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Prozesserfolge

Oberlandesgericht Düsseldorf vom 16.10.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Resektion von Teilen des Dünn- und Dickdarms bei Neugeborenem, 240.000,- Euro; OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 51/17

Chronologie: Der Kläger wurde im Dezember 2010 in der Klinik der Beklagten zu 1) per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. In der Folge traten mehrere Komplikationen ein. Es war u.a. die Resektion von Teilen des Dünn- und Dickdarms erforderlich. Eine Erkrankung an Morbus Hirschsprung ist nicht diagnostiziert worden. Es entstand ein Kurzdarmsyndrom. Verfahren: In der ersten…

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Tribunal administratif de Chalon-en-Champagne vom 10.10.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verkannter Schlaganfall, 600.000,- Euro, T.A. de Chalon-en-Champagne, Dossier no. 1501483-1

Chronologie: Der Kläger, selber Arzt für Allgemeinmedizin mit eigener Praxis, war auf der Rückreise von seinem Frankreichurlaub mit seinem Fahrzeug unterwegs. In der Nähe von Reims traten bei ihm spontaner Schwindel und starke Sehbeeinträchtigungen ein. Ihm war sofort bewusst, dass eine schwerere Erkrankung vorlag und begab sich unmittelbar in das nächstgelegene Krankenhaus, gegen welches sich…

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Oberlandesgericht Köln vom 09.10.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Sehnervverletzung angesichts Lasik-Operation, OLG Köln, Az.: 5 U 34/17

Chronologie: Der Kläger begab sich in die Praxis des Beklagten zwecks Vornahme einer Lasik-Operation, mit dem Ziel einer Normalsichtigkeit in der Ferne. Seit dem Eingriff leidet er jedoch an einer Weitsichtigkeit, die das Tragen einer Lesebrille erfordert. Dem Beklagten wird insbesondere eine fehlerhafte Risikoaufklärung vorgeworfen. Verfahren: Mit der Sache war bereits das Landgericht Köln befasst…

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Oberlandesgericht Braunschweig vom 06.10.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Darmwandperforation anlässlich Koloskopie, 40.000,- Euro, OLG Braunschweig, Az.: 9 U 22/16

Chronologie: Im Ausgangsverfahren – 1. Instanz: Landgericht Göttingen (Az.: 12 O 20/15), 2. Instanz: Oberlandesgericht Braunschweig (Az.: 9 U 22/16) – wurde festgestellt, dass der Kläger aufgrund einer unzureichenden Aufklärung anlässlich eines Eingriffs (Koloskopie) eine Darmwandperforation erlitt, welche eine Notfalloperation mit weiterem komplizierten Behandlungsverlauf zur Folge hatte. Aufgrund dessen hatte das Landgericht ein Schmerzensgeld in…

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Landgericht Potsdam – vom 02.10.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandelte Unterschenkelfraktur mittels Osteosynthese, LG Potsdam, Az. 11 O 158/12

Chronologie: Die Klägerin zog sich eine sprunggelenksnahe Fraktur des rechten Unterschenkels zu, die zweiseitig osteosynthetisch versorgt wurde. Nach Belastungsfreigabe kam es zum Implantatversagen und dadurch zu einem massiven Sturz. Die zu frühe Belastungsfreigabe resultierte daraus, dass der beklagte Arzt die angefertigten Röntgenbilder nicht dem Facharztstandard entsprechend korrekt auswertete. Wäre das gemacht worden, hätte der Arzt…

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Landgericht Düsseldorf – vom 26.09.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Querschnittslähmung aufgrund Befunderhebungsfehlers nach häuslichem Sturz, 200.000,- Euro, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 106/16

Chronologie: Der Kläger suchte nach einem häuslichen Sturz im März 2008 aufgrund von Rückenschmerzen den Beklagten zu 1) auf. Eine umfangreiche Diagnostik unterblieb. Rund zwei Wochen später stellte er sich wegen anhaltender Beschwerden in der Klinik der Beklagten zu 2) vor. Auch dort unterblieb die erforderliche Diagnostik. Letztlich wurde eine Fraktur des 7. Halswirbels festgestellt.…

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Landgericht Dresden vom 17.09.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nagelung nach distaler Humerusschaftfraktur, LG Dresden, Az.: 6 O 2146/16

Chronologie: Der Kläger zog sich in 2011 beim Armdrücken eine dislozierte distale Humerusschaftfraktur rechts zu. Er stellte sich am selben Abend in der Notaufnahme der Beklagten vor. Diese stellte die Indikation eines operativen Eingriffs mittels Marknagels. Seither leidet der Kläger unter Bewegungs- und Funktionsstörungen der Hand. Verfahren: Das Landgericht Dresden hatte den Vorfall bereits im…

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Oberlandesgericht Karlsruhe vom 10.09.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Entlassung aus stationärer Behandlung trotz erhöhter CRP-Werte, OLG Karlsruhe, Az.: 7 U 126/16

Chronologie: Der Kläger begab sich in die Klinik der Beklagten, wo ein Tumor im Bereich des Colon ascendens entfernt wurde. Nach etwa zweiwöchiger stationärer Behandlung entließen ihn die Mediziner, obwohl noch erhöhte Entzündungswerte vorlagen. Einige Tage später wurde er mit starken Schmerzen im rechten Unterbauch notfallmäßig wieder aufgenommen und ein superinfiziertes Hämatom operativ behandelt. Verfahren:…

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Landgericht Düsseldorf vom 07.09.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Hemiparese nach Aneurysma der Arteria cerebri media, LG Düsseldorf, Az. 3 O 291/10

Chronologie: Bei der Klägerin wurde Anfang 2008 ein Aneurysma der Arteria cerebri media entdeckt. Es erfolgte ein Clipping, das komplikationslos verlief. Postoperativ trat eine Hemiparese auf, die Anlass zu einer Revisionsoperation gab. Es schlossen sich lange physio- und ergotherapeutische Behandlungen an. Verfahren: Im Vorfeld des Verfahrens war bereits die Schlichtungsstelle der Ärztekammer Nordrhein mit dem…

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Landgericht Bonn – vom 01.09.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Lungenembolie und massiver Hirninfarkt nach Herzkatheteruntersuchung, LG Bonn, Az.: 9 O 287/15

Chronologie: Der zwischenzeitlich verstorbene Patient stellte sich wegen Herzproblemen in der Klinik der Beklagten vor. Während einer Herzkatheteruntersuchung kam es zu einer Lungenembolie. Im weiteren Verlauf trat ein massiver Hirninfarkt ein, kurze Zeit später verstarb der Patient. Den behandelnden Ärzten wird ein fehlerhaftes Diagnose- und Therapiemanagement vorgeworfen. Verfahren: Das Landgericht Bonn hat den Vorfall umfassend…

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Landgericht Cottbus – vom 30.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht erkannte Promyelozytenleukämie, 100.000,- Euro, LG Cottbus, Az.: 3 O 362/13

Chronologie: Die Patientin litt seit Herbst 2012 unter einem deutlichen Leistungsabfall. Sie begab sich zu ihrem Hausarzt, dem Beklagten zu 1), der sie als Hypochonder abtat. Insbesondere erhob er keine weitergehenden Befunde. Ab Frühjahr 2013 kam es zu einem weiteren Leistungsabfall, auf den wiederum nicht reagiert wurde. Erst im Mai 2013 erfolgte eine weitergehende Diagnostik,…

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Landgericht Heidelberg vom 21.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Komplikationen nach Spondylodese L4/L5, 100.000,- Euro, LG Heidelberg, Az.: 5 O 170/14

Chronologie: Der Kläger befand sich aufgrund einer Spondylodese in stationärer Behandlung bei der Beklagten. Es erfolgte eine Versteifung und ein Cage wurde eingesetzt. Intraoperativ traten Komplikationen auf. Dadurch waren Folgeoperationen erforderlich. Es werden eine fehlerhafte Operation und mangelnde Aufklärung vorgeworfen. Verfahren: Bereits im Vorfeld hatte sich der MDK Rheinland-Pfalz mit dem Vorfall befasst und festgestellt,…

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Landgericht Bremen – vom 14.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Armplexuslähmung anlässlich Geburtsvorganges, 200.000,- Euro, LG Bremen, Az.: 3 O 1357/13

Chronologie: Die Klägerin war mit ihrem vierten Kind schwanger. Sie wünschte eine Hausgeburt, anlässlich derer es infolge einer Schulterdystokie zu einer Plexuslähmung des rechten Armes des Kindes kam. Die Klägerin selber erlitt u.a. einen Dammriss. Verfahren: Das Landgericht Bremen hat den Vorfall mittels eines medizinischen Fachgutachtens hinterfragen lassen. Im Ergebnis stellte der Sachverständige neben weiteren…

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Landgericht Stuttgart vom 08.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht erkanntes Prostatakarzinom trotz suspekten Palpationsbefundes, 100.000,- Euro, LG Stuttgart, Az.: 20 O 132/15

Chronologie: Der Kläger stellte sich beim Beklagten zu einer Vorsorgeuntersuchung vor. Der Beklagte beschrieb die Prostata als palpatorisch sehr derb und notierte:“Prostatahyperplasie mit suspektem Tastbefund“. Er empfahl eine Kontrolluntersuchung. Es erfolgte eine transrektale Prostatastanzbiopsie mit der Diagnose eines Prostatakarzinoms. Dem Beklagten wird vorgeworfen, die erforderliche Diagnostik nicht bereits fünfzehn Monate früher vorgenommen zu haben. Es…

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Landgericht Frankfurt/M. vom 03.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Indikation zur Biopsie nach Meningeom, 180.000,- Euro plus Feststeller, LG F’furt/M., Az.: 2 – 04 O 218/14

Chronologie: Die Klägerin leidet an einem Meningeom WHO I. Sie stellte sich in der Klinik der Beklagten aufgrund von Sehstörungen vor. Dort veranlassten die Mediziner eine stereotaktische Biopsie des Tumors. Es stellte sich eine linksseitige spastische Hemiparese mit Hemihypästhesie ein, sowie eine rechtsseitige Pneumonie, die in eine Embolie überging. Seit dem Vorfall leidet die Klägerin…

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Oberlandesgericht Düsseldorf vom 01.08.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Perityphlitischer Abszess nach nicht erkannter Appendizitis, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 126/16

Chronologie: Die Klägerin litt unter starken Bauchschmerzen und stellte sich bei ihrem Hausarzt, dem Beklagten, vor. Dieser schickte die Klägerin ohne genauere Abklärung der Symptome wieder nach Hause. Da sich die Schmerzen nicht besserten, suchte die Klägerin den Beklagten eine Woche später erneut auf und bestand auf eine sofortige Einweisung in ein Krankenhaus. Die Einweisungsdiagnose…

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Landgericht Stuttgart vom 26.07.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Duraverletzung anlässlich Bandscheibenoperation mit Sequesterotomie, LG Stuttgart, Az.: 15 O 164/15

Chronologie: Die Klägerin begab sich aufgrund eines Bandscheibenvorfalles in die stationäre Behandlung bei der Beklagten. Es wurden eine mikrochirurgische Sequesterotomie und osteoligamentäre Dekompression vorgenommen. Postoperativ verschlechterte sich jedoch der Zustand der Klägerin. Die Schmerzen strahlten vom Rücken in das rechte Bein aus und sie musste starke Schmerzmittel einnehmen. Verfahren: Das Landgericht Stuttgart hat den Vorfall…

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Landgericht Lübeck vom 25.07.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schwerer anaphylaktischer Schock nach Metamizoleinnahme und bekannter Metamizol-Allergie, LG Lübeck, Az.: 12 O 356/16

Chronologie: Die Klägerin begab sich wegen starker Rückenschmerzen in die Gemeinschaftspraxis der Beklagten. Ihr wurde ein Medikament verschrieben, das den Wirkstoff Metamizol-Natrium beinhaltet. Gegen diesen Wirkstoff ist die Klägerin allergisch und wies die Beklagte hierauf auch entsprechend hin, worauf nicht adäquat reagiert wurde. Nach Einnahme des Medikamentes erlitt die Klägerin einen schweren anaphylaktischen Schock und…

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Landgericht Köln vom 20.07.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose eines Mammaabszesses als Prothesenruptur, LG Köln, Az.: 3 O 44/14

Chronologie: Die Beklagte diagnostizierte bei der Klägerin im April 2013 eine Prothesenruptur in der rechten Brust. Es unterblieben jedoch MRT- oder CT-Aufnahmen. In einem operativen Eingriff stellte sich sodann heraus, dass das ausgetauschte Implantat doch nicht defekt war. Verfahren: Das Landgericht Köln hat den Vorfall fachmedizinisch hinterfragen lassen. Im Ergebnis konstatierte der befasste Sachverständige insbesondere,…

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Brandenburgisches Oberlandesgericht – vom 15.07.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Implantation einer Kniegelenksprothese, OLG Brandenburg, Az.: 12 U 222/15

Chronologie: Der Kläger nimmt die Beklagte wegen einer fehlgeschlagenen Implantation einer Genesis-Knie-TEP-Prothese in Anspruch. Nach der Operation waren eine Valgus- sowie Rotationsfehlstellung verblieben, die eine Revisionsoperation erforderlich machten. Verfahren: Mit der Sache war zunächst das Landgericht Frankfurt/Oder befasst (Az.: 14 O 257/12) und hatte die Klage als unbegründet abgewiesen. Hiergegen richtet sich die Berufung des…

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Landgericht Saarbrücken vom 11.07.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Spritzenabszess nach Injektion von Ambene und Dexabene in Glutealmuskel, LG Saarbrücken, Az.: 16 O 62/16

Chronologie: Die Klägerin stellte sich aufgrund von Rückenschmerzen im März 2013 in der Praxis des Beklagten vor, der ihr nach diagnostischer Abklärung ein Emulsionsgemisch aus Ambene und Dexabene injizierte. Nach der Injektion verspürte die Klägerin einen Druckschmerz, die Einstichstelle verhärtete sich im Verlauf zunehmend. Es stellte sich ein Spritzenabszess heraus, der operativ entfernt werden musste.…

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Landgericht Göttingen – vom 08.07.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dickdarmperforation anlässlich Koloskopie, 25.000,- Euro plus Feststeller, LG Göttingen, Az.: 12 O 20/15

Chronologie: Der 70-jährige Kläger begab sich in die Behandlung des Beklagten zwecks Vornahme einer präventiven Koloskopie. Dabei kam es zu einer Darmperforation, die postoperativ zu erheblichen Komplikationen führte. Es stellte sich ein Nierenversagen, sowie eine Bauchfellentzündung ein, eine Notoperation war erforderlich, sowie eine Behandlung mit Langzeitbeatmung auf der Intensivstation. Die körperliche Gesamtsituation des Klägers war…

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Landgericht Stendal – vom 06.07.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht indizierte Nukleoplastie BWK 12/LWK 1, links nach Osteochondrose, LG Stendal, Az.: 21 O 11/16

Chronologie: Der Kläger begab sich aufgrund von Rückenschmerzen in die Klinik der Beklagten. Es zeigte sich eine Osteochondrose in BWK 11/12 mit Spinalkanalstenose und Foraminalstenose linksseitig. In der Folge ist der Kläger mehrfach operiert worden, litt aber nachfolgend weiterhin an Schmerzen. Ein eingeholtes orthopädisch-unfallchirurgisches Fachgutachten konstatierte daraufhin, dass die vorgenommenen Operationen nicht indiziert gewesen seien.…

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Oberlandesgericht Düsseldorf vom 04.07.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Anwaltsregress
Fehlgeschlagener Anwaltsregress nach Arzthaftungsprozess, 100.000,- Euro, OLG Düsseldorf, Az.: I -8 U 38/16

Chronologie: Die Klägerin beauftragte die Beklagte in 2008 mit der Geltendmachung von Ansprüchen gegen eine Klinik in Freiburg aus behaupteter ärztlicher Fehlbehandlung ihres in 2007 verstorbenen Ehemannes. Das Landgericht Freiburg wies die Klage gegen die Klinik nach umfangreicher Beweisaufnahme mittels mehrerer Sachverständiger als unbegründet ab. Die Klägerin ist der Auffassung, dem Beklagten seien anwaltliche Pflichtverletzungen…

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Landgericht Osnabrück vom 30.06.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Auswertung eines CT-Befundes, 50.000,- Euro, LG Osnabrück, Az.: 3 O 983/14

Chronologie: Die Ehefrau des Klägers war in der Vergangenheit an einem Gallenblasenkarzinom erkrankt, welches operativ entfernt wurde. Im Rahmen der Nachbehandlung kam es im Juni des Jahres 2012 zu einer CT-Untersuchung des Abdomens, woraufhin am Folgetag angeblich ein Tumorboard stattfand, in welchem ein Rezidiv nicht hätte erkannt werden können. In den Folgemonaten fragten Kläger und…

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Landgericht Stuttgart – vom 17.06.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte laparoskopische Choleystektomie, 100.000,- Euro, LG Stuttgart, Az.: 15 O 364/14

Chronologie: Die Klägerin befand sich im Zeitraum vom 21.05.2014 bis 26.05.2014 zur stationären Behandlung im Hause der Beklagten. Die laparoskopische Cholezystektomie fand am 21.05.2014 statt. Postoperativ litt sie unter starken Schmerzen und es erfolgte eine notfallmäßige Verlegung. Es wurde festgestellt, dass sich die Verschlussklammer gelöst hatte. In Folge mussten vier weitere Revisionsoperationen durchgeführt werden. Bis…

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Oberlandesgericht Köln – vom 03.06.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Armplexuslähmung und Kleinhirnhypoplasie nach Spontanentbindung, OLG Köln, Az. 5 U 24/13

Chronologie: Die Klägerin stellte sich bei der Beklagten in der 39. SSW vor. Am Folgetage wurde die Geburt eingeleitet. Dabei kam es zu Komplikationen. Das geborene Kind leidet seither an einer Erb’schen Lähmung sowie Kleinhirnhypoplasie und hat die Pflegestufe 1. Verfahren: Die Klägerin hatte zunächst das Landgericht Aachen mit dem Vorfall involviert (Az. 11 O…

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Landgericht Münster vom 02.06.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Tod durch nicht diagnostiziertes Bronchialkarzinom, 35.000,- Euro; LG Münster, Az.: 108 O 57/15:

Chronologie: Die zwischenzeitlich verstorbene Patientin litt Anfang 2013 an einem länger anhaltenden Husten. Es wurde ein Röntgenbild des Thorax erhoben, welches ein unklares zentrales Infiltrat im Bereich des rechten Mittelfeldes zeigte. Ein weiterer CT-Befund schloss einen tumorösen Prozess nicht sicher aus. Es folgten röntgenologische Kontrollen, eine therapeutische Maßnahme erfolgte jedoch nicht. Erst, nachdem die Beeinträchtigungungen…

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Landgericht Düsseldorf vom 01.06.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Zahnextraktionen nach fehlender Parodontosetherapie, 12.500,- Euro, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 384/13

Chronologie: Die Klägerin befand sich seit dem Jahre 2007 in zahnärztlicher Behandlung bei der Beklagten. Zwischen 2007 und 2010 extrahierte ihr die Beklagte insgesamt acht Zähne, die nicht mehr für erhaltungsbedürftig erachtet wurden. Der Beklagten wird vorgeworfen, nicht eine konservative Paradontosebehandlung vorgenommen und hierüber aufgeklärt zu haben. Verfahren: Das Landgericht Düsseldorf hat ein zahnärztliches Sachverständigengutachten…

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Landgericht Berlin – vom 30.05.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene modifizierte Epping-Plastik bei Rhizarthrose führt zur Schädigung des Nervus medianus, 50.000,- Euro, LG Berlin, Az.: 13 O 335/13

Chronologie: Die Klägerin ist seit 1973 als Fabrikarbeiterin tätig. Durch gleichbleibende Drehbewegungen stellten sich bei ihr punktuelle Stichschmerzen an der rechten Hand ein. Sie begab sich zur Behandlung in die Klinik der Beklagten, wo eine modifizierte Epping-Plastik vorgenommen wurde. Nach Abnahme des Gipses musste die Klägerin feststellen, dass die Schmerzen weiterhin bestanden und die Hand…

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Landgericht Darmstadt – vom 28.05.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schädigung des Nervus accessorius anlässlich Nackenoperation, 40.000,00 Euro, LG Darmstadt, Az.: 19 O 270/14

Chronologie: Der Kläger begab sich zwecks Entfernung einer Fettgeschwulst am hinteren Hals zur Behandlung in die Praxis der Beklagten. Dabei kam es zur Schädigung des Nervus accessorius, was in der Folge zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Armhebeschwierigkeiten führte. Verfahren: Das Landgericht Darmstadt hat einen Gütetermin bestimmt. In der Verhandlung wies das Gericht die Beklagtenseite darauf hin,…

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Landgericht Leipzig – vom 26.05.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandeltes Trauma der rechten Hand nach Verkehrsunfall, 14.000,- Euro, LG Leipzig, Az.: 7 O 1019/14

Chronologie: Die Klägerin erlitt im Mai 2013 einen Verkehrsunfall, bei dem sie sich unter anderem Verletzungen an der rechten Hand zuzog. Diese Verletzungen sind von der Beklagtenseite nicht diagnostiziert worden. Die Hand hätte unmittelbar nach dem Unfall operiert werden müssen. Seither leidet sie unter nachhaltigen Funktionsbeeinträchtigungen der Hand. Verfahren: Das Landgericht hat ein fachmedizinisches Gutachten…

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Landgericht Neubrandenburg vom 15.05.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Bauchdeckenabszess nach Uterusruptur und Laparotomie, LG Neubrandenburg, Az.: 4 O 393/14

Chronologie: Die Klägerin befand sich im August 2013 wegen akuter abdominaler Symptomatik in der siebten Schwangerschaftswoche in der Klinik der Beklagten. Es wurden eine Uterusruptur und ein akutes Abdomen diagnostiziert und behandelt. In der Folge litt die Klägerin über vermehrte Schmerzen. Da eine Besserung nicht eintrat, begab sie sich erneut in ärztliche Behandlung, wobei ein…

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Landgericht Koblenz vom 12.05.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Kreuzbandoperation nach Verletzung beim Fußballspielen, 20.000, Euro, LG Koblenz, Az.: 1 O 70/15

Chronologie: Der Kläger verletzte sich im April 2013 beim Fußballspielen am Knie und begab sich in die Klinik der Beklagten, wo eine Kreuzbandoperation vorgenommen wurde. Dabei kam auch eine tibiale Bio-Interferenzschraubenfixierung zur Anwendung. Beim Eindrehen brach die Schraube und es mussten Schraubenteile entfernt werden. Da der Kläger weiter unter Schmerzen litt, ließ er im Folgejahr…

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Oberlandesgericht Frankfurt am Main vom 10.05.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Stimmbandprobleme nach operativer anteriorer Verschraubung mit fehlerhafter Beatmung, OLG F’furt/M., Az. 8 U 150/16

Chronologie: Der Kläger erlitt infolge eines Unfalles im Jahre 2010 in seinem Badezimmer eine Fraktur der oberen Halswirbelsäule. Aufgrund dessen wurde er in der Klinik der Beklagten operativ versorgt. Er wirft der Beklagten u.a. eine fehlerhafte Beatmung anlässlich der 2. Operation vor, aufgrund derer er bis heute unter Schleimabsonderungen an den Stimmbändern, sowie Schwierigkeiten bei…

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Landgericht Saarbrücken vom 09.05.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Anwaltsregress:
Kein Facharzt zur Prüfung der Berufungsaussichten im Arzthaftungsprozess erforderlich, LG Saarbrücken, 9 S 14/16

Chronologie: Der Beklagte trat in 2014 an die Kläger mit der Bitte um Vornahme eines arzthaftungsrechtlichen Berufungsverfahrens heran. In der ersten Instanz hatte es eine Klageabweisung gegeben. Die Kläger wollten nach Berufungseinlegung die medizinischen Konstatierungen der ersten Instanz mittels Privatgutachtens hinterfragen lassen. Hierzu kam es jedoch nicht mehr, da der Beklagte das Mandat aufkündigte. Eine…

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Landgericht Berlin – vom 01.05.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Sudecksche Erkrankung nach Handgelenksoperation, LG Berlin, Az.: 36 O 36/14

Chronologie: Die Klägerin litt unter starken Schmerzen im linken Handgelenk und begab sich in die Klinik der Beklagten. Hier riet man ihr zu einer Teilversteifung, die operativ erfolgte. Postoperativ entwickelte sich eine Sudecksche Erkrankung. Verfahren: Das Landgericht Berlin hat zu dem Vorfall ein handchirurgisches Sachverständigengutachten sowie eine ergänzende gutachterliche Stellungnahme eingeholt. Im Anschluss an die…

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Landgericht Osnabrück vom 23.04.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Tod nach Tumorrezidiv eines Gallenblasenkarzinoms, 30.000,- Euro, LG Osnabrück, 3 O 983/14

Chronologie: Der zwischenzeitlich verstorbene Patient befand sich beim Beklagten zur Nachsorge eines Gallenblasenkarzinoms in Behandlung. Der Beklagte verkannte ein Tumorrezidiv hinter der Vena portae. Verfahren: Das Landgericht Osnabrück hat ein radiologisches Sachverständigengutachten eingeholt, das den Verdacht einer verspäteten Auswertung der CT-Aufnahmen bestätigte. Daraufhin verurteilte das Gericht den Beklagten zu einer Schadensumme von 30.000,- Euro. Anmerkungen…

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Corte d’Appello di Trento (Oberlandesgericht Trient) vom 13.04.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verspätete Behandlung eines akuten Herzinfarktes, 700.000,- Euro, OLG Trient, Az.: 128/2013

Chronologie: Die Klägerin, selber Ärztin, litt Ende 2005 während des Urlaubs in Südtirol an Herzbeschwerden und suchte daher umgehend eine Klinik vor Ort auf. Trotz Notfallindikation erfolgte keine rasche Behandlung. In der Folge war eine Not-Bypass-Operation erforderlich, bei der es zu einer Hauptstamm Dissektion (Einriss der Koronararterie) kam. Seither ist die Klägerin gesundheitlich geschädigt, kann…

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Landgericht Amberg vom 10.04.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Dekompressionsoperation nach Sulcus-ulnaris-Syndrom, 70.000,- Euro, LG Amberg, Az.: 21 O 702/15

Chronologie: Die Klägerin begab sich aufgrund eines Sulcus-ulnaris-Syndroms in die Behandlung der Beklagten. Postoperativ litt sie weiterhin an Sensibilitätsstörungen der Hand und Schmerzen. Es erfolgten zwei Revisionsoperationen, die zu Schädigung von Nervenfaszikeln führten. Seither leidet die Klägerin unter erheblichen Beschwerden. Der linke Arm und die linke Hand sind laut Urteilsbegründung „nicht mehr brauchbar“. Sie ist…

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Landgericht Itzehoe vom 03.04.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verspätete Diagnose eines Prostatakarzinoms, 50.000,- Euro, LG Itzehoe, Az.: 4 O 94/16

Chronologie: Der Kläger stellte sich in den Jahren 2005 bis 2014 in einer urologischen Praxis regelmäßig zur Prostatakrebsvorsorge vor. Im Rahmen dieser Untersuchungen kam es auch zu der Erhebung von PSA-Werten, welche ab dem Jahre 2012 den international anerkannten Normwert von 4 ng/ml überschritten hatten. In der Folgezeit kamen weitere Kriterien hinzu, aufgrund derer der…

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Landgericht Berlin – vom 01.04.2017:
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose einer akuten Appendizitis als Magen-Darm-Grippe, LG Berlin, Az. 8 O 214/14

Chronologie: Der Kläger stellte sich bei der Beklagten mit starken Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber vor. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine beginnende Magen-Darm-Grippe und schickten den Kläger wieder nach Hause. Da die Beschwerden nicht besser wurden, begab sich der Kläger in eine andere Klinik, wo ein perityphlitischer Abszess festgestellt und ein operativer Eingriff erforderlich wurde.…

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Landgericht Düsseldorf vom 23.03.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Coxarthrose durch Sturzunfall nach Hüft-TEP-Implantation, 15.000,- Euro, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 314/15

Chronologie: Die Klägerin ließ sich eine zementierte Hüft-TEP implantieren. Im Anschluss daran begab sie sich in eine Rehabehandlung, wo sie stürzte und dabei unglücklich auf die operierte Seite fiel. Dabei erlitt sie eine Beckenfraktur. Es wurde eine Coxarthrose links diagnostiziert. Der Rehaklinik wird eine Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen. Verfahren: Das Landgericht Düsseldorf hat angesichts der Eindeutigkeit der…

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Landgericht Bielefeld vom 18.03.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft behandelte Cholesteatom-Erkrankung, 10.000,- Euro, LG Bielefeld, Az.: 4 O 267/14

Chronologie: Die Klägerin litt an wiederholten Cholesteatom-Erkrankungen, wegen derer sie bereits operativ behandelt worden war. Sie begab sich aufgrund wiederkehrender Entzündungsprozesse im Ohr mit einhergehenden Schmerzen in die Praxis des Beklagten, der lediglich Antibiotika verschrieb, ohne weitergehende Untersuchungen vorzunehmen. Auf Drängen der Klägerin erfolgte nach über einem Jahr sodann die Überweisung an eine Medizinische Hochschule,…

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Landgericht Köln vom 15.03.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Kapselfibrosen nach Mammaaugmentation, 20.000,- Euro, LG Köln, Az.: 25 O 298/15

Chronologie: Die Klägerin begab sich erstmals in 2005 in eine Klinik, in der der Beklagte als Belegarzt tätig war, zwecks  Brustvergrößerung. Da das Ergebnis nicht zufriedenstellend war, mussten in der Folge bis in 2013 insgesamt sechs weitere Korrekturoperationen erfolgen. Es werden dem Beklagten mehrere ärztliche Fehlleistungen, sowie eine nicht ordnungsgemäße Aufklärung vorgeworfen.   Verfahren: Das…

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Landgericht Mainz – vom 13.03.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verschluss des Ductus choledochus nach Cholezystektomie, 40.000,00 Euro, LG Mainz, Az. 2 O 314/14

Chronologie: Die Klägerin befand sich bei der Beklagten in stationärer Behandlung. Nach Vornahme einer Cholezystektomie traten bei ihr postoperativ Schmerzen auf. Es wurde ein Verschluss des Ductus choledochus festgestellt. Eine Revision des Gallenwegsystems war erforderlich. Auch ein Stück des Dünndarms musste rekonstruiert werden. Verfahren: Das Landgericht Mainz hat den Vorfall gutachterlich hinterfragen lassen. Der Gutachter…

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Oberlandesgericht Düsseldorf vom 10.03.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Anwaltsregress:
Unschlüssige Klage der WGV-Rechtsschutzversicherung, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 32/16

Chronologie: Die WGV-Rechtsschutzversicherung, die selber immer wieder mit Regulierungsverweigerungs- und verzögerungsversuchen bei der Erteilung von Deckungszusagen in Erscheinung tritt, hatte in einer arzthaftungsrechtlichen Angelegenheit den Anwälten für die Einlegung der Berufung vor dem OLG Celle (Az. 1 U 42/13) Deckung erteilt. Unter anderem wurde mit der Berufung der Einwand der fehlenden Alternativaufklärung des Arztes erhoben.…

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Landgericht Nürnberg-Fürth vom 08. März 2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Belastungs- und Dranginkontinenz nach Beckenbodenrekonstruktion, LG Nürnberg-Fürth, Az.: 4 O 8521/15

Chronologie: Die Klägerin unterzog sich in der Klinik der Beklagten einer Beckenbodenrekonstruktion. In der Folge kam es zu einem Harnwegsinfekt mit Pseudomonas aeruginosa, sowie Inkontinenzproblemen. Der Beklagten wird u.a. vorgeworfen, die zwingend erforderliche präoperative Funktionsdiagnostik nicht vorgenommen zu haben. Verfahren: Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat zu dem Vorfall ein urogynäkologisches Fachgutachten eingeholt. Im Ergebnis wurde die…

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Landgericht Würzburg – vom 06. März 2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Blasenperforation anlässlich laparoskopischer Appendektomie, 20.000,- Euro, LG Würzburg, Az.: 11 O 189/16

Chronologie: Der Kläger begab sich aufgrund einer akuten nekrotisierenden Appendizitis in die Klinik der Beklagten. Dort erfolgte eine laparoskopische Appendektomie. Intraoperativ kam es zu einer Perforation der Blase mit Blasenläsion und transvesikalem Blut. Verfahren: Das Landgericht Würzburg hat zu dem Vorfall ein chirurgisches Fachgutachten eingeholt. Im Ergebnis stellte der Gutachter mehrere ärztliche Versäumnisse fest, woraufhin…

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Landgericht Berlin – vom 19. Februar 2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Spritzenabszess nach Akupunkturbehandlung, LG Berlin, Az.: 13 O 452/11

Chronologie: Der Kläger leidet an Diabetes mellitus mit Folgeerkrankungen. Er erhielt in der Praxis der Beklagten eine Injektionsbehandlung mit Marcumar. In der Folge entwickelte sich ein Spritzenabszess mit kompliziertem Verlauf. Es kam zu einer deutlich verzögerten Heilbehandlung. Verfahren: Das Landgericht Berlin hat ein fachmedizinisches Gutachten zu dem Vorfall eingeholt, das zu einem nicht eindeutigen Ergebnis…

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Landgericht Stuttgart – vom 15. Februar 2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nervus-Axillaris-Parese nach Schultergelenksoperation, LG Stuttgart, Az.: 15 O 294/16

Chronologie: Die Klägerin befand sich 2015 in der Klinik der Beklagten aufgrund eines Impingement-Syndroms der Schulter rechts. Anlässlich der Schultergelenksoperation kam es zur Schädigung des Nervus Axillaris. Seither leidet die Klägerin unter körperlichen Bewegungsbeeinträchtigungen und Schmerzen und kann auch ihrem Beruf als Fachverkäuferin nicht mehr nachgehen. Verfahren: Das Landgericht Stuttgart hat bereits ohne Einholung eines…

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Landgericht Frankfurt am Main – vom 11. Februar 2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Übersehenes Mammakarzinom mit eingetretenen Metastasen, LG Frankfurt/M., Az. 2 – 14 O 120/12

Chronologie: Die Klägerin ertastete einen Knoten in ihrer Brust und begab sich daraufhin in die Praxis der Beklagten, die eine Mammographie veranlasste. Ein vorliegendes Mammakarzinom wurde fehlerhaft nicht diagnostiziert. Die Klägerin musste sich sodann einer Chemotherapie unterziehen. Die verspätete Diagnose verschlechterte das Prognoserisiko. Verfahren: Das Landgericht Frankfurt/M. riet den Parteien aufgrund der Eindeutigkeit der Sach-…

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Landgericht Wuppertal – vom 10. Februar 2017
Medizinrecht, Arzthaftungsrecht, Behandlungsfehler:
Darmriss anlässlich Koloskopie, 35.000,- Euro, LG Wuppertal, Az.: 5 O 74/15

Chronologie: Die Klägerin begab sich zwecks Koloskopie in die Behandlung des Beklagten. Dabei kam es zu einem Darmriss, der dazu führte, dass sie reanimationspflichtig wurde und vier Tage auf der Intensivstation verbleiben musste. Noch heute, rund drei Jahre nach dem Vorfall, leidet die Klägerin gesundheitlich unter den Folgen der Fehlbehandlung. Verfahren: Das Landgericht Wuppertal hat…

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Landgericht Düsseldorf – vom 31. Januar 2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Perityphlitischer Abszess nach nicht erkannter Appendizitis, 10.000,- Euro, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 294/14

Chronologie: Die Klägerin litt unter starken Bauchschmerzen und stellte sich bei ihrem Hausarzt, dem Beklagten, vor. Dieser schickte die Klägerin ohne genauere Abklärung der Symptome wieder nach Hause. Da sich die Schmerzen nicht besserten, suchte die Klägerin den Beklagten eine Woche später erneut auf und bestand auf eine sofortige Einweisung in ein Krankenhaus. Die Einweisungsdiagnose…

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Landgericht Düsseldorf – vom 27. Januar 2017
Wettbewerbsrecht – Anwaltliches Berufsrecht:
Unzulässigkeit der Pluralbildung einer Einzelrechtsanwaltskanzlei, 250.000,- Euro, LG Düsseldorf, Az.: 12 O 304/15

Chronologie: Die Parteien sind Rechtsanwälte und jeweils u.a. auf dem Gebiet des Medizinrechts tätig. Der Beklagte betreibt eine Einzelanwaltskanzlei in Schleswig-Holstein, ohne weitere juristische Mitarbeiter, tritt im Internet aber mit „vielversprechenden“ Floskeln auf, wie: „wir wollen nichts unversucht lassen….“, „unser Einsatz für Sie macht nicht vor der Kanzleitür halt…“ und „alle Rechtsanwälte der Kanzlei sind…

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Landgericht Lübeck – vom 24. Januar 2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Staphylococcus epidermidis Infektion anlässlich Einsatz Kniegelenksprothese, 30.000,- Euro, LG Lübeck, Az.: 12 O 204/15

Chronologie: Der Kläger begab sich wegen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in die Klinik der Beklagten. Dort wurde eine Kniegelenksprothese implantiert. Postoperativ traten u.a. Schmerzen und Schwellungen auf. Es erfolgte ein Teilwechsel. Im Rahmen einer nachfolgenden Kniegelenkspunktion konnte der Infektionserreger Staphylococcus epidermidis nachgewiesen werden. Verfahren: Das Landgericht Lübeck hat den Vorfall gutachterlich durch einen Facharzt für Unfallchirurgie…

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Landgericht Berlin – vom 18. Januar 2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler – Anwaltsregress:
Ärztliche Aufklärungsfehler und anwaltliche Pflichtverletzung, 15.000,- Euro, LG Berlin, Az. 36 O 202/12

Chronologie: Die Erblasserin unterzog sich in einer Klinik in Berlin einer Herzoperation, an der sie letztlich verstarb. Eine Aufklärung über die Risiken der Operation gab es nicht. Das beklagte Klinikum verteidigte sich damit, dass nicht aufgeklärt werden musste, zumal eine Notfallsituation vorlag. Tatsächlich lag aber keine Notfallsituation vor und die Klägerin hätte über das Risiko…

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Landgericht Aachen – vom 16. Januar 2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene laparoskopische Appendektomie bei Kleinkind, 40.000,- Euro, LG Aachen, Az.: 11 O 178/15

Chronologie: Die in 2013 fünfjährige Klägerin stellte sich wegen starker Bauchschmerzen in der Klinik der Beklagten vor. Dort nahmen die Mediziner eine laparoskopische Appendektomie vor, anlässlich derer es zu einer Perforation des Blasendaches und der Blasenhinterwand kam. In der Folge litt die Klägerin an Blasenentleerungsstörungen, Erbrechen, Schmerzen, verzögertem Heilungsverlauf und es waren zwei Revisionsoperationen erforderlich.…

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Landgericht Aachen – vom 16.01.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene laparoskopische Appendektomie bei Kleinkind, 40.000,- Euro, LG Aachen, Az.: 11 O 178/15

Chronologie: Die in 2013 fünfjährige Klägerin stellte sich wegen starker Bauchschmerzen in der Klinik der Beklagten vor. Dort nahmen die Mediziner eine laparoskopische Appendektomie vor, anlässlich derer es zu einer Perforation des Blasendaches und der Blasenhinterwand kam. In der Folge litt die Klägerin an Blasenentleerungsstörungen, Erbrechen, Schmerzen, verzögertem Heilungsverlauf und es waren zwei Revisionsoperationen erforderlich.…

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Landgericht Freiburg – vom 02.01.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Implantation einer zementfreien Hüft-Totalendoprothese, 120.000,- Euro, LG Freiburg, Az.: 1 O 90/15

Chronologie: Die Klägerin begab sich aufgrund einer hämatogen bedingten Coxitis in die Klinik der Beklagten. Dort setze man ihr eine Hüft-Totalendoprothese ein. Postoperativ kam es zu Komplikationen. So stellten sich u.a. Lähmungserscheinungen im Fuß, sowie Schmerzen im Rücken, Hüfte und Gesäß ein. Verfahren: Das Landgericht Freiburg hat den Vorfall mittels eines orthopädisch-unfallchirurgischen Sachverständigengutachtens eines Universitätsklinikums…

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Landgericht Düsseldorf – vom 21.12.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht diagnostizierte Morbus Hirschsprung Erkrankung eines Neugeborenen, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 243/13

Chronologie:Der Kläger wurde im Dezember 2010 in der Klinik der Beklagten zu 1) per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. In der Folge traten mehrere Komplikationen ein. Es war u.a. die Resektion von Teilen des Dünn- und Dickdarms erforderlich. Eine Erkrankung an Morbus Hirschsprung ist nicht diagnostiziert worden. Es entstand ein Kurzdarmsyndrom. Verfahren:Das Landgericht Düsseldorf hat die…

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Landgericht Duisburg – vom 19.12.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Geburtsschaden:
Tetraparese, Zerebralsklerose, körperliche u. geistige Schwerstbehinderung nach Zwillingsgeburt, 8 Mio. Euro, LG Duisburg, Az. 13 O 48/12

Chronologie:Bei den Klägerinnen handelt es sich um die Krankenkasse und Pflegekasse des geschädigten Kindes. Die Mutter trug 2008 ihre zweite Schwangerschaft aus. Es handelte sich um eine Zwillingsgeburt. Vor der Entbindung wies eines der Zwillinge ein pathologisches CTG auf. Es wurde durch die Beklagte zu 1) eine eilige Sectio angeordnet. Eine chronische intrauterine Hypoxämie ließ…

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Landgericht Köln – vom 10.12.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Implantation einer Permanentelektrode nach vermehrten lumbalen Bandscheibenvorfällen, LG Köln, Az.: 25 O 229/15

Chronologie:Der Kläger litt aufgrund vermehrter lumbaler Bandscheibenvorfällen an einem chronischen Schmerzsyndrom. Aufgrund dessen ließ er sich in 2012 ein lumbales SCS-System implantieren. Nach einem Sturzereignis setzten ihm die Behandler eine Permanentelektrode ein. Die Schmerzen steigerten sich jedoch und der Kläger war zu zahlreichen Nachbehandlungen gezwungen. Entzündungen traten auf. Verfahren:Das Landgericht Köln hat den Vorfall gutachterlich…

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Landgericht Koblenz – vom 07.12.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schwerwiegende Komplikationen nach Spontanpartus, LG Koblenz, Az.: 1 O 341/14

Chronologie:Bei der seinerzeit 17-jährigen Klägerin kam es im Auto auf dem Weg zum Krankenhaus zu einer Spontanpartus. Während des Geburtsvorganges verlor sie viel Blut. Nach der Geburt stellte sich u.a. hohes Fieber ein. Eine Notoperation sowie anschließend ein Aufenthalt auf einer Intensivstation waren erforderlich. Weitere Komplikationen traten ein. Den behandelnden Ärzten wird insbesondere ein fehlerhaftes…

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Landgericht Düsseldorf – vom 05.12.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Befundung einer Früherkennungs-Mammografie, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 76/12

Chronologie:Die Klägerin ließ Anfang 2008 ein Mammographie Screening vornehmen, das als unauffällig befundet wurde. Fünf Monate später ertastete sie Veränderungen. Es erfolgte eine weitere Mammographie, die sodann die Diagnose eines Mammakarzinoms ergab. Die Klägerin wirft der Beklagten vor, dieses nicht bereits zuvor festgestellt zu haben. Verfahren:Das Landgericht Düsseldorf hat ein fachradiologisches Gutachten eingeholt. Im Ergebnis…

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Landgericht Kassel – vom 16.11.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht diagnostiziertes Lungenkarzinom mit Lymphknotenmetastasierungen, LG Kassel, Az.: 2 O 781/14

Chronologie:Bei dem Ehemann der Klägerin, stellten sich ab März 2012 starke Hustenanfälle mit Auswurf ein. Der beklagte Hausarzt veranlasste sodann eine Röntgen-Untersuchung des Brustkorbes (Thorax) durch einen Radiologen, welcher in seinem entsprechenden Befundbericht mitteilte, dass dem Röntgenbild zwar keine Auffälligkeiten zu entnehmen seien, dieser den Patienten jedoch bei anhaltender Beschwerdesymptomatik mittels einer Computertomografie (CT) tiefergehend…

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Landgericht Stendal – vom 14.11.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Staphylococcus Aureus-Infektion nach Facettenblockade, 250.000,- Euro, LG Stendal, Az. 21 O 71/10

Chronologie:Die Klägerin leidet seit 2007 an Beschwerden im Iliosakralgelenk. Anfang 2009 erlitt sie eine LWS-Distorsion. Im Klinikum der Beklagten erhielt sie im Rahmen einer ambulanten Behandlung eine sogenannte Facettenblockade. Es stellte sich eine Staphylokokken-Infektion heraus. Die Klägerin kann seither ihren Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. Kausale Folgen des Vorfalles sind u.a. ein Psoasabszess, ein…

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Landgericht Stuttgart – vom 11.11.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Beinamputation nach verspäteter Einleitung von gefäßchirurgischen Maßnahmen, LG Stuttgart, Az. 20 O 342/13

Chronologie:Die verstorbene Ehefrau des Klägers befand sich bis zu ihrem Todestag wegen einerHerzklappenstenose bei der Beklagten in Behandlung. Im Rahmen einer Operation wurdeein Klappenersatz durch Autotransplantat und Allotransplantat/Xenotransplantat beikongenitalen Klappenanomalien eingebracht.Postoperativ kam es zu Komplikationen, weshalb die Patientin noch am selben Tag auf die Intensivstation verlegt und künstlich beatmet wurde. Am Folgetag litt sieunter einem…

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Landgericht Koblenz – vom 09.11.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Lymphzyste nach Crossektomie und stadiengerechter Saphenektomie, LG Koblenz, Az. 10 O 5/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich in 2010 aufgrund einer Krampfader in die stationäre Behandlung bei der Beklagten. Hier wurde die Krampfader operativ entfernt. Nach der Operation stellte sich eine starke Schwellung des Beines ein; es entwickelte sich eine Lymphzyste, später ein Lymphödem. Die Klägerin muss seither einen Kompressionsstrumpf tragen. Verfahren:Das Landgericht hat den Vorfall mittels eines…

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Landgericht Ulm – vom 03.11.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Behandlungsfehlerhafte Durchtrennung des Nervus saphenus, 55.000,- Euro, LG Ulm, Az.: 6 O 248/13

Chronologie:Der Kläger begab sich in 2012 in die Behandlung bei der Beklagten zwecks Operation eines vermuteten Ganglions. Intraoperativ hätte erkannt werden können und müssen, dass es sich nicht um ein Ganglion, sondern um einen Nervenscheidentumor handelte. Die Präparation und Freilegung der Nerven erfolgten nicht dem medizinischen Facharztstandard entsprechend, mit der Folge, dass im Rahmen der…

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Landgericht Dessau-Roßlau – vom 31.10.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Lagerungsschaden nach Osteosynthese, LG Dessau-Roßlau, Az. 4 O 560/12

Chronologie:Die Klägerin befand sich im beklagten Klinikum in stationärer Behandlung zur Materialentfernung nach einer Osteosynthese. Während des Eingriffs lagerte die Klägerin in der sogenannten Beachchairposition. Direkt nach dem Eingriff litt die Klägerin an starken Kopfschmerzen und Taubheitsgefühlen am Hinterkopf. Die Beschwerden beruhten auf einer fehlerhaften Lagerung bei der Operation. Verfahren:Die Haftpflichtversicherung der Klinik lehnte eine…

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Landgericht Mainz – vom 27.10.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Frakturen im Bereich BWK 8 und LWK 4 anlässlich chiropraktischem Eingriff, 60.000,- Euro, LG Mainz, Az.: 2 O 208/15

Chronologie:Der Kläger begab sich 2014 wegen leichter Rückenbeschwerden in die Behandlung bei der Beklagten. Dort erfolgte ein chiropraktischer Eingriff, der zu Frakturen im Bereich der Rückenwirbel führte. Der Kläger musste sich daraufhin in stationäre Behandlung begeben. Verfahren:Das Landgericht Mainz hat zu dem Vorfall ein fachorthopädisch unfallchirurgisches Gutachten eingeholt. In diesem Gutachten bestätigt der Sachverständige mehrere…

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Oberlandesgericht Köln – vom 21.10.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Pars Plana Vitrektomie nach Netzhautablösung, OLG Köln, Az.: 5 U 155/15

Chronologie:Beim Kläger wurde eine Netzhautablösung am rechten Auge diagnostiziert und ein operativer Eingriff indiziert. Infolge dieser Operation kam es zu Komplikationen (Netzhautabhebung im Bereich der Makula, Tröpfchenbildung). Es war eine Revisionsoperation erforderlich. Seither hat der Kläger noch eine Sehfähigkeit auf dem Auge von 10 Prozent. Verfahren:Bereits das Landgericht Bonn (Az. 9 O 288/13) hatte sich…

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Landgericht Koblenz – vom 17.10.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene Kontrollzystoskopie nach Harnblasenverletzung, LG Koblenz, Az.: 1 O 80/15

Chronologie:Anlässlich der Entbindung einer Tochter kam es bei der Klägerin in der Klinik der Beklagten zu einer Verletzung der Harnblase, die über fünf Tage hinweg nicht diagnostiziert wurde. Es entstanden große Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum. Durch diese Fehlerhaftigkeit litt die Klägerin erheblich unter Schmerzen, es war ein verlängerter Krankenhausaufenthalt erforderlich, ein zweimaliges Öffnen der Sectionarbe und…

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Oberlandesgericht Dresden – vom 12.10.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Osteosynthese mittels Marknagels nach Mehrfragmentfraktur, OLG Dresden, Az.: 4 U 583/16

Chronologie:Die Klägerin zog sich in 2009 eine Sturzverletzung zu und begab sich in die Notfallambulanz der Beklagten. Dort wurde eine Osteosynthese vorgenommen und eine Frakturprothese implantiert. Postoperativ zeigte sich ein ausgedehntes Knochenzementdepot unterhalb des oberen Schaftendes. Die Klägerin leidet seither unter Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Nervenschädigung mit Zwerchfellhochstand. Verfahren:Bereits das Landgericht Dresden hatte sich mit dem…

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Landgericht Düsseldorf – vom 07.10.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verzögerte Diagnosestellung eines 3,8 mm großen malignen Melanoms, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 352/13

Chronologie:Die Klägerin befand sich in Behandlung im Krankenhaus der Beklagten. Dort wurde u.a. ein Muttermal thematisiert, das sich verändert hatte. Die Klägerin behauptet, auf die Veränderung hingewiesen zu haben, was die Gegenseite bestreitet. In der Folge stellte sich heraus, dass es sich um ein malignes Melanom handelte, das sofort hätte exzipiert werden müssen. Verfahren:Das Landgericht…

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Oberlandesgericht Karlsruhe – vom 04.10.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verspätete Bandscheibenoperation führt zu neurologischen Ausfällen, 50.000,- Euro, OLG Karlsruhe, Az.: 7 U 164/15

Chronologie:Die Klägerin bemerkte im Februar 2010 starke Schmerzen an der Lendenwirbelsäule 4/5, die sich linksseitig vom Gesäß über den hinteren Oberschenkel nach unten zogen, weshalb sie in einem von ihr selbst angeforderten Rettungswagen bei der Beklagten eingeliefert wurde. Dort wurden Röntgenbilder gemacht, am Folgetag auch ein MRT und die Verdachtsdiagnose eines Rezidivbandschei-benvorfalls L 4/5 gestellt.…

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Landgericht Berlin – vom 28.09.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Probleme nach Operation des Segments LWK 4 in PLIF-Technik, LG Berlin, Az.: 36 O 221/13

Chronologie:Die Klägerin stellte sich aufgrund von starken Rückenschmerzen bei der Beklagten vor. Dort schlugen ihr die Ärzte eine Versteifungsoperation in PLIF-Technik vor. Postoperativ hielten die Beschwerden an, mit Ausstrahlung in die Beine. Es war eine Folgeoperation notwendig. Anlässlich der nachfolgenden Kernspintomografie wurde Granulationsgewebe im Epiduralraum festgestellt und dass das eingebrachte Implantat die Hinterkante des Wirbelkörpers…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 24.09.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Hallux-Valgus Operation, OLG Düsseldorf, Az.: 8 U 199/14

Chronologie:Die Klägerin litt seit 2005 unter Beschwerden im Bereich des linken Fußes. Es wurde bei ihr ein Hallux Valgus diagnostiziert und eine operative Behandlung angeraten. Im Rahmen der Operation setzten die Ärzte einen Kirschnerdraht zur Stabilisierung ein. Da die Klägerin in der Folge weiter unter Schmerzen litt, musste dieser Draht wieder entfernt werden. Verfahren:Das zuvor…

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Landgericht Detmold – vom 21.09.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Brustrekonstruktion nach vorangegangener Karzinomerkrankung, 65.000,- Euro, LG Detmold, Az.: 12 O 5/14

Chronologie:Bei der Klägerin kam es zu rezidivierendem Krebsbefall der Brust. Nach Abnahme der Brust schlugen ihr die Mediziner einen künstlichen Aufbau vor. Hierfür entnahmen sie Gewebe im Unterbauch (DIEP-Lappenplastik). Da sich jedoch eine Thrombose entwickelte, musste dies wieder rückgängig gemacht werden. Auch im Bereich des Abdomens kam es durch die Gewebeentnahme zu einem massiven Entzündungsprozess,…

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Oberlandesgericht Naumburg – vom 15.09.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Staphylococcus Aureus-Infektion nach Facettenblockade, OLG Naumburg, Az.: 1 U 10/14

Chronologie:Die Klägerin leidet seit 2007 an Beschwerden im Iliosakralgelenk. Anfang 2009 erlitt sie eine LWS-Distorsion. Im Klinikum der Beklagten erhielt sie im Rahmen einer ambulanten Behandlung eine sogenannte Facettenblockade. Es stellte sich eine Staphylokokken-Infektion heraus. Die Klägerin kann seither ihren Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. Kausale Folgen des Vorfalles sind u.a. ein Psoasabszess, ein…

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Landgericht Stuttgart – vom 13.09.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Arterienverletzung anlässlich Kryoablation, LG Stuttgart, Az.: 15 O 158/16

Chronologie:Die Klägerin litt an Vorhofflimmern und begab sich in die Klinik der Beklagten, wo eine Kryoablation vorgenommen wurde. Hierbei kam es durch Fehlpositionierung des Katheters zu einer arteriellen Blutung, die eine Notoperation erforderlich machte. Seit dem Vorfall leidet die Klägerin unter diversen gesundheitlichen Problemen. Verfahren:Das Landgericht Stuttgart hat zunächst eine Güteverhandlung vorgenommen und intensiv geprüft,…

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Oberlandesgericht Hamm – vom 09.09.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Sigmaresektion mit Descendorektostomie, OLG Hamm, Az.: I – 3 U 22/15

Chronologie:Der Kläger begab sich aufgrund linksseitiger Unterbauchschmerzen in die Behandlung der Beklagten. Es wurde eine Sigmadivertikulitis mit Abszessbildung diagnostiziert und operativ behandelt. Postoperativ litt der Kläger unter gesundheitlichen Problemen, wie Inkontinenz, Erektionsstörungen und psychischen Beschwerden. Verfahren:Das Landgericht Essen hatte in der Vorinstanz nach Einholung eines neurourologischen Gutachtens die Klage als unbegründet abgewiesen (Az.: 1 O…

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Landgericht Köln – vom 05.09.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Kahnbeinresektion nach Rhizarthrose links, LG Köln, Az.: 25 O 45/13

Chronologie:Die Klägerin litt an einer Rhizarthrose der linken Hand und begab sich in die Klinik der Beklagten, wo eine Operation nach Epping vorgenommen werden sollte. Stattdessen ist jedoch das Kahnbein resektiert worden. Hierdurch ist das Daumengelenk kaum noch beweglich. Es liegt ein Dauerschaden vor. Verfahren:Das Landgericht Köln hat den Vorfall mittels eines handchirurgischen Gutachtens hinterfragen…

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Bundesgerichtshof – vom 29.08.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht fachgerecht vorgenommene Axilladissektion, BGH VI ZR 477/14

Chronologie:Die Klägerin begab sich 2002 in die Behandlung des Beklagten, einem niedergelassenen Chirurgen. Dieser führte eine operative modifizierte radikale Mastektomie mit Axillaausräumung durch. Seit der Operation leidet die Klägerin an erheblicher Bewegungseinschränkung des rechten Armes. Verfahren:Das Landgericht Berlin hatte den Vorfall umfangreich fachmedizinisch aufarbeiten lassen (Az.: 6 O 2/07). Im Ergebnis stellte das Gericht fest,…

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Landgericht Wiesbaden – vom 24.08.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Laparotomie führt zu Dünndarmileus aufgrund vergessenen Bauchtuches, LG Wiesbaden, Az.: 3 O 174/14

Chronologie:Der Kläger begab sich aufgrund von akuten Schmerzen im rechten Unterbauch in die Behandlung der Beklagten. Es war eine notfallmäßige Laparotomie erforderlich. Postoperativ litt der Kläger nach wie vor unter Schmerzen und Übelkeit. Er begab sich erneut in stationäre Behandlung. Eine CT-Untersuchung ergab einen Dünndarmverschluss. Eine Re-Laparotomie war erforderlich, anlässlich derer festgestellt wurde, dass ein…

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Landgericht Düsseldorf – vom 19.08.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Perityphlitischer Abszess nach nicht erkannter Appendizitis, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 294/14

Chronologie:Die Klägerin litt unter starken Bauchschmerzen und stellte sich bei ihrem Hausarzt, dem Beklagten, vor. Dieser schickte die Klägerin ohne genauere Abklärung der Symptome wieder nach Hause. Da sich die Schmerzen nicht besserten, suchte die Klägerin den Beklagten eine Woche später erneut auf und bestand auf eine sofortige Einweisung in ein Krankenhaus. Die Einweisungsdiagnose lautete:…

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Landgericht Saarbrücken – vom 15.08.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Probleme nach Implantation einer Knieprothese, LG Saarbrücken, Az.: 16 O 285/14

Chronologie:Der Kläger hatte sich bereits zweier Arthroskopien des rechten Kniegelenks unterzogen. Im Krankenhaus der Beklagten wurde sodann eine Hybrid-Knieprothese implantiert. Postoperativ verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Patienten jedoch. Es war ein Reinterventionseingriff erforderlich. Verfahren:Das Landgericht Saarbrücken hat auf Basis des im Vorfeld über den Medizinischen Dienst der Krankenkasse Saarland eingeholten Gutachtens eine Beweisaufnahme vorgenommen. Danach…

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Landgericht Leipzig – vom 11.08.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Verdachtsdiagnose einer zerebralen Metastasierung, 35.000,- Euro, LG Leipzig, Az.: 08 O 2913/13

Chronologie:Die Klägerin erkrankte in 2009 an einem Lungenkarzinom. Mitte 2013 erlitt sie einen körperlichen Zusammenbruch und wurde in die Klinik der Beklagten eingeliefert. Dort diagnostizierten die Ärzte eine progrediente Hirndrucksymptomatik bei Verdacht auf erneute zerebrale Metastasierung. Aufgrund der Diagnose erhielt die Klägerin u.a. das Medikament Dexamethason und sie sollte immobilisiert werden. Verfahren:Das vom Landgericht Leipzig…

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Landgericht Mainz – vom 06.08.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene Verdachtsdiagnose bei tiefer Beinvenenthrombose; LG Mainz, Az.: 2 O 100/15

Chronologie:Die Klägerin ist die gesetzliche Krankenversicherung eines Patienten, die auf Regressansprüche aus einem ärztlichen Behandlungsfehler klagt. In einem vom Patienten angestrengten Parallelverfahren (Az. 2 O 259/11) kamen die befassten Gutachter zu einer groben Fehlerhaftigkeit der Behandlung des Patienten. Insbesondere dass die bei ihm bestehende Lungenembolie aufgrund einer Thrombose übersehen wurde. Die Klägerin begehrt nunmehr die…

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Landgericht Wuppertal – vom 30.07.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Kardiotoxische Wirkung eines Chemotherapeutikums, LG Wuppertal, Az.: 5 O 95/14

Chronologie:Bei der Klägerin wurde in 2011 ein Mammakarzinom diagnostiziert. Die vorgenommene Chemotherapie wies eine kardiotoxische Wirkung auf, die Klägerin ist nun auf ein Kunstherz angewiesen. Verfahren:Das Landgericht Wuppertal hat ein kardiologisches und ein gynäkologisches Fachgutachten eingeholt. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass die Klägerin nicht über die kardiotoxische Wirkung des Chemotherapeutikums hinreichend aufgeklärt wurde. Die…

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Landgericht Nürnberg-Fürth – vom 21.07.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Schmerzensgeld – Geburtsschaden:
Tod eines neugeborenen Kindes wegen unterlassener Sectio, 50.000,- Euro, LG Nürnberg-Fürth, Az.: 4 O 1742/16

Chronologie: Die Kläger nahmen die Beklagte auf Ersatz der immateriellen und materiellen Schäden in Anspruch, die ihnen in Folge der fehlerhaften Behandlung ihrer verstorbenen Tochter entstanden sind. Der Beklagten wurde ein grober Behandlungsfehler vorgeworfen, da über einen Zeitraum von mehreren Stunden die gebotene adäquate Überwachung durch qualifizierte geburtshilfliche Mitarbeiter/Innen (Ärzte, Hebammen) nicht geregelt war. Bei…

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Oberlandesgericht Dresden – vom 18.07.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene 5-fach-Impfung gegen Tetanus, Diphterie, Polio, Pertussis und Hepatitis, OLG Dresden, Az. 4 U 2014/15

Chronologie:Die Klägerin ist Asthmatikerin und litt im Herbst 2011 an einer schweren Bronchitis. Der Beklagte, ihr Hausarzt impfte sie daraufhin gegen Influenza sowie Pneumokokken. Da sich die Beschwerden nicht besserten, erhielt sie einige Wochen später weitere Impfungen. Aufgrund anhaltender Schmerzen begab sie sich in eine Klinik, wo eine proximale Lähmung und Rückbildung der Armmuskulatur sowie…

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Landgericht Mönchengladbach – vom 14.07.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Innenmeniskusteilresektion bei Meniskushinterhorn Lappenriss, LG Mönchengladbach, Az.: 6 O 329/11

Chronologie:Der Kläger befand sich nach einer Bänderzerrung am linken Knie in stationärer Behandlung bei der Beklagten. Dort wurde ein Meniskushinterhorn Lappenriss diagnostiziert und eine Teilresektion des Innenmeniskus vorgenommen. Postoperativ traten Komplikationen auf. Es bestätigte sich ein erneuter Riss im Innenmeniskus. Verfahren:Das Landgericht M’gladbach hat ein orthopädisch-unfallchirurgisches Fachgutachten eingeholt, sowie zwei weitere Gutachten. Nach Abschluss der…

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Landgericht Gießen – vom 08.07.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Hüft-TEP-Implantation links, ca. 30.000,- Euro plus Feststeller, LG Gießen, Az.: 2 O 408/14

Chronologie:Bei der Beklagten bestand eine Coxarthrose linksseitig, so dass eine Indikation zu einer TEP-Implantation gestellt wurde. Postoperativ kam es zu Komplikationen. So entwickelte sich u.a. ein infektiöses Geschehen. Verfahren:Das Landgericht Gießen hat zunächst ein unfallchirurgisch-orthopädisches Sachverständigengutachten eingeholt, sodann ein weiteres Ergänzungsgutachten. Nachdem der gerichtlich bestellte Gutachter mehrere konkrete Behandlungsfehler bestätigte, regte das Gericht eine vergleichsweise…

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Landgericht Berlin – vom 27.06.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Lungenembolie nach Versteifung der Wirbel LWK 4/5, LG Berlin, Az.: 13 O 43/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich wegen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule in die Praxis der Beklagten. Es erfolgte ein operativer Eingriff und die Wirbel LWK 4/5 wurden versteift. Postoperativ traten erhebliche Schmerzen ein. Aufgrund ihrer Immobilität über eine Woche hinweg kam es sodann zu einer Thrombose mit der Folge einer Lungenembolie. Einige Monate später verstarb die Patientin.…

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Landgericht Köln – vom 23.06.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene LASIK-Augenoperation nach Kurzsichtigkeit; LG Köln, Az.: 25 O 250/14

Chronologie:Der Kläger litt unter einer Kurzsichtigkeit. Es bestanden rechts -3,50 und links -4,00 Dioptrien. Er entschied sich deshalb für eine LASIK-Operation bei dem Beklagten. Ziel der Operation war es, dass der Kläger keine Brille mehr tragen brauche. Seit der Operation besteht nun jedoch eine Weitsichtigkeit von +2,50 Dioptrien auf beiden Seiten. Es wird ein Bedienungsfehler…

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Landgericht Kassel – vom 20.06.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Lendenwirbelsäulenoperation, 40.000,- Euro, LG Kassel, Az.: 2 O 1604/14

Chronologie:Bei dem Kläger bestand ein seit Jahren bekannter Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelsäulenbereich. Nach einer traumatischen Verletzung im Kniebereich, stellten sich massive Schmerzen im Oberschenkelbereich mit Ausstrahlung in den Bereich des unteren Rückens ein. Der Kläger begab sich sodann in die Behandlung des Beklagten, wo ein operativer Eingriff erfolgte. In der Folge litt der Kläger weiter unter…

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Landgericht Aachen – vom 14.06.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Kompartmentsyndrom nach Resektion einer Melanom Metastase, LG Aachen, Az.: 11 O 476/12

Chronologie:Die Klägerin befand sich bei der Beklagten in stationärer Behandlung zwecks Resektion einer Melanom Metastase. Postoperativ stellte sich bei ihr ein Kompartmentsyndrom ein. Seither ist sie in ihrer Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt. Verfahren:Das Landgericht Aachen hat zwei fachmedizinische Gutachten zu dem Vorfall eingeholt. Im Ergebnis stellte sich eine ärztliche Fehlbehandlung heraus, so dass das Gericht den…

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Landgericht Stuttgart – vom 08.06.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Rechtsseitige Hemiparese nach 40 Embolisationen, 50.000,00 Euro, LG Stuttgart, Az.: 20 O 358/15

Chronologie:Der vormals minderjährige Kläger begab sich ab 2007 aufgrund von Gefäßmissbildungen in die Behandlung bei der Beklagten. Im Monatsrhythmus erfolgten Embolisationsbehandlungen. Ab Mai 2010 kam es aufgrund dieser Behandlungen u.a. zu einer rechtsseitigen Bewegungsstörung. Seither unterliegt der Kläger einem GdB von 90. Verfahren:Das Landgericht Stuttgart hat den Sachverhalt umfassend gewürdigt und hat dabei im Ergebnis…

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Landgericht Hagen – vom 03.06.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Vergessene Kompresse nach Entfernung von Blasensteinen, 25.000,- Euro, LG Hagen, Az.: 2 O 17/15

Chronologie:Der Kläger litt unter Blasensteinen, die operativ entfernt wurden. Anlässlich dieser Operation wurde versehentlich ein Bauchtuch vergessen, was zu einem Infektionsgeschehen führte. Diverse Revisionseingriffe waren erfolgreich. Verfahren:Das Landgericht Hagen hat es angesichts der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage nicht für nötig erachtet, ein fachmedizinisches Gutachten einzuholen und schlug den Parteien eine gütliche Einigung über insgesamt…

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Landgericht Darmstadt – vom 31.05.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dissektion der Arteria vertebralis nach chiropraktischem Eingriff, LG Darmstadt, Az.: 1 O 206/15

Chronologie:Der Kläger suchte den Beklagten in 2011 aufgrund von Beschwerden im Halsbereich auf. Dieser nahm einen chiropraktischen Eingriff vor. Kurze Zeit später erfolgte ein weiterer Eingriff, woraufhin der Kläger unter Drehschwindel und Übelkeit litt. Er war nicht mehr in der Lage, sich fortzubewegen. Eine röntgenologische Untersuchung schloss allerdings eine Fraktur der HWS aus. Der Kläger…

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Oberlandesgericht Dresden – vom 24.05.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Zervix-Karzinom trotz regelmäßiger Krebsvorsorgeuntersuchungen, OLG Dresden, Az.: 4 U 1759/15

Chronologie:Die Klägerin macht gegen die Beklagte, eine niedergelassene Fachärztin für Gynäkologie Ansprüche wegen vorgeworfener Behandlungsfehler geltend. Sie befand sich bei ihr in regelmäßigen Abständen zwecks Krebsvorsorge in Behandlung. Dennoch konnte sich ein Zervix-Karzinom entwickeln. Verfahren:Zunächst war das Landgericht Dresden mit dem Vorfall befasst und hat die Klage mit Urteil vom 23.10.2015 als unbegründet abgewiesen. Hiergegen…

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Oberlandesgericht Frankfurt/M. – vom 17.05.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Beidseitige Läsion des Nervus femoralis bei Wirbelsäulenversteifung, 50.000,- Euro plus Feststeller, OLG F’furt/M., Az.: 8 U 224/12

Chronologie:Der Kläger litt seit Jahren unter Rückenschmerzen. In 2005 wurde er in der Klinik der Beklagten aufgenommen und operiert. Postoperativ kam es zu einer beidseitigen Quadrizepsparese, als deren Ursache eine inkomplette Läsion des Nervus femoralis diagnostiziert wurde. Seit dem Vorfall kann der Kläger u.a. seiner Erwerbstätigkeit nicht mehr nachkommen. Verfahren:Bereits das Landgericht Wiesbaden hatte sich…

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Landgericht Cottbus – vom 14.05.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verzögerte Orchidopexie rechts nach Verdachtsdiagnose „Orchitis“, LG Cottbus, Az.: 3 O 155/13

Chronologie:Der jugendliche Kläger litt unter Schmerzen im Unterbauch und begab sich in die Klinik der Beklagten. Es wurde die Verdachtsdiagnose „Orchitis“ gestellt. Nach Verschlechterung des Gesundheitszustandes musste der rechte Hoden schließlich operativ entfernt werden. Verfahren:Das Landgericht Cottbus hat ein fachurologisches Gutachten zu dem Vorfall eingeholt. Der Sachverständige stellte u.a. fest, dass die erfolgte Verdachtsdiagnose nicht…

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Landgericht Wuppertal – vom 10.05.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dünndarmperforation, Peritonitis und Bauchdeckenphlegmone anlässlich Laparoskopie, 20.000,- Euro, LG Wuppertal, Az.: 5 O 261/13

Chronologie:Die Klägerin stellte sich aufgrund von Oberbauchschmerzen bei der Beklagten vor, wo eine laparoskopische Untersuchung erfolgte. Dabei kam es zu einer Dünndarmperforation mit weiteren Gesundheitsschädigungen. In der Folge waren weitere Nachoperationen erforderlich. Die Klägerin leidet auch noch heute, rund fünf Jahre nach dem Vorfall, unter den eingetretenen Folgen, sowohl körperlich, als auch psychisch. Verfahren:Das Landgericht…

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Landgericht Kleve – vom 27.04.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Inkomplette Querschnittslähmung, ca. 600.000,- Euro, LG Kleve, Az.: 2 O 355/12

Chronologie:Der Kläger begab sich aufgrund chronischer Schmerzen im Brustbereich in die Klinik der Beklagten. Dort wurde ihm ein Kathetersystem eingesetzt, das wieder kurze Zeit später entfernt werden sollte. Dieses System führte zu einer Entzündung der Brustwirbelsäule. Es trat eine inkomplette Querschnittslähmung ein. Verfahren:Dem Kläger wurde für diese Sache bereits in einem Vorprozess ein Schmerzensgeld von…

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Oberlandesgericht Dresden – vom 21.04.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnostizierte Hodentorsion, OLG Dresden, Az. 4 U 1898/15

Chronologie:Der Kläger begab sich mit Unterleibsschmerzen in die Klinik der Beklagten. Dort wurde eine Leistenhernie diagnostiziert, tatsächlich lag indes eine Hodentorsion vor. Verfahren:Bereits vor dem Verfahren hatte der Medizinische Dienst Sachsen ein Gutachten erstellen lassen, das einen Diagnosefehler konstatierte. In der ersten Instanz hatte das Landgericht Leipzig sodann die Beklagte zu 15.000,- Euro Schmerzensgeld verurteilt…

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Landgericht Kiel – vom 12.04.2016
Medizinrecht – Medizinprodukterecht – Schmerzensgeld:
Implantation einer fehlerhaften Hüftprothese, 50.000,- Euro; LG Kiel, Az. : 8 O 44/15

Chronologie:Die Klägerin ließ sich im Jahre 2005 aufgrund einer bestehenden Coxarthrose rechts ein Hüftimplantat einsetzen. Einige Jahre später stellten sich entzündliche Prozesse und intervallartige Schmerzen bei der Klägerin ein. Das eingesetzte Implantat musste ersetzt werden. Der Eingriff erfolgte im Januar 2013. Die Klägerin richtet ihre Ansprüche gegen den Implantathersteller. Verfahren:Das Landgericht Kiel riet den Parteien…

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Landgericht Dresden – vom 08.04.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Indikation zur reprograden Nagelung nach distaler Humerusschaftfraktur, LG Dresden, Az. 6 O 616/14

Chronologie:Der Kläger zog sich im Oktober 2011 beim Armdrücken eine geschlossene dislozierte distale Humerusschaftfraktur rechts zu und stellte sich am selben Abend in der Notaufnahme der Beklagten vor. Diese stellte die Indikation einer operativen Versorgung mittels Marknagels. Seither leidet der Kläger unter Bewegungs- und Funktionsstörungen der Hand. Verfahren:Das Landgericht Dresden hat den Vorfall gutachterlich hinterfragen…

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Landgericht Dortmund – vom 03.04.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Hallux valgus Operation, Landgericht Dortmund, Az.: 4 O 35/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich aufgrund von Schmerzen im rechten Fuß in die stationäre Behandlung bei der Beklagten. Er erfolgte ein operativer Hallux valgus Eingriff. Postoperativ steigerten sich die Schmerzen und hielten über einen längeren Zeitraum an. Verfahren:Das Landgericht Dortmund hat ein chirurgisches Gutachten eingeholt. Das Ergebnis war nicht derart eindeutig, dass das Gericht eine Entscheidung…

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Landgericht Saarbrücken – vom 27.03.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandelte Hodenruptur nach Motorradunfall, LG Saarbrücken, Az.: 16 O 44/15

Chronologie:Der Kläger erlitt im Juni 2013 einen Motorradunfall. Noch am Unfallort klagte er über Schmerzen im Unterleib. Er kam in die Notaufnahme der Beklagten und anschließend auf eine Station. Eine adäquate Untersuchung der Beschwerden unterblieb indes. Erst Tage später diagnostizierten die behandelnden Mediziner eine Hodenruptur. Der linke Hoden musste entfernt werden. Verfahren:Bereits vor der gerichtlichen…

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Landgericht Düsseldorf – vom 17.03.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Tod nach Fußballspiel durch verspätete Verlegung in Gefäßchirurgie, 100.000,- Euro; LG Düsseldorf, Az.: 3 O 45/13

Chronologie:Der verstorbene 41-jährige Ehemann der Klägerin kam beim Fußballspielen zu Fall und erlitt dabei eine Rückenverletzung. Anlässlich der erforderlichen Behandlung im Hause der Beklagten kam es zu Komplikationen. Bei der zehnstündigen Operation verlor der Familienvater über 5.500 ml Blut. In der Folge musste ihm der linke Oberschenkel amputiert werden. Die Nierenfunktion fiel aus und der…

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Landgericht München I – vom 15.03.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Operation einer osteochondrotischen Kyphose mit instabiler Spondylolisthesis, 42.000,- Euro; LG München I, Az.: 9 O 3076/13

Chronologie: Der Kläger befand sich im Jahr 2010 bei der Beklagten zu Ziff. 1. in Behandlung und wurde durch den Beklagten zu Ziff. 2., welcher als Facharzt für Neurochirurgie bei der Beklagten zu Ziff. 1 tätig war, belegärztlich wegen einer osteochondrotischen Kyphose mit instabiler Spondylolisthesis vera LWK 5/SWK 1 operiert. Da sich die Beschwerden des…

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Oberlandesgericht Hamm – vom 07.03.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Ischämischer Insult im Mediastromgebiet links mit Hemiparese nach Liposuktion; OLG Hamm, Az.: I 3 U 154/14

Chronologie:Der Kläger begab sich in die Einrichtung der Beklagten zwecks Vornahme einer Liposuktion. Diese wurde im Januar 2008 vorgenommen. Im Aufklärungsbogen hatte der Kläger bei der Frage nach Herz-/Kreislauferkrankungen „Vorhofseptumdefekt“ eingetragen. Die Operation verlief ohne Komplikationen, auch im postoperativen Verlauf zeigten sich keine Auffälligkeiten. Wenige Wochen später erlitt der Kläger jedoch einen ischämischen Insult. Bei…

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Oberlandesgericht Köln – vom 01.03.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlende Sicherungsaufklärung bezüglich Darmkrebs anlässlich urologischer Krebsvorsorgeuntersuchung, OLG Köln, Az.: 5 U 62/15

Chronologie:Der Kläger befand sich seit 1992 in Behandlung bei der Beklagten zu 1), einer urologischen Gemeinschaftspraxis. Anlässlich einer Koloskopie im April 2011 im Hause der Beklagten zu 2) wurde bei ihm ein stenosierendes Rektumkarzinom diagnostiziert. Dieses wurde resektiert und der Kläger mittels Chemotherapie weiterbehandelt. Vorgeworfen wird u.a. eine verspätete Tumordiagnose durch die Beklagte zu 1).…

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Mediationsverfahren Niederrhein – vom 21.02.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Hypoxischer Hirnschaden mit geistiger und körperlicher Schwerstschädigung anlässlich Geburtsvorgang, 2,3 Millionen Euro Regulierungssumme

Chronologie:Das betroffene Kind erlitt im Rahmen der Geburt einen hypoxischen Hirnschaden, der zu einer schweren geistigen und körperlichen Schädigung führte. Der Geschädigte ist nunmehr zu hundert Prozent rund um die Uhr auf fremde Hilfe angewiesen. Fachmedizinische Gutachter bezeichneten den Geburtsablauf als grob fehlerhaft. Verfahren:Nachdem die langwierigen außergerichtlichen Verhandlungen mit dem Versicherer der Schädigerseite nicht zum…

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Landgericht Bremen – vom 19.02.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte postoperative Kontrolle nach Verlängerungsspondylodese, LG Bremen, Az.: 3 O 477/14

Chronologie:Die Klägerin befand sich wegen bestehender Lumbalgien seit zwei Jahren in Behandlung im Hause der Beklagten. Im Juli 2012 erfolgte operativ eine dorsale Verlängerungsspondylodese. Postoperativ klagte die Patientin über Schmerzen im Wirbelsäulenbereich. Eine MRT-Untersuchung ergab eine Schraubenfehllage im Bereich BWK 12. Die Pedikelschraube musste sodann operativ entfernt werden. Verfahren:Das Landgericht Bremen hat zu dem Vorfall…

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Landgericht Frankfurt/M. – vom 13.02.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Reposition nach schwerer pertrochantärer Femurfraktur, LG Frankfurt/Main, Az.: 2-04 O 347/13

Chronologie:Die Klägerin erlitt nach einem Sturz in 2011 eine Oberschenkelfraktur, die operativ behandelt wurde. Es war in der Folge eine Revisionsoperation erforderlich. Verfahren:Das Landgericht Frankfurt/M. hat den Vorfall umfangreich fachmedizinisch hinterfragen lassen. Im Ergebnis stellte der gerichtlich bestellte Sachverständige fest, dass die im Zuge der Frakturversorgung durchgeführte Reposition ungenügend war und es damit zu einer…

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Oberlandesgericht Hamm – vom 02.02.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Ischämischer Insult im Mediastromgebiet mit transienter sensomotorischer Hemiparese nach Liposuktion, OLG Hamm, Az.: I – 3 U 154/14

Chronologie:Der Kläger suchte 2007 die Klinik der Beklagten zwecks Fettabsaugung auf. Bei ihm bestand ein angeborener Vorhofseptumdefekt. Im Jahre 1995 hatte er bereits eine Transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten. Anlässlich der Operation erlitt er einen ischämischen Insult mit nachfolgender Hemliparese. Es wurde neben dem Vorhofseptumdefekt auch ein kleines Aneurysma Fossa ovalis festgestellt. Seit dem Vorfall…

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Landgericht Leipzig – vom 26.01.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht erkannte Mehrfragmentfraktur des linken Fersenbeines, 20.000,- Euro; LG Leipzig, Az.: 08 O 1918/12

Chronologie:Die Klägerin stürzte in ihrer Wohnung die Treppe hinunter und zog sich dabei Verletzungen zu. Im Hause der Beklagten wurde eine tatsächlich vorliegende Fraktur des Fersenbeines nicht diagnostiziert, sondern die Klägerin einer Schmerztherapie unterzogen. Verfahren:Das Landgericht Leipzig hat ein fachchirurgisches Sachverständigengutachten zu dem Vorfall eingeholt. Der Gutachter stellt u.a. heraus, dass die zeitnahe Initiierung der…

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Landgericht Dortmund – vom 21.01.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Bakterielle Entzündung nach Bursitis im rechten Schultergelenk, LG Dortmund, Az.: 4 O 275/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich aufgrund von Schmerzen im rechten Schultergelenk in die Behandlung des Beklagten. Dieser veranlasste eine Spritzentherapie. Nachdem sich die Schmerzen steigerten, wurde die Klägerin in der Notaufnahme einer Klinik vorstellig, wo eine bakterielle Entzündung des Schleimbeutels diagnostiziert wurde. Es war eine konservative Behandlung erforderlich. Verfahren:Das Landgericht Dortmund hat den Vorfall mittels eines…

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Landgericht Duisburg – vom 11.01.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Durchtrennung des Nervus accessorius anlässlich Lymphknotenentfernung, 30.000,- Euro; LG Duisburg, Az.: 1 O 496/09

Chronologie:Die Klägerin begab sich in 2008 zwecks Entfernung eines Lymphknotens in die Klinik der Beklagten. Postoperativ litt sie an Taubheitsgefühlen im Halsbereich. Im Rahmen einer Revisionsoperation wurde eine komplette Durchtrennung des Nervus accessorius festgestellt. Verfahren:Das Landgericht Duisburg hat den Vorfall umfassend hinterfragt und die Beklagten zu rund 30.000,- Euro verurteilt. Das Schmerzensgeld bewertete das Gericht…

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Landgericht Frankfurt/Oder – vom 09.01.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht indizierte Leberpunktion bei Gallengangstein, 22.500,- Euro, LG Frankfurt/Oder, Az.: 11 O 17/14

Chronologie:Die Klägerin stellte sich aufgrund von Oberbauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen im Hause der Beklagten vor. Nach CT-Untersuchung, Magen- und Darmspiegelung wurde eine Leberbiopsie veranlasst. Verfahren:Das Landgericht Frankfurt/Oder hat zu dem Vorgang ein internistisch-gastroenterologisches Fachgutachten eingeholt. Dieses stellte im Ergebnis fest, dass die Leberbiopsie nicht indiziert gewesen ist. Daraufhin schlug das Gericht den Parteien vor, sich…

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Landgericht Saarbrücken – vom 06.01.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Übersehene Fraktur des Tuberculum majus, LG Saarbrücken, Az.: 16 O 207/15

Chronologie:Die Klägerin zog sich beim Reiten eine Sturzverletzung zu und begab sich in die Notaufnahme der Beklagten. Dort wurden keine Frakturen diagnostiziert und sie am gleichen Tage wieder entlassen. Erst einige Monate später stellte sich heraus, dass die Klägerin zwei Frakturen erlitten hatte, die zu erheblichen Schmerzen führten. Verfahren:Das Landgericht Saarbrücken hat im Hinblick auf…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 02.01.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Grob fehlerhaft verspätete operative Versorgung nach Verschlechterung Wundsymptomatik, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 17/15

Chronologie:Dem Kläger riss beim Tennisspielen auf der rechten Seite die Achillessehne. In einem Krankenhaus wurde diese operativ versorgt. Im Rahmen der Nachbehandlung trat eine signifikante Verschlechterung der Wundsymptomatik ein, auf die nicht zeitgemäß adäquat reagiert wurde. Es waren weitere Folgeoperationen und eine Teilresektion der Achillessehne erforderlich. Verfahren:Zunächst hatte sich mit dem Vorfall das Landgericht Krefeld…

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Landgericht Magdeburg – vom 22.12.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Amputation des rechten Großzehs wegen unterlassener Facharztbehandlung, LG Magdeburg, Az.: 9 O 2247/13 – 547 –

Chronologie:Der Kläger leidet an Diabetes. Nach einer Schnittverletzung unter der großen Zehe begab er sich in die Behandlung bei der Beklagten. Es wurde eine abwartende Haltung eingenommen, anstatt die Durchblutung zu verbessern. Eine Verlegung in eine Gefäßchirurgie erfolgte verspätet, so dass der Zeh nicht mehr zu retten war. Verfahren:Das Landgericht Magdeburg hat ein chirurgisches Gutachten…

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Landgericht Aschaffenburg – vom 18.12.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unrichtige Injektionstherapie bei Meniskusschaden, LG Aschaffenburg, Az.: 12 O 356/13

Chronologie:Der Kläger litt an Kniebeschwerden und begab sich in die Praxis der Beklagten. Dort wurde er mit einer mehrfachen Injektion von Hyaluronsäure therapiert. In der Folge kam es zu einer Entzündung, es war eine notfallbedingte Operation in Form einer arthroskopischen Gelenkrevision sowie Spülung des infizierten Kniebereichs erforderlich. Der Kläger leidet auch heute noch unter Kniebeschwerden.…

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Oberlandesgericht Köln – vom 09.12.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Behandlung einer intraartikularen Radiustrümmerfraktur, OLG Köln, Az.: 5 U 73/14

Chronologie:Der Kläger erlitt im Jahre 1999 beim Inlineskaten einen Unfall. Im Rahmen der Erstversorgung durch ein Krankenhaus in Krefeld wurde eine Fraktur am rechten Handgelenk diagnostiziert. Die Behandlung erfolgte mittels Anlage eines Fixateurs externe sowie einer Rekonstruktion durch Kirschnerdraht Osteosynthese. Nachdem sich die Beschwerden nicht verbesserten, wurde eine Verplattung in einer Klinik in Köln eingebracht.…

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Oberlandesgericht Dresden – vom 06.12.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnostizierte komplizierte dislozierte Radiusfraktur links, OLG Dresden, Az.: 4 U 1017/15

Chronologie:Der Kläger erlitt anlässlich eines Fahrradsturzes eine Radiusfraktur des linken Handgelenks. Er begab sich in die Behandlung bei der Beklagten, die eine Röntgenaufnahme für nicht erforderlich erachtete. Erst später stellte sich die Fraktur heraus. Aufgrund der Fehldiagnose kam es zu einer verspäteten Behandlung und einer Frakturheilung in Fehlstellung. Verfahren:Bereits das Landgericht Leipzig war mit dem…

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Hanseatisches Oberlandesgericht – vom 03.12.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Wirbelsäulenoperation mit Keimbefall des DSS-Instrumentariums, Hanseatisches OLG, Az.: 1 W 78/15

Chronologie:Der Klägerin wurde im Jahre 2010 seitens des Beklagten zu 1) im Hause des Beklagten zu 2) ein DSS-Instrumentarium im Wirbelsäulensegment L5/S1 implantiert, woraufhin es zu einem Keimbefall und dem späteren Erfordernis der Explantation des DSS-Instrumentariums kam. Verfahren:Nach diesseitiger Übernahme der Angelegenheit im vorgerichtlichen Verfahren im Jahre 2014 wurde der Versuch unternommen, die Angelegenheit bei…

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Landgericht Düsseldorf – vom 30.11.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlmedikation mit Schmerzmittel bei bestehender Lupusnephritis, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 410/08

Chronologie:Der Kläger war aufgrund einer Autoimmunerkrankung aus dem Bereich der Rheumaerkrankungen auf das Medikament Marcumar angewiesen. Trotz dieser Vorerkrankung erhielt er anlässlich einer Behandlung in der Praxis des Beklagten ein Schmerzmittel verabreicht, das kontraindiziert war und zu einer massiven Einblutung und Nervenschädigung führte. Verfahren:Das Landgericht Düsseldorf hat den Vorfall umfassend fachmedizinisch überprüfen lassen. Das Verfahren…

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Brandenburgisches Oberlandesgericht – vom 21.11.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandelte subtrochantäre Fermurfraktur mit erheblicher Fehlstellung, OLG Brandenburg, Az.: 12 U 95/14

Chronologie:Die betagte Klägerin befand sich in der Klinik der Beklagten nach einer Brustkrebsoperation in der Rehabilitation. Dort rutschte sie während einer Gruppengymnastik aus und zog sich einen Oberschenkelhalsbruch zu. Es war eine Revisionsoperation erforderlich. Die Klägerin ist seit dem Vorfall in ihrer täglichen Lebensführung schwer beeinträchtigt. Verfahren: Bereits das Landgericht Cottbus hatte sich zuvor mit…

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Landgericht Düsseldorf – vom 16.11.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Postthrombotisches Syndrom des linken Beines nach endovenöser Laser-Therapie, 27.500,- Euro, LG Düsseldorf, Az. 3 O 181/12

Chronologie:Der Kläger stellte sich in 2008 wegen rezidivierender Thrombophlebitiden in der Praxis des Beklagten vor, wo ohne weitere Diagnostik ein laserchirurgischer Eingriff mit Verödung der Vena saphena magna am linken Bein vorgenommen wurde. Am Folgetage stellte sich ein postthrombotisches Syndrom ein. Seit dem Vorfall ist der Kläger zu einem chronischen Schmerzpatienten geworden und leidet auch…

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Landgericht Saarbrücken – vom 10.11.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht indizierter Eingriff an den Wirbelkörpern in Höhe L3/L4, 20.000,- Euro; LG Saarbrücken, Az.: 16 O 260/14

Chronologie:Der Kläger litt unter Schmerzen im Bereich des Gesäßes linksseitig und begab sich in die Klink der Beklagten, wo ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wurde. Die Beklagte operierte den Kläger, wobei die Operation fälschlicherweise auf der Höhe L3/L4, anstatt auf der Höhe L4/L5 vorgenommen wurde. Seit diesem Vorfall leidet der Kläger unter Schmerzen und Taubheitsgefühl im linken…

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Landgericht Mönchengladbach – vom 04.11.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Irreversible Hirnschädigungen nach verspäteten EEG und MRT – Untersuchungen nach Geburt, LG M’gladbach, Az.: 6 O 347/12

Chronologie:Der Kläger wurde Anfang 2010 in der Geburtshilfeklinik des Beklagten zu 1) geboren. Anlässlich des Geburtsvorganges kam es zu Komplikationen. Es erfolgte eine eilige Sectio in Spinalanästhesie. Nach der Geburt wurden erst spät EEG und MRT veranlasst und die Krampfanfälle des Kindes zu spät behandelt. Seither leidet der Klage an irreversiblen Hirnschädigungen, ist geistig und…

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Landgericht München I – vom 15.10.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Peroneusparese nach Korrektur-Spondylodese, 20.000,- Euro; LG München, Az.: 9 O 3449/14

Chronologie:Der Kläger erlitt 2009 einen Bandscheibenvorfall im Bereich L 4/5. Es war ein operativer Eingriff erforderlich, der aber nicht erfolgreich war. Nach der Korrekturoperation trat eine Peroneusparese im linken Fuß auf. Der Grad der Behinderung des Klägers beträgt 50. Verfahren:Das Landgericht München I hat ein neurochirurgisches Gutachten zu dem Vorfall eingeholt. Im Ergebnis kommt der…

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Landgericht Leipzig – vom 11.10.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verfehlte Diagnose einer Hodentorsion als Leistenhernie, LG Leipzig, Az.: 08 O 995/13

Chronologie:Der heute achtjährige Kläger litt an starken Unterleibsschmerzen und begab sich in die kinderärztliche Notfallpraxis der Beklagten, wo eine Leistenhernie diagnostiziert wurde. Die tatsächlich vorliegende Hodentorsion erkannte die Beklagte nicht. Am Folgetag musste der linke Hoden entfernt werden. Verfahren:Bereits im Vorfeld des Verfahrens hatte der Medizinische Dienst Sachsen ein kinderchirurgisches Gutachten erstellen lassen, das eine…

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Oberlandesgericht Köln – vom 07.10.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandlung einer intraartikularen Radiustrümmerfraktur am rechten Handgelenk, 300.000,- Euro, OLG Köln, Az. 5 U 73/14

Chronologie:Der Kläger erlitt im Jahre 1999 beim Inlineskaten einen Unfall. Im Rahmen der Erstversorgung durch ein Krankenhaus in Krefeld wurde eine Fraktur am rechten Handgelenk diagnostiziert. Die Behandlung erfolgte mittels Anlage eines Fixateurs externe sowie einer Rekonstruktion durch Kirschnerdraht Ostheosynthese. Nachdem sich die Beschwerden nicht verbesserten, wurde eine Verplattung in einer Klinik in Köln eingebracht.…

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Landgericht Kiel – vom 05.10.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Knochenabbau und Lockerung der Trägerzähne nach Vollprothese im Oberkiefer, LG Kiel, Az.: 8 O 78/14

Chronologie:Der Klägerin fehlten beidseits im Oberkiefer die letzten Backenzähne, welche durch eine Prothese ersetzt wurden. Nach nur zweieinhalb Jahren kam es zu einem starken Knochenabbau und Lockerung der Trägerzähne. Es war erforderlich, der Klägerin vier Zähne zu ziehen und vier Implantate einzusetzen. Verfahren:Das Landgericht Kiel hat ein zahnärztliches Sachverständigengutachten zu dem Vorfall eingeholt. Das Gericht…

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Landgericht Mainz – vom 02.10.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose einer Beinvenenthrombose, links, LG Mainz, Az.: 2 O 100/15

Chronologie:Der geschädigte Patient begab sich 2009 in eine Notarztzentrale wegen des Verdachts einer Thrombose. Von dort wurde er umgehend in eine Klinik überwiesen. Dort schlossen die Ärzte eine Thrombose indes aus und therapierten den Patienten mit Salben und Schmerzmitteln. Es entwickelte sich daraufhin eine symptomatische Lungenarterienembolie. Verfahren:Das Landgericht Mainz hatte sich bereits vormals mit der…

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Landgericht Limburg – vom 28.09.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose einer koronaren Herzerkrankung und eines Herzinfarktes, LG Limburg, Az.: 2 O 84/14

Chronologie:Die Klägerin litt unter plötzlicher Atemnot und Belastungsschmerz in der Brust. In der Praxis der Beklagten erfolgte ein Lungenfunktionstest, eine Bestimmung des Troponin-Wertes wurde indes verabsäumt. In der Folgezeit nahmen die Beschwerden zu. Erst mehrere Wochen später diagnostizierten Ärzte einer Klinik, dass die Klägerin einen Herzinfarkt erlitten hatte. Es war die Einsetzung eines Stents erforderlich.…

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Landgericht Konstanz – vom 16.09.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Umstellungsosteotomie, 10.000,- Euro, LG Konstanz, Az.: B2 O 325/11

Chronologie:Die Klägerin begab sich in 2007 in die Notfallambulanz der Beklagten, nachdem die linke Kniescheibe luxiert war. Es folgten weitere Behandlungen bei der Beklagten, u.a. erfolgte eine Umstellungsosteotomie unter Verwendung einer winkelstabilen Platte. Postoperativ traten Komplikationen auf. Eine Schmerzfreiheit wurde nicht mehr erreicht. Verfahren:Das Landgericht Konstanz hat jeweils zwei fachorthopädische und internistische Gutachten eingeholt, die…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 14.09.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Perianalabszess mit transanaler Fistel, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 155/14

Chronologie:Der Kläger suchte in 2007 die Beklagte auf. Bei der vorgenommenen proktologischen Untersuchung wurde eine Analfissur festgestellt. Es folgte eine Rektoskopie, Teilexzision und Entfernung des Fistelganges. Dabei wurde ein vorhandener Abszess nicht erkannt. Es folgten weitere Nachoperationen. Verfahren:Zunächst war das Landgericht Düsseldorf (Az.: 3 O 375/09) mit dem Vorgang befasst und hatte die Klage nach…

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Landgericht Düsseldorf – vom 12.09.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Überdosierung einer Marcumar-Therapie, 40.000,- Euro, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 369/07

Chronologie:Die Klägerin begab sich aufgrund einer Muskelvenenthrombose in die Behandlung des Beklagten. Dieser verschrieb eine Therapie mit dem Medikament Marcumar. Anstatt, wie vom Hersteller vorgegeben, auf die maximale Therapiedauer von einem halben Jahr aufmerksam zu machen, erhielt die Klägerin das Medikament deutlich länger. In der Folge musste sie sich sogar einer Lebertransplantation unterziehen. Verfahren:Das Landgericht…

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Landgericht Wiesbaden – vom 08.09.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Intraoperative Gefäßverletzung durch fehlerhaft vorgenommene Funktionsmyelografie, LG Wiesbaden, Az.: 2 O 163/12

Chronologie:Die Klägerin ließ in der Praxis der Beklagten eine Funktionsmyelografie vornehmen, die behandlungsfehlerhaft erfolgte. Es kam zu einer subduralen und intramedullären Blutung in Höhe HW 1/2, die auf eine intraoperative Gefäßverletzung zurückzuführen ist. Diese führt zu starken Schmerzen, nach dem Eingriff war die komplette linke Körperhälfte gelähmt. Auch in den Gliedmaßen bestehen Taubheitsgefühle. Verfahren:Das Landgericht…

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Landgericht Ulm – vom 02.09.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Lungenpunktion, 100.000,- Euro, LG Ulm, Az.: 6 O 119/13

Chronologie: Die Klägerin befand sich im Jahre 2011 wegen einer Lungenentzündung zur stationären Behandlung im Hause der Beklagten. Es erfolgte eine Punktierung der Lunge links. Im Rahmen des Eingriffs kam es behandlungsfehlerhaft zu einem Einstich in den Herzbeutel, welcher zu einer lebensbedrohlichen Situation der Klägerin führte. Sie musste mehrfach reanimiert werden und erlitt einen Sauerstoffmangel…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 25.08.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Magenbypass Operation, 10.000,- Euro, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 70/14

Chronologie:Die unter Adipositas leidende Klägerin begab sich zwecks Legens eines Magenbypasses in die Klinik der Beklagten. Postoperativ stellten sich Beschwerden ein, wie Schmerzen, Krampfanfällen, Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit, Erschöpfungszustände, etc. Sie wirft der Beklagtenseite vor, der Operation nicht zugestimmt zu haben, wenn sie um die Folgen gewusst hätte. Verfahren:Mit der Sache war zunächst das Landgericht…

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Landgericht Ansbach – vom 20.08.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft gelegte Infusion führt zu Tod eines Säuglings, 50.000,- Euro; LG Ansbach, Az.: 2 O 244/12

Chronologie: Der verstorbene Säugling kam nach künstlicher Befruchtung als erster Zwilling per Kaiserschnitt auf die Welt. Die Untersuchungen U1 und U2 waren unauffällig. Da der Säugling nach der Nahrungsaufnahme regelmäßig stark schrie und auch spuckte wurde er wegen rezidivierenden Erbrechens mit Verdacht auf Pylorusstenose in die Klinik der Beklagten eingewiesen. Ausweislich der Behandlungsdokumentation der Beklagten…

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Landgericht Dortmund – vom 17.08.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose eines Zungengrundkarzinoms sowie Unterkieferkarzinoms, 100.000,- Euro, LG Dortmund, Az.: 4 O 177/12

Chronologie:Der zwischenzeitlich verstorbene Patient stellte sich erstmals in 2006 in der Praxis der Beklagten vor. Hier wurde im August 2006 ein Röntgenbild angefertigt, das keinen Hinweis auf einen Tumor enthielt, so die Mediziner. Nach deutlicher Verschlechterung seines Gesundheitszustandes und einem Zusammenbruch diagnostizierten Nachbehandler im Oktober 2006 ein Zungengrundkarzinom sowie ein Unterkieferkarzinom, an deren Folgen der…

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Landgericht Bremen – vom 13.08.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene TOT-Implantation nach Inkontinenzproblemen, LG Bremen; Az.: 3 O 913/12

Chronologie:Die Klägerin befand sich aufgrund einer Blasenschwäche in fachärztlicher Behandlung bei der Beklagten. Es wurde ein plastisch-rekonstruktiver Eingriff (sogenannte TOT-Implantation) vorgenommen. Postoperativ verschlechterten sich indes sogar die Inkontinenzprobleme der Klägerin. Der Behandlerseite wird neben einer Fehlbehandlung auch der Vorwurf gemacht, keine schonendere Eingriffsvariante vorgenommen zu haben. Verfahren:Das Landgericht Bremen hat zu dem Vorfall ein fachurologisches…

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Landgericht Dresden – vom 11.08.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Suizid nach Wochenbettdepression, 30.000,- Euro; LG Dresden, Az. 6 O 1805/12

Chronologie:Die verstorbene Patientin befand sich aufgrund einer Wochenbettdepression auf einer geschlossenen Station im Hause der Beklagten. Trotz der Einstufung als besonders gefährdet und der Kenntnis um die Suizidgefahr erhielt sie einen Einzelausgang. Diesen nutzte sie, um sich von einem 20 Meter hohen Gerüst hinabzustürzen. Die Eltern der verstorbenen Patientin führen den Rechtsstreit gegen die Klinik.…

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Landgericht Mainz – vom 03.08.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Komplikationen nach Stapler-Hämorrhoidopexie, LG Mainz, Az.: 2 O 157/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich aufgrund bestehender Schwierigkeiten beim Stuhlgang in die Behandlung bei der Beklagten. Dort wurde eine Stapler-Hämorrhoidopexie vorgenommen. Postoperativ traten Komplikationen auf. Aufgrund einer Darmperforation war eine Notoperation erforderlich, umfangreiche Nachbehandlungen schlossen sich an. Verfahren:Das Landgericht Mainz hat ein viszeralchirurgisches Fachgutachten einer Universitätsklinik eingeholt. Im Ergebnis stellt der Gutachter auf rund vierzig Seiten…

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Landgericht Schwerin – vom 29.07.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Multiorganversagen nach Dünndarmileus, LG Schwerin, Az.: 1 O 230/08

Chronologie:Die Patientin begab sich im September 2005 aufgrund krampfartiger abdomineller Schmerzen in die Notaufnahme bei der Beklagten. Erst 24 Stunden nach Aufnahme wurde die notwendige Operationsindikation gestellt. Eine Enterotomie war erforderlich. In der Folge entwickelte sich eine Bauchfellentzündung. Es folgten 18 weitere Nachoperationen. Bei einer dieser Operationen kam es zur Infektion mit dem MRSA-Virus. Schließlich…

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Landgericht Mosbach – vom 27.07.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Neurologische Ausfallerscheinungen nach verspäteter Bandscheibenoperation; 60.000,- Euro; LG Mosbach, Az. 1 O 59/13

Chronologie: Die Klägerin bemerkte im Februar 2010 starke Schmerzen an der Lendenwirbelsäule 4/5, die sich linksseitig vom Gesäß über den hinteren Oberschenkel nach unten zogen, weshalb sie in einem von ihr selbst angeforderten Rettungswagen bei der Beklagten eingeliefert wurde. Dort wurden Röntgenbilder gemacht, am Folgetag auch ein MRT und die Verdachtsdiagnose eines Rezidivbandscheibenvorfalls L 4/5…

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Landgericht München I – vom 23.07.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Operation einer osteochondrotischen Kyphose mit instabiler Spondylolisthesis vera LWK 5/SWK 1; LG München I, Az.: 9 O 3076/13

Chronologie: Der Kläger befand sich im Jahr 2010 bei der Beklagten zu Ziff. 1. in Behandlung und wurde durch den Beklagten zu Ziff. 2., welcher als Facharzt für Neurochirurgie bei der Beklagten zu Ziff. 1 tätig war, belegärztlich wegen einer osteochondrotischen Kyphose mit instabiler Spondylolisthesis vera LWK 5/SWK 1 operiert. Da sich die Beschwerden des…

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Landgericht Offenburg – vom 20.07.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Organisationsverschulden; Verspätete Lungenkarzinomdiagnose, LG Offenburg, Az.: 3 O 230/14

Chronologie:Die Erblasserin stellt sich Ende 2012 bei der Beklagten zu 1) wegen einer starken Erkältung, Atembeschwerden, Hals- und Gliederschmerzen vor. Diese diagnostizierte eine Erkältung und verschrieb Antibiotika. Einige Monate später litt die Patientin unter extrem starker Atemnot und Schmerzen im linken Rippenbogen. Sie begab sich in die Klinik der Beklagten zu 2), die keine hinreichende…

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Landgericht Essen – vom 11.07.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unnötige Arthroskopien und Einsatz einer atypischen Knie Endoprothese, LG Essen, Az.: 1 0 227/13

Chronologie:Die Klägerin unterzog sich beim ersten Beklagten Ende 2009 und Anfang 2010 innerhalb von drei Monaten Kniearthroskopien. Trotz dieser Eingriffe stellte sich keine Besserung, sondern eine Verschlimmerung des Zustandes ein.Daraufhin entschloss sich die Klägerin Mitte 2010, bei der zweiten Beklagten auf Anraten des Orthopäden, zum Einsatz einer Totalendoprothese. Während der Operation wurde durch Unachtsamkeit die…

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Landgericht Leipzig – vom 10.07.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnostizierte komplizierte dislozierte Radiusfraktur links, LG Leipzig, Az.: 07 O 412/14

Chronologie:Der Kläger erlitt anlässlich eines Fahrradsturzes eine Radiusfraktur des linken Handgelenks. Er begab sich in die Behandlung bei der Beklagten, die eine Röntgenaufnahme für nicht erforderlich erachtete. Erst später stellte sich die Fraktur heraus. Aufgrund der Fehldiagnose kam es zu einer verspäteten Behandlung und einer Frakturheilung in Fehlstellung. Verfahren:Das Landgericht Leipzig hat ein orthopädisches Gutachten…

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Landgericht Berlin – vom 29.06.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Makromastie mit Mamillen Teilnekrose, LG Berlin, Az.: 36 O 75/14

Chronologie:Die Klägerin begab sich in 2012 zwecks Vornahme einer Makromastie (Brustverkleinerung) in die Klinik der Beklagten. Es sollte eine Mammareduktionsplastik nach Hall-Findlay mit gestieltem Brustwarzentransplantat beidseitig erfolgen. Postoperativ traten mehrere Komplikationen ein. So kam es u.a. zu Wundheilungsstörungen mit Teilnekrose, Schmerzbildung, Thrombose, Narbenbildung und Asymmetrie. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat ein plastisch-chirurgisches Fachgutachten eingeholt. Auf rund…

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Landgericht Lüneburg – vom 22.06.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Grober Behandlungsfehler wegen Befunderhebungsmangels nach Trauma an Hand, 30.000,- Euro, LG Lüneburg, Az. 2 O 219/13

Chronologie:Der Kläger erlitt im Rahmen von Grasschneidearbeiten eine Verletzung an der rechten Hand. Er wurde als Notfall im Hause der Beklagten behandelt, dabei übersahen die Ärzte jedoch eine Mehrfachfraktur. Seither leidet der Kläger an einer eingeschränkten Beweglichkeit und verminderten Greiffähigkeit der rechten Hand. Verfahren:Der Kläger wandte sich zunächst an die Schlichtungsstelle der Ärztekammer, die gutachterlich…

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Landgericht Würzburg – vom 14.06.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verwendung einer nickelhaltigen Kniegelenksprothese trotz bekannter Nickelallergie, LG Würzburg, Az.: 14 O 760/14

Chronologie:Die Klägerin begab sich 2011 in die Klinik der Beklagten zwecks Implantation einer Kniegelenks-Teilprothese. In der Folge musste diese Prothese wieder ausgebaut werden, da sich aufgrund einer starken Nickelallergie keine feste Verbindung zwischen Knochen und Prothese gebildet hatte. Seit der streitgegenständlichen Operation ist die Klägerin in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Der Biegegrad des linken Knies…

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Landgericht Stuttgart – vom 08.06.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Aufklärungspflichtverletzung bei Leistenhernie nach Lichtenstein, LG Stuttgart, Az.: 20 O 276/13

Chronologie:Der Kläger begab sich in die Klinik der Beklagten zwecks Vornahme einer Leistenoperation. Postoperativ litt er vermehrt unter Schmerzen an der rechten Leiste, einer starken Schwellung sowie Vergrößerung des Hodens. Es wurde eine Revisionsoperation erforderlich. Seit dem Vorfall leidet der Kläger weiterhin an Schmerzen. Verfahren:Das Gericht hat die Sache mittels eines Sachverständigen eruieren lassen. Im…

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Landgericht Aurich – vom 03.06.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Versorgung einer geschlossenen Ulnaschaftfraktur, LG Aurich, Az.: 5 O 1038/06

Chronologie:Die Beklagte war bereits mit Teil- und Grundurteil in 2012 zu einem Schmerzensgeld von 15.000,00 Euro verurteilt worden. Vorausgegangen war eine nicht sachgerechte Versorgung einer Ulnaschaftfraktur im Krankenhaus der Beklagten. Verfahren:In dem laufenden Verfahren ging es um die vom Kläger begehrten weiteren materiellen Schäden für Vergangenheit und Zukunft. Im Wesentlichen ging es um den Erwerbsschaden…

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Landgericht Memmingen – vom 31.05.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Grob fehlerhafte Arthroskopie mit Resektion des Meniskus, 50.000,- Euro, LG Memmingen, Az.: 21 O 1924/11

Chronologie: Die Klägerin litt unter einer Gonarthrose rechts, Ruptur des Innenmeniskus, und einer Ruptur der Scheibenmeniskusbildung des Außenmeniskus. Aufgrund dessen wurde von dem Beklagten belegärztlich eine Arthroskopie mit Resektion des Meniskus rechts vorgenommen. Die Operation erfolgte nicht den Regeln der ärztlichen Kunst entsprechend, da es im Zuge der Arthroskopie zu einer Verletzung der A. und…

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Landgericht Neubrandenburg – vom 26.05.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Bauchdeckenabszess nach Staphylococcus-Infektion, LG Neubrandenburg, Az.: 4 O 393/14

Chronologie:Die Beklagte befand sich aufgrund akuter abdominaler Symptomatik während bestehender Schwangerschaft in stationärer Behandlung bei der Beklagten. Dabei zog sie sich eine Keiminfektion zu. Sie wirft der Beklagten u.a. eine Verletzung der Hygienevorschriften sowie eine verspätete Immunisierung mit Rhophylac vor. Verfahren:Das Landgericht Neubrandenburg hat aufgrund der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage bereits im ersten mündlichen…

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Landgericht Mainz – vom 21.05.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht diagnostizierte Aortendissektion nach Thoraxschmerzen, LG Mainz, Az.: 2 O 312/13

Chronologie:Der Kläger stellte sich aufgrund von Thoraxschmerzen bei der Beklagten vor, wo u.a. ein EKG veranlasst wurde. Die Mediziner diagnostizierten sodann eine hypertensive Entgleisung. Eine vorliegende Aortendissektion mit beginnendem Perikarderguss wurde indes nicht festgestellt. Es wurde ein operativer Eingriff erforderlich. Verfahren:Das Landgericht Mainz hat zu dem Vorfall ein internistisch-kardiologisches Sachverständigengutachten eingeholt. Im Ergebnis stellte der…

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Landgericht Düsseldorf – vom 14.05.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Querschnittslähmung aufgrund Befunderhebungsfehlers nach häuslichem Sturz, 70.000,- Euro, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 291/09

Chronologie:Der Kläger suchte nach einem häuslichen Sturz im März 2008 aufgrund von Rückenschmerzen den Beklagten zu 1) auf. Eine umfangreiche Diagnostik unterblieb. Rund zwei Wochen später stellte er sich wegen anhaltender Beschwerden in der Klinik der Beklagten zu 2) vor. Auch dort unterblieb die erforderliche Diagnostik. Letztlich wurde eine Fraktur des 7. Halswirbels festgestellt. Sei…

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Landgericht Heidelberg – vom 11.05.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unzureichende Aufklärung nach Operation einer Radiusfraktur, LG Heidelberg, Az.: 4 O 221/13

Chronologie:Die Klägerin war anlässlich eines Wanderausfluges gestürzt und hatte sich dabei eine distale Radiusfraktur des rechten Handgelenks zugezogen. Diese wurde operativ behandelt. Die Nachsorge sollte durch die Beklagte erfolgen, die u.a. das Material entfernen sollte. Nach dieser Nachbehandlung entwickelte sich bei der Klägerin ein Karpaltunnelsyndrom. Verfahren:Das Landgericht Heidelberg hat den Vorfall mittels eines fachmedizinischen Sachverständigen…

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Landgericht Düsseldorf – vom 07.05.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Risikoaufklärung anlässlich „Bleth-Operation“, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 296/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich aufgrund von Hauterschlaffung der Augenunterlider in die Behandlung beim Beklagten. Dieser klärte die Klägerin jedoch lediglich über eine sogenannte „Bleth-Operation“ auf, die als operative Beseitigung der Hauterschlaffung an den Oberlidern anerkannt ist. Postoperativ fielen u.a. nach wie vor Hauterschlaffungen, Schwellungen, und Blutergüsse auf. Verfahren:Das Landgericht Düsseldorf hat den Vorfall mittels eines…

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Landgericht Aachen – vom 27.04.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Hüft-TEP-Implantation, LG Aachen, Az.: 11 O 155/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich aufgrund einer bestehenden Koxarthrose rechts in die Behandlung bei der Beklagten, wo eine zementfreie Endoprothese implantiert wurde. Postoperativ traten persistierende Schmerzen auf. Nach umfangreicher diagnostischer Untersuchung stellte sich eine Lockerung des Implantates heraus, der komplette knöcherne Pfannenrand fehlte. Die Klägerin litt erheblich unter starker Schmerzsymptomatik und Bewegungseinschränkungen. Verfahren:Das Landgericht Aachen hat…

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Landgericht Dortmund – vom 20.04.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verzögerte Tumordiagnose eines Chondrosarkoms, LG Dortmund, Az.: 4 O 155/12

Chronologie:Bei der Klägerin traten erstmals im Jahre 2008 Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Ende 2009 fertigte die Beklagtenseite ein MRT an und diagnostizierte eine Periarthritis und ein pseudoradikuläres Lymbalsyndrom. Ein halbes Jahr später stellte sich aufgrund zunehmender Beschwerden jedoch heraus, dass die Klägerin tatsächlich an einem Chondrosarkom litt, das operativ entfernt werden musste. Durch…

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Landgericht Karlsruhe – vom 11.04.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verspätete Mammakarzinomdiagnose, LG Karlsruhe, Az.: 4 O 29/14

Chronologie:Die Klägerin ließ im Januar 2012 eine Mammographie im Hause der Beklagten vornehmen. Die gestellte Diagnose lautete: Altersentsprechende Darstellung des Brustgewebes. Keine Tumorzeichen. Diese Diagnose erwies sich jedoch als unrichtig. Im Januar 2013 stellt sich die Klägerin in einer anderen Klinik vor. Dort stellte man fest, dass bereits auf den Aufnahmen aus Januar 2012 deutlich…

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Landgericht Saarbrücken – vom 07.04.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht fachgerecht vorgenommene Wirbelsäulenversteifung, LG Saarbrücken, Az. 16 O 148/13

Chronologie:Der Kläger begab sich Anfang 2012 aufgrund eines Ziehens im Hüftbereich in eine Klinik, wo keine Ursache festgestellt wurde. Zur weiteren Abklärung überwies die Klinik ihn an die Beklagte, wo eine Spinalkanalstenose im Lendenwirbelbereich diagnostiziert und operativ behandelt wurde. Postoperativ stellten sich weitere Schmerzen ein. Anlässlich einer MRT-Untersuchung stellte sich heraus, dass die Wirbelsäulenversteifung nur…

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Landgericht Erfurt – vom 01.04.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnostiziertes akutes Subduralhämatom, LG Erfurt, Az.: 10 O 564/12

Chronologie:Der Kläger wurde komatös und mit einem Hämatom unter dem linken Auge in die Notaufnahme bei der Beklagten transportiert. Trotz des erheblich beeinträchtigten Gesundheitszustandes unterließen die Mediziner vor Ort eine genauere Diagnose. Der Kläger wurde wieder entlassen. Erst am Folgetage diagnostizierten Ärzte einer Universitätsklinik anhand eines Kontroll-MRTs ein akutes Subduralhämatom, das sofort operativ entfernt wurde.…

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Oberlandesgericht Frankfurt/M. – vom 24.03.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Aufklärung bei Kataraktoperation nach Gliose im Netzhautbereich, OLG Frankfurt/M. 8 U 25/14

Chronologie:Der Kläger begab sich zwecks Kataraktoperation in die Einrichtung der Beklagten. Er erhielt anstatt der ursprünglich geplanten torischen eine monovokale sphärische Linse eingesetzt. Zwei Wochen später wurde festgestellt, dass sich in der hinteren Netzhaut ein Ödem gebildet hatte. Seither leidet der Kläger unter einem Verzerrtsehen und einer deutlich schlechteren Sehschärfe. Verfahren:Bereits das Landgericht Frankfurt/M. hatte…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 21.03.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Magenbypassoperation mit Störungen der Magen-Darm-Passage, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 70/14

Chronologie:Die unter Adipositas leidende Klägerin begab sich zwecks Legen eines Magenbypasses in die Klinik der Beklagten. Postoperativ stellten sich Beschwerden ein, wie Schmerzen, Krampfanfällen, Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit, Erschöpfungszustände, etc. Sie wirft der Beklagtenseite vor, der Operation nicht zugestimmt zu haben, wenn sie um die Folgen gewusst hätte. Verfahren:Mit der Sache war zunächst das Landgericht…

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Oberlandesgericht Naumburg – vom 18.03.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Staphylococcus Aureus-Infektion nach Facettenblockade, OLG Naumburg, Az.: 1 U 10/14

Chronologie:Die Klägerin leidet seit 2007 an Beschwerden im Iliosakralgelenk. Anfang 2009 erlitt sie eine LWS-Distorsion. Im Klinikum der Beklagten erhielt sie im Rahmen einer ambulanten Behandlung eine sogenannte Facettenblockade. Es stellte sich eine Staphylokokken-Infektion heraus. Die Klägerin kann seither ihren Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. Kausale Folgen des Vorfalles sind u.a. ein Psoasabszess, ein…

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Landgericht Saarbrücken – vom 13.03.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Querschnittslähmung nach Lumbalpunktion mit Staphylococcus aureus-Befall, LG Saarbrücken, Az. 16 O 256/14

Chronologie:Der Kläger begab sich zwecks Lumbalpunktion in die Klinik der Beklagten. Anlass waren wiederkehrende Schmerzen und Schwäche im linken Bein. Postoperativ verschlimmerten sich die Beschwerden. Es wurde eine subakute Querschnittssymptomatik TH 5 diagnostiziert. Es erfolgten weitere Behandlungen in verschiedenen Krankenhäusern. Seither ist der Kläger querschnittsgelähmt. Verfahren:Das Landgericht Saarbrücken hat einen Beweis- und Auflagenbeschluss erlassen, bietet…

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Landgericht Berlin – vom 09.03.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Spritzenabszess nach Schweinegrippe-Impfung, LG Berlin, Az. 35 O 66/11

Chronologie:Der Kläger begab sich 2009 in die Praxis des Beklagten und ließ sich gegen die Schweinegrippe impfen. In der Folge schwoll die Einstichstelle rasch progredient an, es entwickelte sich ein Spritzenabszess und es bestand Lebensgefahr. Eine operative Versorgung wurde erforderlich. In der Mikrobiologie konnte ein Staphylococcus aureus Keim nachgewiesen werden. Erhebliche Folgeschäden verblieben indes nicht.…

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Landgericht Kiel – vom 02.03.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Inkomplette Querschnittslähmung und Myelonkompression nach Rückenoperation, LG Kiel, Az. 8 O 357/12

Der Kläger begab sich nach einer Sturzverletzung mit diversen Frakturen in die Klinik der Beklagten. Dort erfolgte eine operative Versorgung. Nach der Operation litt der Kläger an starken Schmerzen und Gefühlsstörungen im rechten Bein. Es stellte sich heraus, dass eine Quetschung des Rückenmarks vorlag, welche durch die Operation bewirkt wurde. Seit dem Vorfall ist der…

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Landgericht Hechingen – vom 23.02.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fundamentaler Diagnoseirrtum bei Chochlea-Implantat-Versorgung mit Adenotomie, LG Hechingen, Az.: 2 O 114/13

Chronologie:Der Kläger befand sich im Zeitraum von Mai 2009 bis Ende Juli 2009 bei dem Beklagten in ärztlicher Behandlung. Grund der Erstvorstellung war eine im Mai 2009 erfolgte Überweisung des Kinderarztes wegen des Verdachts auf eine zumindest geminderte Hörfähigkeit des Klägers. Der Beklagte diagnostizierte eine „normale akustische Emission auf beiden Ohren“ und somit ein „normales…

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Landgericht Chemnitz – vom 18.02.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schädigung des Nervus femoralis anlässlich Kreuzbandoperation, LG Chemnitz, Az. 4 O 326/13

Chronologie:Der Kläger litt an anhaltenden Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen des linken Kniegelenks und begab sich in die Behandlung bei der Beklagten. Postoperativ verschlimmerten sich die Beschwerden. Es stellte sich heraus, dass anlässlich der Operation der Nervus femoralis in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zudem werden Aufklärungsfehler bemängelt. Verfahren:Das Landgericht Chemnitz hat den Vorfall mittels eines unfallchirurgischen orthopädischen Sachverständigengutachtens…

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Landgericht Düsseldorf – vom 12.02.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Durchtrennung Nervenbündel bei einer Phlegmone der radialen Hand, LG Düsseldorf, Az. 3 O 275/12

Chronologie:Der Kläger zog sich im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit als Elektriker eine Wunde am linken Zeigefinger zu. Es wurde eine Schnittwunde mit ausgeprägter Lymphangitis bis in den Oberarm diagnostiziert. Ein operativer Eingriff war erforderlich, bei dem ein Gefäß-Nervenbündel geschädigt wurde. Dieses führte zu Bewegungseinschränkungen der Hand. Verfahren:Bereits im Vorfeld des Verfahrens war die Schlichtungsstelle der…

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Landgericht Hannover – vom 09.02.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie und schwere Asphyxie des ungeborenen Kindes, LG Hannover, Az.: 19 O 201/13

Chronologie:Die Mutter des verstorbenen Kindes begab sich aufgrund bevorstehender Geburt in die Behandlung der Beklagten. Dort wurde ein niedriger Fruchtwasserspiegel festgestellt. Die Klägerin ist nicht über die Gefahren eines Mekoniumabganges aufgeklärt worden, eine Notsectio wurde nicht vorgenommen. Das Kind verstarb in der Folge. Verfahren:Das Landgericht Hannover hat den Vorfall mittels eines geburtsmedizinischen Sachverständigengutachtens hinterfragen lassen.…

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Landgericht Deggendorf – vom 05.02.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Reposition einer Symphysensprengung durch Rekonstruktionsplatte, LG Deggendorf, Az.: 31 O 222/13

Chronologie: Am 06.07.2012 erlitt der Kläger einen Motoradunfall, weshalb er sich im Zeitraum vom 06.07.2012 bis 20.07.2012 zur stationären Behandlung im Hause der Beklagten befand. Es wurde eine instabile vordere Beckenringfraktur links S32.89 sowie eine traumatische Symphysensprengung diagnostiziert, weshalb umgehend eine offene Reposition einer Symphysensprengung durch Platte durchgeführt wurden. Da der Kläger während des gesamten…

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Landgericht Berlin – vom 03.02.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Überkorrektur nach arthroskopischer Innenmeniskusteilresektion, LG Berlin, Az. 35 O 436/10

Chronologie:Die Klägerin litt unter zunehmender Reizkniebildung und einer Belastungsschmerzsymptomatik im rechten Kniegelenk. Sie begab sich in die Klinik der Beklagten, wo eine Innenmeniskusteilresektion vorgenommen wurde. Es stellte sich nach der Operation eine sichtbare Überkorrektur (X-Beinstellung) ein. Seit dem Vorfall leidet sie unter Bewegungseinschränkungen. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat ein orthopädisches Gutachten eingeholt. Daneben stellte der Gutachter…

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Landgericht Stuttgart – vom 30.01.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Komplikationen und Sturzverletzung nach Behandlung chronisch rezidivierender Parotitis, LG Stuttgart, Az. 15 O 276/11

Chronologie: Die Kläger haben die Beklagten als Erben des am 22.08.2009 verstorbenen Ehemannes und Vaters auf Ersatz der immateriellen und materiellen Schäden in Anspruch genommen Der am 22.08.2009 verstorbene Patient befand sich im Mai 2009 zunächst wegen eines Knotens im Bereich der rechten Unterlippe und nachfolgend wegen einer Schwellung im linken Halsbereich bei der Beklagten…

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Landgericht Krefeld – vom 27.01.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte postoperative Versorgung nach Achillessehnen-Operation, LG Krefeld, Az.: 3 O 68/13

Chronologie:Dem Kläger riss beim Tennisspielen die rechte Achillessehne. Im Krankenhaus der Beklagten wurde die postoperative Versorgung vorgenommen. Die Wundheilungsstörungen verschlimmerten sich zunehmend und es wurde ein Keimbefall festgestellt. Zwei Nachoperationen waren erforderlich. Verfahren:Das Landgericht Krefeld hat ein orthopädisch-unfallchirurgisches Sachverständigengutachten eingeholt. Der Gutachter stellte im Ergebnis fest, dass es einen schwerwiegenden Fehler darstelle, der völlig unverständlich…

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Landgericht Bremen – vom 20.01.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte ärztliche Versorgung eines Bandscheibenvorfalls im Bereich C5/C7, LG Bremen, Az.: 3 O 2392/11

Chronologie:Die Klägerin litt an Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, welche in den linken Arm ausstrahlten, ausgehend von einem Bandscheibenvorfall im Bereich C5/C7. Zur Vornahme einer operativen Versorgung dieses Bandscheibenvorfalles begab sie sich in die stationäre Behandlung bei der Beklagten, wo es im Rahmen des invasiven Eingriffs im September 2008 zu einer Schädigung des Rückenmarks kam.…

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Landgericht Neuruppin – vom 14.01.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nichtdiagnostizierte Fraktur WWK 11 nach häuslichem Sturzunfall, LG Neuruppin, Az.: 36 O 56/13

Chronologie:Die Klägerin wurde nach einem heftigen Sturz zu Hause in die Rettungsstelle der Beklagten verbracht. Dort verabsäumten es die behandelnden Mediziner, eine MRT-Untersuchung oder Röntgenaufnahme vorzunehmen. Erst viele Wochen später wurde eine Fraktur von WWK 11 mit einer Höhenminderung des WK um ca. 50 % festgestellt. Verfahren:Das Landgericht Neuruppin hat den Vorfall fachmedizinisch überprüfen lassen.…

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Landgericht Wuppertal – vom 10.01.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Cortisoninduzierte Kahnbeinnekrose nach Handgelenksoperation, LG Wuppertal, Az. 5 O 425/11

Chronologie:Die Klägerin litt an Schmerzen im rechten Handgelenk und begab sich zwecks Operation in die Behandlung bei der Beklagten. Postoperativ verschlimmerten sich die Beschwerden. Sie leidet unter Bewegungseinschränkungen des rechten Handgelenks auf 30 Grad und ist in der Bewältigung ihres Alltages eingeschränkt. Verfahren:Das Landgericht Wuppertal hat den Vorfall mittels eines fachchirurgischen Sachverständigengutachtens hinterfragen lassen. Im…

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Oberlandesgericht Köln – vom 05.01.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Versorgung einer Radiustrümmerfraktur am rechten Handgelenk, OLG Köln, Az.: 5 U 73/14

Chronologie:Der Kläger erlitt im Juli des Jahres 1999 eine Radiustrümmerfraktur an seinem rechten Handgelenk, aufgrund derer er im Hause der Beklagten operativ versorgt wurde. Wegen mangelnder Versorgung der Radiustrümmerfraktur waren diverse Folgeoperationen am rechten Handgelenk des Klägers erforderlich. Es stellten sich bei ihm fortdauernde Nervenschmerzen und eine Außenrotationsfehlstellung mit erheblicher Beweglichkeitsbeeinträchtigung ein. Verfahren: Nachdem das…

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Kammergericht Berlin – vom 29.12.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Axilladissektion, Kammergericht Berlin, Az.: 20 U 261/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich 2002 in die Behandlung des Beklagten, einem niedergelassenen Chirurgen. Dieser führte eine operative modifizierte radikale Mastektomie mit Axillaausräumung durch. Seit der Operation leidet die Klägerin an erheblicher Bewegungseinschränkung des rechten Armes. Verfahren:Bereits das Landgericht Berlin (Az.: 6 O 2/07) hat den Vorfall umfangreich fachmedizinisch aufarbeiten lassen. Im Ergebnis stellte das Gericht…

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Landgericht Hamburg – vom 22.12.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlende Serumspiegelbestimmung bei Gentamicintherapie nach fortgeschrittener Lumbalstenose, LG Hamburg, Az. 303 O 400/10

Chronologie:Die Klägerin litt an einer Lumbalkanalstenose und wurde im Jahre 2000 antibiotisch mit Gentamicin therapiert. Im zeitlichen Zusammenhang stellten sich erhebliche Gleichgewichtsstörungen ein, die nach gutachterlicher Wertung auf die Therapie zurückzuführen sind. Diese hätte unverzüglich abgesetzt werden müssen. Seither leidet die Klägerin u.a. unter Schwindel, Wirbelsäulenverbiegung, statischen Beschwerden und Sehbehinderungen mit einem GdB bis zu…

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Landgericht Osnabrück – vom 15.12.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Hyperpigmentierung durch fehlgeschlagene Mikrodermabrasion, LG Osnabrück, Az. 3 O 1621/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich in die ärztliche Behandlung beim Beklagten, um sogenannte Milien unter dem Auge entfernen zu lassen. Dabei kam es zu einer Hyperpigmentierung und Hautempfindlichkeiten. Verfahren:Das Landgericht Osnabrück hat den Vorfall mittels eines Gesichtschirurgen fachmedizinisch hinterfragen lassen. Dieser stellt im Ergebnis fest, dass die vorgenommene Dermabrasion nicht absolut indiziert war. Das Gericht schlug…

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Landgericht Berlin – vom 11.12.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fußheberparese nach Operation im Bereich der LWS 5/1, links, LG Berlin, Az.: 13 O 163/13

Chronologie:Der Kläger begab sich wegen des Verdachts auf einen lumbalen Bandscheibenvorfall L1/S1 in die Behandlung der Beklagten. Dort wurde er operiert. Nachfolgend stellten sich Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen im linken Fuß ein. Seit der Operation leidet der Kläger unter diesen Symptomen. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat den Vorfall mittels eines medizinischen Sachverständigen für Neurochirurgie begutachten lassen. Im…

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Oberlandesgericht Köln – vom 10.12.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Wundinfektion nach biologischem Herzklappenersatz und Bypass zur Umgehung einer RCX-Stenose, OLG Köln, Az. 5 U 72/14

Chronologie:Die Klägerin litt an einer Aortenklappenstenose sowie RCX-Stenose und begab sich zwecks Legung eines Bypasses in die Klinik der Beklagten. Es wurde eine Vene aus dem linken Unterschenkel entnommen, wobei die Wunde mittels Wundklammern verschlossen wurde. Eine eintretende Infektion erforderte in der Folgezeit weitere Operationen. Es musste Haut vom Oberschenkel auf die Wunde am Unterschenkel…

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Landgericht Lüneburg – vom 02.12.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht diagnostizierte Sprue-Erkrankung mit Chronifizierungsgefahr, 30.000,- Euro, LG Lüneburg, Az.: 2 O 201/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich aufgrund abdomineller Beschwerden in die Behandlung des Beklagten. Dieser nahm unter anderem eine totale Koloskopie vor und erachtete im Folgenden sämtliche Untersuchungsergebnisse für unauffällig. Erst anlässlich einer Nachbehandlung bei anderen Medizinern wurde eine Sprue-Erkrankung diagnostiziert. Zwischenzeitlich waren rund fünf Jahre mit Beschwerdesymptomatik vergangen. Verfahren:Das Landgericht Lüneburg hat sich der Auffassung der…

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Landgericht Offenburg – vom 25.11.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Akute Aortendissektion mit Todesfolge, 200.000,- Euro, LG Offenburg, Az.: 3 O 444/11

Chronologie:Der verstorbene Patient befand sich über Jahre hinweg wegen eines Hochdruckleidens in ärztlicher Behandlung bei der Beklagten. Aufgrund eines plötzlichen massiven retrosternalen Schmerzes in Oktober 2007 wurde er in die Klinik eingeliefert, mit Verdacht auf einen Hinterwandinfarkt. Dabei wurde eine Aortendissektion fehlerhaft ausgeschlossen. Eine zwingende Indikation zur Notoperation unterblieb, der Patient verstarb kurze Zeit später.…

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Landgericht Duisburg – vom 18.11.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Inkomplette Paraplegie durch Kompression einer Spinalkanalstenose TH 11/12 nach MRSA-Infektion, LG Duisburg, Az. 8 O 322/12

Chronologie:Die Klägerin ist Witwe und Erbin des zwischenzeitlich verstorbenen Patienten. Dieser unterzog sich im Krankenhaus der Beklagten einer Wirbelsäulenoperation. Nach seiner Entlassung kam es zu Komplikationen, die eine Wiederaufnahme und erneute Operation erforderten. Es erfolgte eine Verlegung in eine andere Klinik, wo neben einer teilweisen Querschnittslähmung auch eine Infektion mit Krankenhauskeimen festgestellt wurde. In der…

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Landgericht Frankfurt/Oder – vom 15.11.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Hautverbrennung anlässlich Brustimplantatwechsels, LG Frankfurt/Oder, Az.: 12 O 292/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich zwecks Brustimplantatwechsels wegen einer bestehenden Kapselfibrose in die Behandlung bei der Beklagten. Während dieser Operation kam es zu Hautverbrennungen im oberen Dekolleté-Bereich, da die Operationsassistentin eine zu heiße Lichtquelle verwendete. Durch die Verbrennungen entstand eine 31 cm lange Narbe im sichtbaren Bereich über dem Dekolleté. Verfahren:Das Landgericht Frankfurt/Oder hat den Vorfall…

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Landgericht Nürnberg-Fürth – vom 08.11.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Querschnittslähmung Th7 nach Kompressionsfraktur des vierten BW, 120.000,- Euro, LG Nürnberg-Fürth, Az.: 4 O 6300/12

Chronologie:Der Kläger begab sich aufgrund von Rückenschmerzen in die Klinik der Beklagten. Es wurde eine Impressionsfraktur diagnostiziert und ein operativer Eingriff vorgenommen. Nach der Operation stellte sich eine komplette Querschnittslähmung ab BW 4 ein. Der Kläger ist nun rollstuhlabhängig, leidet an Inkontinenz und ist gesundheitlich stark eingeschränkt. Verfahren:Der vom Landgericht Nürnberg-Fürth beauftragte Sachverständige stellte fest,…

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Landgericht Berlin – vom 03.11.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Medikamentengabe, LG Berlin, Az. 13 O 408/10

Chronologie:Der Erblasser klagte über Atemprobleme und Herzbeschwerden, so dass er sich in der Einrichtung der Beklagten vorstellte und stationär aufgenommen wurde. Eine Herzerkrankung schlossen die behandelnden Ärzte aus. In der Folgezeit kam es zu einer schwerwiegenden Lungenentzündung an der der Erblasser schließlich verstarb. Verfahren:Das Landgericht Berlin holte ein schriftliches Sachverständigengutachten ein, welches den Vorwurf der…

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Landgericht Düsseldorf – vom 25.10.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Versicherungsrecht:
Eintrittspflicht des Rechtsschutzversicherers für Berufungsverfahren im Arzthaftungsprozess, LG Düsseldorf, Az. 21 S 166/12

Chronologie:Die Tochter der zwischenzeitlich verstorbenen Versicherungsnehmerin begehrt gegen den Rechtsschutzversicherer ihrer Mutter Kostenübernahme für die Einlegung der Berufung gegen ein erstinstanzliches klageabweisendes Urteil in einem Arzthaftungsfall. Der Versicherer, der bereits Deckungsschutz erteilt hatte, bestritt im Nachhinein den Auftrag der verstorbenen VN für diese Berufung. Verfahren:Nachdem das Amtsgericht Düsseldorf (Az. 48 C 2329/11) die Klage zunächst…

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Landgericht Stuttgart – vom 21.10.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Neuroforaminale Stenose nach unterlassener MRT-Untersuchung der Halswirbelsäule, LG Stuttgart, Az.: 15 O 453/12

Chronologie:Der Kläger stellte sich erstmals im Jahr 2008 im Hause der Beklagten wegen Lähmungserscheinungen am linken Arm vor. Nach einer Kernspintomographie der linken Schulter diagnostizierten die Beklagten eine Schulterarmyothrophie, obwohl ein vorangegangenes neurologisches Konsil bereits eindeutig auf einen Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule verwies. Auch im Rahmen der Befundkontrolle wurde das neurologische Konsil nicht weiter…

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Landgericht Essen – vom 13.10.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene Thromboseprophylaxe nach OSG-Distorsion, LG Essen, Az. 1 O 177/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich nach einem häuslichen Sturz und Knöchelschwellung in die Klinik der Beklagten. Dort verabsäumten die Mediziner eine Thromboseprophylaxe. Nachfolgend wurde durch eine Phlebographie eine Thrombose diagnostiziert. Die Klägerin ist seither in ihrer täglichen Lebensqualität deutlich beeinträchtigt. Verfahren:Das Landgericht Essen hat den Vorfall mittels eines unfallchirurgisch-orthopädischen Fachgutachtens hinterfragen lassen. Der Gutachter konstatierte im…

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Landgericht Hechingen – vom 04.10.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verspätete pädaudiologische Diagnostik und Cochlea-Implantat-Versorgung als fundamentaler Diagnoseirrtum, LG Hechingen, Az. 2 O 114/13

Chronologie:Der Kläger befand sich im Zeitraum von Mai 2009 bis Ende Juli 2009 bei dem Beklagten in ärztlicher Behandlung. Grund der Erstvorstellung war eine im Mai 2009 erfolgte Überweisung des Kinderarztes wegen des Verdachts auf eine zumindest geminderte Hörfähigkeit des Klägers. Der Beklagte diagnostizierte eine „normale akustische Emission auf beiden Ohren“ und somit ein „normales…

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Landgericht Bremen – vom 01.10.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Grober Befunderhebungsmangel bei Mammakarzinom Erkrankung, 120.000,- Euro, LG Bremen, Az. 3 O 359/11

Chronologie:Bei der Klägerin wurde im Jahre 2003 ein Mammakarzinom linksseitig diagnostiziert. Im April 2006 stellte sich die Klägerin erstmals bei den Beklagten wegen Schulterschmerzen vor. Eine Karzinomerkrankung im Schulterbereich erkannten die Mediziner nicht, obwohl die Krebsvorbelastung bekannt war. Im November 2006 stellte sich die Klägerin in der Notfallambulanz einer Klinik vor. Auch dort unterließen es…

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Landgericht Heilbronn – vom 20.09.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schlaganfall durch verspätete Aneurysma Diagnose, LG Heilbronn, Az. 1 O 108/12

Chronologie:Die Klägerin litt an Gleichgewichtsstörungen und begab sich in die Behandlung beim Beklagten. Der Hausarzt verkannte die Anzeichen eines Schlaganfalles. Die Klägerin leidet seither an erheblichen Gesundheitseinschränkungen, wie Teillähmungen und kann ihren Beruf kaum noch ausüben. Verfahren:Der vom Gericht bestellte Gutachter bestätigte einen groben Behandlungsfehler des Beklagten. Daraufhin schlug das Gericht den Parteien einen Vergleich…

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Landgericht Lübeck – vom 11.09.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Durchtrennung des Nervus medianus anlässlich Carpaltunnelspaltung, LG Lübeck, Az. 12 O 341/12

Chronologie:Der fünfzigjährige Kläger hatte sich als Kind eine Schnittverletzung an der Hand zugezogen. Die Beugesehnenfunktion bestand seither nur eingeschränkt. Im Hause der Beklagten wurde beim Kläger eine Carpaltunneloperation vorgenommen, wo es behandlungsfehlerhaft zu einer Durchtrennung des Nervus medianus kam. Seine rechte Hand kann er seither nicht mehr benutzen, er hat einen GdB von 50 %,…

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Landgericht Schwerin – vom 08.09.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Staphylokokken- und Enterokokkeninfektion anlässlich Hüftoperation, LG Schwerin, Az.: 1 O 323/11

Chronologie:Der Kläger begab sich wegen anhaltender Beschwerden zwecks Hüftoperation in die Klinik der Beklagten. Nach der Operation wurden multiresistente Keime in der Wunde festgestellt. Es war eine TEP-Explantation und die Implantation eines Zementspacers erforderlich. Seither ist der Kläger kaum mehr mobil, benötigt einen Gehstock und leidet unter dauerhaften Schmerzen. Es liegt eine Beinlängenverkürzung vor. Verfahren:Der…

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Landgericht Aachen – vom 04.09.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Iatrogene Gallengangsverletzung anlässlich laparoskopischer Cholezystektomie, LG Aachen, Az. 11 O 50/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich aufgrund von Gallensteinen in die stationäre Behandlung bei der Beklagten. Dort erfolgte eine Cholezystektomie. Postoperativ stellten sich starke Schmerzen und eine Schwellung des Bauchraumes ein, da der Gallengang verletzt worden war. Seit dem Vorfall ist die Klägerin erheblich in ihrer Lebensführung eingeschränkt und nicht mehr in der Lage zu körperlich schweren…

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Landgericht Bonn – vom 28.08.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose einer Fazialisparese nach vermuteter Borreliose Infektion, LG Bonn, Az.: 9 O 337/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich aufgrund der Beschwerdesymptomatik einer Neuro-Borreliose in die Praxis der Beklagten. Dort unterließ man weiterführende differential-diagnostische Untersuchungen. Die Klägerin wurde mit Ceftriaxon therapiert. In der Folge stellte sich heraus, dass keine Borreliose vorlag, sondern eine Polymyalgia rheumatica. Verfahren:Das Landgericht Bonn hat den Vorfall fachmedizinisch würdigen lassen. Der vom Gericht bestellte Sachverständige stellte…

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Landgericht Berlin – vom 22.08.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Spritzenabszess nach Akupunkturbehandlung, LG Berlin, Az.: 13 O 452/11

Chronologie:Der Kläger leidet an Diabetes mellitus mit Folgeerkrankungen. Er erhielt in der Praxis der Beklagten eine Injektionsbehandlung mit Marcumar. In der Folge entwickelte sich ein Spritzenabszess mit kompliziertem Verlauf. Es kam zu einer deutlich verzögerten Heilbehandlung. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat ein fachmedizinisches Gutachten zu dem Vorfall eingeholt, das zu einem nicht eindeutigen Ergebnis kam. Im…

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Landgericht Krefeld – vom 19.08.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verspätete Behandlung eines Herzinfarktes mit Verschluss des vorderen Herzkranzgefäßes, LG Krefeld, Az. 3 O 196/10

Chronologie:Der Kläger litt unter Schwächebeschwerden und begab sich zur Behandlung bei der Beklagten. Erst siebzehn Stunden nach der Aufnahme diagnostizierten die Mediziner einen Herzinfarkt, ein Teil des Herzmuskels war bereits abgestorben, die Pumpleistung auf vierzig Prozent gesenkt. Die Gesundheitsschädigung ist irreversibel. Verfahren:Das Landgericht Krefeld hat ein Gutachten zu dem Vorfall durch einen Universitätsprofessor, Leiter einer…

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Landgericht Stuttgart – vom 09.08.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Arterienverschluss in der Makula nach Lagerungsfehler, LG Stuttgart, Az. 15 O 277/11

Chronologie:Der Kläger befand sich aufgrund einer Pseudo-Spondylolisthesis L4/5 in der Behandlung bei der Beklagten. Postoperativ bemerkte der Kläger noch im Aufwachraum eine Erblindung auf dem linken Auge. Es wurde festgestellt, dass die Makula des Auges eine Fleckenblutung aufwies, die auf ein thrombotisches Geschehen schließen lässt. Der Kläger ist seither schwer gesundheitlich beeinträchtigt. Verfahren:Der vom Landgericht…

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Landgericht Saarbrücken – vom 30.07.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene dorsale Spondylodese L4/5 und L5/S1, LG Saarbrücken, Az.: 16 O 197/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich zum Zwecke einer Wirbelsäulenversteifung in die Klinik der Beklagten, wo eine Spondylodese vorgenommen wurde. Diese Operation verlief problematisch. Es waren weitere umfangreiche Revisionsoperationen erforderlich. Die Klägerin ist seither gesundheitlich stark beeinträchtigt, leidet unter chronischen Schmerzen sowie erheblichen Bewegungseinschränkungen. Verfahren:Das Landgericht Saarbrücken hat den Vorfall mittels eines Sachverständigen einer orthopädischen Universitätsklinik hinterfragen…

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Landgericht Kempten – vom 23.07.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nierenversagen, Fuß- und Fingeramputation durch Verstoß gegen Hygienevorschriften, LG Kempten, Az.: 23 O 2200/13

Chronologie: Die Klägerin litt an einem Tonsillenkarzinom im initialen Tumorstadium cT1 pN2b cMX. Es erfolgte eine neck dissection links und Tumortonsillektomie links in einem Bundeswehrkrankenhaus. Nachfolgend wurde im Hause der Beklagten eine Radiochemotherapie mit den Substanzen Cisplatin/5FU begonnen und ein Zweikammerport im rechten Brustbereich für Chemo und Nahrung angelegt. Bei nachfolgender ausgeprägter Mucositis erfolgte schließlich…

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Landgericht Itzehoe – vom 19.07.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Peritonitis durch verspätete Diagnose einer Gallenblasenperforation, LG Itzehoe, Az.: 4 O 160/12

Chronologie:Die Klägerin wurde in 2010 aufgrund starker Bauchschmerzen in die Klinik der Beklagten aufgenommen und kurze Zeit später wieder entlassen. Nach Steigerung der Beschwerden begab sie sich erneut in die Klinik, der Zustand der Klägerin verschlechterte sich zunehmend. Erst aufgrund des Engagements einer jungen Krankenschwester, die die lebensbedrohliche Lage der Klägerin erkannte, erfolgte eine Verlegung…

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Oberlandesgericht Köln – vom 14.07.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schlaganfall mit rechtsseitiger Hemiparese wegen fehlender Kontrolluntersuchungen, OLG Köln, Az. 5 U 130/13

Chronologie:Die Klägerin befand sich über viele Jahre in der Praxis der Beklagten in ärztlicher Behandlung. In 2008 klagte sie über Kopfschmerzen, Schwindel und allgemeinem Unwohlsein. Es wurde ein überhöhter Blutdruck von 180/105 gemessen. Der Beklagte verschrieb ihr daraufhin das Medikament Ramipril. In der Folge erlitt die Klägerin einen Schlaganfall, der zu einer rechtsseitigen Hemiparese führte.…

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Landgericht Ingolstadt – vom 11.07.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Übersehenes Einsacken eines Wirbelkörperersatzes (Cage) stellt groben Behandlungsfehler dar, LG Ingolstadt, Az.: 33 O 1193/11

Chronologie:Der Kläger litt nach einem Motorradunfall unter einer BWK-12-Fraktur mit inkompletter Querschnittslähmung und Blasenentleerungsstörungen. Aufgrund dessen befand er sich bei der Beklagten zur stationären Behandlung und wurde in 2010 operiert. Bereits einige Monate später traten bei ihm verstärkt Schmerzen im Rückenbereich auf. Bildgebende Befunde ergaben, dass ein Einsacken des Cages grob fehlerhaft verkannt worden war.…

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Landgericht Leipzig – vom 08.07.2014
Medizinrecht – Arthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Septischer Schock nach bakteriell (Klebsiella oxytoca) kontaminierter Infusion, LG Leipzig, Az. 07 O 3037/13

Die Klägerin begab sich wegen allgemeinem Unwohlsein in die Praxis der Beklagten. Sie erhielt von einem nichtärztlichen Personal eine Infusion, die eine schwere Schocksituation verursachte. Die Klägerin wurde daraufhin auf die Intensivstation einer Universitätsklinik überwiesen. Auch zwei Jahre später ist sie deutlich geschwächt und hat nach wie vor erhöhte Entzündungswerte. Verfahren:Das Landgericht Leipzig hat es…

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Landgericht Koblenz – vom 28.06.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Abrasio mit Nachblutungen, LG Koblenz, Az. 10 O 37/12

Chronologie:Nachdem die Klägerin in 2009 ein positives Ergebnis eines Schwangerschaftstestes erzielte, begab sie sich in die Behandlung beim Beklagten. Dieser konnte eine Schwangerschaft jedoch nicht eindeutig bestätigen und nahm eine Abrasio vor. Es kam zu Nachblutungen. In 2010 wurde die Tochter der Klägerin geboren. Verfahren:Das Landgericht Koblenz ließ den Vorfall mittels eines gynäkologischen Sachverständigengutachtens hinterfragen.…

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Landgericht Stendal – vom 26.06.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Staphylococcus Aureus-Infektion nach Facettenblockade, LG Stendal, Az. 21 O 71/10

Chronologie:Die Klägerin leidet seit 2007 an Beschwerden im Iliosakralgelenk. Anfang 2009 erlitt sie eine LWS-Distorsion. Im Klinikum der Beklagten erhielt sie im Rahmen einer ambulanten Behandlung eine sogenannte Facettenblockade. Es stellte sich eine Staphylokokken-Infektion heraus. Die Klägerin kann seither ihren Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. Kausale Folgen des Vorfalles sind u.a. ein Psoasabszess, ein…

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Oberlandesgericht Schleswig-Holstein – vom 23.06.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Staphylococcus epidermis Infektion nach Stichinzision, OLG Schleswig-Holstein, Az.: 4 U 57/13

Chronologie:Die Klägerin erlitt im Urlaub einen Oberschenkelhalsbruch und wurde in die Klinik der Beklagten verbracht. Dort entließen die Mediziner die Patientin ohne Anzeichen einer Infektion. Eine postoperativ vorgenommene MRT-Untersuchung ergab, dass eine Femurkopfnekrose vorlag. Eine Revisionsoperation war erforderlich. Verfahren:Nachdem das Landgericht Flensburg (Az. 3 O 387/09) die Klage noch als unbegründet abgewiesen hatte, schlug das…

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Landgericht Berlin – vom 20.06.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Absprachewidrige Versteifung der Bandscheibe, LG Berlin, Az. 35 O 7/11

Chronologie:Die Klägerin unterzog sich bei der Beklagten einer Bandscheibenoperation. Vereinbart war die Implantation einer Bandscheibenprothese. Die behandelnden Ärzte führten jedoch absprachewidrig eine Versteifung durch. Hierdurch kam es zu erheblichen Bewegungseinschränkungen und Schmerzen bei der Klägerin. Diese beeinträchtigen sie in ihrer Berufstätigkeit als Yoga-Lehrerin in erheblicher Art und Weise. Verfahren:Das Landgericht Berlin holte ein fachmedizinisches Gutachten…

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Oberlandesgericht Köln – vom 16.06.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnostizierter Ulcus ventriculi führt zur Notfall-Gastroskopie, OLG Köln, Az.: 5 U 128/13

Chronologie:Die Klägerin litt unter starken Durchfällen, Schwindel und niedrigem Blutdruck. Der Beklagte suchte sie zu Hause auf und verordnete ein Erkältungsmittel. Da sich die Beschwerden verschlimmerten, musste die Klägerin am Folgetag mit dem Rettungsdienst in eine Klinik eingewiesen werden. Dort wurde eine Notfall-Gastroskopie erforderlich. Die Klägerin befand sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. Verfahren:Zunächst hatte sich…

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Landgericht Nürnberg-Fürth – vom 13.06.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Rückenmarkschädigung mit Querschnittslähmung nach Typ A2 Impressionsfraktur, LG Nürnberg-Fürth, Az. 4 O 6300/12

Chronologie:Der Kläger begab sich in 2009 aufgrund starker Rückenschmerzen in die Behandlung bei der Beklagten. Dort wurde die Diagnose einer Impressionsfraktur mit vertikaler Höhenminderung und ventrodorsaler Spaltenbildung in der Grundplatte, Klassifikation A2 nach Magerl gestellt und der Kläger operativ behandelt. Postoperativ stellte sich eine Querschnittslähmung ab dem 4. Brustwirbel ein. Der zum Zeitpunkt der Schädigung…

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Landgericht München I – vom 03.06.2014
Versicherungsrecht – Unfallversicherung – Invaliditätsgrad:
Nichtanerkennung Invaliditätsgrad von 3/10 nach Fußwurzelbruch, LG München I, Az. 23 O 28648/13

Chronologie:Die Klägerin stolperte in 2010 und knickte dabei mit ihrem linken Fuß um. Sie musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Es wurde ein Fußwurzelbruch diagnostiziert. Die Klägerin verfügt über eine Unfallversicherung bei der Beklagten. Ein Gutachter konstatierte einen Invaliditätsgrad von 3/10, den die Beklagte nicht anerkannte. Daraufhin musste die Klägerin gerichtliche Hilfe beanspruchen. Verfahren:Das Landgericht…

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Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg – vom 30.05.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Beinamputation nach fehlerhafter Gefäßverschluss Operation, OLG Hamburg, Az.: 1 U 185/13

Chronologie:Die Klägerin begab sich im Jahre 2008 wegen eines Gefäßverschlusses im rechten Unterschenkel in eine Hamburger Privatklinik. Es wurde versucht, die Durchgängigkeit der rechten Beinstrombahn durch operative Maßnahmen bei Gabe des blutgerinnungshemmenden Medikamentes Heparin wiederherzustellen, was aber nicht gelang. Eine Heparin Unverträglichkeit wurde nicht erkannt. Eine Umstellung der Medikation wäre notwendig gewesen. Dadurch wären der…

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Landgericht Düsseldorf – vom 25.05.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schädigung des Plexus brachialis nach Thrombektomie, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 331/11

Chronologie:Der Kläger trägt einen Herzschrittmacher und stellte in 2005 eine Hand-Arm-Schwellung fest. Die Beklagte diagnostizierte ein chronisches Thoracic-inlet-Syndrom und nahm eine Thrombektomie vor, anlässlich derer es zur Schädigung des Plexus brachialis kam. Seit dem Vorfall kann der Kläger seinen Beruf als Gastroenterologe nicht mehr ausüben und ist erheblich gesundheitlich beeinträchtigt. Verfahren:Das Landgericht Düsseldorf hat den…

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Landgericht Schwerin – vom 22.05.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene operative Spaltung eines Retinakulum flexorum – Außenseitermethode -, LG Schwerin, Az.: 1 O 204/11

Chronologie:Die Klägerin litt an einem Carpaltunnelsyndrom an der rechten Hand, die die Beklagte operativ behandelte. Seit der Operation in 2009 leidet die Klägerin an Schmerzen, Beeinträchtigungen und Kribbeln der Hand, Kälte- und Taubheitsgefühlen und Kraftminderung. Sie wirft der Beklagten unter anderem vor, sie nicht über die Risiken der Operation adäquat aufgeklärt zu haben. Verfahren:Das Landgericht…

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Landgericht Köln – vom 20.05.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Stimmbandparese nach fehlerhafter Anästhesie, LG Köln, Az.: 3 O 500/08

Chronologie:Die 33-jährige Klägerin hatte eine sehr helle Stimme und begab sich aufgrund der Notwendigkeit einer Wurzelspitzenresektion und einer Zahnextraktion in die Praxis des Beklagten. Im Rahmen der ambulanten Operation führte der Beklagte sodann eine Intubationsnarkose durch. Gegenüber den Praxismitarbeitern klagte die Patientin nach der Operation über Heiserkeit und Schluckbeschwerden. Sie war als Dozentin auf ihre…

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Landgericht Frankfurt/M. – vom 15.05.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Befunderhebungsmangel – Metastasenbildung nach nicht erkanntem Prostatakarzinom, LG Frankfurt/M., Az. 2 – 18 O 351/09

Chronologie:Der Kläger litt an einem Prostatakarzinom, welches in der Folge eine Streuung des Tumors mit Metastasenbildung hervorrief. Der Beklagte und niedergelassene Urologe unterließ über einen Zeitraum von etwa einem Jahr die weitere Abklärung. Insbesondere nahm er keine Biopsie vor und ging beim Kläger fälschlicherweise von einer Prostatitis aus. Verfahren:Das Landgericht Frankfurt/M. hat den Vorfall fachmedizinisch…

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Hamburgisches Oberverwaltungsgericht – vom 13.05.2014
Ärztliches Berufsrecht:
Berufsverbot für junge Ärztin vorläufig aufgehoben wegen Verletzung des Datenschutzes durch Behörde, OVG Hamburg, Az. 3 Bs 311/13

Chronologie:Der Klägerin, einer jungen approbierten Ärztin wurde durch die Freie und Hansestadt Hamburg mit sofort vollziehbarem Bescheid vom 19. August 2013 das Ruhen der ärztlichen Approbation erklärt. Zur Begründung berief sich die Behörde darauf, dass sie Zweifel an der gesundheitlichen Eignung der Ärztin habe, die bislang in ihrem Beruf noch nicht tätig gewesen war. Diese…

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Landgericht Lübeck – vom 05.05.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Durchtrennung des Nervus medianus anlässlich Carpaltunnelspaltung, LG Lübeck, Az. 12 O 341/12

Chronologie:Der 50-jährige Kläger hatte sich als Kind eine Schnittverletzung an der Hand zugezogen. Die Beugesehnenfunktion bestand seither nur eingeschränkt. Im Hause der Beklagten erfolgte eine Carpaltunnelspaltung, anlässlich derer es behandlungsfehlerhaft zur Durchtrennung des Nervus medianus kam. Seine rechte Hand kann er seither nicht mehr benutzen, es liegt ein GdB von 50 % vor, seine Arbeitstätigkeit…

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Landgericht Mainz – vom 30.04.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose einer Beinvenenthrombose, links, LG Mainz, Az.: 2 O 259/11

Chronologie:Der Kläger begab sich 2009 in eine Notarztzentrale wegen des Verdachts einer Thrombose. Von dort wurde er umgehend in eine Klinik überwiesen. Dort schlossen die Ärzte eine Thrombose indes aus und therapierten den Patienten mit Salben und Schmerzmitteln. Es entwickelte sich daraufhin eine symptomatische Lungenarterienembolie. Verfahren:Das Landgericht Mainz hat den Vorfall mittels eines fachinternistischen Gutachtens…

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Landgericht Berlin – vom 27.04.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
X-Beinstellung nach Kniegelenksoperation, LG Berlin, Az.: 35 O 436/10

Chronologie:Die Klägerin unterzog sich einer Knieoperation im Hause der Beklagten. Diese Operation erfolgte nicht dem fachmedizinischen Standard entsprechend. Die behandelnden Ärzte verursachten eine Überkorrektur, welche deutlich sichtbar ist. Auch postoperativ erkannten die behandelnden Ärzte diese Überkorrektur nicht. Durch die Fehlstellung leidet die Klägerin nachhaltig gesundheitlich. Verfahren:Da eine außergerichtliche Einigung scheiterte, musste die Patientin gerichtliche Hilfe…

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Hanseatisches Oberlandesgericht – vom 21.04.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Metastasierung eines Nebennierenkarzinoms, Hanseatisches OLG Hamburg, Az. 1 U 64/13

Chronologie:Der Kläger befand sich bei der Beklagten aufgrund eines erkannten Nebennierenkarzinoms in Behandlung. Anstatt die Nebenniere absprachegemäß in toto zu entfernen, entfernten die Mediziner nur das Karzinom, so dass sich Metastasen ausbilden konnten. Die Lebenserwartung des Geschädigten ist nur sehr gering. Verfahren:Nachdem das Landgericht Hamburg die Klage noch als unbegründet abgewiesen hatte, konnte im Rahmen…

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Landgericht Frankfurt/Main – vom 18.04.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Retroperitoneales Hämatom nach Koronarangiographie, LG Frankfurt/M., Az. 2 – 18 O 453/09

Chronologie:Die betagte zwischenzeitlich verstorbene Geschädigte litt an anhaltenden pectanginösen Beschwerden, die eine Koronarangiographie erforderten. Aufgrund der Verabreichung von Gerinnungsmitteln kam es zu massiven Blutungen, einem Nervenkompressionssyndrom und einer Parese des linken Beines. Verfahren:Das Landgericht Frankfurt/M. hat den Vorfall mittels eines internistischen Gutachtens überprüfen lassen. Der Gutachter kam zum Ergebnis, dass die fehlerhafte Verzögerung der Diagnostik…

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Landgericht Dessau-Roßlau – vom 13.04.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Lagerungsschaden nach Osteosynthese, LG Dessau-Roßlau, Az. 4 O 560/12

Chronologie:Die Klägerin befand sich im beklagten Klinikum in stationärer Behandlung zur Materialentfernung nach einer Osteosynthese. Während des Eingriffs lagerte die Klägerin in der sogenannten Beachchairposition. Direkt nach dem Eingriff litt die Klägerin an starken Kopfschmerzen und Taubheitsgefühlen am Hinterkopf. Die Beschwerden beruhten auf einer fehlerhaften Lagerung bei der Operation. Verfahren:Die Haftpflichtversicherung der Klinik lehnte eine…

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Oberlandesgericht Stuttgart – vom 10.04.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Lichttherapie zur zeitgleichen Medikamenteneinnahme von Sandimmun, OLG Stuttgart, Az. 1 U 92/13

Chronologie:Die Beklagte behandelte den Kläger parallel zur Medikamentierung mit Sandimmun mittels einer Lichttherapie. Über Risiken der zeitgleichen Behandlung wurde der Kläger nicht aufgeklärt. Hierdurch erhöht sich für den Kläger das Hautkrebsrisiko. Verfahren:Nachdem das Landgericht Ellwangen die Klage zunächst als unbegründet abgewiesen hatte (Az. 5 O 419/11), ging das OLG Stuttgart von einem Behandlungsfehler aus, der…

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Landgericht Duisburg – vom 02.04.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Partielle Fazialisparese nach pleomorphem Adenom, LG Duisburg, Az. 6 O 462/10

Chronologie:Der Kläger litt an einem Tumor der Ohrspeicheldrüse und begab sich in die Behandlung der Beklagten. Behandlungsfehlerhaft wurde postoperativ eine Redon-Drainage nicht gewechselt, so dass sich eine Fazialisparese einstellte. Verfahren:Das befasste Landgericht Duisburg hat den Vorfall mittels eines Chefarztes für HNO-Heilkunde hinterfragen lassen. Dieser konstatierte, dass bei der OP-Aufklärung der Umfang der Operation nicht explizit…

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Landgericht Nürnberg-Fürth – vom 25.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Darmdurchbruch infolge Diagnosefehler, LG Nürnberg-Fürth, Az. 11 O 2354/12

Chronologie:Die Klägerin befand sich im Hause der Beklagten aufgrund heftiger kolikartiger Schmerzen in Behandlung. Am Abend des 21. Januar 2011 wurde ein CT gefertigt, das nach Ansicht der Mediziner keine Auffälligkeiten aufwies. Am Folgetag wurde die Klägerin auf eigenen Wunsch in ein anderes Krankenhaus verlegt. Dort diagnostizierten die behandelnden Ärzte einen Darmverschluss. Kurz darauf kam…

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Landgericht Essen – vom 23.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Hüftoperation mit Prothesenlockerung, LG Essen, Az. 1 O 53/12

Chronologie:Der Kläger wurde 2010 im Krankenhaus der Beklagten behandelt. Diese implantierte eine zementfreie Hüft-TEP rechts. Dabei wurde eine zu kleine Prothese gewählt, so dass der Kläger unter massiven Schmerzen litt. Eine Revisionsoperation war erforderlich. Verfahren:Das Landgericht Essen hat den Vorfall mittels eines fachorthopädischen Gutachtens hinterfragen lassen. Der Gutachter stellte im Ergebnis eine Fehlerhaftigkeit der Behandlung…

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Landgericht Köln – vom 17.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dysphonie nach Intubation anlässlich Zahn-/Kieferoperation, LG Köln, Az. 3 O 500/08

Chronologie:Die Klägerin begab sich zwecks Zahnextraktion und Wurzelspitzenresektion in die Behandlung beim Beklagten. Der Eingriff wurde in Vollnarkose vorgenommen. Dabei kam es zu einer Stimmlippenparese links. Verfahren:Das Landgericht Köln hat den Vorfall umfassend mittels mehrerer fachmedizinischer Sachverständigengutachten hinterfragen lassen. Im Ergebnis kam sowohl eine unsachgemäße Blockung des Tubus, als auch eine Dislokation des Tubus als…

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Landgericht Lübeck – vom 13.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose eines follikulären Non-Hodgkins-Lymphoms, Graduierung I/II, LG Lübeck, Az. 12 O 429/11

Chronologie:Der Kläger litt jahrelang unter Schweißausbrüchen und begab sich daher zur Diagnostik in die Behandlung der Beklagten, die allerdings verabsäumte, ein MRT zu veranlassen. Daher wurde ein Non-Hodgkins-Lymphom verspätet diagnostiziert, was mehrere hochdosierte Chemotherapien erforderte. Verfahren:Das Landgericht Lübeck hat den Vorgang mittels eines Sachverständigen eruieren lassen. Im Termin zur mündlichen Verhandlung Anfang Februar 2014 schlug…

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Oberlandesgericht Frankfurt/M. – vom 10.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Quadrizepsparese sowie Wurzelläsion L4/L5 nach Spinalkanalstenose, OLG Frankfurt/M., Az.: 8 U 224/12

Chronologie:Der Kläger litt seit Jahren unter Rückenschmerzen. Bei ihm wurde eine Spinalkanalstenose diagnostiziert, die in der Klinik der Beklagten operativ behandelt wurde. Postoperativ kam es zu einer beidseitigen Quadrizepsparese. Verfahren:Der Kläger hat zunächst das Landgericht Wiesbaden mit dem Vorfall involviert (Az. 2 O 233/09), das die Klage als unbegründet abwies. Die Prozessvertreter des Klägers rieten…

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Landgericht Stuttgart – vom 06.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte laparoskopische Adnektomie beidseits, LG Stuttgart, Az. 20 O 232/13

Chronologie:Die Klägerin befand sich wegen persistierender Ovarialzysten beidseits mit Wachstumstendenz im Hause der Beklagten. Dort erfolgte eine laparoskopische Adnektomie beidseits. Der Tumor wurde in toto im Lap-Sac geborgen. Im Rahmen dieser Laparoskopie wurden behandlungsfehlerhaft zwei Fremdkörper an der Hinterwand des Corpus uteri hinterlassen. Diese waren metallisch ringförmig und weichteildicht leistenförmig. Zur Entfernung der Fremdkörper musste…

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Hanseatisches Oberlandesgericht – vom 04.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schwerstpflegefall nach Medikamentenverwechslung Hypnorex und Leponex, OLG Hamburg, 1 U 51/13

Chronologie:Die Klägerin befand sich nach einem Klinikaufenthalt in der hausärztlichen Behandlung des Beklagten zu 1). Dieser änderte eine Verordnung zur Medikamentengabe. Anstatt Leponex verschrieb er Hypnorex. Im Übrigen vertat er sich bei der Dosierung und verabreichte eine Dosis, die nicht mehr vertretbar war. Aufgrund der fehlerhaften Medikamentierung kam es zu einer dramatischen Gesundheitsverletzung der Klägerin.…

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Landgericht Paderborn – vom 27.02.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
HWS-Versteifung mittels Signus Cage nach Bandscheibenvorfall C 5/6, LG Paderborn, Az. 3 O 450/12

Chronologie:Der Kläger begab sich zwecks Rehamaßnahmen nach einem Vorfall im Lendenwirbelbereich in die Klinik der Beklagten. Dabei entwickelten sich Kribbelparästhesien, die eine zervikale Wirbelsäulennotoperation erforderten, bei der die HWS versteift werden musste. Seither leidet der Kläger an einer deutlich begrenzten Bewegungsfreiheit. Der Klinik wurde vorgeworfen, auf die Beschwerden nicht adäquat reagiert zu haben. Verfahren:Das Landgericht…

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Landgericht Koblenz – vom 24.02.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Querschnittslähmung BWK 8 durch Staphylococcus-aureus-Sepsis, LG Koblenz, Az. 10 O 481/06

Chronologie:Der Kläger begab sich Ende 1997 in stationäre Behandlung eines norddeutschen Krankenhauses. Hier zog er sich eine Staphylokokkeninfektion zu. Nach seiner Entlassung begab er sich zur Nachbehandlung in weitere Kliniken. In einer Rehaklinik verschlechterte sich sein Allgemeinzustand und es traten Lähmungserscheinungen an beiden Beinen auf. Dennoch reagierten die Mediziner nicht. Eine Verlegung in eine neurochirurgische…

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Landgericht Hamburg – vom 20.02.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verkannte TBC mit irreparabler Lungenschädigung, LG Hamburg, Az. 323 O 300/10

Chronologie:Die Klägerin litt seit März 2008 unter starkem Husten. Im September 2008 begab sie sich in die Behandlung beim Beklagten, der eine Röntgenaufnahme fertigte. Diese zeigte eine deutliche Veränderung der Lunge, eine TBC-Diagnose stellte der Mediziner jedoch nicht. Dieses führte zu einer nachhaltigen und irreparablen Lungenschädigung der Patientin. Verfahren:Das Landgericht Hamburg hat den Leiter einer…

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Landgericht Berlin – vom 18.02.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler – Anwaltsregress:
Ärztliche Aufklärungsfehler und anwaltliche Pflichtverletzung, LG Berlin, Az. 36 O 202/12

Chronologie:Die Erblasserin unterzog sich in einer Klinik in Berlin einer Herzoperation, an der sie letztlich verstarb. Eine Aufklärung über die Risiken der Operation gab es nicht. Das beklagte Klinikum verteidigte sich damit, dass nicht aufgeklärt werden musste, zumal eine Notfallsituation vorlag. Tatsächlich lag aber keine Notfallsituation vor und die Klägerin hätte über das Risiko informiert…

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Landgericht Frankfurt/M. – vom 16.02.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Aufklärung bei Kataraktoperation nach Gliose im Netzhautbereich, LG Frankfurt/M., Az. 2 – 04 O 470/11

Chronologie:Der Kläger begab sich zwecks Katarakt-operation in die Einrichtung der Beklagten. Er erhielt anstatt der ursprünglich geplanten torischen eine monovokale sphärische Linse eingesetzt. Zwei Wochen später wurde festgestellt, dass sich in der hinteren Netzhaut ein Ödem gebildet hatte. Seither leidet der Kläger unter einem Verzerrtsehen und einer deutlich schlechteren Sehschärfe. Verfahren:Das Landgericht Frankfurt/M. hat den…

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Landgericht Essen – vom 12.02.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Brustimplantation führt zu „bottoming out“, LG Essen, Az. A O 30/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich im Jahre 2010 in die Praxis des Beklagten, um sich Brustimplantate einsetzen zu lassen. Postoperativ kam es zu einem sogenannten „bottoming out“, d.h. dass die Implantate zu tief abgesunken sind. Seither leidet die Klägerin unter den entstellten Brüsten. Nach fachmedizinischer Konstatierung wird sie sich zur Beseitigung der unschönen optischen Folgen einer…

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Landgericht Neuruppin – vom 09.02.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nichterkennen einer Jochbeinfraktur, LG Neuruppin, Az.: 3b O 66/13

Chronologie:Der Kläger zog sich bei einem Sportunfall eine Jochbeinfraktur zu, welche die behandelnden Ärzte im Krankenhaus der Beklagten nicht erkannten. Die Ärzte erhoben nicht die notwendigen Befunde, so dass der Kläger unnötig über zwei Monate lang unter massiven Schmerzen litt. Es kam zu einer verzögerten Heilbehandlung, noch heute, viele Monate später, bestehen aufgrund des Behandlungsfehlers…

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Landgericht Bochum – vom 03.02.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Grob fehlerhafter Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks, LG Bochum, Az.: I – 6 O 134/12

Chronologie:Dem Kläger ist in den 1990er Jahren ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt worden, welches sich nach über zehn Jahren gelockert hatte. In der Einrichtung der beklagten Klinik sollte ein Wechsel der Pfanne vorgenommen werden. Die behandelnden Ärzte klärten jedoch nicht ab, welches Material, beziehungsweise welcher Implantat-Typ eingebaut war und ob eine Kompatibilität zwischen den neu einzusetzenden…

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Landgericht Berlin – vom 30.01.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Spritzenabszess nach Akupunkturbehandlung, LG Berlin, Az.: 13 O 452/11

Chronologie:Der Kläger leidet an Diabetes mellitus mit Folgeerkrankungen. Er erhielt in der Praxis der Beklagten eine Injektionsbehandlung mit Marcumar. In der Folge entwickelte sich ein Spritzenabszess mit kompliziertem Verlauf. Es kam zu einer deutlich verzögerten Heilbehandlung. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat ein fachmedizinisches Gutachten zu dem Vorfall eingeholt, das zu einem nicht eindeutigen Ergebnis kam. Im…

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Landgericht Karlsruhe – vom 28.01.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Verkleinerung des Brustwarzenhofes, LG Karlsruhe, Az. 6 O 311/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich im Juli 2011 in die Praxis des Beklagten zwecks Einsatzes von Brustimplantaten und Verkleinerung beider Brustwarzenhöfe. Nach der Operation stellte sich heraus, dass die Implantate hochgerutscht waren, die Verkleinerung war nicht erfolgt. Seither leidet die Klägerin an der entstellten Brust. Verfahren:Das Landgericht Karlsruhe hat ein fachmedizinisches Gutachten über eine Universitätsklinik eingeholt.…

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Landgericht Wuppertal – vom 19.01.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Aufklärungspflichtverletzung nach ICD-Ventrikelsondendefekt, LG Wuppertal, Az. 5 O 271/12

Chronologie:Der Erblasser hatte einen implantierten elektrischen Defibrillator. Er stellt sich wegen eines ICD-Ventrikelsondendefektes im Krankenhaus der Beklagten vor. Es sollte zum Austausch der Sonde kommen. Bei der Operation verstarb der Erblasser. Die behandelnden Ärzte hatten ihn zuvor nicht über die Risiken der Operation, insbesondere über die Möglichkeit des Versterbens hinreichend aufgeklärt. Auch stellten sie ihm…

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Landgericht Bremen – vom 17.01.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene minimalinvasive Spondylodese, LG Bremen, Az. 3 – O – 2265/11

Chronologie:Die Klägerin litt an starken Rückenschmerzen beim Gehen und Sitzen und Ausstrahlung in ihr rechtes Bein und begab sich in die Behandlung der Beklagten. Diese führten eine minimalinvasive Spondylodese durch, wobei es zu Komplikationen kam. Seit dem Vorfall ist die Klägerin nicht mehr beschwerdefrei und auf die regelmäßige Einnahme von starken Schmerzmitteln angewiesen. Verfahren:Das Landgericht…

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Landgericht Frankfurt/M. – vom 14.01.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Übersehenes Mammakarzinom mit eingetretenen Metastasen, LG Frankfurt/M., Az. 2 – 14 O 120/12

Chronologie:Die Klägerin ertastete einen Knoten in ihrer Brust und begab sich daraufhin in die Praxis der Beklagten, die eine Mammographie veranlasste. Ein vorliegendes Mammakarzinom wurde fehlerhaft nicht diagnostiziert. Die Klägerin musste sich sodann einer Chemotherapie unterziehen. Die verspätete Diagnose verschlechtert das Prognoserisiko. Verfahren:Das Landgericht Frankfurt/M. riet den Parteien aufgrund der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage…

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Landgericht Berlin – vom 11.01.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Hysterektomie mit beidseitigem Harnstau, LG Berlin, Az.: 35 a O 72/09

Chronologie:Die Klägerin unterzog sich im Krankenhaus der Beklagten einer vaginalen Hysterektomie. Dabei kam es zu Komplikationen, nachdem die McCall-Naht nicht dem Facharztstandard entsprechend angebracht worden war, so dass sich beide Ureteren verzogen. Es kam zu einem beidseitigen Harnstau, da der Harnleiter mit eingenäht war. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat die Angelegenheit fachmedizinisch mittels eines Sachverständigen hinterfragen…

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Landgericht Düsseldorf – vom 04.01.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler – Geburtsschaden:
Schwerer hypoxischer Hirnschaden mit Tetraspastik anlässlich Hausgeburt, LG Düsseldorf, Az. 3 O 389/08

Chronologie:Die Eltern des Klägers vereinbarten Anfang 2004 mit der Beklagten, einer Hebamme die Leitung einer Hausgeburt. Beim Geburtsvorgang kam es zu erheblichen Komplikationen. Ein Notfallmanagement stand nicht bereit. Das Kind erlitt dadurch einen schweren Hirnschaden und ist zu 100 Prozent schwerbehindert. Verfahren:Das Landgericht Düsseldorf hat den Vorfall fachmedizinisch prüfen lassen. Der Sachverständige stellte fest, dass…

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Landgericht München I – vom 02.01.2014
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht:
Rechtsschutz Union Schaden GmbH (Alte Leipziger) von LG München I abgestraft, LG München I, Az. 25 O 14192/12

Chronologie:Eine medizingeschädigte Versicherungsnehmerin der Rechtsschutz Union hatte in einem Arzthaftungsprozess in der ersten Instanz verloren. Hiergegen wollte sie auf Anraten ihrer Prozessvertreter Berufung einlegen und begehrte dafür Deckungsschutz der Beklagten. Diese verweigerte die Zusage indes mit der Begründung, die Berufung habe keinerlei Erfolgsaussichten und verwies die Prozessvertreter der Klägerin darauf, einen Stichentscheid zu veranlassen. Nach…

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Landgericht Würzburg – vom 31.12.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene Thromboseprophylaxe und fehlerhafte Dosierung von Gerinnungshemmern, LG Würzburg, Az. 11 O 111/13

Chronologie:Der Kläger ließ sich im Hause der Beklagten die Krampfadern operieren. Dabei verabsäumten die behandelnden Ärzte es fehlerhaft, das Blutverdünnungsmittel Heparin zu verabreichen, so dass der Kläger eine Thrombose erlitt. Schließlich wurde eine lebensbedrohliche beidseitige Lungenembolie diagnostiziert. Seit dem Vorfall leidet der Kläger unter starker Atemnot und deutlicher Schwächung seines Gesundheitszustandes. Eine Besserung ist auf…

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Landgericht Hamburg – vom 26.12.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schädigung des Nervus tibialis infolge Falschlagerung nach Kapsulektomie, LG Hamburg, Az. 303 O 339/10

Chronologie:Die Klägerin befand sich im Hause der Beklagten zwecks Implantatentfernung und Kapsulektomie der rechten Brust. Postoperativ lagerte die Beklagte sie fehlerhaft, so dass sich eine Nervschädigung im rechten Bein ab Höhe des Kniegelenks einstellte. Es waren vier Folgeoperationen erforderlich. Ein Dauerschaden liegt vor. Verfahren:Das Landgericht Hamburg hat den Vorfall mittels eines neurologischen Sachverständigengutachtens hinterfragen lassen.…

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Landgericht Mannheim – vom 25.12.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Sprunggelenksversteifung nach Reposition des dislozierten Volkmann’schen Dreiecks, LG Mannheim, Az. 6 O 239/11

Chronologie:Die Klägerin begab sich Anfang 2009 nach einem Treppensturz in ärztliche Behandlung. Es wurde eine Weber-C-Fraktur diagnostiziert und operativ im Hause der Beklagten behandelt. In der Folge musste ein Sprunggelenk der Klägerin versteift werden. Seit dem Vorfall leidet sie an erheblichen Bewegungseinschränkungen. Verfahren:Das Landgericht Mannheim hat den Leitenden Arzt einer BG-Unfallklinik mit der Erstellung eines…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 18.12.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Durchtrennung des Nervus accessorius im Rahmen einer Lymphknotenentfernung, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 119/12

Chronologie:Bei der Klägerin wurde im Rahmen einer Lymphknotenentfernung im September 2008 der Nervus accessorius durchtrennt. Dadurch ist es zu einer Parese des Trapezmuskels und Schmerzen im Schulter- und Rückenbereich sowie zu Funktionsbeeinträchtigungen gekommen. Die Klägerin musste in Teilrente gehen und ist in ihrer Haushaltsführung erheblich eingeschränkt. Verfahren:Die Klägerin hatte zunächst das Landgericht Duisburg involviert (Az.…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 15.12.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Perforation der Speiseröhre anlässlich Ballondilatation, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 53/13

Chronologie:Der zwischenzeitlich verstorbene Kläger litt seit dem Jahre 2002 an Schluckbeschwerden. Er begab sich daher im Jahre 2007 zunächst zu seinem Hausarzt, sodann in die Behandlung der Beklagten, wo eine Ballondilatation vorgenommen wurde. Anlässlich dieser Operation kam es offensichtlich zu einer Perforation der Speiseröhre, die unerkannt blieb. Der Geschädigte litt in der Folgezeit an erheblichen…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 12.12.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene MRT-Diagnostik nach Innenmeniskusläsion, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 15/13

Chronologie:Der Kläger stellte sich in der Gemeinschaftspraxis der Beklagten wegen längerer Zeit bestehender Kniebeschwerden vor. Er erhielt eine Kortison-Injektion und wurde mit weiteren Injektionen therapiert. In der Folgezeit diagnostizierten die Ärzte beim Geschädigten eine Osteomyelitis, die operativ behandelt wurde. Seit dem Vorfall leidet der Kläger an Bewegungseinschränkungen. Der Behandlerseite wird vorgeworfen, eine MRT-Untersuchung fehlerhaft unterlassen…

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Landgericht Berlin – vom 09.12.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Axilladissektion, LG Berlin, Az. 6 O 2/07

Chronologie:Die Klägerin begab sich 2002 in die Behandlung des Beklagten, einem niedergelassenen Chirurgen. Dieser führte eine operative modifizierte radikale Mastektomie mit Axillaausräumung durch. Seit der Operation leidet die Klägerin an erheblicher Bewegungseinschränkung des rechten Armes. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat den Vorfall umfangreich fachmedizinisch aufarbeiten lassen. Im Ergebnis stellte das Gericht fest, dass die Axilladissektion behandlungsfehlerhaft…

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Landgericht Hanau – vom 03.12.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Luftröhrenriss nach Intubation anlässlich Arthroskopie, LG Hanau, Az. 9 O 1070/11

Chronologie:Die Klägerin litt im Herbst 2009 unter Schulterschmerzen, die eine Arthroskopie notwendig machte. Diese nahm die Beklagte vor, wobei es aufgrund einer fehlerhaften Intubation zu einem Riss der Luftröhre kam. Es musste ein Stent gesetzt werden, damit sich der Riss wieder verschließen konnte. Mehrere monatelange Nachbehandlungen waren vonnöten. Verfahren:Das Landgericht Hanau hat die Sache umfassend…

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Landgericht Essen – vom 27.11.2013
Verkehrsunfallrecht – Versicherungsrecht – Personenschadenrecht:
Oberschenkelmehrfachfraktur, trimalleoläre Sprunggelenkluxationsfraktur, MFK 4 und 5-Frakturen, LG Essen, Az. 11 O 483/05

Chronologie:Der Kläger erlitt im November 2003 unverschuldet einen Verkehrsunfall und wurde dabei schwer verletzt. Er zog sich u.a. mehrere Frakturen zu. Der verklagte Unfallverursacher war wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung sowie Körperverletzung vom Amtsgericht Bottrop (Az. 27 Ds 40 Js 58/04 (460/04) zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen verurteilt worden. Auch heute noch leidet der Geschädigte an…

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Landgericht Dresden – vom 25.11.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Auslaufen von Knochenzement bei Endoprothese, LG Dresden, Az. 6 O 719/12

Chronologie:Die Klägerin zog sich eine Mehrfachfraktur des linken Oberarmes mit Beteiligung der Schulter zu. In der Einrichtung der Beklagten kam es zum Einsatz einer Endoprothese ohne vorherige Aufklärung. Im Rahmen der Operation lief Knochenzement aus. Daraufhin kam es zu Verhärtungen unweit der Operationsnarbe sowie zu einer Nervschädigung infolge des ausgelaufenen Knochenzements. Verfahren:Da eine außergerichtliche Einigung…

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Oberlandesgericht Köln – vom 19.11.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schlaganfall nach endovaskulärem Eingriff durch Nichtentfernen eines Coils, OLG Köln, Az. 5 U 19/13

Chronologie:Die Klägerin verspürte in 2004 nach einer Radtour plötzlich auftretende heftige Cervicocephalgien, Schwindel und Übelkeit. Aufgrund dieser Beschwerden wurde sie bei einem GSC-Wert von 15 mit dem Rettungsdienst in eine Klinik verbracht. Nach Sedierung, Intubation und Beatmung erfolgte eine Verlegung in das Klinikum der Beklagten, wo sie sich mehrere Wochen in stationärer Behandlung befand. Es…

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Landgericht Stuttgart – vom 18.11.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht indizierte Lamotrigin-Therapie nach diagnostizierten myoklonischen Anfällen, LG Stuttgart, Az. 20 O 171/13

Chronologie:Die Klägerin wurde im Hause der Beklagten vorstellig, nachdem sie einen Abend zuvor während des Autofahrens einen Schwächeanfall erlitten hatte. Die behandelnden Ärzte im Hause der Beklagten diagnostizierten myoklonische Anfälle und stellten die Klägerin medikamentös ein. Die Klägerin litt in der Folge unter starken Schwindelattacken, Sehproblemen, Kopfschmerzen, Müdigkeit sowie psychischen Beschwerden. Die behandelnden Ärzte attestierten…

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Landgericht Aachen – vom 15.11.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte intramuskuläre Injektion mit Entwicklung eines Kompartmentsyndroms, LG Aachen, Az. 11 O 172/11

Chronologie:Der Kläger stellte sich mit Rückenschmerzen in der Praxis des Beklagten vor. Dieser verabreichte ihm eine intramuskuläre Injektion, in deren Folge der Kläger ein Kompartmentsyndrom entwickelte. Der Beklagte verordnete dem Kläger daraufhin eine Antibiotikatherapie. Seit dem Vorfall leidet der Kläger an Bewegungseinschränkungen. Verfahren:Der erstinstanzlich bestellte Sachverständige stellte zutreffend fest, dass die vom Beklagten gewählte antibiotische…

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Landgericht Hildesheim – vom 11.11.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verzögerte Diagnose eines Prostatakarzinoms, LG Hildesheim, Az. 4 O 282/11

Chronologie:Der Kläger befand sich beim Beklagten, einem Facharzt für Urologie, in regelmäßiger Behandlung. Hierbei unterließ es der Beklagte, trotz erhöhter PSA-Werte eine adäquate Maßnahme zu ergreifen. Bereits 2003 hätte reagiert werden müssen, so dass es zu einem vierjährigen Zeitverlust kam. Seit dem Vorfall leidet der Kläger an Impotenz und Inkontinenz. Verfahren:Bereits im Vorfeld der gerichtlichen…

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Landgericht Berlin – vom 09.11.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene Befunderhebung bei entzündetem Situs, LG Berlin, Az. 35 O 448/10

Chronologie:Die Klägerin litt unter Unterbauchschmerzen und stellte sich in der Praxis der Beklagten vor. Diese untersuchte die Klägerin aber nur auf Magenbeschwerden. Auch bei den weiteren Vorstellungen innerhalb der nächsten Tage kam es zu keiner gründlichen Abklärung der Ursachen. Adäquate Befunde erhob die Beklagte nicht, so dass sie einen ausgeprägt entzündeten und vereiterten Situs verkannte.…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 03.11.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verkannter Mehrfachbruch des rechten Fersenbeins, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 66/13

Chronologie:Die Klägerin stellte sich nach einem häuslichen Sturz im Dezember 2008 in der Praxis des Beklagten, einem Facharzt für Orthopädie, vor. Dieser diagnostizierte eine Schwellung im rechten oberen Sprunggelenk, schloss eine knöcherne Verletzung jedoch aus. Tatsächlich lag indes ein Mehrfachbruch des rechten Fersenbeins mit starker Erniedrigung des Tuber-Calcaneal-Winkels vor. In der Folge entwickelte sich eine…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 03.11.2013
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht:
Rechtsschutzunion Schaden GmbH (Alte Leipziger) von Oberlandesgerichtssenat abgestraft, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 66/13

Chronologie:Die Klägerin, eine Versicherungsnehmerin der Rechtsschutzunion (Alte Leipziger) hatte in einem Arzthaftungsprozess gegen einen Arzt vor dem Landgericht Wuppertal (Az. 5 O 338/11) lediglich einen Teilerfolg erzielt. Die anwaltlichen Vertreter der Patientin rieten ihr daraufhin an, gegen dieses Urteil in Berufung vor das Oberlandesgericht Düsseldorf zu ziehen und begehrten von der Rechtsschutzunion mit Sitz in…

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Landgericht Hamburg – vom 31.10.2013
Tierarztrecht – Behandlungsfehler:
Grober Fehler bei Hundewelpengeburt mit Tod dreier Welpen, LG Hamburg, Az. 331 O 225/10

Chronologie:Der Kläger ist Halter einer Yorkshire-Terrier Hündin, welche bei dem Beklagten, einem Hamburger Tierarzt, seit zwei Jahren in Behandlung war. Grund der streitgegenständlichen veterinärärztlichen Behandlung war die Trächtigkeit und bevorstehende Geburt von insgesamt fünf Welpen. Dabei kam es zu Komplikationen, welche den Tod von drei Welpen zur Folge hatten. Der Tierarzt ignorierte, dass die Hündin…

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Landgericht Ravensburg – vom 28.10.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Thrombotisches Syndrom nach fehlerhafter Crossektomie, LG Ravensburg, Az. 3 O 132/11

Chronologie:Der Kläger begab sich im Januar 2008 aufgrund anhaltender Wadenschmerzen in die Klinik der Beklagten. Hier wurde eine Seitenastphlebitis diagnostiziert und eine Crossektomie vorgenommen. Es entwickelte sich eine Thrombose im Bereich der Vena poplitea. Seither ist der Kläger Marcumar-Patient und muss dauerhaft Kompressionsstrümpfe tragen. Verfahren:Das Landgericht Ravensburg hat eine umfassende Beweisaufnahme vorgenommen. Dabei kam der…

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Oberlandesgericht Koblenz – vom 21.10.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verspätete Diagnose eines ausgedehnten Prostatakarzinoms, OLG Koblenz, Az. 5 U 90/13

Chronologie:Der Kläger stellte sich beim Beklagten regelmäßig zur Krebsvorsorge vor. Aufgrund fehlerhafter Diagnose wurde der Befund eines Prostatakarzinoms deutlich verspätet erhoben. Nach Auffassung des Sachverständigen hätte der Beklagte den erhöhten PSA-Wert dringend regelmäßig kontrollieren müssen. Um überhaupt den weiteren Verlauf beurteilen zu können, wäre ein Kontrollwert zu fordern gewesen. Der Kläger musste sich daraufhin einer…

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Oberlandesgericht Celle – vom 18.10.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Gravierende Schädigung an den Beinen anlässlich Schaumverödung, OLG Celle, Az. 5 O 344/11

Chronologie:Der Kläger, ein Arzt auf Niedersachsen, machte gegen seine Patientin Ansprüche auf Zahlung eines Behandlungshonorars geltend. Die Beklagte lehnte die Zahlung mit der Begründung ab, der Arzt habe sie darüber aufklären müssen, dass es sich um Kosten handelt, die nicht durch die Krankenkasse abgedeckt seien. Im Übrigen erhob sie Widerklage mit dem Vorwurf, der Arzt…

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Oberlandesgericht Köln – vom 12.10.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Armplexuslähmung wegen nicht vorgenommener Sectio, OLG Köln, Az. 5 U 24/13

Chronologie:Die schwangere Mutter der Klägerin befand sich zur Entbindung ihrer Tochter in der Einrichtung der Beklagten. Hier wurde ungeachtet diverser Risikofaktoren, wie einer stattgehabten Nephrektomie eine vaginale Geburt vorgenommen. Das geborene Kind erlitt anlässlich des Geburtsvorgangs eine Armplexuslähmung. Verfahren:Das Landgericht Aachen hat umfangreich Beweis erhoben, wies die Klage aber im Ergebnis ab, da der bestellte…

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Landgericht Ulm – vom 06.10.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Lungenpunktion, LG Ulm, Az. 6 O 119/13

Chronologie:Die Klägerin befand sich im Jahre 2011 wegen einer Lungenentzündung zur stationären Behandlung im Hause der Beklagten. Es erfolgte eine Punktierung der Lunge links. Im Rahmen des Eingriffs kam es behandlungsfehlerhaft zu einem Einstich in den Herzbeutel, was zu einer lebensbedrohlichen Situation der Klägerin führte. Sie musste mehrfach reanimiert werden und erlitt einen Sauerstoffmangel im…

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Landgericht Hamburg – vom 29.09.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Beinamputation nach fundamentalem Diagnosefehler einer heparininduzierten Thrombozytopenie, LG Hamburg, Az. 323 O 155/11

Chronologie:Die Klägerin begab sich zur Behandlung eines Gefässverschlusses in die Klinik der Beklagten. Dabei unterlief den behandelnden Ärzten ein grober Diagnosefehler: die gesunkenen Thrombozytenwerte wurden fehlerhaft nicht erkannt. In der Folge mußte der Klägerin das rechte Bein amputiert werden. Verfahren:Das Landgericht Hamburg hat einen medizinischen Gutachter für Gefäßchirurgie einer deutschen Hochschule involviert. Dieser kam zum…

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Landgericht Karlsruhe – vom 23.09.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene therapeutische Maßnahmen nach Leberabszess, LG Karlsruhe, 10 O 667/11:

Chronologie:Die Klägerin befand sich wegen des Verdachts einer Zystopyelitis beim Beklagten in Behandlung. Trotz des Verdachts eines Leberabszesses erfolgten keine therapeutischen Maßnahmen. In der Folge musste die Klägerin notfallmäßig operiert werden, um den Abszess auszuräumen. Verfahren:Das Landgericht Karlsruhe hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das den Behandlungsfehler nicht ausschloss. Daraufhin haben die Parteien auf Anraten…

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Landgericht Berlin – vom 17.09.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verletzung der Arteria subclavia bei winkelstabiler Plattenosteosynthese, LG Berlin, Az. 13 O 156/12

Chronologie:Die Klägerin stürzte anlässlich eines Radrennens und zog sich dabei einen Trümmerbruch des rechten Schlüsselbeins zu. Dieser Bruch ist in der Klinik der Beklagten nicht den Regeln der ärztlichen Kunst entsprechend behandelt worden. Die vorgenommene Operation war nicht indiziert. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat den Vorgang fachmedizinisch mittels eines Unfallchirurgen hinterfragen lassen. Nachdem dieser eine Fehlbehandlung…

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Landgericht Dortmund – vom 11.09.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Legung eines Venen-Katheters über Vena subclavia, LG Dortmund, Az. 4 O 55/11

Chronologie:Der Kläger litt unter erheblichen Oberbauchschmerzen und begab sich ins Krankenhaus der Beklagten, wo ein zentraler Venenkatheter gelegt wurde. Dabei kam es zu einer Pneumothorax links und es musste eine Bülau-Drainage angelegt werden. Eine Nachoperation in einer Lungenklinik war erforderlich. In der Folge litt der Kläger unter Atembeschwerden, Luftnot bei Belastung und psychischen Problemen. Die…

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Landgericht München I – vom 05.09.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Herzlungenwiederbelebung anlässlich „Facelifting“, LG München I, Az. 9 O 23130/10

Chronologie:Die verstorbene Ehefrau des Klägers befand sich im Jahre 2010 in einer Münchener Belegarztklinik in Behandlung zwecks Vornahme eines „Faceliftings“. Während der Operation erlitt die Patientin einen Herzstillstand und musste reanimiert werden. In der Folge verstarb sie. Verfahren:Das vom Landgericht München I in Auftrag gegebene Sachverständigengutachten hat eine ärztliche Fehlbehandlung bestätigt. Die von der Anästhesistin,…

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Landgericht Düsseldorf – vom 04.09.2013
Versicherungsrecht – Schmerzensgeldrecht:
Mittelohrperforation nach tätlichem Angriff, Landgericht Düsseldorf, Az. 14e O 29/10

Chronologie:Der Kläger, ein zum Zeitpunkt der Schädigung neunjähriger Junge, wurde von dem Vater einer Mitschülerin während des Schulunterrichts tätlich angegriffen. Dieser zog den Kläger an seinem linken Ohr, so dass er beträchtliche Ohrenschmerzen erlitt. Das Ohr war bereits vorgeschädigt. Es entwickelte sich eine Mittelohrperforation. Verfahren:Mitschüler und Lehrerin konnten im Wege der Zeugenbefragung die Tätlichkeit bestätigen.…

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Landgericht Stuttgart – vom 30.08.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verwechslung des Knies anlässlich Arthroskopie, LG Stuttgart, Az. 20 O 473/11

Chronologie:Die Klägerin befand sich im Jahre 2008 beim Beklagten zur Vornahme einer Arthroskopie in Allgemeinnarkose. Behandlungsfehlerhaft operierte der Beklagte jedoch nicht das linke, sondern das rechte Knie. Darüber hinaus verletzte er die Aufklärungspflicht. Verfahren:Das Landgericht Stuttgart hat aufgrund der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage, da elementare Kontrollpflichten verletzt worden waren, den Parteien einen Vergleichsvorschlag unterbreitet.…

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Landgericht Stade – vom 27.08.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fournier’sche Gangrän nach fehlgeschlagener Zirkumzision, LG Stade, Az. 4 O 215/10

Chronologie:Der Kläger litt an einer Phimose, die in der urologischen Abteilung der Beklagten mittels Zirkumzision behandelt wurde. In der Folge entwickelte sich eine Fournier’sche Gangrän, ein Sonderfall einer nekrotisierenden Fasziitis. Seit dem Vorfall leidet der Kläger an Schmerzen, Spannungen im operierten Bereich sowie Erektionsproblemen. Verfahren:Das Landgericht Stade hat die Angelegenheit mittels eines Universitätsprofessors einer Medizinischen…

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Landgericht Aachen – vom 23.08.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnostizierter Ulcus ventriculi mit akuter Blutung, LG Aachen, Az. 11 O 223/12

Chronologie:Die Klägerin litt unter starken Durchfällen, Schwindel und niedrigem Blutdruck. Der Beklagte suchte sie zu Hause auf und verordnete ein Erkältungsmittel. Da sich die Beschwerden verschlimmerten, musste die Klägerin am Folgetag mit dem Rettungsdienst in eine Klinik eingewiesen werden, wo angesichts eines Ulcus ventriculi eine Notfall-Gastroskopie erforderlich war. Die Klägerin befand sich in einem lebensbedrohlichen…

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Landgericht Ulm – vom 16.08.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Keine adäquate Reaktion auf Aspirationspneumonie, LG Ulm, Az. 6 O 343/11

Chronologie:Der Kläger begab sich 2009 in das Krankenhaus der Beklagten aufgrund eines Kolonkarzinoms. Dort wurde eine Hemikolektomie vorgenommen. Postoperativ entwickelte sich eine Aspirationspneumonie, die von der Beklagten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wurde. In der Folge kam es zu einem Multiorganversagen, das schließlich zum Tode des Patienten führte. Verfahren:Nachdem der gerichtlich bestellte Gutachter ärztliches Fehlverhalten…

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Landgericht Wuppertal – vom 09.08.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Tetraplegie nach verkanntem Aneurysma, LG Wuppertal, Az. 5 O 217/11

Chronologie:Der 48-jährige Kläger begab sich in 2006 in das Krankenhaus der Beklagten. Dort wurden zwei bestehende Aneurysmen übersehen. Erst zwei Jahre später wurden diese nach einer Gehirnblutung diagnostiziert. Durch die Fehldiagnose leidet der Kläger nunmehr an einer Tetraplegie. Verfahren:Das Landgericht Wuppertal hat einen Gutachter mit dem Vorfall befasst. Nachdem dieser eine Fehlerhaftigkeit konstatierte, verurteilte das…

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Landgericht Magdeburg – vom 01.08.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehllagerung nach supra- und transkondylärer Ellenbogenfraktur, LG Magdeburg, Az. 9 O 828/11 -191-

Chronologie:Die zwischenzeitlich verstorbene Ehefrau des Klägers war im Oktober 2010 aus dem Bett gefallen und hatte sich dabei eine Ellenbogenfraktur zugezogen. Im Krankenhaus der Beklagten wurde die Fraktur operativ behandelt, die Lagerung des Armes postoperativ war jedoch zu bemängeln. Eine Folgeoperation wurde erforderlich, die zu weiteren Schmerzen und psychischen Folgeschäden führte. Verfahren:Das Landgericht Magdeburg hat…

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Landgericht München I – vom 28.07.2013
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht: Prozessverlust für die Rechtsschutzunion Schaden GmbH gegen medizingeschädigte Versicherungsnehmerin, LG München I, Az. 26 O 18642/12

Chronologie:Die Klägerin ist bei der Beklagten, der Rechtsschutzunion in ihrer Funktion als Schadenabwicklungsunternehmen rechtsschutzversichert. Sie wandte sich in einer umfangreichen arzthaftungsrechtlichen Angelegenheit an Ciper & Coll., um gegen ein Krankenhaus in Berlin Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Der sachbearbeitende Rechtsanwalt Daniel C. Mahr LLM erbat zunächst den Deckungsschutz für außergerichtlichen Rechtsschutz, was die Beklagte wegen angeblich…

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Landgericht Berlin – vom 19.07.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Medizinprodukterecht:
Intraoperative Einbringung einer fehlerhaft hergestellten Hinterkammerlinse, LG Berlin, Az. 38 O 414/12

Chronologie:Die Klägerin leidet an einem grauen Star. Sie unterzog sich einer Operation, bei der eine fehlerhafte Kontaktlinse eingesetzt wurde. Diese führte zu einer weiteren Verschlechterung des Sehvermögens der Patientin. Verfahren:Nachdem eine außergerichtliche Einigung mit der Beklagten scheiterte, musste die Klägerin gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Aufgrund der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage schlug das Gericht…

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Landgericht Düsseldorf – vom 13.07.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dauerschädigung des Nervus ischiadicus nach Exstirpation eines Neurofibroms, LG Düsseldorf, Az. 3 O 199/10

Chronologie:Die Klägerin stellte sich bei der Beklagten aufgrund einer Schwellung im linken Oberschenkel vor. Dort diagnostizierten die Ärzte ein Myxom und führten eine Radikaloperation anstatt einer nervenerhaltenden Tumorexstirpation durch. Seit dem Vorfall leidet die Klägerin unter Lähmungserscheinungen, Fußheberplegie, neuropathischem Schmerzbild und ist lebenslang auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen. Verfahren:Das Landgericht Düsseldorf hat die Angelegenheit…

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Hanseatisches Oberlandesgericht – vom 06.07.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandelte Fraktur des Unterschenkelbeinknochens, Hanseatisches OLG, Az. 1 U 37/12

Chronologie:Der Kläger war nach einem Motorradunfall im Jahre 2005 mit vielfältigen Frakturen in eine Hamburger Klinik eingewiesen worden. Dort setzten die Ärzte ihm u.a. Schanz’sche Schrauben in seinen Unterschenkelknochen ein. Dieser Einsatz entsprach nicht den Regeln der ärztlichen Heilkunst. Verfahren:Nachdem das erstinstanzlich befasste Landgericht Hamburg (323 O 593/09) bereits einen ärztlichen Behandlungsfehler in Bezug auf…

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Landgericht Potsdam – vom 03.07.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Substanzverlust des Ohres nach Operation, LG Potsdam, Az. 11 O 263/11

Chronologie:Die Klägerin litt unter abstehenden Ohren und unterzog sich im Hause der Beklagten einer Operation. Dabei kam es zur Knorpelentzündung im Ohr. Die beklagten Ärzte nahmen zu keinem Zeitpunkt einen Abstrich und führten auch keine Erreger- und Resistenzbestimmung durch, um eine gezielte Antibiotikatherapie veranlassen zu können. Die Klägerin wurde stattdessen mit noch bestehender Schwellung und…

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Landgericht Dortmund – vom 27.06.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Harnleiterverletzung beim Einsetzen von TFS-Bändern, LG Dortmund, Az. 4 O 279/10

Chronologie:Die Klägerin litt unter Inkontinenz und begab sich deswegen in die Klink der Beklagten. Dort schlugen die Ärzte ihr den Einsatz von TFS-Bändern vor. Diese Operationstechnik ist in Deutschland bislang noch wenig praktiziert worden und sollte von einem Arzt aus Australien erfolgen. Konservative Behandlungsmethoden waren nicht möglich. Anlässlich der Operation kam es versehentlich zu einer…

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Landgericht München I – vom 26.06.2013
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht:
Weitere Prozessschlappe für Rechtsschutz Union Schaden GmbH (Alte Leipziger) gegen medizingeschädigten Versicherungsnehmer, LG München I, Az. 12 O 3916/13

Chronologie:Der Kläger wandte sich wegen einer umfangreichen arzthaftungsrechtlichen Angelegenheit an die Sozietät Ciper & Coll. Er ist bei der Beklagten rechtsschutzversichert. Die anwaltlichen Vertreter des Klägers wandten sich an die RS-Union und baten, nachdem eine aussergerichtliche Einigung mit der schädigenden Klinik nicht zu erzielen war, um Deckungsschutzerteilung für ein erstinstanzliches Verfahren. Diesen Deckungsschutz verweigerte die…

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Landgericht Düsseldorf – vom 24.06.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene Dopplersonographie bei peripherer Arterienverschlusserkrankung, LG Düsseldorf, Az. 3 O 312/09

Chronologie:Der Kläger erlitt 2004 einen Arbeitsunfall, wobei er mit dem Fuss umknickte und eine Weber-B-Fraktur erlitt. Im Krankenhaus der Beklagten zu 1) erfolgte eine operative Versorgung. Postoperativ litt er an erheblichen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Er wurde mehrfach bei der Beklagten zu 1) vorstellig, ohne dass jedoch eine Dopplersonographie vorgenommen wurde. Erst Monate später diagnostizierten Mediziner…

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Landgericht Giessen – vom 15.06.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Knieprothesenrevision durch anterioren Slope, LG Giessen, Az. 3 O 111/11

Chronologie:Die 68-jährige Klägerin unterzog sich aufgrund einer Gonarthrose einer Operation durch den Beklagten. Dieser setzte eine Prothese ein. Seither leidet die Klägerin unter erheblichen Gesundheitsbeschwerden und ist in ihrer Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt. Verfahren:Das Landgericht Giessen hat den Vorfall fachmedizinisch würdigen lassen. Zusammenfassend stellt der gerichtlich bestellte Sachverständige fest, dass der Beklagte behandlungsfehlerhaft einen anterioren Slope…

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Landgericht Tübingen – vom 10.06.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Grober Behandlungsfehler bei subakuter sklerosierender Panenzephalitis, LG Tübingen, Az. 8 O 49/11

Chronologie:Die 17-jährige Klägerin befand sich im November 2008 im Hause der Beklagten in stationärer Behandlung, da sich ihr Gesundheitszustand auf unerklärliche Weise verändert hatte. Die Beklagten stellten die Diagnose einer katatonen Schizophrenie. Nach mehreren Untersuchungen wurde schließlich ein Liquorbefund bekannt, der eindeutig auf ein entzündliches Geschehen im ZNS hinwies. Die primäre Verdachtsdiagnose war zu diesem…

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Landgericht Hamburg – vom 06.06.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Appendektomie nach Sigmadivertikulitis, LG Hamburg, Az. 323 O 83/10

Chronologie:Der Kläger litt zunehmend unter rechtsseitigen Unterbauchschmerzen und Fieber und begab sich daher in die Behandlung einer Klinik in Hamburg. Dort diagnostizierten die Mediziner eine akute Begleitappendizitis bei Sigmadivertikulitis und es erfolgte ein laparoskopischer Eingriff. Der Patient wurde postoperativ antibiotisch weiterbehandelt. Ein am Folgetag der Operation vorgenommenes Abdomen-CT zeigte eine Sigmadivertikulitis mit gedeckter Perforation. Nach…

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Landgericht Aachen – vom 03.06.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Intraoperative Schädigung der Nerven in der rechten Hand im Rahmen einer Probeexzision, LG Aachen, Az. 11 O 531/11

Chronologie:Die Klägerin begab sich in die Klinik der Beklagten, wo zum Zwecke der Abklärung eines Lipoms eine Probeexzision vorgenommen wurde. Dabei kam es zur Schädigung der Nerven 5, 6 und 7. Die Klägerin ist erheblich in ihrem Arbeitsalltag eingeschränkt und in ihrem Haushalt auf fremde Hilfe angewiesen. Verfahren:Das Landgericht Aachen ging nach umfassender Beweisaufnahme von…

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Landgericht Berlin – vom 27.05.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Tumorresektion, LG Berlin, Az. 8 O 401/11

Chronologie:Der zwischenzeitlich verstorbene Patient litt unter einem Hirnanhangsdrüsenadenom. In der Einrichtung der beklagten Klinik erfolgte die operative Entfernung durch die Nase. Diese Operation misslang, da das Adenom zu groß und fest war. Es kam zu einer Lungenentzündung und einer schweren Meningitis, an deren Folgen der Patient schließlich verstarb. Verfahren:Die Erben des Patienten wandten sich an…

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Landgericht München I – vom 20.05.2013
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht:
Erneute Prozessschlappe für die Rechtsschutzunion Schaden GmbH (Alte Leipziger) gegen medizingeschädigten Versicherungsnehmer, LG München I, Az. 26 O 17846/12

Chronologie:Die Klägerin ist bei der Beklagten, der Rechtsschutzunion, rechtsschutzversichert. Sie wandte sich in einer umfangreichen arzthaftungsrechtlichen Angelegenheit an die Sozietät Ciper & Coll. Die Prozessbevollmächtigten der Klägerin erbaten von der Beklagten Deckungsschutz für ein zunächst außergerichtliches Vorgehen, welchen die Beklagte mit der abermaligen Begründung der fehlenden Erfolgsaussichten unter Angabe mangelbehafteter Argumente versagte. Daraufhin rieten die…

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Landgericht Bonn – vom 13.05.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verletzung der Harnröhre und Entwicklung Dekubitus nach Sklerosierung einer Varikozele, LG Bonn, Az. 9 O 143/12

Chronologie:Der jugendliche Kläger stellte sich im Jahre 2010 im Krankenhaus der Beklagten zwecks Vornahme einer Sklerosierung einer Varikozele II. – III. Grades vor. Dabei kam es zu einer Verletzung der Harnröhre und Entwicklung eines Dekubitus. Verfahren:Das Landgericht Bonn hat den Vorfall fachmedizinisch mittels eines Urologen würdigen lassen. Nachdem der Sachverständige grobe Behandlungsfehler feststellte, riet das…

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Hanseatisches Oberlandesgericht – vom 08.05.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nichterkennen eines intraoperativen Herzinfarktes, Hanseatisches OLG, Az. 1 U 25/10

Chronologie:Der Kläger unterzog sich im Klinikum der Beklagten einer Mitralklappenoperation. Intraoperativ erlitt er einen Herzinfarkt, der seitens der behandelnden Ärzte nicht bemerkt wurde. Die postoperativ erhobenen Befunde waren auffällig und ließen auf einen Herzinfarkt schließen. Eine weitergehende Behandlung und eine engmaschige Kontrolle erfolgten trotzdem nicht. Erst drei Monate später stellten Mediziner in einer anderen Klinik…

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Landgericht Köln – vom 04.05.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Kreuzbandplastik, LG Köln, Az. 25 O 311/11

Chronologie:Streitgegenständlich ist eine ärztliche Behandlung der Klägerin aus den Jahren 2007/2008. Im Rahmen dieser stationären Behandlung erfolgte eine Operation am linken Kniegelenk im Hause der Beklagten. Diese Operation erfolgte nicht den Regeln der ärztlichen Heilkunst. Die Klägerin musste mehrere Revisionsoperationen über sich ergehen lassen und leidet bis heute unter Schmerzen. Verfahren:Der vom Gericht bestellte Sachverständige…

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Landgericht Bremen – vom 02.05.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Grober Befunderhebungsmangel bei Mammakarzinomerkrankung, LG Bremen, Az. 3 O 359/11

Chronologie:Bei der Klägerin wurde im Jahre 2003 ein Mammakarzinom linksseitig diagnostiziert. Im April 2006 stellte sich die Klägerin erstmals bei den Beklagten wegen Schulterschmerzen vor. Eine Karzinomerkrankung im Schulterbereich erkannten die Mediziner nicht, obwohl die Krebsvorbelastung bekannt war. Im November 2006 stellte sich die Klägerin in der Notfallambulanz einer Klinik vor. Auch dort unterließen es…

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Landgericht Arnsberg – vom 24.04.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandelter Oberschenkelhalsbruch nach Sturz beim Skifahren, LG Arnsberg, Az. I – 5 21/12

Chronologie:Der Kläger erlitt anlässlich eines Sturzes beim Skilanglauf im Dezember 2008 einen Oberschenkelhalsbruch. Im Krankenhaus der Beklagten erfolgte eine Reposition und Osteosynthese. Seither leidet er an erheblichen Beschwerden und Bewegungseinschränkungen. Verfahren:Das Landgericht Arnsberg hat die Angelegenheit mittels eines Schverständigen überprüfen lassen. Dieser bestätigte einen Behandlungsfehler bei der Beklagten. Bereits die Ärztekammer Westfalen-Lippe war mit dem…

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Landgericht München I – vom 21.04.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Intraoperative Schädigung des Nervus radialis, LG München I, Az. 9 O 25952/11

Chronologie:In der Klinik der Beklagten wurde eine Repositionierung des dislozierten Oberarmknochens vorgenommen, wobei es zu einer Schädigung des Nervus radialis kam. Hierdurch ist die Klägerin erheblich in ihrem Arbeitsalltag eingeschränkt und in ihrer Haushaltsführung auf fremde Hilfe angewiesen. Verfahren:Das vom Landgericht München I in Auftrag gegebene Sachverständigengutachten bestätigte einen Behandlungsfehler. Daraufhin hat das Gericht einen…

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Kammergericht Berlin – vom 16.04.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene Aufklärung über Möglichkeit einer Sectio, Az.: 20 U 71/09

Chronologie:Die Klägerin stellte sich in der Einrichtung des beklagten Klinikums zur Entbindung ihres Kindes vor. Auf die Möglichkeit eines Kaiserschnitts wurde sie nicht hingewiesen, obwohl der errechnete Geburtstermin bereits über 12 Tage verstrichen war. Das ungeborene Kind verstarb noch im Mutterleib. Verfahren:Das Landgericht Berlin hatte die Klage noch als unbegründet abgewiesen. Hiergegen richtet sich die…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 11.04.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Durchtrennung des Nervus accessorius anlässlich Lymphknotenentfernung, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 119/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich wegen eines auffälligen Lymphknotens in Behandlung bei der Beklagten. Anlässlich der operativen Entfernung kam es versehentlich zur Durchtrennung des Nervus accessorius. Die Klägerin kann ihren linken Arm nicht mehr über 90 Grad heben. Verfahren:Bereits das Landgericht Duisburg (Az. 1 O 496/09) hatte der Klage dem Grunde nach zugesprochen. Die hiergegen gerichtete…

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Oberlandesgericht Schleswig – vom 07.04.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Stimmbandlähmung und Teilparese nach HWS-Operation, OLG Schleswig, Az. 4 U 111/11

Chronologie:Der Kläger begab sich aufgrund von Taubheitsgefühlen im rechten Arm in die Klinik der Beklagten. Es wurde ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert und operativ behandelt. Dabei kam es zur Lähmung des linken Stimmbandes. Verfahren:Nachdem das Landgericht Kiel (Az. 8 O 24/10) die Klage zunächst als unbegründet abgewiesen hatte, kam das OLG nach Würdigung der Gesamtumstände zu einer…

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Landgericht Wuppertal – vom 05.04.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verkannter Mehrfachbruch des rechten Fersenbeins, LG Wuppertal, Az. 5 O 338/11

Chronologie:Die Klägerin erlitt eine Sturzverletzung und brach sich dabei das Fersenbein. Der Beklagte diagnostizierte aber lediglich eine starke Prellung. Eine weitere Diagnostik erfolgte nicht. Seit dem Vorfall leidet die Klägerin unter Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Verfahren:Das Landgericht Wuppertal hat den Vorfall fachmedizinisch würdigen lassen. Diese Würdigung ergab, dass der Beklagte eine Fehldiagnose traf. Daraufhin regte das…

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Landgericht Düsseldorf – vom 28.03.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Übersehenes Aneurysma mit Subarachnoidalblutung bei zerebraler Angiographie, LG Düsseldorf, Az. 3 O 4 /11

Chronologie:Die Klägerin stellte sich ab Dezember 2009 in der Gemeinschaftspraxis der Beklagten aufgrund außergewöhnlich starker Kopfschmerzen vor. Die Beklagte veranlasste eine MRT. Weitergehende Diagnostik unterließ sie jedoch. Nach verstärkten Beschwerden wurde die Klägerin in die Intensivstation einer Universitätsklinik überwiesen, wo ein zerebrales Aneurysma und eine Hirnblutung diagnostiziert wurden. Es kam zu einer deutlichen Heilungsverzögerung. Verfahren:Das…

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Landgericht Darmstadt – vom 20.03.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Gallengangperforation bei laparoskopischer Cholezystektomie, LG Darmstadt, Az. 19 O 28/11

Chronologie:Die Klägerin begab sich in die Klinik der Beklagten zwecks Entfernung der Gallenblase. Hierbei wurde versehentlich der Hauptgallengang durchtrennt. Die Klägerin ist seither stark gesundheitlich beeinträchtigt, u.a. Leber und Niere sind geschädigt. Verfahren:Das Landgericht Darmstadt hat die Angelegenheit mittels eines viszeralchirurgischen Gutachtens überprüfen lassen. Nachdem der Gutachter eine Fehlbehandlung konstatierte, schlug das Gericht den Parteien…

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Landgericht Hamburg – vom 13.03.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schwerstpflegefall durch Falschmedikation – Gericht tadelt Versicherer wegen Regulierungsverweigerung, LG Hamburg, Az. 323 O 323/10

Chronologie:Die 74jährige Klägerin wurde nach einer psychiatrischen Behandlung aufgrund einer dementiellen Erkrankung im Pflegeheim durch ihren Hausarzt weiterbetreut. Nach dem Therapievorschlag des Krankenhauses sollte das Mittel Leponex 100 verabreicht werden. Der Beklagte verabreichte stattdessen versehentlich das Mittel Hypnorex. Aufgrund der Fehlmedikation wurde die Klägerin bettlägerig und zu einem Schwerstpflegefall. Verfahren:Aufgrund der klaren Sachlage sah es…

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Landgericht Bochum – vom 10.03.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Wundheilungsinfektion nach Achillessehnenoperation, LG Bochum, Az. I – 8 O 86/11

Chronologie:Der Kläger litt an Schmerzen am linken Fuß und begab sich in die Gemeinschaftspraxis der Beklagten. Dort wurde die Achillesferse operiert. In der Folge kam es zu einer Wundinfektion, Fistelbildung und Notfalloperation. Verfahren:Das Landgericht Bochum hat den Vorfall fachmedizinisch würdigen lassen. Nach Auffassung des Sachverständigen hätte eine tieferreichende Wundheilungsstörung im Rahmen der Revision durch die…

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Landgericht Stuttgart – vom 04.03.2013
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht:
WGV Rechtsschutzversicherung muss medizingeschädigtem Versicherungsnehmer Deckungsschutz erteilen, LG Stuttgart, Az. 16 O 298/12

Chronologie:Der Kläger ist bei der Beklagten rechtsschutzversichert. Er wandte sich in einer umfangreichen arzthaftungsrechtlichen Angelegenheit an die Sozietät Ciper & Coll. Die Prozessbevollmächtigten des Klägers erbaten von der Beklagten Deckungsschutz für ein zunächst außergerichtliches Vorgehen, was die Beklagte lediglich bis zu einem Streitwert von 49.000,- Euro gewährte, obwohl der minderjährige Kläger aufgrund des vorgeworfenen Behandlungsfehlers…

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Oberlandesgericht Bamberg – vom 25.02.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Chronische Hämodialyse nach verspäteter ärztlicher Behandlung, OLG Bamberg, Az. 4 U 91/12

Chronologie:Der Kläger begab sich im Jahre 2005 in die Behandlung einer internistischen Gemeinschaftspraxis aufgrund von Blasenschmerzen. Es wurden auffällige CRP-Werte diagnostiziert, die ihm allerdings nicht rechtzeitig mitgeteilt wurden. Daraufhin erlitt er einen vollständigen Nierenausfall und ist seither dialysepflichtig. Verfahren:Nachdem das Landgericht Würzburg die Klage noch abgewiesen hatte, konnte der Kläger aufgrund der qualifizierten Tätigkeit von…

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Landgericht Berlin – vom 21.02.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Legung eines zentralen Venenkatheders (ZVK) bei Coxitis fugax, LG Berlin, Az. 35 O 43/11

Chronologie:Die Beklagten legten bei der einjährigen Klägerin im Februar 2010 eine ZVK. In der Folge kam es zu einer Thrombosenbildung, die zu Schädigungen des Gehirns führten. Seit dem Vorfall leidet die Klägerin unter anderem unter einer Hemiparese links. Den Streitwert legte das Gericht auf 330.000,- Euro fest. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat den Vorfall fachmedizinisch würdigen…

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Landgericht Saarbrücken – vom 16.02.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte operative Versorgung einer Kahnbeinfraktur, LG Saarbrücken, Az. 16 O 41/11

Chronologie:Der Kläger stürzte 2010 auf die rechte Hand und zog sich dabei eine Kahnbeinfraktur zu. Im Krankenhaus der Beklagten wurde er nicht lege artis behandelt. Es war eine Korrekturoperation erforderlich, der gesamte Heilungsverlauf zog sich erheblich in die Länge. Auch heute leidet der Kläger noch unter den Folgen der fehlerhaften Behandlung. Verfahren:Das Landgericht Saarbrücken hat…

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Oberlandesgericht Hamm – vom 15.02.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafter Einsatz einer Semitendinosus-Plastik bei Kreuzbandoperation, OLG Hamm, Az. I 26 U 19/12

Chronologie:Der Kläger hatte sich 2008 beim Fußballspielen das linke Knie verletzt und begab sich in das Krankenhaus der Beklagten zwecks Kreuzbandoperation. Dabei kam es zu Komplikationen. Seit dem Vorfall ist der Kläger in seiner Beweglichkeit stark eingeschränkt. Verfahren:Nachdem das Landgericht Bochum (Az. I 6 O 453/09) die Klage zunächst als unbegründet abgewiesen hatte, ließ das…

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Landgericht München I – vom 04.02.2013
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht:
Rechtsschutzunion (Alte Leipziger) muss erneut medizingeschädigtem Versicherungsnehmer Deckungsschutz erteilen, LG München I, Az. 12 O 16833/12

Chronologie:Der Kläger ist bei der Beklagten, der Rechtsschutzunion Schaden GmbH (Alte Leipziger) mit Sitz in München rechtsschutzversichert. Er begehrt den Deckungsschutz für ein Vorgehen gegen eine Arztpraxis aufgrund fehlerhafter Behandlung. Diesen Deckungsschutz verweigerte die Beklagte mit der Argumentation, das Vorgehen sei willkürlich. Verfahren:Das Landgericht München I sieht das anders: Die Kammer riet den Parteien in…

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Landgericht München I – vom 31.01.2013
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht:
Rechtsschutzunion (Alte Leipziger) wird zur Zahlung in einem Arzthaftungsprozess verurteilt, LG München I, Az. 12 O 5636/12

Chronologie:Die Klägerin ist bei der Beklagten rechtsschutzversichert. Im Rahmen eines Arzthaftungsprozesses vor dem OLG Hamm verweigerte die Beklagte, die Rechtsschutzunion Schaden GmbH (Alte Leipziger) mit Sitz in München, der Klägerin den Deckungsschutz für das Berufungsverfahren zu erteilen, trotz eines von den Prozessbevollmächtigten der Klägerin erstellten Stichentscheides. Verfahren:Das Landgericht München I kam im Ergebnis zu der…

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Landgericht Berlin – vom 24.01.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Herzkatheter-Untersuchung, LG Berlin, Az. 13 O 86/11

Chronologie:Im Rahmen einer Herzkatheter-Untersuchung setzte der operierende Arzt nicht die notwendigen Stents. Die Operation musste abgebrochen werden, was nicht den medizinischen Standards entsprach und mit erheblichen Risiken behaftet war. Diese Risiken verwirklichten sich in der Folge. Der Kläger litt über ein halbes Jahr an Gesundheitsbeschwerden. Verfahren:Das Landgericht hat die Sache fachmedizinisch würdigen lassen. Nach dem…

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Landgericht Düsseldorf – vom 23.01.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler – Geburtsschaden:
Schwerer hypoxischer Hirnschaden mit Tetraspastik anlässlich Hausgeburt, LG Düsseldorf, Az. 3 O 389/08

Chronologie:Die Eltern des Klägers vereinbarten Anfang 2004 mit der Beklagten, einer Hebamme die Leitung einer Hausgeburt. Beim Geburtsvorgang kam es zu erheblichen Komplikationen. Ein Notfallmanagement stand nicht bereit. Das Kind erlitt dadurch einen schweren Hirnschaden und ist zu 100 Prozent schwerbehindert. Verfahren:Das Landgericht Düsseldorf hat den Vorfall fachmedizinisch prüfen lassen. Der Sachverständige stellte fest, dass…

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Landgericht Essen – vom 21.01.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Kugelbruch nach Einsatz einer zementfreien Hüft-Totalendoprothese, LG Essen, Az. 3 O 387/10

Chronologie:Der Kläger erhielt im Jahre 2004 eine Hüftprothese. In 2008 erlitt er einen Kugelbruch, der auf ein Implantatsversagen zurückzuführen war. Ihm musste daraufhin ein zementierter Spectron Schaft sowie eine Müller-PE-Pfanne implantiert werden. Verfahren:Das Gericht hatte die Begutachtung des Vorfalles durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung avisiert, den Parteien aufgrund der Höhe der zu erwartenden…

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Landgericht Oldenburg – vom 20.01.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nichtindizierte Extraktion des Dentis 35 bei 11-jährigem Kind, LG Oldenburg, Az. 8 O 3101/11

Chronologie:Der vormals 11-jährige Kläger befand sich im November 2008 in Behandlung beim Beklagten. Dieser extrahierte basierend auf einem Missverständnis den Dentis 35, anstatt 85. Es waren erhebliche prothetische sowie implantologische Versorgungen notwendig. Verfahren:Das Landgericht Oldenburg hat die Angelegenheit mittels eines Gutachtens über die Zahnärztekammer Niedersachsen bewerten lassen. Der Gutachter konstatierte einen besonders groben Fehler, der…

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Landgericht Münster – vom 14.01.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Brustimplantation, LG Münster, Az. 111 O 55/11

Chronologie:Die Klägerin unterzog sich einer Brustvergrößerung, in deren intraoperativem Verlauf es zu einer starken Blutung kam. Postoperativ traten eine Schwellung und Entzündungssymptome sowie eine Wundwasseransammlung auf. Es waren zwei Revisionseingriffe erforderlich. Bei dem letzten Eingriff wurden die zuvor eingesetzten Implantate wieder entfernt. Verfahren:Das Landgericht Münster hat die Angelegenheit fachmedizinisch würdigen lassen. Nach dem Vorliegen eines…

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Landgericht Koblenz – vom 07.01.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassung differential-diagnostischer Maßnahmen bei Mammakarzinom, LG Koblenz, Az. 10 O 10/12

Chronologie:Die Klägerin befand sich jahrelang in der Praxis des Beklagten und unterzog sich regelmäßig einer Vorsorgeuntersuchung. Bereits im April 2009 war anlässlich einer Mammographie ein Karzinom erkennbar und es waren differential-diagnostische Maßnahmen erforderlich, die der Beklagte nicht veranlasste. Verfahren:Nachdem das LG Koblenz den fachmedizinischen Sachverständigen mit dem Vorgang befassen wollte, bot der Versicherer des Beklagten…

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Landgericht Mannheim – vom 05.01.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dauerhafte Sprunggelenksversteifung nach falsch operierter Sturzunfallfraktur, LG Mannheim, Az. 6 O 239/11

Chronologie:Die Klägerin stellte sich bei der Beklagten nach einem Sturzunfall in 2009 zur Behandlung vor. Es wurde eine Weber-C-Fraktur diagnostiziert. Anlässlich der Operation stellten sich Komplikationen ein. Die distalen Schrauben lockerten sich, seit dem Vorfall leidet die Klägerin unter einer erheblichen Bewegungseinschränkung. Verfahren:Das Landgericht Mannheim hat die Angelegenheit mittels eines unfallchirurgisch – orthopädischen Sachverständigengutachtens würdigen…

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Kammergericht Berlin – vom 02.01.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dünndarmperforation im Rahmen einer Narbenbruchoperation, KG Berlin, Az. 20 U 297/11

Chronologie:Die Klägerin erlitt anlässlich einer Narbenbruchoperation in einer Berliner Klinik eine Dünndarmperforation, die unter anderem über ein Dutzend Folgeoperationen nach sich zog. Das Bauchnetz muss an die Fettaußenhaut anwachsen, es liegt ein irreparabler Dauerschaden vor. Verfahren:Nachdem das Landgericht Neuruppin der Klage bereits dem Grunde nach zugesprochen sowie ein Schmerzensgeld ausgeurteilt hatte, erachtete das Kammergericht auf…

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Landgericht München I – vom 19.12.2012
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht:
Erneute Prozessschlappe für Rechtsschutz-Union Schaden GmbH (Alte Leipziger) gegen medizingeschädigten Versicherungsnehmer, LG München I, Az. 23 O 27584/11

Chronologie:Der Kläger wandte sich im Juni 2011 in einer umfangreichen arzthaftungsrechtlichen Angelegenheit an die Sozietät Ciper & Coll. Es besteht eine Rechtsschutzversicherung bei der Beklagten. Die Prozessvertreter des Klägers wandten sich an die Beklagte und baten um Deckungsschutz für ein zunächst außergerichtliches Vorgehen. Darauf reagierte die Beklagte nicht. In der Folge ließ sie gesetzte Fristen…

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Landgericht Hanau – vom 11.12.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Septischer Schock, Multiorganversagen und Kolon-Perforation nach Sigmaresektion, LG Hanau, Az. 4 O 354/09

Chronologie:Die 52-Jährige Klägerin stellte sich in 2007 in der Klinik der Beklagten mit einer akuten Sigmadivertikulitis vor. Ihr wurde eine operative Entfernung angeraten, anlässlich derer schwerwiegende Komplikationen eintraten. Eine notfallmäßige Relaparotomie sowie Revision wurden erforderlich. Die Patientin erlitt eine Teilparese und kann seit dem Vorfall nicht mehr selbstständig laufen. Sie ist rund um die Uhr…

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Landgericht Berlin – vom 10.12.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlende Indikation für ERCP-Untersuchung, nachträgliche Veränderung der Behandlungsdokumentation, LG Berlin, Az. 13 O 34/10

Chronologie:Der Kläger litt unter Oberbauchschmerzen und stellte sich in der Klinik der Beklagten vor. Die behandelnden Ärzte nahmen bei ihm eine ERCP vor, um den Gallengang zu untersuchen. Hierdurch kam es zu einer ERCP-Pankreatitis. Der Kläger fiel in ein sechsmonatiges Koma. Im Anschluss daran wurden ein monatelanger Krankenhaus- und Reha-Aufenthalt sowie ca. 35 weitere Operationen…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 05.12.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Osteosynthese nach multiplanarer Tibiakopftrümmerfraktur rechts, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 42/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich nach einem Motorradunfall in die Klinik der Beklagten. Dort stellte man eine Tibiakopftrümmerfraktur fest, die operativ behandelt wurde. Der postoperative Verlauf gestaltete sich äußerst komplikationsreich. Es musste der Klägerin u.a. ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden. Verfahren:In der Vorinstanz hatte das Landgericht Krefeld (Az. 3 O 289/09) die Klage noch als unbegründet…

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Bundesgerichtshof Karlsruhe – vom 05.12.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Querschnittslähmung BWK 8 durch Staphylococcus-aureus-Sepsis, BGH Az. VI ZR 373/11

Chronologie:Der Kläger begab sich Ende 1997 in stationäre Behandlung eines norddeutschen Krankenhauses. Hier zog er sich eine Staphylokokkeninfektion zu. Nach seiner Entlassung begab er sich in weitere Behandlung bei diversen Ärzten und Kliniken. In einer Rehaklinik verschlechterte sich sein Allgemeinzustand und es traten Lähmungserscheinungen an beiden Beinen auf. Dennoch reagierten die Mediziner nicht. Eine Verlegung…

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Landgericht Saarbrücken – vom 03.12.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Diagnosefehler einer Fehlstellung der Handwurzelknochen nach Anpralltrauma, LG Saarbrücken, Az. 16 O 115/12

Chronologie:Aufgrund eines Anpralltraumas begab sich der Kläger in die Behandlung beim Beklagten. Dieser verordnete wochenlang Cortisonspritzen und Handgelenkschiene. Eine Fehlstellung des Handgelenks diagnostizierte er indes nicht. Seit dem Vorfall aus November 2009 leidet der Kläger u.a. an Schmerzen, deutlichen Bewegungseinschränkungen und Minderbelastbarkeit. Verfahren:Das Gericht weist den Beklagten darauf hin, dass sein Sachvortrag in mehreren Punkten…

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Landgericht Dortmund – vom 01.12.2012
Fehlbehandlung – Versicherungsrecht:
Fehlgeschlagene Haarentfernung im Kosmetiksalon, LG Dortmund, Az. 8 O 2/12

Chronologie:Die Klägerin begab sich im März 2011 in den Salon der Beklagten zwecks Haarentfernung im Gesichtsbereich. Über etwaige Risiken des Eingriffs und der Methode wurde sie nicht aufgeklärt. Die Klägerin erlitt anlässlich dieser Behandlung Verbrennungen zweiten Grades im Kinnbereich. Ein Dermatologe bestätigte die Erheblichkeit der Gesundheitsbeeinträchtigung. Verfahren:Das Landgericht Dortmund hat eine umfangreiche Beweisaufnahme vorgenommen und…

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Landgericht Berlin – vom 27.11.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unterlassene Befunderhebung nach Knieoperation, LG Berlin, Az. 35 O 158/08

Chronologie:Der Kläger zog sich nach einem Sturz zuhause einen Knochenbruch an der linken Kniescheibe zu. Dieser wurde operativ versorgt. Die ambulante Weiterbehandlung erfolgte bei einer niedergelassenen Orthopädin, der Beklagten. Der Kläger äußerte im Rahmen der Nachbehandlung gegenüber der Beklagten massive Schmerzen. Dies wurde auch entsprechend dokumentiert. Die Beklagte veranlasste dennoch keine weiteren Befundungen oder Therapien.…

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Landgericht Frankfurt/Oder – vom 15.11.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Diagnosefehler nach Weber-A-Fraktur, LG Frankfurt/Oder, Az. 12 O 212/10

Chronologie:Die Klägerin war im Oktober 2008 bei einem Wegeunfall gestürzt und zog sich dabei eine Weber-A-Fraktur zu. Ein Durchgangsarzt der Beklagten operierte die Klägerin mittels Osteosynthese, bei der nach den Ausführungen des gerichtlich bestellten Sachverständigen eine fehlerhafte Nagelung erfolgte. Eine Folgeoperation war erforderlich. Die Klägerin war monatelang nicht arbeitsfähig und leidet auch heute noch unter…

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Landgericht Dessau-Roßlau – vom 08.11.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Penisverlängerung mit nicht als Medizinprodukt zugelassenem Material, LG Dessau-Roßlau, Az. 4 O 771/11

Chronologie:Der Kläger unterzog sich einer Penisverlängerung. Dabei verwendete der Behandelnde flüssiges Silikon. Dieses Material ist in Deutschland als Medizinprodukt nicht zugelassen, da es zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen kann. So war es auch im vorliegenden Fall. Das Injizieren von flüssigem Silikon verursachte massive und nachhaltige Schädigungen beim Kläger. Verfahren:Das Landgericht Dessau-Roßlau hat den Vorfall fachmedizinisch…

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Landgericht Saarbrücken – vom 06.11.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verletzung der Uteruswand bei Einlage der Spirale- LG Saarbrücken Az. 16 O 89/12

Chronologie: Die Klägerin erlitt im Rahmen der Behandlung in der gynäkologischen Praxis der Beklagten bei der Einlage der Mirena-Spirale eine erhebliche Verletzung der Uteruswand. Über das hiermit einhergehende Risiko wurde die Klägerin zuvor nicht hinreichend aufgeklärt. Verfahren: Im Rahmen ihrer informatorischen Anhörung räumte die Beklagte ein, dass der handschriftliche Zusatz auf der Einverständniserklärung erst nachträglich…

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Oberlandesgericht Hamm – vom 31.10.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Maculopathie und Maculaödem nach Argonlaser-Koagulation, OLG Hamm, Az. I – 3 U 23/12

Chronologie:Der Kläger begab sich wegen Amotiones in die augenärztliche Behandlung bei den Beklagten. Diese legten eine Cerclage, wobei es zu Komplikationen kam. Seit dem Vorfall leidet der Kläger unter einer Sehkrafteinschränkung von 90 Prozent. Verfahren:Nachdem das Landgericht Essen (Az. 1 O 357/10) die Klage zunächst als unbegründet abgewiesen hatte, hatte der Kläger mit Hilfe seiner…

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Landgericht Konstanz – vom 28.10.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Sigmaresektion, LG Konstanz, Az. 5 O 392/10/T

Chronologie:Der Kläger wurde im Jahre 2007 im Hause der Beklagten wegen einer Sigmastenose mit enteraler Fistel operiert. Kurze Zeit nach dem operativen Eingriff stellten sich beim Kläger Gesundheitsbeschwerden ein, er litt unter erheblichen Schmerzen, ein galliges Sekret wurde über die Magensonde gefördert, mehrere Revisionsoperationen waren erforderlich. Auch heute leidet er noch an den Folgen des…

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Landgericht Hamburg – vom 24.10.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schwerstpflegefall durch Fehlmedikamentierung, LG Hamburg, Az. 323 O 323/10

Chronologie:Die Klägerin befand sich bei den Beklagten in ärztlicher Behandlung. Dabei kam es aufgrund einer Fehlmedikamentierung zu einer Lithium-Intoxikation, die nachfolgend zu schweren motorischen und neurologischen Störungen führte. Die Klägerin ist heute schwerstpflegebedürftig. Verfahren:Das Landgericht Hamburg hat die Angelegenheit fachmedizinisch hinterfragen lassen. Der bestellte Sachverständige kam im Ergebnis zu einer nicht lege artis Behandlung durch…

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Landgericht Berlin – vom 16.10.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nervenschädigung auf Höhe LWK 2/3 nach Bandscheibenoperation, LG Berlin, Az. 36 O 288/11

Chronologie:Die Klägerin befand sich im September 2009 in stationärer Behandlung bei der Beklagten zwecks Bandscheibenoperation. Anlässlich dieser OP kam es zu Nervenschädigungen auf Höhe LWK 2/3. Seit dem Vorfall ist die Klägerin stark in ihrer Gesundheit eingeschränkt. Der GdB beträgt 60 %. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat sich mit den vorgeworfenen Behandlungsfehlern sowie der Einlassung der…

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Landgericht Kiel – vom 08.10.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Grobe Fehldiagnose bei hochgradigem Drehfehler des Beins (V-Spiralfraktur; LG Kiel, Az. 8 O 166/10

Chronologie:Die Klägerin stürzte von einer Treppe und begab sich in die orthopädische Behandlung bei der Beklagten, die eine niedergelassene Orthopädin ist. Die Ärztin diagnostizierte fälschlich einen Bänderriß und hielt an einer Diagnose auch bei den Folgebehandlungsterminen fest. Tatsächlich litt die Patientin an einer dislozierten metataralen V-Spiralfraktur, die über Wochen unbehandelt blieb. Bereits außergerichtlich wurde im…

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Landgericht Duisburg – vom 28.09.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Durchtrennung des nervus accessorius im Rahmen einer Lymphknotenentfernung, LG Duisburg, Az. 1 O 496/09

Chronologie:Bei der Klägerin wurde im Rahmen einer Lymphknotenentfernung im September 2008 der nervus accessorius durchtrennt. Dadurch ist es zu einer Parese des Trapezmuskels und Schmerzen im Schulter- und Rückenbereich sowie zu Funktionsbeeinträchtigungen gekommen. Die Klägerin musste in Teilrente gehen und ist in ihrer Haushaltsführung erheblich eingeschränkt. Verfahren:Das Landgericht Duisburg hat den Vorfall gutachterlich hinterfragen lassen.…

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Landgericht Düsseldorf – vom 16.09.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Postoperative Verkehrssicherungspflichtverletzung nach Koloskopie, LG Düsseldorf, Az. 3 O 367/10

Chronologie:Der Kläger begab sich in das Krankenhaus der Beklagten zwecks einer Koloskopie. In der Aufwachphase stürzte er aus dem Bett und zog sich dabei einen Nasenbeinbruch, Platzwunde an Stirn und Lippe, sowie Zahnbruch zu. Verfahren:Das Landgericht Düsseldorf hat den Vorfall fachmedizinisch überprüfen lassen. Der Gutachter, ein Klinikfacharzt, konstatierte im Ergebnis, daß eine „kontinuierliche Überwachung des…

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Landgericht Stendal – vom 14.09.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Knieinfektion nach Einsatz Kreuzbandplastik, LG Stendal, Az. 21 O 216/10

Der Kläger befand sich Mitte 2007 in stationärer Behandlung bei der Beklagten. Hier wurde eine Kreuzbandplastik eingesetzt. In der Folge trat eine Knieentzündung ein. Seither ist der Kläger erheblich in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. Die MdE beträg 40 %, die Funktionsbeeinträchtigung 80 Grad. Verfahren:Das Landgericht Stendal hat den Vorfall mittels eines fachmedizinischen Sachverständigengutachtens hinterfragen lassen. Im…

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Landgericht Neuruppin – vom 04.09.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dünndarmperforation nach operativem Verschluß eines Nabelbruchs, LG Neuruppin, Az. 3 O 414/10

Chronologie:Der Kläger befand sich Anfang 2009 in stationärer Behandlung in der Klinik der Beklagten. Dort kam es intraoperativ zu einer Dünndarmperforation. Auf diese haben die Beklagten nicht adäquat reagiert. Verfahren:Das Landgericht Neuruppin hat die Angelegenheit mittels eines viszeralchirurgischen Sachverständigengutachtens würdigen lassen. Der Gutachter kam zum Ergebnis, daß postoperativ zumindest eine weiterführende Diagnostik und Therapie erforderlich…

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Landgericht Berlin – vom 26.08.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Teilresektion des rechten Eierstocks, LG Berlin, Az., 36 O 120/10

Chronologie:Die Klägerin litt unter einer durch Myome vergrößerten Gebärmutter. Anlässlich der vorgenommenen Hysterektomie kam es zu Folgeschäden. Bemängelt wurde u.a. die Indikation des Eingriffs. Verfahren:Das Landgericht Berlin hat den Vorfall fachmedizinisch mittels eines gynäkologischen Gutachters würdigen lassen. Nach Vorlage seines Fachgutachtens schlug das Gericht sodann den Parteien einen Vergleich vor, auf den sich beide einliessen.…

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Oberlandesgericht Frankfurt am Main – vom 24.08.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Erb’sche Lähmung bei unterlassener Aufklärung über mögliche Sectio, OLG Frankfurt/M. Az. 8 U 221/11

Chronologie:Das geschädigte Kind kam im November 2006 zur Welt. Dabei entwickelte es infolge einer Schulterdystokie eine sogenannte Erb’sche Lähmung. Über das Risiko und die Möglichkeit einer Schnittentbindung ist die Mutter des Kindes nicht hinreichend aufgeklärt worden. Verfahren:Das Oberlandesgericht F’furt/M. hat die Angelegenheit mittels eines Fachmediziners würdigen lassen und sodann den Parteien angeraten, sich auf einen…

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Landgericht Saarbrücken – vom 21.08.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandelte Kahnbeinfraktur nach Fußballspiel, LG Saarbrücken, Az. 16 O 41/11

Chronologie:Der Kläger erlitt anlässlich eines Fußballspiels einen Bruch des rechten Handgelenks. Er wurde in der Klinik der Beklagten mittels Gipsruhigstellung behandelt. Seit dem Vorfall leidet er an einer Einschränkung der Beweglichkeit der Hand. Verfahren:Das Landgericht Saarbrücken hat den Vorfall mittels eines handchirurgischen Sachverständigengutachtens medizinisch würdigen lassen. Nachdem der Gutachter im Ergebnis konstatierte, die Operation sei…

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Landgericht Düsseldorf – vom 20.08.2012
Versicherungsrecht – Arzthaftungsrecht:
Prozesserfolg einer medizingeschädigten Versicherungsnehmerin gegen ihre Rechtsschutzversicherung, LG Düsseldorf, Az. 23 S 101/07

Chronologie:Die klagende Rechtsschutzversicherung war gegen die Prozessbevollmächtigten der medizingeschädigten Versicherungsnehmerin vorgegangen, mit dem Vorwurf, die Abrechnung der außergerichtlichen Geschäftsgebühr sei überhöht gewesen. Eine Abrechnung auf Basis einer 2,0 RVG – Geschäftsgebühr sei angemessen. Verfahren:Nachdem bereits das Amtsgericht Düsseldorf (Az. 28 C 17286/05) das Begehren des Rechtsschutzversicherers als abwegig abgewiesen hatte, legte diese gegen das Urteil…

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Oberlandesgericht Köln – vom 15.08.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht erkannte Ausrenkung des Speichenkopfes nach Ellenbogenbruch, OLG Köln, Az. 5 U 231/11

Chronologie:Der Kläger erlitt im Juni 2009 einen Ellenbruch am linken Arm, zudem kam es zur Ausrenkung des Speichenkopfes. Dem Beklagten wurde vorgeworfen, diese nicht erkannt und sofort behandelt zu haben. Durch die Verzögerung ist das Ellenbogengelenk nur noch eingeschränkt beweglich und von Arthrose befallen. Verfahren:Der Kläger hat den Beklagten zunächst erstinstanzlich vor dem Landgericht Bonn…

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Landgericht Arnsberg – vom 10.08.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler: Überkorrektur und Vaginalstenose nach Hysterektomie, LG Arnsberg, Az. I – 5 O 3/06

Chronologie:Die Klägerin litt an ungewolltem Harnverlust, woraufhin im Krankenhaus der Beklagten eine Hysterektomie vorgenommen wurde. Postoperativ traten erhebliche Komplikationen auf. Seti dem Vorfall leidet die Patientin an Dauerschmerzen, Inkontinenz, ein geregeltes Sexualleben ist nicht mehr möglich, ihrer Berufstätigkeit kann sie nicht mehr nachgehen. Verfahren:Das Landgericht Arnsberg hat die Angelegenheit fachmedizinisch würdigen lassen. Der Gutachter kam…

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Landgericht Berlin – vom 04.08.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Stammganglienblutung bei hypertensiver Entgleisung nach Fehlmedikation, LG Berlin, Az. 36 O 119/10

Chronologie:Die Klägerin erlitt 2009 eine Urticaria mit Kehlkopfschmerzen, die notärztlich behandelt wurden. Sie erhielt eine Medikation mit Suprarenin und NaCl und wurde in eine Klinik verbracht. Dort diagnostizierten die Ärzte eine hypertensive Entgleisung. Seit dem Vorfall ist die Klägerin gesundheitlich stark beeinträchtigt, kann nicht mehr länger stehen, leidet unter Konzentrations- und Koordinationsstörungen, sowie Kraftlosigkeit, Sehstörungen…

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Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 28.07.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagener Einsatz einer TEP im rechten Hüftgelenk, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 153/11

Chronologie:Die Klägerin litt an einer Coxarthrose und liess sich deswegen im Krankenhaus der Beklagten eine Teilendoprothese im rechten Hüftgelenk implantieren. In der Folge kam es zu Komplikationen und Keimbefall mit MRSA. Seit dem Vorfall ist die Patientin in ihrer Beweglichkeit erheblich eingeschränkt und zu 100% schwerbehindert. Verfahren:Nachdem das Landgericht Düsseldorf (Az. 3 O 344/07) die…

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Landgericht Aurich – vom 27.07.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Plattenosteosynthese am Unterarm, LG Aurich, Az.: 5 O 1038/06

Chronologie:Der Kläger stürzte im Jahre 2004 mit seinem Fahrrad und wurde in die Notfallambulanz der Beklagten eingeliefert. Dort diagnostizierten die Mediziner Frakturen der Clavicula und des Ulnaschaftes. Am Folgetage wurde eine Plattenosteosynthese vorgenommen, die behandlungsfehlerhaft erfolgte. Auch eine Indikation war nicht gegeben. Verfahren:Das Landgericht Aurich hatte bereits im Jahre 2009 in einem Teil- und Grundurteil…

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Landgericht Regensburg – vom 21.07.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhaft vorgenommene Operation eines Bauchdeckenbruchs (Hernie; LG Regensburg, Az. 4 O 1292/11 (5)

Chronologie:Im Rahmen einer Operation wegen eines Bauchdeckenbruchs haben die Behandler fehlerhaft auf eine Netzaugmentation verzichtet. Dadurch ist es beim Kläger zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen gekommen. Verfahren:Das LG Regensburg hat zu dem Vorfall ein fachmedizinisches Sachverständigengutachten eingeholt. Dieses kommt zum Ergebnis, daß die Netzaugmentation behandlungsfehlerhaft unterlassen worden ist. Wäre eine Netzrekonstruktion vorgenommen worden, so wären geringere Verwachsungen…

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Oberlandesgericht Köln – vom 15.07.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Beinamputation nach fehbehandelter medialer Schenkelhalsfraktur des linken Beins, OLG Köln, Az.l 5 U 69/08

Chronologie:Die Klägerin erlitt in 2003 einen Oberschenkelhalsbruch der in der Klinik der Beklagten operativ versorgt wurde. Dabei traten jedoch Komplikationen auf, in deren Folge ihr das linke Bein amputiert werden mußte. Verfahren:Das Landgericht Köln (Az. 25 O 39/06) hatte die Klage zunächst als unbegründet abgewiesen. Hiergegen zog die Klägerin mittels ihrer Prozessbevollmächtigten Ciper & Coll.…

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Landgericht München II – vom 11.07.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Schädigung der arteria iliaca cummunis, LG München II, Az. 1 O 4461/10

Chronologie:Im Rahmen eines laparoskopischen Eingriffs kam es bei der Klägerin zu einer Harnleiterdurchtrennung rechts sowie der arteria iliaca cummunis. In der Folge litt die Patientin unter Lähmungserscheinungen im linken Bein. Verfahren:Das Landgericht München II hat ein Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben, welches einen Behandlungsfehler bestätigte. Die Kausalität zwischen fehlerhafter Behandlung und Lähmungserscheinungen konnte nicht zweifelsfrei geklärt…

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Landgericht Berlin – vom 08.07.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Versteifung der Wirbel LWK 4/5 sowie mangelhafte postoperative Behandlung, LG Berlin, Az. 13 O 43/12

Chronologie:Die Klägerin unterzog sich einer Operation der Wirbel LWK 4 und LWK 5. Diese OP erfolgte behandlungsfehlerhaft. Postoperativ stellten sich erhebliche Schmerzen ein. Eine weitergehende Untersuchung nahmen die Mediziner nicht vor. Dadurch kam es zu einer Lungenembolie und einer Hirnblutung. Seit dem Vorfall kann die Klägerin ihr Leben nicht mehr selbstbestimmend führen und ist in…

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Landgericht Essen – vom 28.06.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Millionenentschädigung für fehlgeschlagene Koronarangiographie, LG Essen, Az. 1 O 116/10

Chronologie:Der Kläger begab sich in die Praxis des Beklagten zur Vornahme einer Koronarangiographie, wobei es zu schweren Komplikationen kam. In der Folge mußte ihm ein Spenderherz implantiert werden.In einem Vorprozess verurteilte das OLG Hamm (Az. I – 3 U 41/09) den Beklagten bereits zu 100.000,- Euro Schmerzensgeld und stellte fest, daß er sämtliche materiellen Schäden…

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Landgericht Heilbronn – vom 26.06.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Kreislaufschock bei Uterursruptur mit verspäteter Notsectio, LG Heilbronn, Az. 1 O 76/10

Chronologie:Die Klägerin begab sich zur Entbindung in das Krankenhaus der Beklagten. Der Entbindungstermin war bereits um 10 Tage überschritten. Während des Geburtsvorgangs traten Komplikationen auf, es kam zu einer Uterusruptur, eine Notsectio wurde erforderlich. Die Klägerin musste sich in der Folge mehrerer Revisionsoperationen unterziehen und leidet unter grossflächigen Vernarbungen und Missformungen der Bauchdecke. Verfahren:Das Landgericht…

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