechte, sondern auch das linke Bein operiert, wobei des zu Komplikationen kam. Seit dem Vorfall leidet die Patientin an Bewegungseinschränkungen und psychischen Problemen.
31. Juli 2011 Brixen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verkannter Herzinfarkt
Eine Patientin, die im Jahre 2005 anlässlich ihres Urlaubes im norditalienischen Brixen einen Herzinfarkt erlitt der in einer Klinik verkannt wurde und seither schwer gesundheitlich geschädigt ist, kann auf eine hohe Entschädigung hoffen.

Das Tribunale die Bolzano (Landgericht Bozen) holt in dem anhängigen Arzthaftungsprozess (no. 2457/08 R.G.) ein fachmedizinisches Gutachten ein. Von dem Ergebnis dieses Gutachtens wird der Prozesserfolg im wesentlichen abhängen.
30. Juli 2011 Lüneburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelte Handgelenksfraktur
In einem vor dem Landgericht Lüneburg (Az. 2 O 347/09) anhängig gewesenen Arzthaftpflichtprozess hat das Gericht nunmehr die Beklagtenseite zur Zahlung verurteilt. Danach erhält die Geschädigte ein Schmerzensgeld und weitergehende Ansprüche im fünfstelligen Eurobereich.

Vorausgegangen war eine Fehlbehandlung in einem Krankenhaus, nachdem das geschädigte Mädchen sich nach einem Reitunfall eine Handgelenksfraktur zugezogen hatte. Den Ärzten war vorgeworfen worden, eine Kahnbeinfraktur übersehen zu haben.
27. Juli 2011 Strassburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Tetraparese nach nicht erkanntem Hämatom im Spinalkanal
Vor dem elsässischen Verwaltungsgericht in Strassburg (Az. 1002581) geht ein deutscher Patient wegen einer vorgeworfenen Fehlbehandlung vor.

Offenbar hatten die Mediziner ein Hämatom im Spinalkanal nicht richtig gedeutet und den Geschäftsführer eines grossen Automobilzulieferers fehlerhaft wieder entlassen. Seit dem Vorfall leidet der Geschädigte an Lähmungen der Extremitäten und ist dauerhaft berufsunfähig.

Das Gericht lässt gegenwärtig prüfen, ob die Vorwürfe berechtigt sind. In diesem Fall stünden dem Kläger Ansprüche im deutlichen Millionen-Euro-Bereich zu.
26. Juli 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Hodenamputation nach Implantation einer Endoprothese
Das Landgericht Düsseldorf (Az. 3 O 51/09) hat eine Klinik zur Zahlung eines Schmerzensgeldes an einen Patienten verurteilt.

Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme hatten die Ärzte fehlerhaft anlässlich einer Hüftoperation eine Duplexsonografie unterlassen. Danach musste dem Patienten der Hoden amputiert werden.

Es geht um Ansprüche im deutlich sechsstelligen Eurobereich.
25. Juli 2011 Saarbrücken: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Anpralltrauma des Handgelenks
Ein Patient geht gegen einen Mediziner vor, der eine Fehlstellung der Handwurzelknochen nicht diagnostiziert haben soll. Hierdurch ist es zu erheblichen Bewegungseinschränkungen gekommen. Eine Revisionsoperation mit Teilversteifung des Gelenkes ist bereits avisiert.
24. Juli 2011 Bochum: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Diagnose
Das Landgericht Bochum (Az. I - 6 O 307/09) befasst sich mit der verspäteten Diagnose eines sogenannten "Morbus Hirschsprung". Medizinern wird vorgeworfen, die Erkrankung bei einem Kind nicht rechtzeitig erkannt zu haben. Sie tritt mit einer Häufigkeit von eins zu fünftausend auf. Durch die Verspätung ist eine starke Entwicklungsschädigung eingetreten.

Es geht um Ansprüche von insgesamt rund 600.000,- Euro.
22. Juli 2011 Heidelberg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Bewegungseinschränkung nach vergessenem OP-Besteck
Eine Patientin geht nach einer fehlgeschlagenen Operation aufgrund eines Tarsaltunnelsyndroms gegen eine Heidelberger Klinik vor.

Offenbar war versehentlich ein metallischer Gegenstand im OP-Bereich vergessen worden. Die Patientin litt nach dem Vorfall aus 2006 dauerhaft bis zur Entfernung unter starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
20. Juli 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schwerstschäden nach Sprung von Autobahnbrücke
Das Landgericht Berlin hat in einem Arzthaftpflichtprozess (Az. 35 O 290/08) nun auf Oktober 2011 terminiert.

Inhaltlich geht es um den Vorwurf an eine Berliner Klinik, die Klägerin aufgrund ihrer akuten psychischen Beschwerden nicht adequat behandelt zu haben. Von der Notaufnahme der Klinik wurde sie wieder nach Hause geschickt, woraufhin sich sich von der Autobahnbrücke stürzte und dabei schwere Verletzungen zuzog.

Das Gericht hat den Streitwert auf rund 600.000,- Euro festgelegt.
20. Juli 2011 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelte MS-Erkrankung
Ein Patient, der an Multipler Sklerose leidet, geht gegen eine Klinik aus Bad Bramstedt vor, mit dem Vorwurf einer Fehlbehandlung.

Im Juli 2010 befand sich der Patient in der Klinik, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. Den Medizinern wird vorgeworfen, nicht die richtigen Behandlungsmethoden gewählt zu haben, so dass sich der Zustand des Patienten weiter verschlechterte.
19. Juli 2011 Oberhausen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Peritonitis nach unsachgemässer Adnektomie
Die Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler NRW hat in einem Schlichtungsverfahren (Az. 2008/1638) einen groben ärztlichen Kunstfehler konstatiert.

Eine Patientin hatte eine Peritonitis mit Sepsis und langwierigem schwierigen Verlauf auf eine verspätet erkannte iatrogene Darmverletzung zurückgeführt. Das sieht die Gutachterkommission nun ebenso: Die Mediziner hätten die Darmverletzung erkennen und sofort eine Revisionsoperation veranlassen müssen.

Seit dem Vorfall leidet die Patientin erheblich unter den Gesundheitsfolgen der Schädigung.
18. Juli 2011 Mannheim: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelte Venenverkapselung
Ein Patient aus Mannheim geht gegen einen Handchirurgen vor. Dieser hatte ihn nach einer Venenverkapselung offenbar falsch behandelt. Seither kann der gelernte Schlosser seiner Tätigkeit nicht mehr nachgehen.

Die Ansprüche liegen im fünf- bis sechstelligen Eurobereich.
17. Juli 2011 Kiel: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Subakuter Verschluss einer Aortenprothese
Ein Patient will nun Klage gegen eine Kieler Klinik einreichen, mit dem Vorwurf, bei ihm den Verschluss einer Aortenprothese verkannt zu haben.

Ein vorgerichtlich eingeholtes Gutachten konstatierte den Medizinern eine grobe Fehlleistung. Der Haftpflichtversicherer ist außergerichtlich nicht zu einer Regulierung bereit.
17. Juli 2011 Brachtal: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Trachialruptur nach Arthroskopie
Eine Patientin geht gegen eine Klinik aus Gelnhausen vor, nachdem es bei ihr anlässlich einer Schultergelenksarthroskopie zu einer Trachialruptur gekommen ist.

Dem Haftpflichtversicherer war eine Frist zur Haftungsanerkennung bis Ende April 2011 gesetzt worden. Da diese seit längerem fruchtlos verstrichen ist, muss die Patientin nun gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen.
16. Juli 2011 Bozen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Gebärmutterperforation bei Ausschabung
In einem Verfahren vor dem norditalienischen Tribunale di Bolzano (Landgericht Bozen - Az. 1902 - 2007) hat ein Sachverständiger nun Fehler bei der operativen Behandlung einer deutschen Patientin konstatiert.

Die Klägerin musste sich während eines Auslandsaufenthaltes in Bozen einer Ausschabung unterziehen, wobei es zu einer Gebärmutterperforation kam. Der Gegenstandswert wurde auf 150.000,- Euro festgesetzt.
15. Juli 2011 Karlsruhe: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Arthroskopie
Der Bundesgerichtshof muss sich mit einer arzthaftungsrechtlichen Angelegenheit befassen, in der ein Patient nach einer Knie-OP Komplikationen erlitten hat. Seither ist er in seiner Mobilität erheblich eingeschränkt.

Nachdem das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az. I 8 U 131/09) die Berufung gegen ein Urteil des Landgerichtes Düsseldorf zurückgewiesen hat, lässt der Kläger diese Entscheidungen nun höchstgerichtlich hinterfragen.

Der Streitwert liegt bei rund 200.000,- Euro.
13. Juli 2011 Neuruppin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelte Lendenwirbelfraktur
Das Landgericht Neuruppin hat in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (Az. 4 O 66/11) nun auf Ende September 2011 terminiert.

Inhaltlich geht es um den Vorwurf, dass es anlässlich einer Bandscheibenoperation bei einer Patientin zu Fehlern gekommen sei. Seither leidet die Geschädigte an erheblichen Bewegungseinschränkungen und Dauerschmerzen.

Der Gegenstandswert liegt bei etwa 200.000,- Euro.
12. Juli 2011 Lauterbach: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Bruch einer Hüftgelenksprothese
Eine Herstellerfirma von Hüftgelenksprothesen muss sich wegen eines Bruches einer eingesetzten Prothese verantworten.

Die Implantation der TEP erfolgte im Oktober 2007 in einer Klinik in Aschaffenburg. Drei Jahre später bemerkte der Patient beim Spazieren ein Knacken und das rechte Hüftgelenk knickte plötzlich weg. Der Patient musste sich sodann in Notfallbehandlung begeben.
11. Juli 2011 Köln: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 50.000,- Euro für nervus radialis Schädigung
Vor dem Landgericht Köln (Az. 25 O 89/07) haben sich die Parteien eines Arzthaftungsprozesses auf eine pauschale Entschädigung von 50.000,- Euro geeinigt.

Vorausgegangen war eine Schädigung des nervus radialis anlässlich einer Brustoperation der Patientin in einer Kölner Klinik. Deren Haftpflichtversicherung hatte die Ansprüche der Klägerin vorgerichtlich zunächst als unbegründet zurückgewiesen.
09. Juli 2011 Saarbrücken/Trier: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Frakturbehandlung
Das Landgericht Saarbrücken (Az 16 O 41/11) hat in einem anhängigen Arzthaftpflichtprozess nunmehr einen Beweisbeschluss erlassen.

Danach soll ein vom Gericht bestellter fachmedizinischer Gutachter klären, ob eine Klinik aus Trier die Operation eines Patienten kunstgerecht vorgenommen hat. Der Patient hatte sich eine Fraktur des Handgelenks zugezogen. Vorgeworfen wird u.a., dass die Mediziner die Schraubenfehllage intraoperativ nicht erkannt hatten.
08. Juli 2011 Essen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 100.000,- Euro für doppelte Querschnittslähmung
Ein Patient, der anlässlich einer Rückenoperation in einer Essener Klinik eine doppelte Querschnittslähmung erlitt, soll nun 100.000,- Euro Schmerzensgeld erhalten. Darüberhinaus werden ihm sämtliche sonstigen materiellen Schäden zugesprochen.

Nach der Beweisaufnahme vor dem Landgericht Essen (Az.1 O 2/09) hat die streitbefasste Kammer keine Zweifel an der Verantwortung der Mediziner.

Der Streitwert der Klage liegt bei rund 700.000,- Euro.
07. Juli 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Facialisnervschädigung durch Operation
Ein Patient aus Schwielowsee geht gegen eine renommierte Klinik aus Berlin aufgrund einer eingetretenen Facialisnervschädigung vor.

Der Mann war nach Folgen einer unverschuldeten Schlägerei ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo er operativ versorgt wurde. Seither leidet er unter Taubheitsgefühlen der linken Gesichtshälfte, unkontrolliertem Speichelfluss, Kopfschmerzen, verschwommenem Blick und psychischen Beeinträchtigungen.

Da der Versicherer der Klinik eine Haftung ablehnt, muss der Patient gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen.
06. Juli 2011 Mönchengladbach: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Tod nach Infektion mit MRSA-Keimen
Das Landgericht Mönchengladbach befasst sich seit gut anderthalb Jahren mit dem Tod einer Patientin aufgrund einer MRSA-Infektion (Az. 6 O 25/10).

Nachdem ein fachmedizinischer Sachverständiger zwischenzeitlich bereits ein umfangreiches Gutachten zu dem Fall erstellt hat, in dem er es als fehlerhaft ansieht, dass auf kontinuierliche Dickdarmblutungen nicht reagiert wurde, ist mit einer Entscheidung in den nächsten Wochen zu rechnen.

Der Streitwert wurde auf rund 130.000,- Euro festgelegt.
05. Juli 2011 Neuruppin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Dünndarmperforation nach OP
Das Landgericht Neuruppin hat in einem aktuellen Arzthaftungsprozess (Az. 3 O 414/10) die Einholung eines fachmedizinischen Gutachtens beschlossen.

Der Kläger ist durch den eingetretenen Gesundheitsschaden nunmehr zu 30 % schwerbehindert und kann seinen Beruf als Kraftfahrer nicht mehr ausüben.

Mit dem Ergebnis der Begutachten ist zum Ende des Jahres zu rechnen.
05. Juli 2011 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Armplexusparese nach Ellenbogenoperation
Das Hanseatische Oberlandesgericht muss sich in einer arzthaftungsrechtlichen Angelegenheit mit einer eingetretenen Armplexuslähmung einer Patientin nach einer Ellenbogenoperation befassen (Az. 1 U 43/11).

Nachdem das Landgericht Hamburg die Klage der Geschädigten abgewiesen hat (Az. 303 O 639/06), wird die Berufung nunmehr von Ciper & Coll. vorgenommen.

Der Streitwert liegt im Millionen-Euro-Bereich.
04. Juli 2011 Essen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Brustoperation
Eine Patientin geht gegen einen Arzt für Plastisch-Ästhetische Chirurgie nach einer fehlgeschlagenen Brust-OP vor.

Nach der Operation zeigten sich starke ästhetische Verunstaltungen, die nicht mehr korrigierbar sind. Die erst 20jährige Patientin leidet erheblich unter den Folgen des fehlgeschlagenen Eingriffs.
03. Juli 2011 Wiesbaden: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schadenersatz für fehlbehandelte Schulter
Vor dem Landgericht Wiesbaden (Az. 1 O 279/10) haben sich die Parteien eines Arzthaftpflichtprozesses gütlich geeinigt. Danach erhält der Geschädigte Patient eine pauschale Gesamtregulierung für eine erlittene Fehlbehandlung nach einem Sturzunfall und einer dabei entstandenen Schulterluxation.

Die Gesamtschadensumme liegt in deutlich fünfstelligem Eurobereich.
30. Juni 2011 Eckernförde: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Bewegungseinschränkung nach Fehlbehandlung
Einer Klinik aus Eckernförde wird der Vorwurf gemacht, eine Patientin nach einem Verkehrsunfall fehlerhaft behandelt zu haben.

Die Geschädigte klagte über eine Parese des linken Beines, worauf die Mediziner nicht adäquat reagierten. Hierdurch sei eine Nervschädigung mit vollständiger Bewegungsunfähigkeit im linken Bein eingetreten, so die Vorwürfe.

Die Ansprüche der Patientin werden im sechsstelligen Eurobereich liegen.
29. Juni 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schwerstbehinderung nach Geburtsschaden
Vor der Gutachterkommission der Ärztekammer Nordrhein (Az. 2010/1556) muss sich eine Klinik aus Düsseldorf wegen eines vorgeworfenen Fehlers im Geburtsmanagment verantworten.

Der im Jahre 2006 geborene Junge leidet nach einer schweren Asphyxie nunmehr an geistigen und körperlichen Schwerstschäden und ist ein dauerhafter Pflegefall.

Den Medizinern wird konkret vorgeworfen, eine Uterusmalformation übersehen zu haben. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müsste der Haftpflichtversicherer der Klinik mehrere Millionen Euro Schadenersatz leisten.
28. Juni 2011 Osnabrück: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Amputation des Unterschenkels nach Gefäss-OP
Einer Klinik aus Papenburg wird vor dem Landgericht Osnabrück (Az. 3 O 2538/10) der Vorwurf gemacht, aufgrund von Fehlbehandlungen die Unterschenkelamputation einer Patientin herbeigeführt zu haben.

Auf die von der Patientin geschilderten Beschwerden ist über einen Zeitraum von 12 Stunden nicht adäquat reagiert worden.

Der Streitwert liegt bei ca. 500.000,- Euro.
28. Juni 2011 Dortmund: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Carzinomdiagnose
Das Landgericht Dortmund (Az. 4 O 124/08) hat den Angehörigen eines zwischenzeitlich verstorbenen Patienten ein Schmerzensgeld von 15.000,- Euro zugesprochen und festgestellt, dass auch alle weiteren Schäden auszugleichen seien.

Damit endet ein für die betroffene Familie tragischer Verlauf einer nicht erkannten Zungengrundcarzinomerkrankung. Der Patient hatte sich mehrfach in einer kieferorthopädischen Praxis vorgestellt.

Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
25. Juni 2011 Saarlouis: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 8.000,- Regulierung für Nekrose
Eine Patientin aus Saarlouis hat sich mit dem Haftpflichtversicherer einer Orthopädin aussergerichtlich auf eine Entschädigungssumme von 8.000,- geeinigt.

Die Ärztin hatte der Patientin eine Spritze in den Oberarm mit den Wirkstoffen Neaverin und Lipotalon verabreicht. In der Folge kam es zu einer Nekrose. Die Vergleichssumme soll die verbleibenden kosmetischen Beeinträchtigungen kompensieren.
22. Juni 2011 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelte Oberschenkelfraktur
Vor dem Landgericht Hamburg (Az. 303 O 461/09) geht ein 14jähriger Schüler gegen eine Klinik aufgrund einer fehlgeschlagenen Operation nach einem Oberschenkelbruch vor.

Der Junge hatte sich die Fraktur beim Fußballspielen zugezogen. Nach der Operation stellten sich Schmerzen, Schwellungen und Nekrosen am Bein ein, so dass mehrere Folgeoperationen erforderlich waren.

Der vom Gericht bestellte Sachverständige hat die Fehlerhaftigkeit der Behandlung im wesentlichen bereits bestätigt.
21. Juni 2011 Minden: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Drillingsgeburt
Einem Gynäkologen wird vorgeworfen, eine Schwangere mit einer Drillingsschwangerschaft nicht hinreichend über die Geburtsrisiken aufgeklärt zu haben.

Alle drei Kinder kamen bereits in der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt und sind aufgrund der Frühgeburtlichkeit schwer behindert. Sollten sich die Fehler bestätigen, hat der Haftpflichtversicherer des Mediziners mit einer Schadengesamtsumme im hohen Millionen-Euro-Bereich zu rechnen.
21. Juni 2011 Bremen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte laparoskopische Hysterektomie
Einer Klinik in Bremen wird vorgeworfen, fehlerhaft bei einer Patientin eine laparoskopische Hysterektomie vorgenommen zu haben.

Nach Aussagen von nachbehandelnden Gynäkologen wäre eine konservative Operation indiziert gewesen. Durch die OP war es zu einer Verletzung des linken Ovars gekommen. Bislang hat der Haftpflichtversicherer der Klinik sich zur Haftungsfrage noch nicht eingelassen.
20. Juni 2011 Rostock: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Hüftoperation
Ein Patient aus Rostock geht gegen eine renommierte Klinik aufgrund einer fehlgeschlagenen Hüft-OP vor.

Seit dem Einsatz einer Hüftprothese rechts leidet er unter starken Schmerzen und kann sich nur noch mit einem Gehbock fortbewegen. Seine Lebensqualität ist erheblich eingeschränkt.
18. Juni 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Nicht eingehaltene Hygienevorschriften
Das Landgericht Berlin muss sich in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (36 O 71/11) mit den Hygienevorschriften einer renommierten Klinik in Berlin befassen.

Ein junger Patient hatte sich nach einem HNO-Eingriff eine postoperative Sepsis sowie einen Abszess zugezogen. Der Kläger ist davon überzeugt, dass diese Komplikationen bei Einhaltung der Hygienevorschriften nicht eingetreten wären.

Der vorläufige Streitwert liegt bei rund 60.000,- Euro.
17. Juni 2011 Kleve: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Hodenentfernung nach unterlassener Befunderhebung
Die Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler bei der Ärztekammer Nordrhein hat in einem aktuellen Schlichtungsverfahren (Az. 2010/0655) festgestellt, dass Ärzte einer Klinik für Urologie in Kleve einen Patienten nicht richtig behandelt haben.

Aufgrund der unterlassenen Befunderhebung sei es vorhersehbar zu einer sogenannten hämorrhagischen Infarzierung gekommen. Daraufhin musste dem Patientin zwei Monate später der Hoden entfernt werden.
16. Juni 2011 Giessen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Knieoperation
Vor dem Landgericht Giessen muss sich ein Arzt wegen einer fehlgeschlagenen Knieoperation verantworten (Az. 3 O 111/11).

Dem Mediziner wird vorgeworfen, die von ihm bei einer Patientin eingesetzte Totalendoprothese nicht im richtigen Winkel gesetzt zu haben. Dadurch ist die Beugefähigkeit des Kniegelenks stark eingeschränkt.

Seit dem Vorfall ist die Patientin ständig auf fremde Hilfe angewiesen. Eine Korrektur ist offenbar nicht möglich.
15. Juni 2011 Krefeld: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Schönheitsoperation
Ein Schönheitschirurg aus Krefeld muss sich vor dem Landgericht Krefeld (Az. 3 O 425/10) wegen einer vorgeworfenen fehlerhaften Schönheitsoperation verantworten.

Die Klägerin hatte sich an den Operateur gewandt, um Auswölbungen der Stirnhöhlenvorwand korrigieren zu lassen. Seither leidet die Patientin an Infektionen, Schwellungen, Schmerzen und psychischen Problemen. Die Klagesumme liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Mit einem Verfahrensende ist noch in diesem Jahr zu rechnen.
14. Juni 2011 Neuss: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Schilddrüsenoperation
Eine Klinik aus Neuss wird mit dem Vorwurf einer fehlgeschlagenen Schilddrüsen-OP bei einer Patientin konfrontiert.

Die Patientin leidet seither an Schluckbeschwerden, weiterhin an Narben im Halsbereich. Die behandelnde Medizinerin hat den Fehler mündlich bereits eingestanden. Es ist daher mit einer zügigen Regulierung des Schadens durch den Haftpflichtversicherer zu rechnen.
13. Juni 2011 Köln: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Carzinomdiagnose
Vor dem Landgericht Köln haben sich die Parteien in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (Az. 25 O 390/08) vergleichsweise geeinigt. Danach erhalten die Erben der zwischenzeitlich verstorbenen Patientin eine Gesamtentschädigung im fünfstelligen Eurobereich.

Dem beklagten Mediziner war der Vorwurf gemacht worden, ein Magenkarzinom einer Patientin nicht rechtzeitig diagnostiziert zu haben. Befasste Gutachter sprachen von einer groben Fehlerhaftigkeit.
12. Juni 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte operative Notfallversorgung
Die Gutachterkommission der Ärztekammer Nordrhein hat in einem aktuellen Schlichtungsverfahren (Az. 2010/0860/Pa) den Ärzten einer Klinik in Düsseldorf eine fehlerhafte Diagnosestellung vorgeworfen.

Durch eine Schnittverletzung hatte sich die Patientin eine partielle über 50prozentige Durchtrennung des breiten Strecksehnenapparates zugezogen. Dieses hätte den Medizinzern bei sorgfältiger Inspektion der Umgebung auffallen müssen.
12. Juni 2011 Bonn: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehldiagnose eines Tumorrezidivs
Vor dem Landgericht Bonn haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess (Az. 9 O 74/07) auf die Zahlung einer pauschalen Entschädigung von 70.000,- Euro geeinigt.

Anlässlich einer umfangreichen Beweisaufnahme stand fest, dass der Beklagte, bei dem sich der Kläger seit einer Krebsoperation in 2001 in ambulanter Nachsorge befand, ein gut erkennbares Rezidiv nicht erkannt hat. Dadurch hatte sich die Nachbehandlung erheblich verzögert.
09. Juni 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Carzinomdiagnose
In einem aktuellen Arzthaftungsprozess vor dem Landgericht Berlin (Az. 13 O 11/08) haben sich die Parteien auf Zahlung einer pauschalen Entschädigung im deutlich fünfstelligen Eurobereich geeinigt.

Vorausgegangen war eine unterbliebene Befunderhebung einer Hausärztin bei einer zwischenzeitlich verstorbenen Patientin im Jahre 2002.

Das Gericht hatte den beiden Parteien nach Einholung eines fachmedizinischen Gutachtens angeraten, sich im Vergleichswege zu einigen.
08. Juni 2011 Karlsruhe: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Geburtsschaden: Versicherung lenkt ein
In einem vor dem Landgericht Karlsruhe anhangigen Geburtschadenprozess (Az. 3 O 29/11) hat die Versicherung der betreffenden Mediziner nun die Regulierung angekündigt.

Damit soll eine umfassende und zeitintensive weitere gerichtliche Auseinandersetzung vermieden werden.

Den Medizinern werden gutachterlich schwere Versäumnisse vorgeworfen, die dazu geführt haben, dass das Kind nun ein dauerhafter Schwerstpflegefall ist. Der Streitwert liegt bei rund 1,3 Millionen Euro.
08. Juni 2011 Dresden: Schmerzensgeld, Querschnittslähmung durch Verkehrsunfall
Ein zum Unfallzeitpunkt im Jahre 2001 18jähriger Mann hat nun erneut Klage gegen den Schädiger beim Landgericht Dresden eingereicht.

Der durch den Unfall querschnittsgelähmte Geschädigte hatte bereits gerichtlich durchgesetzt, dass die Versicherung des Schädigers sämtliche immateriellen und materiellen Schäden auszugleichen habe. Die geforderte Summe war der Versicherung jedoch zu hoch, so dass nun erneute gerichtliche Hilfe erforderlich wurde.

Die Gesamtschadensumme liegt im Millionen-Euro-Bereich.
05. Juni 2011 München: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Bandscheibenoperation
Vor dem Oberlandesgericht München haben sich die Parteien eines Arzthaftungsprozesses (Az. 1 U 4916/05) auf einen Vergleich geeinigt.

Das Landgericht München hatte die Klage zuvor nach umfassender Beweisaufnahme abgewiesen. In der Berufungsinstanz konnten jedoch Zweifel an einer ausreichenden Risikoaufklärung der Patientin nicht vollständig ausgeräumt werden.

Insbesondere bei einer sogenannten "Neuland-Methode" sei auf das bestehende Risiko hinzweisen, so der Senat.
01. Juni 2011 Kiel: Schmerzensgeld für Teenager nach Pferdetritt
Das Landgericht Kiel hat den Halter eines Pferdes zur Zahlung eines Schmerzensgeldes und sämtlicher weiterer materieller Schäden verurteilt (Az. 6 O 24/07).

Vorausgegangen war der Tritt eines Pferdes in den Bauch einer 15jährigen Schülerin.

Nach umfangreicher Beweisaufnahme zum Tathergang sah es das Gericht als erwiesen an, dass der Halter für die verursachten Gesundheitsschäden aufzukommen habe. Die Klägerin hatte sich durch den Tritt Milz- und Pankreasverletzungen zugezogen. Der Gesamtschaden liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.
29. Mai 2011 Gerichtsverfahren gegen Ergo-Konzern
Der durch den Sexskandal aufgrund einer Incentive-Reise von Mitarbeitern in die Schlagzahlen geratene Ergo-Konzern kommt auch auf juristischem Gebiet zum wiederholten Male ins Rutschen:

In einem vor dem Amtsgericht Düsseldorf anhängigen Deckungsprozess argumentiert der zum Ergo-Konzern gehörende D.A.S., die zwischenzeitlich verstorbene Versicherungsnehmerin hätte ihre Prozessvertreter nicht zu einer Berufung mandatiert gehabt. Daher würde der Rechtsschutzversicherer nicht die Berufungseinlegungsgebühren tragen müssen.

Ein Schelm, der "böses" dabei denkt.
29. Mai 2011 Trier: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Prostatacarzinomdiagnose
Das Landgericht Trier hat in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (Az. 4 O 121/11) einem Urologen eine Frist zur Klageerwiderung gesetzt.

Der Kläger war bei ihm seit nahezu 20 Jahren in urologischer Behandlung. Trotz eines PSA-Wertes von über 20 ng (der Normbereich liegt bei bis zu 4 ng), hatte der Mediziner seit 2004 keine weitere Abklärung vorgenommen und dadurch die Behandlung eines bestehenden Prostatacarzinoms verzögert.

Der Streitwert des Verfahren liegt bei 100.000,- Euro.
26. Mai 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Tod durch Keime im Krankenhaus
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat heute in einem aktuellen Arztprozess (Az. I 8 - U 151/10) den Parteien eine vergleichsweise Klärung angeraten.

Der im Jahre 2007 im Krankenhaus der Beklagten behandelte Patient war nach einer Operation verstorben. Vorgeworfen wird eine unzureichende Einhaltung der zu beachtenden Hygienevorschriften im Operationssaal.

Die Parteien haben zwei Wochen Zeit, den Vergleichsvorschlag zu akzeptieren.
25. Mai 2011 Europäische Anwaltskooperation weiter auf Wachstumskurs
Das international etablierte Anwaltsnetzwerk "Europäische Anwaltskooperation" (EAK) konnte auf seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung in Linz/Österreich zwei Neumitglieder begrüssen:

Aufgenommen wurden die Kanzlei Vilar & Associados aus Portugal und Rechtsanwalt Michael R. Jackson, Esq, aus Orlando (USA) als assoziiertes Mitglied.

Darüberhinaus nutzte Rechtsanwalt Eugen Zadravec (Zagreb/Kroatien) die Sitzung, seine Kanzlei vorzustellen. Die kommenden JHV in 2012 wird er in Kroatien organisieren.
24. Mai 2011 Essen: Verkehrsunfallrecht - Überlange Verfahrensdauer
Das Opfer eines im November 2003 erlittenen Verkehrsunfalles wartet auch heute noch auf die Regulierung durch die Haftpflichtversicherung des Schädigers vergeblich zu.

In einem vor dem Landgericht Essen (Az. 11 O 483/05) anhängigen Schadenersatzprozess geht es nur noch um die Höhe der Ansprüche. Eine aus 2004 datierende Klage war dem Geschädigten bereits dem Grunde nach zugesprochen worden.

Da ein Prozessende noch nicht absehbar ist, prüfen die Prozessvertreter des Klägers nun Rechtsmittel aufgrund überlanger Verfahrensdauer. Seit dem Vorfall ist der Geschädigte dauerhaft erwerbsunfähig.
24. Mai 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Überlange Verfahrensdauer
Das Kammergericht Berlin hat in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (Az. 20 U 39/11) mitgeteilt, voraussichtlich nicht vor Mai 2012 darüber zu beraten, ob die Berufung zugelassen wird, oder nicht. Zuvor war bereits das Landgericht Berlin (Az. 6 O 80/03) seit Februar 2003 mit der Angelegenheit befasst gewesen.

Inhaltlich geht es um die Behandlung eines Kindes in einem Unfallkrankenhaus, die zu einer schweren Gesundheitsschädigung mit Facialis-Lähmung, Schmerzen im Augenbereich und Doppelbildsehen verbunden ist.

Die Prozessvertreter des Klägers halten die Verfahrensdauer für deutlich zu lang und prüfen nun rechtliche Mittel.
23. Mai 2011 Regensburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlmedikation mit toxischem Zytostatikum
Die Parteien in einem aktuellen Arzthaftungsprozess vor dem Landgericht Regensburg (Az. 4 O 2249/10) haben sich auf eine vergleichsweise Klärung der Angelegenheit geeinigt.

Vorausgegangen war eine versehentliche Fehlmedikation mit einem toxischen Zytostatikum in einer Klinik. Der Patient war daraufhin verstorben. Die Gesamtschadenposition liegt im fünfstelligen Eurobereich.
18. Mai 2011 Leipzig: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Implantation eines Herzschrittmachers
Das Landgericht Leipzig wird sich demnächst mit der Implantation eines Zweikammer-Herzschrittmachers einer 46jährigen Patientin befassen müssen.

Am Folgetag der Operation in einem Herzzentrum kam es zu einer Sondendislokation der Ventrikelelektrode. Aufgrunddessen stellte sich eine Lungenembolie ein. Es war eine Revisionsoperation erforderlich.

Die Schadensumme liegt im fünfstelligen Eurobereich.
16. Mai 2011 Saarbrücken: Medizinprodukterecht: Durom TEP der Firma Zimmer
In einem Warnhinweis der Firma Zimmer wird darauf hingewiesen, dass Anwender die Fräsung für die Durom Acetabulumkomponente entsprechend der Operationstechnik durchführen müssen und mit der passenden Problepfanne zu überprüfen.

Unterbleibe ein genaues Fräsen, könne dies zu Komponentenlockerung und anhaltenden Leistenschmerzen führen.

Wie berichtet, haben bundesweit tausende von Patienten, denen ein Durom-Implantat eingesetzt worden ist, mit Hüftproblemen zu tun.
16. Mai 2011 Saarbrücken: Medizinprodukterecht: Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese
Immer weitere Kreise zieht der Skandal um die schadhaften Hüftprothesen der Firma DePuy. Nach Zeitungsberichten klagen fast 6.000 Patienten allein in Deutschland über Hüftproblemen nach dem Einsatz des künstlichen Hüftgelenks.

Bereits im Jahre 2009 wurde bekannt, dass diese Hüftprothesen erhebliche Gesundheitsprobleme verursachen können und zu vorzeitigen Revisionsoperationen.

Die Kanzlei Ciper & Coll. rät Geschädigten, sich zeitgemäss qualifizierter anwaltlicher Hilfe zu bedienen, um mögliche Ansprüche zu sichern und nötigenfalls durchzusetzen.
14. Mai 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Durom-Metalsul-LDH Hüftprothesen
Bei der Kanzlei Ciper & Coll. häufen sich zwischenzeitlich die Anfragen von Patienten, denen in den vergangenen Jahren eine Durom-Metasul Hüftprothese (Firma dePuy) eingesetzt worden ist.

Bundesweit sollen tausende von Patienten nach dem Einsatz des künstliches Hüftgelenks Probleme haben. Die verantwortliche Firma dePuy geht mit der Problematik sehr offen um. Geschädigte sollten sich in jedem Falle anwaltlicher Hilfe bedienen, um mögliche Ansprüche zu prüfen und geltend zu machen.
10. Mai 2011 Bremen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Impfschaden durch Medikament Havrix
Ein Patient aus Bremen geht gegen einen Impfstoffhersteller vor, nachdem bei ihm nach einer Impfung eine Erkrankung des zentralen Nervensystems aufgetreten war.

Bei dem Medikament handelt es sich um "Havrix 1440". Es liegen bereits mehrere Gutachten vor, die die Ursächlichkeit der Erkrankung teils auf den Impfstoff zurückführen, teils ablehnen. Aufgrund der Schädigung ist der Patient dauerhaft berufsunfähig.
09. Mai 2011 Hildesheim: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Tod nach Arthroskopie
Das Landgericht Hildesheim muss sich in einem Arzthaftungsprozess nach Zurückverweisung durch das Oberlandesgerichtes Celle erneut mit dem Tod einer Patientin nach einer vorgenommenen Arthroskopie befassen.

Das erstinstanzliche Urteil halte einer Überprüfung durch das Berufungsgericht nicht stand, so der OLG-Senat. Insbesondere sei zu bemängeln, dass die mehrfach beantragte Beiziehung sämtlicher Behandlungsunterlagen sowie der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten nicht erfolgte. So seien entscheidungserhebliche Fragen unbeantwortet geblieben.
06. Mai 2011 Freiburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Tod durch Fehlmedikation
Das Landgericht Freiburg hat in einem anhängigen Arzthaftungsprozess (Az.: 1 O 352/09) nun terminiert. Es soll ein vom Gericht bestellter Sachverständiger die Frage beantworten, ob der verstorbene Ehemann der Klägerin eine Medikation erhalten hatte, die außerhalb der zugelassenen Dosierung lag.

Ein vorgerichtlich involviertes Gutachterinstitut hatte diese Frage bereits bejaht. Der Patient war an den Folgen der Fehlmedikamentierung verstorben.
04. Mai 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Anderthalb Millionen Euro für Geburtsschaden
Die Haftpflichtversicherung einer Geburtsklinik muss tief in die Tasche greifen: Nach langwierigen und zähen Verhandlungen war die Versicherung nunmehr bereit, einen Geburtsschaden mit fast 1,5 Mio. Euro zu regulieren.

Damit wird eine langandauernde gerichtliche Inanspruchnahme vermieden, an der weder der Versicherer, noch die Anspruchstellerin Interesse hatten.

Vorausgegangen waren Fehler im Geburtsmanagment eines Jungen aus dem Jahre 2006, die zu einer bilateralen Cerebralparese geführt haben. Das Kind ist dauerhaft ein Pflegefall. Ein renommierter Sachverständiger hatte den Geburtshelfern mehrere grobe Behandlungsfehler konstatiert.
02. Mai 2011 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Herzmuskelschädigung durch Mitralklappenrekonstruktion
Das Hanseatische Oberlandesgericht hat den Parteien in einem anhängigen Arztprozess (Az. 1 U 25/10) eine gütliche Einigung vorgeschlagen, wonach dem Kläger eine Pauschalsumme im deutlich fünfstelligen Eurobereich gezahlt werden soll.

Der Kläger hatte sich in einer renommierten Klinik in Hamburg einer Herzoperation unterzogen, bei der versehentlich ein Herkranzgefäß verschlossen wurde. Seither ist er erheblich in seiner Gesundheit geschädigt.

Das Landgericht Hamburg (Az. 303 O 82/08) hatte die Klage noch abgewiesen. Nach Involvierung der Kanzlei Ciper & Coll. für die Berufungsinstanz, konnte der Patient nunmehr bereits einen Zwischenerfolg erzielen.
02. Mai 2011 Darmstadt: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Carzinomdiagnose
Das Landgericht Darmstadt hat in einem anhängigen Arzthaftpflichtprozess (Az. 13 O 124/10) einen Beweisbeschluss erlassen, wonach ein fachmedizinischer Gutachter involviert wird.

Dieser wird zu klären haben, ob die Behandlung eines Patienten in einer Klinik in Heppenheim lege artis erfolgte.

Vorgeworfen wird der Klink eine nicht rechtzeitig vorgenommene CT-Untersuchung, die eine Krebserkrankung des Patienten ergeben hätte. Zu einer Metastasierung sei es dann nicht gekommen.
01. Mai 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Diagnose eines Kolonkarzinoms
Das Landgericht Berlin hat in einem aktuellen Arzthaftungsprozess (Az. 13a O 57/10) den Parteien zu einer gütlichen Einigung angeraten. Danach soll die Klägerin eine pauschale Entschädigung von 20.000,- Euro vom Haftpflichtversicherer der Schädigerin erhalten.

Vorausgegangen war eine Darmspiegelung einer zwischenzeitlich verstorbenen Patientin. Diese Behandlung hatte ein vom Gericht bestellter fachmedizinischer Gutachter als in einigen Punkten nicht lege artis bezeichnet. Ob die bei der Patientin eingetretene Metastasierung auf den Behandlungsfehler zurückzuführen gewesen sei, liess der Gutachter im Ergebnis offen.
27. April 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 100.000,- Euro für verspätete Krebsdiagnose
Eine renommierte Klinik aus Berlin muss für den Schaden einer ärztlichen Fehlbehandlung einstehen.

Die geschädigte Patientin hatte sich im Jahre 2009 einer Krebsvorsorgeuntersuchung unterzogen, die ohne Befund blieb. Später stellte sich ein Gebärmutterhalskrebs heraus, der schon in der Vorsorgeuntersuchung hätte erkannt werden müssen.

Die Haftpflichtversicherung ist bereit, die Patientin pauschal mit über 100.000,- Euro zu entschädigen. Die Patientin beansprucht jedoch mindestens 150.000,- Euro.
25. April 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehler in der Geburtshilfe
Ein Facharzt für Gynäkologie muss sich wegen des Vorwurfes eines Behandlungsfehlers verantworten.

Der Mediziner hatte eine Schwangerschaft bei einer Patientin festgestellt, Ihm wird vorgeworfen, einen schweren Gesundheitsschaden des Ungeborenen (offener Rücken) nicht erkannt zu haben. Das Kind leidet wegen eines um 11 Wochen vorzeitigen Notkaiserschnitts u.a. an einer ausgeprägten Frühgeborenenlunge. Auch die Mutter hat massive Gesundheitsschäden davongetragen.

Das Schadenvolumen liegt bei rund 500.000,- Euro.
14. April 2011 Koblenz: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Millionenentschädigung für Querschnittsgelähmten
Ein seit 1998 querschnittsgelähmter Patient kann auf eine Millionenentschädigung hoffen.

In einem jetzt dem Oberlandesgericht Koblenz in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess vorgelegten neurochirurgischen Gutachten (Az. 5 U 95/10) heißt es u.a. "es habe eine umgehende Diagnostik erzwungen werden müssen" und weiter: "Ein geplanter zeitlicher Aufschub von 6 Stunden bis zur Verlegung des Patienten sei nicht nachzuvollziehen".

Der Geschädigte ist aufgrund des Vorfalles ein dauerhafter Pflegfall und wird rund um die Uhr von Angehörigen betreut.
13. April 2011 Daun (Eifel): Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Kreislaufzusammenbruch aufgrund von Fehlmedikation
Eine Patientin aus der Eifel geht gegen ein Trierer Krankenhaus mit dem Vorwurf vor, ihr ein falsches Medikament verschrieben zu haben.

Die Mediziner gaben ihr das Medikament "Carbamazepin", gegen das sie eine Unverträglichkeit hat. In der Folge erlitt sie einen Kreislaufzusammenbruch, musste in die Notaufnahme und war über einen langen Zeitraum hinweg arbeitsunfähig.

Der Haftpflichtversicherer des Krankenhauses hat Gelegenheit bis Ende April, sich der Haftung dem Grunde nach zu erklären.
12. April 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Querschnittslähmung durch verspätete Operation
In einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess vor dem Landgericht Düsseldorf (Az. 3 O 291/09) hat ein gerichtlich bestellter Sachverständiger mehrere eindeutige Fehler der Behandlerseite konstatiert.

Der Kläger war zu Hause gestürzt und hatte sich einen Bruch der HWS zugezogen. Nachdem Lähmungserscheinungen eintraten, begab er sich zu den Beklagten, die ihn wieder nach Hause schickten. Nach Auffassung des gerichtlich bestellten Gutachters ist "eine ausreichende Abklärung der Symptomatik nicht erfolgt".

Seit dem Vorfall ist der Patient querschnittsgelähmt und dauerhaft ein Pflegefall. Die geltend gemachten Ansprüche liegen im Bereich von 800.000,- Euro.
11. April 2011 Krefeld: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandelter Trümmerbruch des Radiuskopfes links
Einer Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie aus Krefeld wird vorgeworfen, einen Trümmerbruch des Radiuskopfes links eines Patienten nicht lege artis behandelt zu haben.

Der Patient war nach einem Unfall von seinem Hausarzt in die Klinik verwiesen worden. Der Klinik wird der Vorwurf gemacht, die Fraktur nicht zeitgemäss operativ versorgt zu haben. Aufgrund der verspäteten Behandlung musste dem Patienten der Radiuskopf links resektiert und eine Prothese implantiert werden.
10. April 2011 Kapitalmarktrecht - Geschädigter Anleger geht vor
Ein deutsches Kreditinstitut muss sich demnächst vor Gericht wegen fehlerhafter Risikoaufklärung verantworten.

Ein Anleger hatte nach einer Beratung durch die Bank sogenannte Swap-Geschäfte betrieben und dadurch einen herben Verlust von fast 350.000,- Euro erlitten. Diese Anlageform ist höchst spekulativ, so dass der BGH in einer aktuellen Entscheidung (XI ZR/33/10) einem Anleger bereits eine halbe Million Euro zugesprochen hatte. In der Begründung hierzu hiess es, die Bank habe das Risiko dieser Anlage verharmlost.

Ciper & Coll. vertreten engagiert die Interessen geschädigter Anleger aus Swap-Geschäften.
07. April 2011 Kiel: Unfallschaden - Schmerzensgeld wegen eisglatter Metallplatten
Das Landgericht Kiel hat einer Kieler Bürgerin, die im Winter 2010 auf den eisglatten Sprotten ausgerutscht war und sich Gesundheitsschädigungen zugezogen hat, ein Schmerzensgeld von 10.000,- Euro zugesprochen.

Schon wiederholt war es in den letzten Jahren zu Unfällen gekommen und der Stadt Kiel wurde ein Untätigbleiben vorgeworfen. Nun denkt die Stadt darüber nach, nunmehr die Sprotten zu beseitigen, um die Unfallgefahr zu beseitigen.
06. April 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Hüftoperation
Einer Klinik aus Düsseldorf wir der Vorwurf gemacht, die Hüftoperation einer ehemaligen Grundschullehrerin nicht lege artis vorgenommen zu haben. Hierdurch leidet die Patientin seither unter erheblichen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Durch die dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln haben sich zwischenzeitlich auch Magenprobleme ergeben.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, ist von einer Regulierung des Haftpflichtversicherers in Höhe von 120.000,- Euro bis 140.000,- Euro zu rechnen.
31. März 2011 Karlsburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Unterschenkelamputation nach Gefässverschluss
Eine Klinik aus Mecklenburg-Vorpommern muss sich demnächst vor Gericht wegen einer ärztlichen Fehlbehandlung verantworten.

Die geschädigte Patientin erlitt einen Gefässverschluss der arteria poplitea. In der Folge musste ihr ein Unterschenkel amputiert werden. Der Klinik wird vorgeworfen, die Behandlung der Patientin nicht lege artis vorgenommen zu haben. Der Streitwert wird auf etwa 500.000,- Euro beziffert werden.
30. März 2011 Köln: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Handoperation
Das Oberlandesgericht Köln hat den Parteien in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (Az. 5 U 174/08) eine vergleichsweise Einigung angeraten, wonach dem Kläger eine pauschale Entschädigung von 70.000,- Euro gezahlt werden solle.

Vorausgegangen war eine nicht kunstgerechte Handoperation des Patienten im Jahre 1999 in einem Kölner Krankenhaus. Es besteht Gelegenheit, zu dem Vergleichsvorschlag innerhalb von drei Wochen Stellung zu nehmen.
28. März 2011 München: Weitere Schlappe für DAS - Rechtsschutzversicherung
Das Landgericht München hat in einem soeben beendeten Deckungsschutzprozess (Az. 23 O 15153/10) der DAS-Rechtsschutzversicherung aufgegeben, in einem Arzthaftungsfall den Deckungsschutz zu erteilen.

Der Kläger war in den Jahren 2008 - 2009 bei einem Arzt aus Moers in Behandlung gewesen und warf diesem eine verzögerte Diagnostik und unterlassene Aufklärung vor, die zu einem schweren Gesundheitsschaden geführt hatten. Die Rechtsschutzversicherung war zur Erteilung des Deckungsschutzes und zur Regulierung nicht bereit, so dass gerichtliche Hilfe erforderlich wurde.

Das Urteil reiht sich nahtlos an zahlreiche andere Entscheidungen gegen diesen Versicherer an, weitere Deckungsklagen werden demnächst entschieden werden.
22. März 2011 Aachen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: 27.000,- Euro für Fehldiagnose
Eine Patientin, bei der anlässlich einer Mammographie im Jahre 2007 ein Mammakarzinom fehlerhaft nicht diagnostiziert worden war, erhält von der Versicherung einer Praxisgemeinschaft aus Aachen eine pauschale Entschädigung in Höhe von 27.000,- Euro.

Durch die verspätete Tumordiagnose musste die Patientin operativ behandelt werden und trägt nun eine Teilbrustprothese. Nach mehrmonatigen Verhandlungen war die Versicherung der Ärzte schliesslich bereit, eine Abfindung in der benannten Höhe zu zahlen.
17. März 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Ellenbogenbehandlung
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat den Parteien in einem aktuellen Arztprozess (Az. I-8 U 90/10) heute eine vergleichsweise Klärung nahegelegt.

Vorausgegangen war eine Fraktur des Ellenbogens eines inzwischen 19jährigen Patientin nach einem Skatebordunfall. Die behandelnden Ärzte hatten diese Fraktur nicht lege artis behandelt, so dass es beim Geschädigten zu einer dauerhaften Bewegungseinschränkung des Armes gekommen ist.

Das Gericht hält eine pauschale Gesamtentschädigung in Höhe von 10.000,- Euro für angemessen. Die Parteien haben drei Wochen Zeit, zu dem Vorschlag Stellung zu nehmen.
10. März 2011 Lüneburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlbehandlung nach Reitunfall
Das Landgericht Lüneburg hat in einem aktuellen Arztprozess (Az. 2 O 347/09) der Klägerin ein Schmerzensgeld in Höhe von 7.000,- Euro sowie den Ersatz der materiellen Schäden zugesprochen.

Die Geschädigte hatte sich nach einem Sturz von einem Pferd in 2008 eine Mehrfachfraktur des linken Handgelenks zugezogen. Nach Auffassung des vom Gericht involvierten Sachverstänigen war die operative Versorgung im Hause der Beklagten grob fehlerhaft.

Auch heute noch leidet die Klägerin unter Bewegungseinschränkungen des Handgelenkes. Die Beklagte wollte vorgerichtlich keine Zahlungen leisten.
08. März 2011 Frankfurt/Oder: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehldiagnostizierte Sprunggelenksfraktur
Das Landgericht Frankfurt/Oder hat in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (Az. 12 O 212/10) nun einen fachmedizinischen Gutachter bestimmt.

Der Mediziner wird zu prüfen haben, ob die Ärzte eines Krankenhauses in Rüdersdorf eine Sprunggelenksfraktur einer Patientin nicht richtig diagnostiziert hatten. Diese war auf dem Weg zur Arbeit umgeknickt und hatte sich zur Unfallaufnahme in die Rettungsstelle des Krankenhauses begeben.

Wäre die Patientin adäquat behandelt worden, wären ihr eine Operation und erhebliche Gesundheitsbeeinträchtigungen erspart geblieben. Mit einem Urteil ist erst im kommenden Jahr zu rechnen.
03. März 2011 Berlin: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Schönheitsoperation
Das Landgericht Berlin hat in einem aktuellen Arztprozess (Az. 36 O 209/08) der Klägerin ein Schmerzensgeld in Höhe von 5.000,- Euro zugesprochen. Ausserdem wird festgestellt, dass der Beklagte verpflichtet ist, auch alle weiteren Schäden zu ersetzen. Das Gesamtvolumen dürfte daher bei rund 20.000,- Euro liegen.

Vorausgegangen waren mehrere kosmetische Eingriffe der Klägerin bei einem bekannten Schönheitsoperateur. Diese Korrekturen hatten nicht zu dem erwünschten Ergebnis geführt. Das Landgericht stellte dazu klar, dass der Beklagte die Klägerin nicht über die entsprechenden Risiken aufgeklärt habe.
02. März 2011 Essen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlerhafte Koronarangiographie
In dem Prozess um eine fehlgeschlagene Koronarangiographie vor dem Landgericht Essen (Az. 1 O 116/10) hat das Gericht nunmehr auf Juni 2011 terminiert.

Ein Patient, selber Facharzt für Urologie, hatte durch eine fehlgeschlagene Herzkatheter-Untersuchung einen schweren Gesundheitsschaden davongetragen (wie berichtet). Die Haftung der Beklagten steht bereits fest, es sind auch schon 100.000,-Euro Schmerzensgeld gezahlt worden.

Nun geht es aber noch um die Höhe des Verdienstausfallschadens. Der Kläger beansprucht rund 3.000.000,- Euro, die Versicherung der Beklagten will aber noch nicht einmal die Hälfte dieser Summe regulieren.
21. Februar 2011 Potsdam: Medizinrecht- Arzthaftungsrecht-Behandlungsfehler: Fehldiagnose von Oberbauchschmerzen
In einem Arzthaftpflichtprozess vor dem Landgericht Potsdam (Az. 11 O 99/07) haben sich die Parteien auf eine pauschale Entschädigungssumme in Höhe von 60.000,- Euro geeinigt.

Der Kläger hatte sich wegen starker Oberbauchschmerzen im Dezember 2001 in die Klinik der Beklagten begeben. Dort wurde fälschlicherweise ein akuter Abdomen nicht rechtzeitig diagnostiziert. In der Folge musste dem Kläger ein Teil des Dünndarms entfernt werden.

Auch heute noch leidet der Kläger unter den Folgen der verspäteten Diagnose. Das Gericht hielt eine pauschale Entschädigung in der verglichenen Höhe für angemessen.
19. Februar 2011 Weitere Prozess-Schlappe für D.A.S. - Rechtsschutzversicherung
"Rechtsanwälte für Patienten" e.V. teilt mit: Die zum ERGO-Konzern gehörende D.A.S.-Versicherung musste eine weitere Prozessniederlage hinnehmen. Das Landgericht Düsseldorf (Az. 11 O 137/06) stellte fest, dass der Versicherer verpflichtet sei, einem Versicherungsnehmer aus einem Gegenstandswert in Höhe von 139.503,94 Euro Deckungsschutz zu erteilen.

Der bei der D.A.S. versicherte Kläger hatte durch einen vorgeworfenen ärztlichen Behandlungsfehler angesichts einer Knie-OP erhebliche Gesundheitsschäden davongetragen. Für das Vorgehen gegen das Krankenhaus wollte die Versicherung jedoch überraschender Weise keinen Versicherungsschutz geben, so dass der Kläger vor Gericht zog.

Sämtliche für dieses Verfahren entstanden Kosten gehen zu Lasten der Versichertengemeinschaft.
19. Februar 2011 Prozess-Schlappe für D.A.S. - Rechtsschutzversicherung
"Rechtsanwälte für Patienten" e.V. teilt mit: Die zum ERGO-Konzern gehörende D.A.S. - Versicherung musste vor dem Landgericht Berlin einen empfindlichen Prozessverlust hinnehmen (Az. 7 O 450/06): Das Gericht stellte fest, dass die D.A.S. verpflichtet sei, einer Versicherungsnehmerin aus einem Streitwert in Höhe von 535.824,- Euro Deckungsschutz zu erteilen.

Die bei der D.A.S. versicherte Klägerin ist durch einen vorgeworfenen ärztlichen Behandlungsfehler schwer gesundheitlich geschädigt. Die Versicherung hatte sich aber grundlos und unverständlicherweise geweigert, ihr für das beabsichtigte Vorgehen den Versicherungsschutz zu geben, so dass eine gerichtliche Klärung erforderlich wurde.

"RfP" e.V. weist darauf hin, dass sich die Klagen über und gegen den Versicherer zwischenzeitlich häufen.
15. Februar 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Verspätete Krebsdiagnose
Einem Hausarzt aus Düsseldorf wird der Vorwurf gemacht, eine Karzinomerkrankung einer Patientin im Jahre 2008 nicht richtig diagnostiziert zu haben. Hierdurch kam es zu einer erheblichen Gesundheitsverschlechterung der Patientin mit einer rundlich-cystischen Raumforderung an beiden Nieren und der Leber, sowie kardialen Funktionsstörungen.

Auch entwickelte sich eine psychische Störung, aufgrund derer die Patientin nicht mehr arbeitsfähig ist.

Im Falle eines erfolgreichen Vorgehens stehen der Geschädigten Ansprüche im sechsstelligen Eurobereich zu.
09. Februar 2011 Dresden: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Augeninfarkt aufgrund Zentralarterienverschluss
Das Landgericht Dresden hat sich demnächst mit einer vorgeworfenen ärztlichen Fehlbehandlung nach einem Augeninfarkt bei einer 47jährigen Patientin zu befassen.

Die entsprechenden Anzeichen waren von den Medizinern einer renommierten Klinik nicht richtig gedeutet worden. Die Patientin leidet nunmehr unter einem Sehkraftverlust auf dem linken Auge von 95 %. Sollte das Gericht zu einem klagezusprechenden Ergebnis kommen, stehen der Klägerin Ansprüche im deutlich 6stelligen Eurobereich zu.
05. Februar 2011 Stade: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlerhafte Cholecystektomie
Das Landgericht Stade (Az. 4 O 432/09) hat sich mit einer vorgeworfenen fehlerhaften Gallenblasenentfernung einer Patientin zu befassen.

Die Klägerin hatt sich aufgrund von Oberbauchschmerzen in eine Klinik in Bremervörde begeben. Anlässlich der dort vorgenommenen Gallenblasenentfernung kam es zu Komplikationen, die eine intensivmedizinsche Nachbehandlung erforderlich machte. Die Klägerin war in der Folge 3 Monate arbeitsunfähig und leidet immer noch an Gesundheitsbeschwerden.

Neben dem Vorwurf der fehlerhaften OP, wird auch die vorgenommene Risikoaufklärung als nicht rechtens angesehen.
04. Februar 2011 Dresden: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Kompartmentsyndrom
Das Oberlandesgericht Dresden hat zu prüfen, ob ein vom Landgericht Leipzig zugesprochenes Schmerzensgeld in Höhe von 100.000,- Euro angemessen ist (Az. 4 U 1899/10).

Die Klägerin war vor einigen Jahren in die Notfallambulanz einer Klinik in Wurzen eingeliefert worden, mit Verdacht auf extrauterine Schwangerschaft. Nach der vorgenommenen Operation entwickelte sich ein Kompartmentsyndrom.

Nach umfangreicher Beweisaufnahme konstatierte das Landgericht Leipzig einen groben Behandlungsfehler, der zu den eingetretenen Schäden geführt hat. Es verurteilte die Behandler zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 100.000,- Euro. Darüberhinaus wurde festgestellt, dass die Beklagten auch alle weiteren materiellen Schäden auszugleichen haben.

Die Klägerin leidet seit dem Vorfall unter eine erheblichen Gehbehinderung.
31. Januar 2011 Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Anwaltsvermittlung durch Rechtsschutzversicherer
Der Verein "Rechtsanwälte für Patienten" e.V. hält nach wie vor die von einigen Rechtsschutzversicherern praktizierte Vermittlungspraxis von Anwälten für äußerst bedenklich.

So versuchen u.a. die D.A.S. und die WGV, ihre Versicherungsnehmer in arzthaftungsrechtlichen Angelegenheiten an eigene Vertrags-/Vertrauensanwälte hin zu generieren. Dabei besteht für den Betroffenen das ganz erhebliche Risiko, dass bei der Bearbeitung des Mandates nicht die Interessen des Mandanten, sondern des Rechtsschutzversicherers im Vordergrund stehen.

Dem Verein (RfP e.V.) liegen zwischenzeitlich mehrere Fälle vor, in denen die involvierten Rechtsanwälte die Versicherungsnehmer an die Schlichtungsstelle der Ärztekammer verwiesen hat, obwohl diese Involvierung in den betreffenden Fällen untunlich war.
28. Januar 2011 Europäische Anwaltskooperation erhält Zuwachs
Die Europäische Anwaltskooperation (EAK) EWIV, ein etabliertes internationales Anwaltsnetzwerk, freut sich über die Aufnahme einer weiteren Sozietät aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Sozietät "Urban Thier Federer & Jackson, P.A." mit Sitz in Orlando, Florida wird als assoziiertes Mitglied aufgenommen.

Die Anwälte sind auf dem Gebiet des Personenschadenrechtes spezialisiert und vertreten nicht nur in Florida, sondern auch in anderen Bundesstaaten der USA Personen, die in ihrer Gesundheit geschädigt sind.
28. Januar 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlerhafte Appendizitisbehandlung
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat in einem aktuellen Arztprozess den Parteien zu einer gütlichen Einigung angeraten, wonach der Patientin eine pauschale Abfindung in Höhe von 8.000,- Euro zu zahlen ist (Az. 5 O 164/08).

Die zum Zeitpunkt der Schädigung 9jährige Patientin war mit Verdacht auf Appendizitis in ein Wuppertaler Krankenhaus eingeliefert worden, wo ohne Kenntnis und Einwilligung der Eltern eine Teilentfernung des Darmes vorgenommen wurde.

Nach Ansicht des OLG-Senates wäre eine entsprechende Aufklärung notwendig gewesen. Die entsprechenden Ansprüche hält der Senat mit insgesamt 8.000,- Euro für angemessen. Die Parteien haben drei Wochen Zeit, über den Vergleichsvorschlag nachzudenken.
25. Januar 2011 Bad Honnef: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fußamputation nach Diagnosefehler
Einer Arztpraxis aus Bad Honnef wird der Vorwurf gemacht, die Amputation beider Füsse einer zweijährigen Patientin verursacht zu haben.

Das Kind war aufgrund schlechten Gesundheitszustandes mit Husten, Schluckbeschwerden und Fieber in die Praxis gegangen, wo eine Mittelohrentzündung diagnostiziert und das Kind wieder nach Hause geschickt wurde. Da sich der Zustand massiv verschlechterte, war die Aufnahme in einer Notfallpraxis erforderlich. Es wurde ein septischer Schock festgestellt. Beide Füsse mussten amputiert werden.

Der behandelnden Ärztin wird konkret vorgeworfen, das Kind nicht hinreichend untersucht und eine fehlerhafte Diagnose gestellt zu haben.
21. Januar 2011 Koblenz: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte MRT-Untersuchung
In der Angelegenheit eines Patienten, der obgleich Halter eines Herzschrittmachers, in einer Arztpraxis zur MRT-Untersuchung in die "Röhre" geschoben wurde (wir berichteten), liegen weitere gutachterliche fachmedizinische Ausarbeitungen vor.

Das OLG Koblenz (Az. 2 O 332/06) wird sich danach eingehend mit der Frage der gesundheitlichen Folgen durch den Systemausfall des MRT-Gerätes zu befassen haben. Erstinstanzlich ist nach umfassender Beweisaufnahme bereits konstatiert worden, dass es sich hierbei um einen groben Behandlungsfehler handelt, der schlechterdings einem Arzt nicht passieren darf.
18. Januar 2011 München: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Nichteinhaltung von Hygienemassnahmen
Vor dem Landgericht München (Az. 9 O 6881/10) muß sich eine Gemeinschaftspraxis wegen vorgeworfener mangelnder Hygiene verantworten.

Beim Patienten war eine Meyelografie vorgenommen worden, in deren Anschluss sich bei ihm eine Meningitis entwickelte. Der Patient ist seit dem Vorfall aus April 2008 schwer gesundheitlich beeinträcht und nicht mehr arbeitsfähig.

Das Landgericht München hat den Streitwert für das Verfahren auf rund 500.000,- Euro festgesetzt.
17. Januar 2011 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Verspätete Karzinomdiagnose
Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf haben sich die Parteien eines Arztprozesses auf die Zahlung einer pauschalen Entschädigung in Höhe von 8.000,- Euro geeinigt.

Die zwischenzeitlich verstorbene Patientin litt an einem Tumor der Gebärmutter. Nachdem ein gesicherter Befund vorlag, hatten es die Behandler versäumt, die Patientin zeitgemäss zur operativen Entfernung des Tumors zu unterrichten, wodurch es zu einer Verschlechterung der Heilungschancen kam.

Diese zeitliche Verzögerung bewertete das Gericht mit dem nunmehr verglichenen Betrag.
17. Januar 2011 Duisburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Osteosynthese
Vor dem Landgericht Duisburg haben sich die Parteien in einem Arzthaftpflichtprozess auf eine pauschale Entschädigung in Höhe von 7.000,- Euro geeinigt (Az. 10 O 358/09).

Vorausgegangen war ein Knöchelbruch einer 55jährigen Frau im Mai 2008, die von einem niedergelassenen Orthopäden aus Dinslaken nicht lege artis behandelt worden war.

Der involvierte renommierte gerichtlich bestellte Sachverständige konstatierte, dass der behandelnde Arzt sofort nach der Diagnose des Bruches einen operativen Eingriff hätte veranlassen müssen. Durch die verzögerte Behandlung verzögerte sich der Heilungsverlauf erheblich.
31. Dezember 2010 Berlin (dpa): Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler
Opfer von ärztlichen Behandlungsfehlern sollen schneller als bislang entschädigt werden. Das fordert der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Wolfgang Zöller. Dafür soll ein Entschädigungsfonds eingerichtet werden, sagte er der "Berliner Zeitung". Stellt eine Gutachterkommission einen Behandlungsfehler fest, könnte der Fonds sofort zahlen, heißt es.

Damit würden jahrelange Schadenersatzprozesse mit unsicherem Ausgang vermieden. Finanzieren liesse sich der Fonds aus Beiträgen von Ärzten, Haftpflichtversicherern und Krankenhauspatienten.
27. Dezember 2010 Mönchengladbach: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Verspätete Tumordiagnose
Vor dem Landgericht Mönchengladbach haben sich die Parteien in einem Arztprozess auf einen Vergleich geeinigt, wonach der geschädigten Klägerin zur Gesamtabgeltung 7.500,- Euro zugebilligt werden.

Die Patientin hatte ab 2004 über Schmerzen im linken Auge geklagt, die von der Beklagtenseite nicht als Tumor diagnostiziert worden waren.

Erst zwei Jahre später kam es zu den erforderlichen Behandlungen. Seit dem Vorfall leidet sie unter einer Verschlechterung der Sehfähigkeit am linken Auge.
20. Dezember 2010 Dortmund: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Regressverfahren gemäss § 839 a BGB gegen gerichtlichen Sachverständigen
Das Landgericht Dortmund wird sich im kommenden Jahr mit einem Regressverfahren gegen einen gerichtlich bestellten fachmedizinischen Gutachter befassen müssen.

Der habilitierte Mediziner für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie hatte im Jahre 2004 ein Fachgutachten in einem Arzthaftpflichtprozess für das Landgericht Hagen erstellt, aufgrund dessen es zu einem klageabweisenden Urteil für den geschädigten Patienten gekommen war.

Nach weitergehenden fachmedizinischen Auswertungen waren die gutachterlichen Ausführungen jedenfalls grob fahrlässig unrichtig. In dem Regressverfahren gemäss § 839a BGB wird nunmehr zu klären sein, wie es zu diesen gutachterlichen Wertungen kommen konnte.
20. Dezember 2010 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Stimmbahnlähmung nach Operation
Das Hanseatische Oberlandesgericht hat sich mit einer fehlgeschlagenen Operation einer Hamburger Klinik zu befassen, anlässlich derer der Patient eine Stimmbandlähmung davongetragen hat (Az. 1 U 164/10).

Nachdem das Landgericht Hamburg nach einer umfangreichen Beweisaufnahme den Parteien zu einer vergleichsweisen Klärung angeraten hatte, die nicht zustandekam, wies es die Klage mit Urteil vom 3. Dezember 2010 überraschend ab. Hiergegen richtet sich die Berufung des Klägers.

Insbesondere wird der Vorwurf erhoben, den Patienten vor der Operation nicht auf das Risiko einer dauerhaften Stimmbandlähmung aufgeklärt zu haben. Mit einer Entscheidung ist im kommenden Jahr zu rechnen.
10. Dezember 2010 Thüringen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Schädel-Hirn-Trauma-Behandlung
Das Thüringer Oberlandesgericht muss sich mit einer vorgeworfenen Fehlbehandlung nach einer Sturzverletzung aus dem Jahre 2002 befassen.

Die zum Zeitpunkt des Vorfalles 42jährige Geschädigte war im elterlichen Hausflur gestürzt und hatte sich ein Schädel-Hirn-Traum zugezogen. In der Folge erlitt sie irreversible Hirnschäden und ist zu 100 Prozent schwerbehindert. Vorgeworfen wird u.a., nicht unverzüglich eine Hirnsonde gelegt und die Patientin zu spät in eine Spezialklinik verlegt zu haben.

Das Landgericht Erfurt (Az. 10 O 684/06) hatte die Klage nach gutachterlicher Bewertung abgewiesen. In der Berufungsinstanz hat nun das Oberlandesgericht zu klären, ob diese Abweisung regelrecht erfolgt ist.
10. Dezember 2010 Wintermeeting der "Rechtsanwälte für Patienten" e.V. in Düsseldorf
Der Vorstand des als gemeinnützig anerkannten Vereins "Rechtsanwälte für Patienten" e.V. hat sich anlässlich des diesjährigen Wintermeetings nochmals über die Problematik der Regulierung einzelner Rechtsschutzversicherer ausgetauscht.

So ist festzustellen, dass die D.A.S.-Rechtsschutzversicherung nach wie vor erhebliche Regulierungsprobleme bereitet. Ziel des Versicherers ist es offensichtlich, ihren medizingeschädigten Versicherungsnehmern ihre eigenen Vertrags-/Vertrauensanwälte anzudienen, was dem Versicherer aber nicht immer gelingt.

"Rechtsanwälte für Patienten" weisen darauf hin, dass sich ein Geschädigter in einem Arzthaftungsfall nicht auf entsprechende "Ratschläge" zur Anwaltsauswahl einlassen, sondern vielmehr bei der Anwaltssuche auf ihren klugen Menschenverstand verlassen sollten.
06. Dezember 2010 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Deckungsklage gegen Advocard
Zum wiederholten Male muss sich die Advocard Rechtsschutzversicherung, der selbsternannte "Anwalts' Liebling" vor dem Landgericht Hamburg in einem Deckungsprozess verantworten.

Nachdem in jüngerer Vergangenheit bereits drei von Ciper & Coll. vertretene Versicherungsnehmer erfolgreich vor Gericht vorgegangen sind, geht es auch jetzt in der Hauptsache inhaltlich wieder um einen Geburtsschadenfall. Die Kosten für den avisierten Prozess will der Versicherer nicht freiwillig regulieren.

Für die Eltern des schwer geschädigten Kindes ist diese Regulierungsverweigerungshaltung überhaupt nicht nachvollziehbar, zumal sie über viele Jahre hinweg die Versicherungsprämien rechtzeitig und in voller Höhe gezahlt hatten.
30. November 2010 Berliner Anwaltsblatt beauftragt Herrn Dr. Ciper als Autor
Die Redaktion des Berliner Anwaltsblattes hat Herrn Rechtsanwalt Dr. Dirk C. Ciper LLM gebeten, für die kommenden Ausgaben drei Artikel mit berufsrechtlicher Thematik zu verfassen.

Dr. Ciper hatte bereits in der Vergangenheit einige Artikel für das Fachblatt der Berliner Anwaltschaft geschrieben und freut sich, nunmehr wieder die Gelegenheit zu haben, einige aktuelle Themen anzugehen. Weil es sich bei der Dezember/Januarausgabe um eine Doppelausgabe handelt, werden zwei der Artikel erst in den Ausgaben im kommenden Jahr erscheinen.
26. November 2010 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. 460.000,- Euro für Geburtsschaden
Ein fehlerhaftes Geburtsmanagement in einer Frauenklinik kommt dessen Haftpflichtversicherer teuer zu stehen: Für das körperlich und geistig geschädigte Kind hat sie sich bereits auf die Zahlung eines pauschalen Schmerzensgeldes in Höhe von 460.000,- Euro eingelassen. Jetzt geht es noch um die materiellen Ansprüche für Pflegekosten, behindertengerechten Umbau der Wohnung, entgehende Verdienstmöglichkeiten und sonstige materielle Schäden.

Die Gesamtschadenposition beläuft sich auf rund 5 Millionen Euro. Sollte keine akzeptable Abfindungssumme vom Versicherer angeboten werden, müsste der Vorfall gerichtlich geklärt werden.
23. November 2010 Mainz: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlgeschlagene MRT-Untersuchung
Das Oberlandesgericht Koblenz wird sich mit einer unsachgemässen MRT-Untersuchung in der Arztpraxis aus Juli 2005 befassen müssen.
Der Kläger hatte sich zu einer Kontrolluntersuchung in die Praxis begeben und darauf hingewiesen, einen Herzschrittmacher zu tragen. Trotzdem wurde die MRT vorgenommen, woraufhin es zu einem Systemausfall kam, was gutachterlich vor dem Landgericht Mainz als ein besonders schwerwiegender und somit grober Behandlungsfehler gewertet wurde.

Das Oberlandesgericht Koblenz hat nun zu prüfen, welcher kausale Gesundheitsschaden durch den Fehler entstanden ist. Der Kläger beansprucht Verdienstausfallschäden und sonstige Schäden im deutlich sechsstelligen Eurobereich. Das Landgericht Mainz hatte weniger für angemessen erachtet.
18. November 2010 Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler.
Ciper & Coll. weist aus gegebenem Anlass nochmals im Zusammenhang mit Mandatsannahmen darauf hin, dass die Fachgebiete des Zahnarztrechtes und der Psychologie/Psychiatrie nicht zu unseren Tätigkeitsgebieten zählen.

Der Hinweis, der auf der Eingangsseite der Sozietäts-Homepage bereits gegeben wird, wird nach vor wie immer wieder von zahlreichen der täglich eingehenden etwa 20 - 25 Mandatsanfragenden nicht beachtet.

Es wird deshalb darum gebeten, bei Problemen aus diesen Fachgebieten, sich an eine entsprechende andere Anwaltskanzlei zu wenden.
17. November 2010 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlerhafte Angiographie
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat in einem aktuellen Arzthaftungsprozess einen Gerichtstermin auf den 27. Januar 2011 festgelegt.

Der geschädigte Patient hatte sich im September 2006 in stationäre Behandlung einer Klinik in Düsseldorf begeben. Dort sollte eine Herzkatheter-Untersuchung vorgenommen werden. Den behandelnden Ärzten wird eine fehlerhafte Indikation, eine nicht lege artis durchgeführte Angiographie, die zur Perforation der Herzwand geführt hatte und eine nicht adäquate Notfallbehandlung vorgeworfen.

Darüberhinaus sei über die Risiken und alternative Behandlungen nicht hinreichend aufgeklärt worden. Der Patient war an den Folgen der Operation verstorben. Die Angehörigen beanspruchen Schadenersatz im deutlich sechsstelligen Eurobereich.
11. November 2010 Prag: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Verpfuschte Schönheitsoperation
Eine 35jährige Patientin geht gegen einen Schönheitschirurgen aus Prag vor. Im Oktober letzten Jahres hatte sie sich zwecks Brustvergrösserung in ärztliche Behandlung bei dem Arzt begeben.

Die Operation führte zu erheblichen Komplikationen. Die Patientin leidet unter einem Grössenunterschied beider Brüste.

Die Ansprüche gegen den Mediziner liegen im Bereich von 30.000,- Euro.
10. November 2010 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlerhafte Medikamentierung
Das Landgericht Düsseldorf wird sich demnächst mit der Frage zu befassen haben, ob die Vergabe des Antibiotikums "Gentamicin" zu einem irreparablen Hörschaden bei einem Toningenieur geführt hat.

Der Patient hatte sich vor einem Jahr zur Behandlung in eine urologische Praxis begeben, wo ein resistenter Keim nachgewiesen wurde. Nach der Vergabe des Medikamentes kam es zu Hörproblemen. Wäre der Geschädigte ausreichend über die gefährlichen Nebenwirkungen vor der ersten Infusion aufgeklärt worden, so hätte er auch nach Alternativen gefragt und sich für eine alternative Behandlungsmethode entschieden.

Es ist mit einer mehrjährigen Verfahrensdauer zu rechnen.
09. November 2010 Köln: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Übersehenes Kompartmentsyndrom
In dem Fall des bei einem Jungen nicht erkannten Kompartmentsyndroms (wir berichteten), laufen gegenwärtig außergerichtliche Regulierungsversuche mit der Haftpflichtversicherung der verurteilten Klinik.

Das geschädigte Kind, das bereits rund 100.000,- Euro Schmerzensgeld erhalten hat, beansprucht nun noch für die materiellen Schäden der Vergangenheit und Zukunft insgesamt 611.000,- Euro. Die Versicherung ist bislang lediglich bereit, nur etwa die Hälfte der Summe zu regulieren, worauf sich das Opfer nicht einlassen will.

Sollten die Regulierungsverhandlungen scheitern, müsste erneut gerichtliche Hilfe vor dem Landgericht Köln beansprucht werden. Der Haftpflichtversicherung ist eine letzte Frist bis Ende November 2010 gesetzt.
03. November 2010 Magdeburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Einsatz Knieendprothese trotz Nickelallergie
Vor dem Landgericht Magdeburg muss sich eine renommierte Klinik wegen des Einsatzes einer Knieendprothese mit einer nickelhaltigen Cobald-Chrom-Molybdän-Legierung verantworten.

Die Klägerin hatte vor der Operation auf ihre Nickelallergie hingewiesen, was von den Ärzten nicht beachtet wurde. In der Folge stellten sich Ausschläge, Wundheilungsströungen, Schmerzen, Überwärmung und Schwellungen sowie Hautauffälligkeiten ein. Die Patientin beansprucht u.a. Ansprüche zur Haushaltsführung und zum Verdienstsausfall.

Das Verfahren ist seit über zwei Jahren am Landgericht Magedburg anhängig. Der Streitwert der Klage liegt bei fast 200.000,- Euro.
29. Oktober 2010 Hamburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlerhafte laparoskopische Sigmaresektion
Das Landgericht Hamburg hat sich seit Anfang des Jahres mit einer vorgeworfenen nicht lege artis erfolgten ärztlichen Behandlung in einer Klinik zu befassen (Az. 323 O 83/10).

Der Kläger wurde im Jahre 2009 in der Klinik aufgrund von starken Unterleibsbeschwerden operativ behandelt. Postoperativ wurde eine rezidivierende Sigmadivertukulitiden mit gedackter Perforation diagnostiziert. Seit dem Vorfall leider der Patient unter Ejakulationsstörungen und ist in seiner Lebensqualität erheblich eingeschränkt.

Der Klinik wird eine nicht kunstgerecht vorgenommene Operation sowie nicht hinreichende Aufklärung vorgeworfen.

Das Landgericht Hamburg will die Angelegenheit nun durch einen fachmedizinischen Sachverständigen klären lassen.
29. Oktober 2010 Stendal: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Staphylokokkeninfektion nach Injektion
Vor dem Landgericht Stendal wird seit Mai diesen Jahres über eine ärztliche Behandlung einer Krankenschwester verhandelt, die zu erheblichen Gesundheitsschäden bei der Patientin geführt hat (Az. 21 O 71/0)

Während des stationären Aufenthaltes der Klägerin in dem Krankenhaus verabreichten die Ärzte eine Injektion im LWS-Bereich. Dabei infizierte sie sich offenbar mit Staphylokokken. Seit dem Vorfall leidet die Patientin an starken Rückenschmerzen und erheblichen Bewegungseinschränkungen im rechten Bein, im Hüftbereich und Beckenknochen, sowie Tabuheits- und Sensibilitätsstörungen, Muskelkrämpfen und Ischiasschmerzen. Langes Gehen, Liegen oder Sitzen ist ihr nicht mehr möglich. Es liegt eine Schwerbehinderung von 40 GdB vor. Ihrer Arbeitstätigkeit kann sie nicht mehr nachgehen.

Der Streitwert liegt bei rund 200.000,- Euro.
27. Oktober 2010 Herbstmeeting der "Rechtsanwälte für Patienten" e.V.
Auf dem diesjährigen Herbstmeeting des als gemeinnützig anerkannten Verein "Rechtsanwälte für Patienten" e.V. haben die beiden Vorstandsmitglieder, Dr. Dirk C. Ciper LLM (1. Bundesvorsitzender) und Dr. Peter Gellner (2. Bundesvorsitzender) Aspekte zu Prozessfinanzierungen thematisiert.

Für den Bereich des Arzthaftungsrechtes besteht die Besonderheit, dass es sich bei den Prozessen um "Sachverständigenprozesse" handelt. Niemand könne daher im Vorfeld einen Prozesserfolg garantieren.

Das bedeutet zum einen, dass der geschädigte Patient sich über die Prozess- und Kostenrisiken eindeutig bewusst sein muss, wenn er gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen will. Zum anderen führen die Prozessrisiken zu einer eher restriktiven Haltung von sogenannten Prozessfinanzierungsunternehmen in diesem Rechtsgebiet.

Weiter wurde auf der Sitzung festgestellt, dass das "Institut für die Begutachtung ärztlicher Behandlungsfehler" GbR, Berlin offenbar das einzige in Deutschland noch exisitierende privatwirtschaftliche ärztliche Gutachteninstitut ist, das sich mit Behandlungsfehlern befasst. Dieses soll demnächst nochmals eruiert werden.
26. Oktober 2010 Duisburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fazialis-Parese
Ein selbständiger Spediteur geht gegen eine Klinik aus Duisburg aufgrund einer eingetretenen Fazialisparese vor.

Die Ärzte hatten ihm ein phleomorphes Adenom der Parotis links operativ entfernt.

Seither leidet der Patient unter einem Taubheitsgefühl der linken Gesichtshälfte, einem schiefen Gesicht, hängenden Mundwinkel, Einschränkungen beim Essen, Trinken, Sprechen und weiteren Gesundheitsbeschwerden.

Weil der Versicherer der Klinik keine Haftungsanerkennung abgeben will, muss der Geschädigte nun gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen.
26. Oktober 2010 Dortmund: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Harnleiterverleitzung durch fehlerhaften Einsatz von TFS-Bändern
Das Landgericht Dortmund wird sich demnächst mit einer vorgeworfenen ärztlichen Fehlbehandlung einer renommierten Klinik befassen müssen.

Die Klägerin litt an einer Beckenbodeninsuffizienz mit drittgradiger Cystozele und zweitgradiger Rectozele. In der Klinik wurde daraufhin eine Beckenbodenrekonstruktion durch Implantation mehrerer TFS-Bänder vorgenommen, ein neuartiges Verfahren. Hierbei wurde versehentlich der linke Harnleiter verletzt.

Den behandelnden Ärzten wird insbesondere vorgeworfen, diese neuartige Behandlungsmethode ohne hinreichende Erprobung vorgenommen und die Patientin über die Risiken nicht hinreichend aufgeklärt zu haben. Der vorläufige Streitwert liegt bei rund 50.000,- Euro.
17. Oktober 2010 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehldiagnose Sprunggelenkfraktur
Für eine nicht rechtzeitig diagnostizierte Sprunggelenksfraktur muss eine Haftpflichtversicherung eines Arztes aus Düsseldorf nun 8.500,- Euro Schadenersatz zahlen.

Der Patient hatte im März 2008 einen Unfall erlitten, wobei er sich einen rechtsseitigen Wadenbeinbruch zuzog. In der Erstuntersuchung übersah der behandelnde Arzt diese Verletzung, wodurch eine fünfwöchige Verspätung der eigentlichen Diagnose eintrat.

Die Beschwerden innerhalb dieses Zeitraums, die grösser als ursprünglich im Umfang erforderliche OP und möglicherweise eingetretene Spätschäden sind als Gesundheitsschäden zu bemängeln.

Die Haftpflichtversicherung war nach etwa 4 Monaten Verhandlungsdauer bereit, entsprechend zu regulieren.
12. Oktober 2010 Berlin. Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlgeschlagene Operation
Das Landgericht Berlin wird sich demnächst mit den Ursachen einer Fascialisnerv-Schädigung befassen müssen, die ein Patient nach einer Operation erlitten hat.

Der selbständige KFZ-Meister hatte sich nach einer körperlichen Attacke in eine renommierte Berliner Klinik begeben. Dort wurden eine dislozierte Nasenpyramidenwand, Orbitabodenfraktur, Fraktur der medialen Orbitwand links sowie Frakturen der ventralen Kieferhöhlenwand links diagnostiziert und operativ behandelt.

Seit der OP leidet der Patient unter einem Taubheitsgefühl der linken Gesichtshälfte und weiteren Gesundheitsschädigungen. Weil die Versicherung der Klinik kein Einverständnis zu einem Verfahren vor der Schlichtungsstelle der norddeutschen Ärztekammern in Hannover erteilt hat, ist nunmehr gerichtliche Hilfe erforderlich.
09. Oktober 2010 Kiel: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Verspätete Schlaganfalldiagnose
Vor dem Landgericht Kiel muss sich ein norddeutsches Krankenhaus verantworten. Es soll auf Symptome eines sich anbahnenden Schlaganfalles bei einer 45-jährigen Frau nicht adäquat reagiert haben.

Infolge des Schlaganfalles ist die Klägerin nun ein Pflegefall geworden, dauerhaft rollstuhlpflichtig und in ihrer gesamten Lebensqualität erheblich eingeschränkt sein. Sie ist durchgängig (24 Stunden am Tag) auf fremde Hilfe angewiesen, leidet unter Kurzatmigkeit und unter Sprachschwierigkeiten. Sie wirft den Ärzten vor, nicht sofort eine MRT-Diagnose erstellt zu haben, dann wäre der Schlaganfall vermieden worden.

Der Gericht hat den Streitwert der Klage auf rund 800.000,- Euro festgesetzt.
04. Oktober 2010 Duisburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlgeschlagene Herzoperation
Vor dem Landgericht Duisburg (Az. 2 O 82/08) haben sich die Parteien in einem Arzthaftungsprozess auf die Zahlung einer pauschalen Entschädigungssumme in Höhe von 60.000,- Euro geeinigt.

Inhaltlich betraf das Verfahren eine im Jahre 2006 bei der Klägerin vorgenommene Herzoperation die gutachterlich als nicht lege artis konstatiert wurde. Seither leidet die Patientin unter einer Niereninsuffizienz sowie einer linksseitigen Peronaeuslähmung. Eine außergerichtliche Klärung der Angelegenheit war aufgrund fehlender Regulierungsbereitschaft des Versicherers zunächst gescheitert.
01. Oktober 2010 Thüringen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Tod nach Operation
Eine Klinik aus Thüringen muss sich demnächst vor Gericht verantworten. Den behandelnden Ärzten wird vorgeworfen, den Tod eines Patienten vor rund vier Jahren durch ärztliche Versäumnisse verschuldet zu haben.

Die Operation eines gutartigen Duodenaltumors mit hochgradiger Duodenalstenose und nachfolgender chronischer Pankreatitis erfolgte im März 2006. Wegen zunehmender Verschlechterung des Gesamtzustandes des Patienten verlegten die Ärzte ihn zu einer Universitätsklinik. Dort verstarb er aufgrund von schweren Komplikationen im Bereich des Thorax.

Die Angehörigen des Verstorbenen fordern ein Schmerzensgeld und materielle Ansprüche im deutlich sechsstelligen Eurobereich.
25. September 2010 Berlin. Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlerhafte Adnexektomie
Vor dem Landgericht Berlin haben sich die Parteien eines Arzthaftungsprozess (Az. 6 O 365/08) auf einen Vergleich geeinigt, wonach die Beklagte eine pauschale Abfindungssumme in Höhe von 25.500,- Euro zahlen solle.

Nach Anhörung des gerichtlichen Sachverständigen und der Zeugin, die die bemängelte Aufklärung vorgenommen hatte, ist das Gericht von einer mangelhaften und unzureichenden Aufklärung sowie einem Behandlungsfehler hinsichtlich der von der beklagten Klinik vorgenommenen Adnexektomie im Jahre 2007 ausgegangen. Auf das beanspruchte Schmerzensgeld und den immateriellen Vorbehalt für die Zukunftsschäden hielt das Gericht eine Gesamtabgeltung in Höhe von 15.500,- Euro für angemessen, die Restsumme beinhaltete die materiellen Ansprüche.

Die Verfahrensdauer betrug etwa zwei Jahre.
20. September 2010 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Geburtsschaden
Ein gerichtlich bestellter Sachverständiger hat in einem Ergänzungsgutachten an das Landgericht Düsseldorf (Az. 3 O 389/08) in einem aktuellen Geburtsschaden-Prozess nochmals klargestellt, dass es zu zahlreichen Fehlern im Geburtsmanagment gekommen sei.

Die Klägerin hatte im Jahre 2004 eine Hausgeburt vornehmen lassen, bei der es zu erheblichen Komplikationen gekommen war. Die Involvierung des hinzugezogenen Notarztes war verspätet. Es kam zu einer Sauerstoffunterversorgung, die zu irreparablen Hirnschädigungen führte. Das Kind ist schwerstgeschädigt und auf 24stündige Betreuung rund um die Uhr angewiesen.

Der entstandene Schaden liegt im deutlichen Millionenbereich. Die beklagte Hebamme hat nun nochmals Gelegenheit, binnen eines Monates zu den gutachterlichen Ausführungen Stellung zu beziehen.
13. September 2010 Zwei Millionen Euro für fehlgeschlagene Koronarangiographie
Das Landgericht Essen hat in einem aktuellen Arzthaftungsprozess (Az. 1 O 116/10) den Parteien eine vergleichsweise Lösung nahegelegt. Danach soll dem Geschädigten Patienten eine Gesamtabfindung von fast zwei Millionen Euro gezahlt werden.

Inhaltlich geht es um eine nicht lege artis vorgenommene Koronarangiographie, die beim Kläger, selber Facharzt für Urologie, zu erheblichen Gesundheitsschäden geführt hatte (wie bereits berichtet). Der Geschädigte musste aufgrund des Vorfalles seine Facharztpraxis, die er noch 20 Jahre lang betreiben wollte, aufgeben und lebt seither mit einem Spenderherz.

Die Versicherung des Schädigers hat vier Wochen lang Zeit, über den Vorschlag des Gerichtes nachzudenken. Im Falle der Verweigerung wird eine Beweisaufnahme stattfinden, die zu höheren Schadenersatzansprüchen des Klägers führen könnte.
10. September 2010 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Halbseitenlähmung nach fehlerhafter Aneurysma-Operation
Das Landgericht Düsseldorf wird sich in der nächsten Zeit mit einer vorgeworfenen ärztlichen Fehlbehandlung befassen, die zu einer Halbseitenlähmung und Depressionen bei einer 52jährigen Patientin geführt hat.

Die Klägerin wurde aufgrund von Gefühlsstörungen in eine renommierte Düsseldorfer Klinik eingewiesen, wo ein Aneurysma operativ behandelt wurde. Diese Operation ist nach Ansicht der Gutachterkommission der Ärztekammer Nordrhein nicht indiziert gewesen. Es sei zu mehreren unerklärlichen Fehlern gekommen.

Trotz der eindeutigen gutachterlichen Feststellungen war die Versicherung des Klinik nicht bereit, in die Regulierung einzutreten. Daher ist nun gerichtliche Hilfe erforderlich. Für die Geschädigte geht es um Ansprüche von mehreren hundert tausend Euro.
09. September 2010 Aachen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Kapselruptur bei Katarakt-Operation
Vor dem Landgericht Aachen haben sich die Parteien in einem Arztprozess (Az. 11 O 306/08) auf eine vergleichsweise Klärung einigen können, wonach dem Patienten eine pauschale Entschädigungssumme von 2.500,- Euro zu zahlen ist.

Beim Patienten wurde im September 2007 eine Katarakt-Operation am rechten Auge vorgenommen, die zu einer Einschränkung des Sehvermögens geführt hat. Über dieses Risiko war er im Vorfeld der OP nicht hinreichend aufgeklärt worden.

Die Verfahrensdauer betrug etwa zwei Jahre.
09. September 2010 Krefeld: Medizinrecht - Arzhaftungsrecht - Behandlungsfehler - Darmperforartion bei Koloskopie
Das Landgericht Krefeld hat sich in einem aktuellen Arztprozess (Az. 3 O 157/10) mit der Frage zu befassen, wie es anlässlich einer bei der Klägerin vorgenommenen Koloskopie zu einer Darmperforation kommen konnte.

Die Patientin hatte sich im Juli 2009 zu einer Vorsorgeuntersuchung in die Praxis der Beklagten begeben. Nach der vorgenommenen Koloskopie litt sie unter erheblichen Schmerzen, woraufhin die Perforation sowie eine beginnende Peritonitis diagnostiziert wurden. Auch heute leidet sie noch unter erheblichen Gesundheitsbeschwerden, Schmerzen und Verdauungsproblemen.

Nachdem die Versicherung der Ärzte nicht bereit war, die Patientin zu entschädigen, musste sie nunmehr gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen.
09. September 2010 Düsseldorf: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Hüftoperation
Das Landgericht Düsseldorf hat in einem laufenden Arzthaftpflichtprozess (Az. 3 O 311/09) nun einen Gutachter zur Klärung der fachmedizinischen Aspekte involviert.

Die Klägerin war im Dezember 2002 aufgrund von Schmerzen in der rechten Hüfte bei der Beklagten in stationärer Behandlung. Die hier vorgenommene Hüftoperation wird als nicht lege artis vorgeworfen. Über diese Frage und ob die seither bei der Klägerin vorliegenden Beschwerden auf die Fehlbehandlung zurückzuführen sind, muss nun der Sachverständige werten.

Ein Verfahrensende wird für kommendes Jahr erwartet.
31. August 2010 Essen: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler. Fehlgeschlagene Koronarangiographie
Vor dem Landgericht Essen (1 O 116/10) kämpft ein Facharzt für Urologie um Verdienstausfallschäden sowie weitere Schadenersatzansprüche im Bereich von 3 - 4 Millionen Euro.

Der Kläger hatte sich zu einer Koronarangiographie in die Praxis der Beklagten begeben, die fehlgeschlagen war. Seither ist er auf ein Spenderherz angewiesen und kann seinem Beruf als Urologe nicht mehr nachgehen. Das OLG Hamm hatte in einem Vorprozess, der rechtskräftig entschieden ist, bereits die Erstattungspflicht des Schädigers dem Grunde nach festgestellt. Jetzt geht es nur noch um die Höhe der Ansprüche. Sollte eine gütliche Einigung vor dem Landgericht Essen, die im deutlichen Millionenbereich liegen dürfte, nicht erfolgen, müsste sich das OLG Hamm wohl erneut mit der Angelegenheit befassen.
29. August 2010 München: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler - Gutachterfehler
Der Bundesgerichtshof wird sich in den kommenden Monaten mit der Frage zu befassen haben, ob ein in einem Arzthaftungsprozess bestellter gerichtlicher Sachverständiger (LG München I 9 O 22241/07; OLG München 1 U 5314/09) grob fahrlässig falsche Gutachten erstellt hat.

Die zum Behandlungszeitpunkt 19jährige Klägerin hat die behandelnden Ärzte wegen falscher Behandlung im Zusammenhang mit einer Blinddarmoperation und der Enstehung eines massiven Abzesses in Anspruch genommen. Die Klage hatte in zwei Instanzen keinen Erfolg, da sich die Gerichte auf die Auffassung des gerichtlichen Gutachters stützten, woraufhin die Klägerin diesen auf Falschbegutachtung und Schadenersatz, wiederum in München, in Anspruch nahm.

Nachdem das OLG eine Falschbegutachtung feststellte, diese jedoch nicht als "grob" fehlerhaft wertete, was Voraussetzung für die Haftung ist, muss sich nun der Bundesgerichtshof mit dieser Rechtsauffassung und der weiteren haftungsrelevanten Aspekte auseinandersetzen.
23. August 2010 Duisburg: Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler.
Das Landgericht Duisburg hat in einem aktuellen Arzthaftungsprozess (2 O 82/08) den Parteien angeraten, eine vergleichsweise Lösung zu suchen. Nach dem Vorschlag des Gerichtes soll die Angelegenheit mit der Zahlung einer pauschalen Abfindungssumme in Höhe von 60.000,- Euro abgegolten sein.

Dem Prozess vorausgegangen war eine Herzoperation der Klägerin in einer Duisburger Klinik im Jahre 2006, die eine erhebliche Gesundheitsschädigung der Patientin zur Folge hatte. Seit dem Vorfall leidet sie unter Niereninsuffizienz und einer Peroneus-Nerv-Lähmung im rechten Bein.

Das Gericht hat den Gegenstandswert der Klage auf rund 160.000,- Euro festgesetzt.
19. August 2010 München: Deckungsklage gegen D.A.S. Rechtsschutzversicherung
Vor dem Landgericht München muss sich die D.A.S.- Rechtsschutzversicherung wegen Verweigerung der Deckungszusage in einem Arzthaftungsfall verantworten.

Der schwer medizingeschädigte Versicherungsnehmer hat durch eine ärztliche Fehlbehandlung eine chronische Osteomyelitis und Markraumphlegmone davongetragen, die durch ein fachmedizinisches Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse bestätigt wurden. Seit dem Vorfall ist der gelernte Kraftfahrer aus Duisburg berufsunfähig.

Nachdem die Rechtsschutzversicherung des Patienten, die D.A.S., seit Januar 2010 immer wieder vergeblich zur Deckungszusage aufgefordert worden war, musste nun das Landgericht München involviert werden.

Bei der Nichtregulierung handelt es sich bei der D.A.S. Versicherung bedauerlicherweise nicht um einen Einzelfall, so dass Versicherungsnehmer immer wieder auf den Gerichtsweg angewiesen sind.
19. August 2010 Hamburg. Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler: Schwerer Lagerungsschaden nach Brustoperation
Vor dem Landgericht Hamburg muss sich demnächst eine Klinik aus Hamburg Wandsbeck verantworten, nachdem bei einer Patientin nach eine OP eine Nervus-Tibialis-Läsion eingetreten ist.

Die Patientin hatte sich im Dezember 2009 zu einer Brustoperation in die Klinik begeben. Schon im Aufwachraum litt sie unter starken Schmerzen im rechten Bein. In der Folge wurde eine erhebliche Schädigung des Nervus Tibialis diagnostiziert. Auch heute leidet die Patientin unter den Folgen der vorgeworfenen Fehlbehandlung in Form eines Lagerungsschadens.

Die bereits fertiggestellte Klageschrift wird im September gerichtlich anhängig gemacht, nachdem der Versicherer des Krankenhauses sich hartnäckig trotz der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage weigert, in die Regulierung einzutreten. Der Gegenstandswert liegt bei rund 100.000,- Euro.
17. August 2010 Berlin. Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler
Ein Patient, der sich im Juni 2008 in stationärer Behandlung in einer Berliner Klinik befand, lässt nunmehr die 'Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern' in Hannover prüfen, ob die vorgenommene Operation lege artis erfolgte.

Vorausgegangen war eine gewalttätige Auseinandersetzung, aufgrund derer der Patient ein Gesichtstrauma, eine Nasenfraktur, Orbitabodenfraktur sowie eine Fraktur der ventralen Kieferhöhlenwand erlitt. In neurologischer Sicht wurde nach der OP eine Läsion des 2. Trigeminusastes links festgestellt.

Seit dem Vorfall leidet der Patient unter Taubheitsgefühlen in der linken Gesichtshälfte, hängendem Auge, verschwommenem Blick, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Depressionen und weiteren Gesundheitsbeschwerden. Die Schlichtungsstelle hat nun zu klären, ob und welche dieser Folgen auf die Operation zurückzuführen sind.
17. August 2010 Berlin. Medizinrecht - Arzthaftungsrecht - Behandlungsfehler
Vor dem Landgericht Berlin (13 O 34/10) muss sich eine renommierte Klinik aus der Bundeshautpstadt verantworten:

Der Kläger litt im September 2005 über Oberbauchschmerzen. Die behandelnden Ärzte rieten zu einer Entfernung der Gallenblase. Vorweg solle ein ERCP-Untersuchung vorgenommen werden. Im Anschluss an diese Untersuchung entwickelte der Kläger eine nekrotisierende Pankreatitis mit schwerer Sepsis. Er befand sich danach nahezu sechs Monate im künstlichen Koma. Die jetzt vorliegenden Gesundheitsschäden durch den Vorfall sind erheblich und werden in der Klageschrift auf einer vollen DIN-A-Seite dargestellt.

Der Streitwert der Klage beträgt rund 500.000,- Euro.
16. August 2010 Regulierungsverhalten einzelner deutscher Rechtsschutzversicherer bedenklich
Auf der ausserordentlichen Vorstandssitzung des gemeinnützigen Vereins "Rechtsanwälte für Patienten" e.V. mit Sitz in Düsseldorf wurde wiederum das Regulierungsverhalten von einigen deutschen Rechtsschutzversicherern kritisch hinterfragt.

So bereiten insbesondere die "D.A.S.", die "Rechtsschutz Union" und die "Advocard" Ihren Versicherungsnehmern nach wie vor erhebliche Schwierigkeiten, in Arzthaftungsangelegenheiten eine Deckungszusage zu erhalten. Diese erfolgt oft erst nach Androhung von Klage, Vorstandsbeschwerde und Eingabe an die Bafin, die Aufsichtsbehörde der Versicherungsunternehmen. Für betroffene medizingeschädigte Patienten sind die Geschäftspraktiken oft nicht nachzuvollziehen.

Einen weiteren besorgniserregenden Trend stellt der Verein hinsichtlich der Vermittlungspraxis der Versicherer fest: So werden den Geschädigten zunehmend eigene versicherungsfreundliche Vertrags-/Vertrauensanwälte anempfohlen, die die Mandate bearbeiten sollen. Ob diese unter entsprechende Qualifikationsstandards verfügen, sei dahingestellt.

Einige Mitglieder des Vereins 'Rechtsanwälte für Patienten' beabsichtigen daher, in den nächsten Wochen ein Buch mit dem Titel: "Versicherungsbetrug mit umgekehrten Vorzeichen - Das Regulierungsverhalten von Rechtsschutzversicherungen" zu veröffentlichen. Es sollen zahlreiche Fälle aus der Praxis zitiert werden und die Rechtsprechungen zu Deckungsschutzverfahren aufgeführt.
11. August 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Beweisbeschluss des OLG Koblenz
Das Oberlandesgericht Koblenz hat in einem aktuellen Arzthaftpflichtprozess (5 U 95/10)eines seit 1998 gelähmten Patienten nunmehr einen Beweisbeschluss erlassen.

Der vom Gericht bestellte neurochirurgische Gutachter hat zu bewerten, ob die eingetrete Lähmung durch eine nicht adäquate Reaktion auf die vorgelegene Staphylokokkeninfektion verursacht wurde und ob auf manifeste Lähmungserscheinungen angemessen reagiert wurde.

Für den Patienten geht es um Ansprüche im deutlichen Millionen-Eurobereich.
02. August 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Rund 100.000,- Euro für verspätete Diagnose einer Darmerkrankung
Das Landgericht Flensburg (Az. 3 O 366/06) hat in einem Arzthaftungsprozess der Klägerin rund 100.000,- zugesprochen.

Nach Einholung eines fachmedizinischen Gutachtens konstatierte das Gericht eine grobe Fehlerhaftigkeit des Arztes, der eine entzündliche Darmerkrankung nicht früher erkannt hatte. Bei rechtzeitiger Diagnose hätte noch eine medikamentöse Therapie erfolgen können und das toxische Megakolon vermieden.

Auf das Schmerzensgeld wurden 35.000,- Euro zugesprochen, auf die materiellen Kosten für die Vergangenheit etwa 30.000,- Euro, der Zukunftsschaden wird nochmals im ähnlichen Bereich ausfallen. Die Verfahrensdauer betrug rund fünf Jahre.
30. Juli 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: 50.000,- Euro für verspätete Diagnose eines Bronchialkarzinoms
In einem vor dem Landgericht Krefeld anhängigen Arzthaftungsprozess (3 O 97/09) hat die Kammer den Parteien angeraten, sich auf eine pauschale Entschädigungssumme in Höhe von 50.000,- Euro zu einigen.

Der behandelnde Arzt hatte bei der 60jährigen Patienten einen Bronchialkarzinom übersehen, der dann erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert worden war. Ein vom Gericht bestellter Gutachter konstatierte, dass die Nichterkennung der geschilderten Befunde im Röntgenbild fehlerhaft gewesen sei.

Sollte der Vergleich nicht zustandekommen, müssen weitere Beweise zur Höhe der Entschädigungssumme erhoben werden.
28. Juli 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: 20.000,- Euro für fehlerhafte Cortisoninjektion
Das OLG Düsseldorf hat in einem aktuellen Arzthaftungsprozess (I 8 U 131/09) den Parteien angeraten, sich auf eine pauschale Entschädigungssumme in Höhe von 20.000,- Euro zu verständigen.

Dem Kläger war im Juni 2005 vom behandelnden Arzt Cortison ins Kniegelenk injiziert worden, obwohl ein Entzündungherd erkennbar war. Weiterhin warf der Kläger dem Beklagten die Nichteinhaltung von Hygienevorschriften vor. Seit dem Vorfall leidet der Patient unter Gehbehinderungen. Eine dauerhafte Versteifung des linken Beines steht zu befürchten.

Die Parteien haben zwei Wochen Zeit, über den Vergleichsvorschlag nachzudenken.
01. Juli 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: 20.000,- Euro für verspätete Carzinomdiagnose
Das OLG Düsseldorf hat in einem aktuellen Arzthaftungsprozess (I-8 U 13/10) den Parteien angeraten, sich auf eine pauschale Entschädigungssumme in Höhe von 20.000,- Euro zu einigen.

Vorausgegangen war eine vorgeworfene grobe Fehldiagnose eines invasiven Karzinoms im November 2005 bei einer zwischenzeitlich verstorbenen Patientin. Der behandelnde Gynäkologe hatte Abstriche genommen, die er nach den Vorwürfen der Klägerseite nicht entsprechend würdigte.

Interessant war zudem die Tatsache, dass der Beklagte sich auch bis heute noch weigert, die entsprechenden Abstriche herauszugeben, was der Arzthaftungssenat des OLG Düsseldorf zu der Bemerkung einer "Beweisvereitelung" veranlasste.

Die Parteien haben zwei Wochen Zeit, den Vergleichsvorschlag anzunehmen.
25. Juni 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Hoffnung für querschnittsgelähmten Patienten
In einem vor dem OLG Koblenz anhängigen Arzthaftpflichtprozess (Az. 5 U 95/10) hat der Senat einen Hinweisbeschluss erlassen, wonach das Verfahren gegen drei der vier beklagten Beteiligten Aussicht auf Erfolg habe.

Damit steigen die Chancen des seit 1998 gelähmten Ratingers an, doch noch zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen.

Der Patient hatte sich in einer Klinik mit Staphylokokken infiziert, die das Rückenmark zerstörten. In der Nachbehandlung der Infektion kam es zu groben Fehlern, die nicht mehr korrigierbar waren. Für den Geschädigten geht es um Ansprüche in deutlicher Millionenhöhe.
17. Juni 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: 12.000,- Euro für Tod eines Kindes
Vor dem Landgericht Duisburg (3 O 361/01) haben sich die Parteien auf eine pauschale Entschädigungssumme in Höhe von 12.000,- Euro geeinigt. Vorausgegangen war eine Darmoperation bei einem 6jährigen Mädchen, in deren Folge Komplikationen eingetreten waren. Das bereits gesundheitlich seit seiner Geburt eingeschränkte Kind verstarb einige Tage nach der Operation.

Eine vorgerichtliche Einigung war an der nur unzureichend von dem Haftpflichtversicherer des Krankenhauses angebotenen Abfindungshöhe zunächst gescheitert.
17. Juni 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Nierenschaden durch Fehlmedikation
Ein Rentner aus Ratingen nimmt eine Klinik in Essen mit dem Vorwurf einer falschen Medikation in Anspruch.

Nach einer Hüftoperation im Oktober letzten Jahres litt der Patient unter starken Schmerzen, die mit einem starken Schmerzmittel behandelt wurden. Nach Ansicht von nachbehandelnden Fachmedizinern hätten diese nicht verschrieben werden dürfen. Der Ausfall der Nieren sei 'vermutlich medikamentös toxisch bedingt', so die Ärzte.

Seit dem Vorfall muss sich der Patient mehrmals wöchentlich Dialysebehandlungen unterziehen.
17. Juni 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Arterienverschluss nach CT-Angiographie mit Stentimplantation
Vor dem Landgericht Aachen (11 O 225/09) muss nun ein medizinischer Sachverständiger prüfen, wie es bei einem Patienten zu einem Beckenarterienverschluss gekommen ist.

Der Kläger hatte im Mai 2008 ein Medizinisches Zentrum für eine CT-Angiographie aufgesucht. Es wurde ein Stent in die arteria iliaca communis implantiert, wobei ein akuter Verschluss der Beckenarterie eintrat.

Seit dem Vorfall leidet der gelernte Krankenpfleger unter erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, 8 Revisionsoperationen waren bisher erforderlich, seiner Arbeitstätigkeit kann er nicht mehr nachgehen. Das Gutachten wird noch in diesem Jahre erwartet.
16. Juni 2010 Rechtsanwälte für Patienten e.V.
Der als gemeinnützig anerkannte Verein 'Rechtsanwälte für Patienten' e.V. bietet medizingeschädigten Patienten eine erste Anlaufstelle, um allgemeine Informationen aus dem Bereich des Arzthaftungsrechtes zu erhalten.

Zwar ist es dem Verein aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht möglich, Rechtsberatung im Einzelfall zu betreiben, allerdings verfügt er über eine Liste qualifizierter Anwälte, die im Falle einer Fehlbehandlung konsultiert werden können.

Der Internetseite des Vereins lassen sich umfangreiche Informationen zu möglichen Vorgehensweisen, Schmerzensgeldhöhen und vielen anderen Themen aus dem Bereich der Arzthaftung entnehmen.
07. Juni 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Rollstuhlabhängigkeit durch Kontrastmittelgabe
Das Landgericht Duisburg hat in einem Arzthaftungsprozess (3 O 462/08) nun auf den 7. Juli 2010 terminiert. In diesem Termin soll ein gerichtlich bestellter Gutachter auf dem Gebiet der Radiologie angehört werden.

Zu klären sein wird, ob die Gabe eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels bei Niereninsuffizienten im Jahre 2001 als völlig ungefährlich angesehen werden konnte. Erst im Jahre 2007 wurden entsprechende Warnhinweise des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BFARM) publiziert.

Der Patient ist durch die Kontrastmittel mittlerweile rollstuhlabhängig und vollständig auf fremde Hilfe angewiesen. Der Gegenstandwert beträgt 330.000,- Euro.
07. Juni 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Operationsbedingte Verletzung des nervus radialis
Vor dem Landgericht Wuppertal (5 O 158/09) muss sich ein Orthopäde wegen einer vorgeworfenen Fehlbehandlung verantworten.
Anlässlich der Operation einer 'Fettgeschwulst' an der linken Hand war der nervus radialis verletzt worden. Seither leidet die Patientin unter ständigen Schmerzen, Schwellung und Taubheitsgefühlen und ist nicht mehr arbeitsfähig. Der Grad der Behinderung beträgt 40 Prozent.

Das Landgericht will nun gutachterlich klären lassen, wie es zu der Verletzung kommen konnte. Der Streitwert wurde auf ca. 100.000,- Euro festgelegt.
31. Mai 2010 Medizinrecht./Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: 20.000,- Euro für Teilentfernung der rechten Lunge
Vor dem Landgericht Hannover (19 O 161/06) haben sich die Parteien auf einen Vergleich in Höhe von 20.000,- Euro geeinigt. Vorausgegangen war eine ärztliche Fehldiagnose, die zur Teilentfernung der rechten Lunge der Klägerin im Jahre 2006 geführt hatte.

Nachdem das Landgericht bereits im Februar 2009 die Klage dem Grunde nach für gerechtfertigt erklärt hatte und der Schädiger mit einer Berufung zum OLG Celle (1 U 20/09) erfolglos geblieben war, ging es jetzt nur noch um die Höhe der Ansprüche. Diese schätzte das Gericht entsprechend der Gesundheitsbeeinträchtigung auf den verglichenen Betrag ein.
25. Mai 2010 Geschädigter Schornsteinfeger kämpft weiter um sein Recht
Fünf Jahre nach dem Sturz von einer morschen Dachleiter aufs sechs Meter tiefere Garagendach hat jetzt das Landgericht Düsseldorf (14d 161/07) mitgeteilt, sich der Angelegenheit im Herbst 2010 wieder anzunehmen.

Der Schornsteinfeger hatte durch den Unfall einen Schienbeinbruch und Trümmerbruch am rechten Fuß sowie eine Wirbelsäulenstauchung erlitten und kann seinen Beruf seither nicht mehr ausüben. Ein gerichtlich bestellter Gutachter kam zum Ergebnis, dass die Fehlerhaftigkeit der Leiter visuell nicht erkennbar war. Verantwortlich ist die Eigentümergemeinschaft des Gebäudes. Der Streitwert der Sache liegt bei rund 100.000,- Euro.
24. Mai 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Vorgehen gegen gerichtlichen Sachverständigen
In einem vor dem OLG Koblenz anhängigen Arztprozess (5 U 95/10) überprüfen die Prozessvertreter des Klägers ein rechtliches Vorgehen gegen den in der ersten Instanz involvierten gerichtlich bestellten Gutachter. Gemäss § 839 a BGB ist ein derartiges Vorgehen möglich, wenn einer Partei durch ein vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtiges Gutachten ein Schaden entsteht.

Der fachfremde Mediziner hatte in der ersten Instanz konstatiert, die beim Kläger im Jahre 1998 eingetretene Querschnittslähmung wäre auch ohne die vorgeworfene Fehlbehandlung entstanden, was durch drei andere Sachverständige als haltlos bezeichnet wird.
22. Mai 2010 EAK weiter auf Expansionskurs
Die Europäische Anwaltskooperation - EWIV wird auf der diejährigen Jahreshauptversammlung am 29. Mai 2010 in St. Gallen (Schweiz) weitere Mitgliedskanzleien aufnehmen. Im einzelnen handelt es sich um das Anwaltsbüro Eugen Zadravec (Kroatien), die Kanzlei Schweizer Kobras (Australien), Chandler Harris (England) und Rechtsanwalt Joram Moyal (Luxemburg), sowie die Dr. Angele RA-GmbH aus München.

Damit ist es dem etablierten internationalen Anwaltsnetzwerk inzwischen möglich, in nahezu allen Ländern der EU qualifizierte anwaltliche Dienstleistung anbieten zu können. Es ist beabsichtigt, in absehbarer Zeit verstärkt osteuropäische Anwälte für die EAK zu gewinnen.
22. Mai 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Gutachter prüft Ursachen für eingetretene Querschnittslähmung
In einem aktuellen Arztprozess vor dem Landgericht Düsseldorf (3 O 291/09) soll jetzt ein vom Gericht bestellter Sachverständiger überprüfen, ob die bei einem 70jährigen Buchdrucker eingetrittene Querschnittslähmung auf ärztliche Versäumnisse beruhen.

Der Kläger war im Mai 2008 zu Hause gestürzt und litt daraufhin unter Rückenschmerzen. Mit anhaltender Schmerz- und Lähmungssymptomatik wurde er von den behandelnden Ärzten jeweils mit Schmerzmitteln wieder nach Hause geschickt. Erst etwa drei Wochen nach dem Sturz diagnostizierten Mediziner eine Fraktur des 6 - 8 Halswirbels. Eine vorgenommene Notoperation war verspätet. Der Kläger leidet seither unter einer Tetraparese und Tetraplegie.
12. Mai 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler/Geburtsschaden: Fehlerhaftes Geburtsmanagment bei Hausgeburt
Ein gerichtlich bestellter Sachverständiger konstatiert in einem laufenden Prozess vor dem Landgericht Düsseldorf (3 O 389/08) gegen eine Hebamme eindeutige Fehler im Geburtsmanagment.

Während der Hausgeburt im Jahre 2004 war es zu Komplikationen gekommen, die in der Folge zu einem schweren hypoxischen Hirnschaden bei dem Säugling führten. Das Kind ist nunmehr geistig und körperlich schwerstgeschädigt und zu 100 % schwerbehindert.

Der Gutachter stellt im Ergebnis fest, dass insbesondere die fehlende Vorbereitung auf die eingetretene Notfallsituation als fehlerhaft zu bewerten sei.
12. Mai 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Kompartment-Syndrom grob fehlerhaft übersehen
Die nicht rechtzeitige Behandlung eines Kompartment-Syndroms bei einem Kind kostet die Haftpflichtversicherung einer Klinik jetzt mehrere hunderttausend Euro.

Nachdem das Landgericht Köln (25 O 410/06) bereits 85.000,- Euro Schmerzensgeld, nebst Zinsen zugesprochen hatte, verhandeln die Parteien jetzt noch über die Höhe der zu ersetzenden weiteren materiellen Kosten. Diese werden sich auf mehrere hunderttausend Euro belaufen.

Zugrunde lag ein nach einer urologischen Operation bei dem Kind eingetretenes Kompartment-Syndrom, das von den Behandlern nicht zeitgemäss diagnostiziert worden war. Das Kind wird nun sein Leben lang mit Gehbehinderungen konfrontiert sein.
07. Mai 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Landgericht Nürnberg-Fürth schlägt Vergleich für vergessenen Darmclip vor
Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat in einem laufenden Arzthaftungsprozess (Az. 11 O 10792/09) den Parteien eine vergleichsweise Klärung angeraten.

Vorangegangen war eine laparaskopische Operation bei der Klägerin im April 2009, in der der Blinddarm entfernt wurde. Dabei wurde offensichtlich ein Darmclip im Bauchraum vergessen, der zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und einer Folgeoperation bei der Patientin führte.

Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich auf den Vergleichsvorschlag bis zum 20. Mai 2010 dem Gericht gegenüber zu äußern.
04. Mai 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Kammergericht Berlin schlägt Vergleich für fehlgeschlagene Hallux valgus OP vor
Das Kammergericht Berlin hat in einem laufenden Arzthaftungsverfahren (Az. 20 U 57/08) den Parteien eine vergleichsweise Klärung angeraten. Vorausgegangen war ein klageabweisendes Urteil des Landgerichtes Berlin.

In dem Prozess geht es um eine bei der Patientin vorgenommene Hallux-Valgus-Operation, die als nicht lege artis vorgenommen vorgeworfen wird. Neben dem Vorwurf der fehlerhaften Behandlung an sich bemängelt die Klägerin auch die von dem behandelnden Arzt vor der OP vorgenommene Risikoaufklärung. Wäre sie entsprechend über die Risiken, die sich jetzt eingestellt haben, aufgeklärt worden, hätte sie von der Operation Abstand genommen.
04. Mai 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Einigung über 80.000,- Euro für Fehldiagnose
Mit einer Gesamtabfindung in Höhe von 80.000,- Euro hat ein Haftpflichtversicherer eine Fehldiagnose eines Prostatakarzinoms reguliert. Zunächst sollten nur 75.000,- Euro Entschädigung gezahlt werden. Weitere Verhandlungen führten jedoch noch zu einer für den Geschädigten akzeptablen Regulierungssumme.

Wie bereits berichtet, hatte ein Institut für Pathologie fälschlicherweise beim Patienten eine Karzinomerkrankung diagnostiziert. Das Schlichtungsverfahren vor der Ärztekammer Nordrhein war zugunsten des Patienten entschieden worden. Eine gerichtliche Klärung ist nunmehr entbehrlich.
27. April 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: 170.000,- Euro Entschädigung für groben Diagnosefehler
Vor dem Landgericht Kempten (2 O 905/07) haben sich die Parteien auf eine Entschädigung in Höhe von 170.000,- Euro für eine verspätete Krebsdiagnose geeinigt.

Dem Verfahren lag ein Vorgang zugrunde, wonach bei der Klägerin trotz zunehmender Nierenbeschwerden keine entsprechenden Befunde erhoben wurden. So blieb der hochgradig pathologische Befund des Karzinoms zunächst unentdeckt. Erst mit über einjähriger Verspätung diagnostizierten die Mediziner das bereits fortgeschrittene metastasierende Nierenzellkarzinom.
22. April 2010 Podiumsdiskussion der Rechtsanwälte für Patienten e.V.
Grossen Zuspruch fand auch diesmal wieder die aktuelle Podiumsdiskussion des Vereins
Rechtsanwälte für Patienten e.V. in Düsseldorf, der sich für die Interessen von geschädigten Patienten einsetzt.

Die beiden Vorsitzenden Dr. D.C.Ciper LLM und Dr. P. Gellner referierten über aktuelle Tendenzen des Arzthaftungsrechtes und die bei einzelnen Rechtsschutzversicherern festzustellenden Regulierungsverweigerung- und verzögerungstaktiken. So sei festzustellen, dass gerade in Geburtsschadenfällen die Advocard (des 'Anwalts Liebling'?) besonders viele Probleme bereitet. Auch die D.A.S. und die Rechtsschutz Union regulieren oftmals erst nach Androhungen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die betroffenen Geschädigten müssen sich damit auch noch gegen einen weiteren Gegner durchsetzen.
21. April 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Angebot über 75.000,- Euro für Fehldiagnose eines Prostatakarzinoms
Aufgrund einer Fehldiagnose eines Institutes für Pathologie in Düren ist bei einem Patienten fälschlicherweise eine radikale Prostatektomie vorgenommen worden. Die mit der Sache befasste Gutachterkommission der Ärztekammer Nordrhein hält die beim Geschädigten eingetretenen Gesundheitsschäden für ursächlich auf den Fehler zurückzuführen.

Der Haftpflichtversicherer des Institutes hat eine pauschale Regulierungssumme in Höhe von 75.000,- Euro angeboten, der Patient hält mindestens 100.000,- Euro für erforderlich. Ob die aussergerichtlichen Regulierungsverhandlungen scheitern, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.
19. April 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Hüftoperation
Mit einer pauschalen Abfindungssumme von 35.000,- Euro hat ein Versicherer den fehlerhaften Einsatz einer Hüftendoprothese reguliert. Die Patientin hatte vor anderthalb Jahren die Schlichtungsstelle der Ärztekammer Nordrhein mit der Begutachtung der Behandlung bemüht, die im Ergebnis feststellte, dass den Ärzten aufgrund einer falschen Sägerichtung ein vermeidbarer Fehler passiert war.

Als Folge leidet die Patientin unter einem anhaltenden Duchenne-Hinken. Die Prognose hängt davon ab, ob es gelingt, den Trochanter major an seiner Ursprungsstelle zu reponieren.
16. April 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: 200.000,- Euro Schadenersatz für Fehlinjektion
Eine falsch gesetzte Penicillinspritze ins Gesäss Mitte der 1970er Jahre war Anlass eines weiteren Folgeprozesses vor dem Landgericht Hagen.

Die seinerzeit 13 Monate junge Klägerin entwickelte nach der Injektion zunehmend Gangstörungen. Der linke Fuß versteifte sich nahezu in Spitz- und Valgusstellung. Nach vierjähriger Verhandlung mit dem Versicherer des Schädigers einigten sich die Parteien auf eine pauschale Gesamtabgeltung von noch weiteren 200.000,- Euro. Bereits 1978 hatte das Landgericht der Geschädigten in einem Grundurteil ein geringes Schmerzensgeld zugesprochen.
12. April 2010 Medizinrecht: Institut für die Begutachtung ärztlicher Behandlungen erhält Zuwachs
Das Institut für die Begutachtung ärztlicher Behandlungen GbR, Berlin freut sich über die Aufnahme eines weiteren hochqualifizierten Fachmediziners:

Ab sofort steht Herr Prof. Dr. med Dr. hc Jörg Jerosch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie dem Gutachterinstitut als Ansprechpartner zur Verfügung. Damit deckt die Einrichtung alle medizinischen Fachrichtungen ab. Sinnvoll ist eine Involvierung für Patienten, Ärzte, Gerichte, Krankenkassen und Sozialversicherungsträgern, wenn der Verdacht einer ärztlichen Fehlbehandlung gegeben ist.
11. April 2010 Verkehrsunfallsache vor dem Landgericht Kiel
Fünf Jahre nach einem Motorradunfall, der zu zahlreichen Gesundheitsschäden beim Betroffenen führten, müssen sich der Verursacher und sein Haftpflichtversicherer nun vor dem Landgericht Kiel verantworten.

Die jahrelangen zähen Regulierungsbemühungen waren schlussendlich nicht von Erfolg gekrönt.

Trotz komplexer Arm- und Beinschäden erklärte sich die Versicherung des Schädigers lediglich zur Regulierung einer Teilsumme bereit. Der vorläufig angesetzte Streitwert des Verfahrens beträgt etwa 150.000,- Euro.
07. April 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Vergleichsvorschlag durch das LG Mainz
Das Landgericht Mainz hat in einem seit vier Jahren laufenden Arzthaftpflichtprozess (Az. 2 O 332/06) den Parteien zu einer vergleichsweisen Klärung angeraten.

Beim Kläger, der einen Herzschrittmacher trägt, wurde 2005 aufgrund eines Versehens in einer Praxis für Radiologie, eine MRT-Untersuchung ("Röhre") vorgenommen. Dabei kam es zum Systemausfall des ICD-Gerätes. Dem Kläger musste ein Eratzgerät implantiert werden. Das Gericht geht von einem 'groben Behandlungsfehler' aus. Die Höhe der Vergleichssumme hat das Gericht noch offengelassen.
02. April 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler/Geburtsschaden: Armplexuslähmung muss vom OLG München bewertet werden
Nachdem das LG Memmingen (Az. 2 O 644/07) mit einer gut 2seitigen Urteilsbegründung die Ansprüche eines bei der Geburt geschädigten Kindes abgewiesen hat, muss sich das OLG München nun mit dem Fall befassen.

Zu klären wird unter anderem sein, weshalb der gerichtlich bestellte Gutachter seine schriftlichen Konstatierungen, es seien "grobe Behandlungsfehler" eingetreten, in der mündlichen Verhandlung revidiert hat und ob die Mutter des Kindes tatsächlich, wie vom Gericht angenommen, keine glaubhaften Aussagen zur Risikoaufklärung getätigt hat. Die Gebrauchsfähigkeit des linken Armes beim geschädigten Kind wird lebenslang unter 5 % liegen. Der Streitwert wurde auf 174.000,- Euro festgesetzt.
28. März 2010 Buchveröffentlichung - "Schmerzensgeld Aktuell"
Das neueste Werk des erfolgreichen Autoren-Teams Dr. Dirk C. Ciper LLM und Dr. Peter Gellner mit dem Titel "Schmerzensgeld Aktuell" ist soeben erschienen. Auf rund 200 Seiten haben die auf Medizinrecht spezialisierten Fachanwälte aktuellste Entscheidungen deutscher Gerichte zusammengetragen und kommentiert. Darüberhinaus beinhaltet das Buch alles, was rund um das "Schmerzensgeld" von Bedeutung ist sowie wichtige Kontaktadressen.

Der Ratgeber für Medizingeschädigte und Unfallopfer ist erhältlich im gutsortierten Buchhandel, über www.amazon.de sowie über die websites: www.ciper.de und www.gellner-collegen.de
27. März 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler/Geburtsschaden: 600.000,- Euro Schmerzensgeld für Geburtsschaden
16 Jahre nach einem fatalen Geburtsvorgang, das zu einer Schwerbehinderung des Neugeborenen geführt hat, ist das in Deutschland bislang höchste Schmerzensgeld zugesprochen worden.

Das Landgericht Gera (Az. 2 O 15/05) begründete die Höhe auch mit dem Regulierungsverhalten des Haftpflichtversicherers. So heißt es explizit: "Das Gericht konnte sich dabei nicht des Eindrucks erwehren, dass diese Verweigerungshaltung....einzig und allein dem Zweck dient, einen Zeitgewinn zu erreichen und den Kläger und seine Familienangehörigen zu einem sachlich nicht gerechtfertigten Nachgeben zu bewegen."
25. März 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Querschnittsgelähmter Patient kämpft um sein Recht
Ein seit Mai 1998 querschnittsgelähmter Rentner ist gegen eine Entscheidung des Landgerichtes Koblenz zum OLG Koblenz in Berufung gegangen. Das Landgericht hatte auf Grundlage eines Gutachtens eines fachfremden Mediziners die Klage zunächst abgewiesen. Die Gesamtschadensumme liegt schon heute im deutlichen Millionen-Euro-Bereich.
25. März 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Regulierungsverweigerung trotz rechtskräftiger Entscheidung
Nachdem das OLG Hamm einem Urologen wegen einer fehlgeschlagenen Koronarangiographie im Dezember 2009 sämtliche beantragten Ansprüche zugesprochen hat, verweigert der Haftpflichtversicherer der Beklagten nach wie vor hartnäckig die Regulierung. Der Geschädigte muss daher wiederum gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Zuständig ist zunächst wiederum das Landgericht Essen.

Das Gericht wird sich bei der Entscheidungsfindung auch über das fehlende Regulierungsverhalten des Versicherers entsprechende Gedanken machen müssen.
16. März 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Fehlgeschlagene Lasik-Operation
Vier Jahre nach einer fehlgeschlagenen Lasik-Operation muss nun gerichtlich festgestellt werden, welche Schadensumme der geschädigten Patientin zustehen. In einem Grund- und Teilurteil hatten das LG und OLG Köln (25 O 164/07; 5 U 47/09) bereits 40.000,- Euro Schmerzensgeld zugesprochen worden. Die Patientin beansprucht nun noch weitergehenden materiellen Schadenersatz im 6stelligen Eurobereich. Sie war vor einer laserchirurgischen Augenoperation nicht hinreichend über die Risiken der eingetretenen Sehverschlechterung aufgeklärt worden.
11. März 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Verhandlungen wegen vergessener 30-cm-Zange bei Operation kurz vor dem Abschluss
Nachdem das LG Duisburg (8 U 77/08) bereits einen Schmerzensgeldanspruch in Höhe von 40.000,- Euro zugesprochen hatte, geht es jetzt noch um die auch zugesprochenen materiellen Kosten, die einen weiteren Betrag von rund 100.000, - Euro ausmachen dürften. Beim Patienten hatten die Ärzte eine etwa 30 cm lange Kornzange bei der Operation im Bauchraum versehentlich zurückgelassen, die Abzesse und Verwachsungen auslöste und zahlreiche Nachoperationen erforderlich machte.
19. Februar 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Fehlerhafte OP-Methode bei Bandscheibenprothese
Rund 6 Jahre nach der Implantation einer Bandscheibenprothese, die zu einem Gesundheitsschaden bei der Patientin führte, konnte ein rechtskräftiger Vergleich vor dem LG Düsseldorf (3 O 39/08) erzielt werden. Danach einigten sich Versicherung des Schädigers und die Klägerin auf eine pauschale Gesamtabgeltung in Höhe von annähernd 90.000,- Euro. Die Klägerin hatte zuvor die Schlichtungsstelle der Ärztekammer Nordrhein involviert, deren Ergebnis von der Versicherung nicht akzeptiert worden war.

Gerne verweisen Haftpflichtversicherer auf das Schlichtungsverfahren der Landesärztekammern, wollen sich aber im Falle eines für sie negativen Ergebnisses hieran nicht festhalten lassen, so dass es noch zu gerichtlichen Inanspruchnahmen kommt.
03. Februar 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Schadenersatz für Fehldiagnose einer schweren Pankreatitis
Vor dem OLG Stuttgart (1 U 124/08) konnte ein Verkäufer von EDV-Software nach hartem Ringen um die Höhe der Entschädigung eine Gesamtregulierung von fast 400.000,- Euro erzielen. Anlässlich der Behandlung eines Gallensteinleidens war es vor rund sieben Jahren zu Behandlungs- und Aufklärungsfehlern gekommen, die zu einer schweren Pankreatitis geführt hatten und in der Folge zu einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit des Patienten.
21. Januar 2010 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: Entscheidung des LG Düsseldorf vom OLG Düsseldorf revidiert
Mit einer Gesamtentschädigung in Höhe von rund 150.000,- Euro endet ein 10 Jahre andauernder Streit um den Tod eines Patienten nach fehlgeschlagenem Herzklappeneinsatz. Nachdem das zunächst involvierte LG Düsseldorf die Klage mit der Bemerkung: "die vom Kläger gegen die Ärzte erhobenen Vorwürfe seien rein spekulativer Art gewesen und hätten sich in keiner Weise bestätigt", abgewiesen hatte, kam das OLG Düsseldorf (I - 8 U 80/07) nach einer weiteren Beweisaufnahme zum Ergebnis, dass grobe Fehler beim Verstorbenen begangen wurden, die zum Schadenersatz für die Angehörigen berechtigten.
19. Dezember 2009 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: 325.000,- Euro Schadenersatz für verzögerte Diagnostik mit Todesfolge
Fast 12 Jahre nach dem Tod seiner verstorbenen Ehefrau einigen sich Versicherung des Schädigers und der Kläger auf eine angemessene Abfindungssumme von insgesamt 325.000,- Euro. Nachdem das gerichtliche Verfahren vor dem LG Wuppertal (5 O 345/00) rechtskräftig entschieden war, musste der Kläger noch weitere 9 Monate verhandeln, um auf die verglichene Summe zu kommen. Damit endet endlich eine für alle Beteiligten anstengende, belastende und langandauernde Angelegenheit noch zufriedenstellend.
12. Dezember 2009 Medizinrecht/Arzthaftungsrecht/Behandlungsfehler: OLG Hamm kippt Entscheidung des Landgerichtes Essen
Das OLG Hamm (I-3-U 41/09) hat in einer aktuellen Entscheidung festgestellt, dass ein Urologe, der durch eine fehlgeschlagene Koronarangiographie schwer gesundheitlich geschädigt worden ist, ein Schmerzensgeld in Höhe von 100.000,- Euro sowie sämtliche weiteren entstandenen und noch entstehenden Unkosten erhält. Allein der Verdienstausfallschaden dürfte sich auf drei bis vier Millionen Euro belaufen. Der Mediziner hätte noch 20 Jahre seine urologische Praxis betreiben wollen, was ihm nun nicht mehr möglich ist.